Seilrisse. Hintergründe & Neuigkeiten. 2/17
von Semmel Chris, Gebel Daniel
Es ist schlicht und ergreifend die Horrorvorstellung: man stürzt und der gewohnte Ruck bleibt aus. Der Fall will einfach nicht enden, das Seil hält nicht. Meist ist es der Sicherungspartner, der einen Fehler macht. Dann wird es weit – aber es stoppt irgendwann. Nicht so, wenn das Seil reißt! Chris Semmel und Daniel Gebel fassen zusammen, warum Seile reißen können und informieren über aktuelle Erkenntnisse. ...
Definition der Sicherungsgeräteklassen. 2/17
von Weißmüller Sascha, Otto Eric
Ist-Zustand und wie es besser wäre – ein Vorschlag. Das Thema Sicherungsgeräte und die Einteilung selbiger in gewisse Klassen ist ein omnipräsentes Thema. Es existieren diverse Begrifflichkeiten, die versuchen, die einzelnen Geräte in bestimmte Klassen zu unterteilen. Doch wann ist ein Gerät ein Halbautomat und/oder wann ist ein Gerät ein Autotuber? Warum definiert man die klassischen manuellen Geräte (Tuber & HMS) als dynamische Sicherungsgeräte? Würde das bedeuten, ...
Bouldern - Safety Basics. 1/17
von Tanner Robert, Schäffler Klaus, Matros Patrick
Laut den Unfallstatistiken gibt es beim Bouldern mehr Verletzungen als beim (Hallen-) Vorstiegsklettern. Das ist nichts Neues und hat – wenig überraschend – etwas mit der mehr oder weniger harten Landung nach einem Absprung/Sturz zu tun. Robert Tanner, Klaus Schäffler und Patrick Matros haben sich mit den Unfallmustern beschäftigt und sich Gedanken über eine „Fallschule“ beim Bouldern gemacht. ...
Kletterhallenstudie 2015. Teil 2. 1/17
von Janotte Julia, Schwiersch Martin, Hummel Christoph, Streicher Florian Hellberg Und Bernhard
In bergundsteigen #96 berichteten wir über die ersten Ergebnisse der Kletterhallenstudie 2015. Dabei wurden von 575 beobachteten anspruchsvollen Stürzen nur 37,56 % (n=216) mit geringer Verletzungsgefahr gehalten. Bezogen auf die 115 teilnehmenden Probanden gelang es lediglich 7,83 % (n=9), alle fünf Sturzszenarien mit geringer Verletzungsgefahr zu bewältigen. ...
Wie lange halten Seile, Schlingen und Gurte aus Polyamid?. 4/16
von Siebert Walter
Die meisten Hersteller empfehlen, Seile, Schlingen und Gurte nach spätestens 10 Jahren zu entsorgen. Tatsächlich macht das kaum jemand, außer wenn sie durch Verschleiß oder Beschädigung unbrauchbar geworden sind. Walter Siebert ging der Frage nach, wie lange wir unsere Polyamid-Ausrüstung tatsächlich gefahrlos verwenden können. Sein Fazit: Alten Bandschlingen würde er nicht vertrauen, besonders wenn sie draußen hängen ...
Sicherungstraining Plus. 4/16
von Tanner Robert, Schäffler Klaus, Matros Patrick
Ein methodisches Konzept, um die Grenzen von Sicherungsgeräten zu erleben, wird seit zwei Jahren in der bayerischen Sportlehrerfortbildung verwendet. Zielgruppe von Sicherungstraining Plus sind Kletterlehrerinnen. Diesen möchte man die Chance geben, in einem abgesicherten Umfeld auch einmal die möglichen Fehlbedienungen der verschiedenen Sicherungsgeräte und deren Konsequenzen zu erleben ...
Kletterhallenstudie. 3/16
von Janotte Julia, Schwiersch Martin, Streicher Bernhard, Hellberg Florian, Hummel Christoph
Die letzten DAV-Kletterhallenstudien (bergundsteigen #50/#51/#81/#82/#93) konzentrierten sich auf die Beobachtung des Verhaltens von Sicherern im regulären Kletterbetrieb. Mit der aktuellen Studie hingegen untersuchten wir zusätzlich zum Routine-Sicherungsverhalten das Sicherungsverhalten in der Belastungssituation bei spezifischen Sturzszenarien. Also ganz konkret, wie Sichernde bei - inszenierten - Stürzen reagieren, wie sie ihr Sicherungsgerät bedienen ...
DAV-Kletterhallenstudie #3. 4/15
von Schwiersch Martin, Streicher Bernhard, Hellberg Florian, Hummel Christoph, Stromereder Philipp
Es war wieder soweit. Die Verhaltensforscher der Abteilung Sicherheitsforschung des Deutschen Alpenvereins haben sich erneut in das Habitat des Homo Verticalis Indoorensis begeben, um das Verhalten und Erleben dieser Spezies noch genauer zu erforschen. Aus vergangenen Studien ist bereits bekannt, dass der Hallenvertikalsportler zwar kognitiv hoch entwickelt ist, manchmal jedoch irrational handelt und dabei Verhalten zeigt, mit welchem er sich selbst oder andere Artgenossen gefährdet.
Halbautomaten - Stärken, Schwächen, Unterschiede. 3/15
von Steinmüller Sophia, Hellberg Florian, Hummel Christoph
Dass Tuber nicht prinzipiell zu verdammen sind, aber oft einfach keinen Sinn machen, sollte sich inzwischen herumgesprochen haben. Ebenso wenig überraschend sollte die Erkenntnis sein, dass es auch mit Halbautomaten Grounder gibt. Das Problem dabei nennt sich „Mensch“. Doch Halbautomat ist nicht gleich Halbautomat und so hat sich die DAV-SiFo - liebevoll für Sicherheitsforschung - dankens-werterweise in eine (unklimatisierte) Halle zum Vergleichen ...
Halbautomaten - Damit Fehler nur Fehler bleiben. 3/15
von Schwiersch Martin, Winter Stefan
Im vergangenen Jahr hat Thomas Lammel mit seinen Beiträgen in bergundsteigen eine längst überfällige Diskussion über die Vor- und Nachteile von dynamischen und halbautomatischen Sicherungsgeräten ausgelöst. Inzwischen herrscht weitgehende Einigkeit wo v.a. Tuber Sinn machen und wo nicht und nachdem der ÖAV bereits im vergangenen Herbst „seine“ Empfehlung dazu veröffentlicht hat, gibt es nun jene vom DAV. ...
Wie zeichnet man ein Topo?. 3/15
von Roth Volker, Luzar Nicole
Mit einer vom Mainstream abweichenden Meinung hat sich das Autorenpaar Nicole Luzar und Volker Roth in der Szene nicht nur Freunde gemacht. Doch ihre Topoguide-Kletterführer Alpen Band I bis III wurden nicht für Ruhm und Ehre der Erstbegeher geschrieben, sondern für Kletterer, die schon bei der Tourenplanung wissen möchten, was sie in den jeweiligen Routen erwartet. Wir sind von ihren Führern begeistert - von der Auswahl der Touren bis zur Qualität der Topos ...
Sichern mit neuen Erkenntnissen. 2/15
von Georg Thomas, Lerch Andrea
Im Gegensatz zu nahezu allen anderen Ländern schaffen es die Schweizer in der alpinen Szene immer wieder, sich erst einmal zu entspannen, wenn „etwas Neues“ im Raum steht, sich dann Gedanken zu machen und letztendlich gemeinsam eine Idee oder Empfehlung abzugeben. Die Vereinigung der Schweizer Kletteranlagen (IGKA) bietet für ein solches Vorgehen die optimalen Voraussetzungen. Nirgends werden so viele Kletter- und Sicherungsabla¨ufe beobachtbar vollzogen ...
Dynamisch sichern. 2/15
von Weißmüller Sascha, Otto Eric
Dynamisches Sichern - der sagenumwobene heilige Gral der Hallenumkleidekabine. Viele reden davon, die meisten wissen nicht was gemeint ist und wenige können es. Sascha Weißmüller und Eric Otto vom deutschen Kletterhallenverband KLEVER* über geräte- und körperdynamisches Sichern und die dazugehörigen Geräte. Im letzten Jahr gab es in den meisten Fachverbänden, sowie auch im bergundsteigen, viele Diskussionen bezüglich manueller Sicherungsgeräte ...
Risikokultur in Kletterhallen. 4/14
von Plattner Peter, Hummel Christoph
Am zweiten Tag des Symposiums „Risikokultur im Bergsport“ liefen parallel drei Workshops. Neben einem allgemeinen Workshop zur Risikokultur der Zukunft (s.S. 52) und einem zum Thema Lawinen (s.S. 56) wurde jener zum Thema „Kletterhallen“ mit besonderer Spannung erwartet. Trafen hier doch drei Expertengruppen mit durchaus verschiedenen Interessen aufeinander. Es versprach, nicht langweilig zu werden. Ehrlich, lieber hätte ich (Plattner) mich ...
Kletterunfälle im Klartext. 3/14
von Würtl Walter, Würtele Andreas
Gerade in den letzten Monaten wurde viel über Unfälle, Sicherungsgeräte und Risiken beim Klettern diskutiert - auf teilweise sehr abstrakter Ebene . Oftmals geben die Protagonisten in der „Fachdiskussion“ aber eher ihre persönlich Meinung oder ihre ganz spezifischen Erfahrungen wieder als tatsächliche Fakten. Um einen Gesamteindruck des Unfallgeschehens zu bekommen, durchforsteten Walter Würtl und Andreas Würtele die Alpinunfalldatenbank ...
Sind Tuber noch akzeptabel. 3/14
von Hellberg Florian, Semmel Chris
Die Diskussion „Tuber versus Halbautomaten“ ist in den letzten Jahren immer intensiver geworden und hat im letzten bergundsteigen mit dem Artikel von Thomas Lammel einen Höhepunkt erreicht. In diesem Artikel zweifelt der Verfasser provokant, aber sachlich an, dass Tuber und sogar die Halbautomaten mit Tube-ähnlicher Bedienung ausreichend sicher bedient werden können. Seine Begründung: die Bremshand muss zum Seileinnehmen ...
Sicherungstechnik Teil 1. 2/14
von Lammel Thomas
In bergundsteigen 3/13 haben wir zwei Beiträge von Thomas Lammel zur Sicherungsthematik in Kletterhallen bzw. beim Sportklettern veröffentlicht. Diese Beiträge haben eine durchaus kontroverse Diskussion ausgelöst und polarisiert (vgl. „Dialog“ der letzten beiden Ausgaben) und u.a. haben wir dazu eine deutliche Stellungnahme der Kommission künstlicher Kletteranlagen des Deutschen Alpenvereins erhalten (und in #4/13 abgedruckt). ...
Sicherungstechnik Teil 2. 2/14
von Lammel Thomas
Warum mit einem Tuber gesicherte Vorsteiger seit Jahren immer wieder auf den Boden abstürzen - obwohl das Sicherungsgerät korrekt bedient wurde -, erklärt Thomas Lammel in seinem zweiten Beitrag. Er liefert damit die technische Erklärung für eine Tatsache, die vielen Leserinnen von bergundsteigen bewusst ist. Für die meisten überraschend könnte aber seine Übertragung auf halbautomatische Sicherungsgeräte sein. ...
Klettern als Therapie. 2/14
von Leichtfried Veronika
Seit geraumer Zeit findet Klettern als therapeutische Intervention vermehrt Verbreitung. Woher stammen die Hintergründe für eine therapeutische Integration der Kletterbewegung? Wo liegen mögliche Einsatzbereiche? Wie wirkt Klettern als therapeutische Intervention und inwieweit ist die therapeutische Wirksamkeit des Kletterns bereits belegt? Den Einzug in die Therapie erfuhr das Klettern durch Individualisten und Therapeuten ...
stellungnahme. 4/13
Die Artikel von Thomas Lammel in der letzten Ausgabe 3/13 von bergundsteigen beschäftigen sich vor allem mit der Sicherheit beim Hallenklettern und er behandelt dies aus seiner subjektiven Sicht als Ingenieur für Arbeitssicherheit. Ihre Zielsetzung, eine öffentliche Diskussion anzuregen, wurde damit sicherlich erreicht. Es ist sehr zu begrüßen, wenn sich jemand so viel Mühe um die Sicherheit in den Kletteranlagen macht. Viele der Vorschläge sind gut gemeint, wenngleich oft undifferenziert und nicht belegbar! Die grundsätzlichen Vorschläge, die allgemein anerkannte Sicherungshinweise betreffen ...
Tourenplanung Online. 4/13
von Rothwangl Georg, Zott Mario
Zur richtigen Zeit am richtigen Ort. alpenvereinaktiv.com ist das gemeinsame Tourenportal von DAV, OeAV und AVS. Erst vor kurzem haben diese alpinen Vereine beschlossenen, in die Online-Tourenplanung einzusteigen. Ein ehrgeiziges Projekt, gilt es doch mit anderen - bereits etablierten - Anbietern in Konkurrenz zu treten. Da sie sich in letzter Zeit intensiv damit auseinandergesetzt haben, können uns zwei der hauptamtlichen Mitarbeiter hinter alpenvereinaktiv.com ...
Wie sind wir da nur reingeraten. 3/13
von Lammel Thomas
Anstöße von außen sind meist die einzige Möglichkeit, um Betriebsblindheit zu erkennen und Dinge zu verändern. Einen solchen Impuls zu den kritischsten Aspekten des Sicherns, also zum sicheren Halten eines Sturzes in Kletterhallen, geben die folgenden sicherheitstechnischen Einschätzungen und Wertungen, welche dem nüchtern konservativen Blickwinkel eines Sicherheitsingenieurs entspringen. Die Kenntnisse des Autors über industrielle Sicherheitstechnik und den Klettersport ...
Sichern beim Klettern. 3/13
von Stopper Dieter
Ab welchem Zeitpunkt „dürfen“ oder sollen sich Kinder gegenseitig sichern? Zu dieser Frage gibt es verschiedene Zugänge und mehrere Antworten und Empfehlungen. Dieter Stopper lässt uns an seinen Gedanken teilhaben, was es braucht, um ein guter Vorstiegssicherer zu werden - egal ob jung oder alt! Zwei Kinder klettern in einer Halle im Vorstieg. Beide Kinder sind zwölf Jahre alt. Beim Klippen der dritten Sicherung stürzt das vorsteigende Kind, knallt nahezu ungebremst auf den Boden ...
Und wie kommen wir wieder heraus. 3/13
von Lammel Thomas
In seinem Beitrag „Wie sind wir da nur reingeraten?“ (Seite 75) macht sich der Sicherheitsingenieur Thomas Lammel kritische Gedanken über das Klettern und viel mehr das Sichern in der Halle. Sein Text endet mit einer ernüchternden Bewertung der verfügbaren Sicherungsgeräte. Doch was könnte besser gemacht werden, welche Anforderungen müsste ein modernes Sicherungsgerät erfüllen und was könnten Hallenbetreiber und alpine Vereine unternehmen ...
Sicherungsgeräte im Vergleich. 2/13
von Semmel Chris
Verwirrende Vielfalt? Dass es etwa 5000 verschiedene Automodelle gibt, verwundert niemanden. Na und? Alle haben ein Lenkrad, Bremse und Gas; und die sind immer an der selben Stelle positioniert. Sicherungsgeräte gibt es etwa 40 verschiedene. Zugegeben, da sind schon einige Exoten darunter, wie „Sum“ oder „Logic“. Aktuell marktrelevant sind etwa 15. Davon wiederum sind sechs empfehlenswert bzw. haben ihre Berechtigung auf dem Markt. Das Problem: Anders ...
Sanieren von Kletterrouten in der Schweiz. 2/13
von Hasler Bruno
DAV und OeAV (bergundsteigen 1/12) sowie der AVS (bergundsteigen 2/12) haben ihren Standpunkt zum Thema Routensanieren und Bohrhaken bereits dargestellt. Nun ist Bruno Hasler an der Reihe, um die Position des SAC darzustellen. Darüber hinaus ist sein Beitrag ein Stimmungsbild, in dem prominente Protagonisten zu Wort kommen. Und von wegen, die Schweiz ist übersät mit Bohrhaken... In der Schweiz gibt es eine Vielzahl von Kletterrouten ...
Homa verticalis indoorensis II. 1/13
von Funk Felix, Schwiersch Martin, Semmel Chris, Hellberg Florian
Wie sieht es mit gerätebezogenen Sicherungsfehlern beim Hallenklettern aus, welche typischen Bedienungsfehler werden gemacht? Wird bei den dynamischen Sicherungsgeräten das Bremshandprinzip nicht konsequent genug eingehalten oder sichert man mit Halbautomaten automatisch nachlässiger? Diesen Fragen soll im zweiten Artikel zur Kletterhallenstudie 2012 nachgegangen werden. Für die Betrachtung der gerätebezogenen Sicherungsfehler stützen wir unsere Aussagen ...
Homo verticalis indoorensis. 4/12
von Funk Felix, Schwiersch Martin, Hellberg Florian
Die Spezies der Hallenkletterer löst sich langsam von ihrem Urvater, dem kletternden Bergsteiger, und wird zunehmend eine eigenständige Art. Im ersten Teil ihres Beitrages beleuchten die Autoren die jüngsten Entwicklungen anhand einer neuen Studie der DAV-Sicherheitsforschung und zeigen die Veränderungen im Vergleich zu zurückliegenden Studien auf. Durch die Entwicklung neuer Sicherungsgeräte beginnt für die traditionellen Methoden ein Überlebenskampf ...
Unfallursache: Seilriss!. 4/12
von Wallner Robert, Würtele Andreas
Regelmäßig diskutieren und lamentieren wir beim alpinen Klettern über die Vor- und Nachteile der Sicherung direkt vom Körper. Max Berger ist, wenn es um anspruchsvolle alpine Routen geht, seit langem ein Verfechter der Körpersicherung. Da er nun handfeste Zahlen und Testergebnisse zu dieser Thematik hat, hielt er die Zeit reif, einen Beitrag zu diesem Thema zu verfassen. Diskussionen dazu werden erwartet und sind erwünscht. Nachdem jahrzehntelang mit weichen ...
Reduktion von Feinstaub in Kletterhallen. 3/12
von Weinbruch Stephan
In bergundsteigen 3/08 veröffentlichten wir den ersten Beitrag von Stephan Weinbruch mit dem Titel „Feinstaub in Kletterhallen“. Er und sein Team von der TU-Darmstadt untersuchten damals die Feinstaubbelastungen in Kletterhallen aufgrund der Verwendung von Magnesium (dieser Beitrag kann in unserem Archiv auf www.bergundsteigen.at nachgelesen werden). Im folgenden Beitrag geht es nun darum, wie diese Feinstaubbelastung reduziert werden kann: ...
Karabinerbruch x2. 2/12
von Semmel Chris
Karabinerbrüche sind selten. Trotzdem sind Karabiner jener Ausrüstungsgegenstand in der Sicherungskette, der am häufigsten versagt. Sie brechen häufiger als Bohrhaken, Seil oder Gurt. Gleich zwei Mal innerhalb von drei Wochen kam es im Sommer 2011 in Tirol beim Sportklettern zu einem Karabinerbruch. Chris Semmel hat sich diese Unfälle näher angesehen. Am 14. Mai 2011 verunglückte ein deutscher Sportkletterer in der Route „Knusperzapfen“ (7c) am Schleier Wasserfall ...
Absturz in der Kletterhalle. 2/11
von Wallner Robert
In den letzten beiden Ausgaben brachte uns Ulli Benker auf den aktuellen Stand der Technik, was GPS & Karten & Handys betrifft. Dass dieses Navigationsgerät im alpinen Gelände – und nicht nur hier, sondern auch zB in Autotunnels ... – verschieden schlau angewandt werden kann, ist bekannt. So ist es wenig zielführend, wenn auf Schihochtour bei schlechter Sicht zwar das Display akribisch beobachtet, aber nicht wahrgenommen wird, dass man währenddessen in einen ...
dialog. 1/11
[Sicherungsgeräte] Ich habe mich in letzter Zeit sehr ausführlich mit der der Problematik des richtigen Sicherungsgerätes beschäftigt und komme in meiner persönlichen Situation zu keiner einfachen Lösung (Insbesondere auch nach dem Artikel vor kurzem über die Problematik mit dem Tube.) Ich hätte da ganz gerne ein Statement vom Fachmann sozusagen. Ich klettere am meisten mit meiner Freundin. Ich selber wiege 85 kg und sie 56 kg. Also schon ein sehr deutlicher Unterschied. Da ich das Klettern im Elbsandsteingebirge gelernt habe, waren wir lange Zeit nur mit HMS als Sicherung unterwegs. ...
Unfallursachen und Risiken beim Hallenklettern. 1/11
von Ernst Björn, Kuntnawitz Stefan
Das Risiko beim Klettern wird bestimmt durch unterschiedliche Einflussfaktoren, die einzeln betrachtet mit beherrschbaren Gefahrenpotentialen behaftet sind. Zum Unfall kommt es immer erst dann, wenn mehrere dieser Faktoren gleichzeitig zusammenwirken. In der vorliegenden Studie haben Björn Ernst und Stefan Kuntnawitz versucht die wichtigsten Faktoren zu erfassen, zu untersuchen und einander so gegenüberzustellen, dass das Gesamtrisiko für bestimmte Situationen ...
Keine Haftung für Felsausbruch. 3/10
von Ermacora Andreas
In einem Klettergarten in Weißbach bei Lofer stürzte eine Kletterin ab und verletzte sich schwer, nachdem sich ein etwa 1000 kg schwerer Felsbrocken gelöst hatte. Daraufhin klagte sie den Oesterreichischen Alpenverein auf Schadenersatz (rund Euro 150.000,-) mit der Begründung, dass dieser seiner Wartungsverpflichtung nicht nachgekommen ist und einen Geologen beauftragen hätte müssen, um die Labilität des Gesteins rechtzeitig zu erkennen. ...
Kletterroute - weniger als ein Weg. 3/10
von Kocholl Dominik
Im Beitrag von Andreas Ermacora (Seite 22) kommt er bereits vor, der § 1319a ABGB, in dem es um die Wegehalterhaftung geht. Dass Kletterrouten und Wege zwei komplett verschiedene Dinge sind, scheint uns Bergsteigern offensichtlich. Dennoch haben nach einem Unfall Juristen darüber zu entscheiden und so erörtert Dominik Kocholl, ob eine Kletterroute bzw ein Klettergarten nun auch vor dem Gesetz kein Weg ist – oder ob doch. ...
Sport und Essstörungen. 3/10
von Drexler Daniel
Wie in jeder anderen Sportart setzt sich auch der engagierte Bergsportler mit seinem Gewicht und seinem Body Mass Index (BMI) auseinander und vergleicht seinen Körper mit anderen. Mann und Frau möchte dem Zeitgeist und Körperkult entsprechen und je höher die geforderte Leistung sein möchte, desto wichtiger wird das Thema „Ernährung“. In Internetforen tauchen gehäuft Fragestellungen dazu auf und auch betroffene Sportler und Athleten äußern sich dazu. ...
Wie riskant ist Bergsport?. 3/10
von Hellberg Florian, Rendelzhofer Peter
Wie gefährlich sind Wandern, Klettern oder Skitourengehen? Im August wurde die DAV-Bergunfallstatistik 2008/09 vorgestellt. Peter Randelzhofer und Florian Hellberg geben einen Überblick zu den wesentlichen Entwicklungen und den Ursachen für Unfälle im Bergsport. Seit 1979 veröffentlicht der DAV seine Bergunfallstatistik, die Daten reichen zurück bis in die fünfziger Jahre. Grundlage sind die dem DAV-Versicherungsschutz gemeldeten Unfälle und Notfälle der Mitglieder. ...
In den letzten Zügen .... 2/10
von Schwiersch Martin
Klettern boomt. Vielmehr das Klettern in der Halle boomt - und auch das in mit Bohrhaken rastermäßig „sanierten“ Klettergärten (solchen mit Hinweisschildern vom Tourismusverband, wo auch die Alpenverein-Kletterregeln draufstehen). Der Autor beobachtet diese Entwicklung seit Jahren und macht sich – gerade zurück vom Urlaub im Yosemity – seine Gedanken über das Turnen an Kunstgriffen und die Freiheitssuche „draußen“. ...
Um ein Haar. 2/10
von Mailänder Nicho
Der Autor ist in der Kletterszene nun wahrlich kein Unbekannter. Seit Jahrzehnten am Fels kletternd hat er - ohne ihm nahetreten zu wollen - ein Alter erreicht, das beweist , dass er was Risikoeinschätzung und Sicherungstechnik betrifft recht erfolgreich unterwegs sein muss. Dass gerade ihm ein Beinahe-unfall mit dem Standardsicherungsgerät Tuber passiert, lässt aufhorchen. Ort und Zeit der Handlung: Schleierwasserfall im Dezember 2007. ...
Mein Absturz in der Kletterhalle. 2/10
von Zak Heinz
„Heinz hatte in der Halle einen Grounder!” Wir konnten es kaum glauben. Er, der Extremkletterer und Seiltechnik-Buchautor verunfallt nicht etwa bei einer Erstbegehung im Karwendel sondern in der Tivoli-Kletterhalle. Wir wollten wissen, was genau geschehen ist. Bumm – ein dumpfer Aufschlag übertönt den Lärmpegel der zum Bersten gefüllten Kletterhalle. Plötzlich ist es bedrückend still. Ein Kletterer war aus 14 Meter Höhe auf dem Betonboden aufgeschlagen. ...
Im Gespräch mit Chris Semmel. 2/10
von Semmel Chris, Plattner Peter
Nicho und Heinz, beide sind erfahren, kennen sich super gut aus, haben ihre wilden Zeiten im Gebirge überlebt. Wie kann den beiden der beschriebene Beinaheunfall bzw. Absturz passieren? Ich denke, man wähnt sich zu leicht in Sicherheit. Man erlebt immer wieder, dass man alles im Griff hat, hält viele Stürze und dann kommt doch das eine zum anderen: ein zu dünnes Seil, ein Runout und ein weiter Sturz, kein Sichtkontakt oder der Sturzzug just in dem Moment, ...
Aus Fehlern lernen, aber wie ...?. 2/10
von Cronrath Michael
Michael Cronrath hat sich in seiner Diplomarbeit mit der Vermittlung von Sicherungsmethoden beim Klettern auf der Basis von erlebtem Handeln auseinandergesetzt und lässt uns an seinen Erkenntnissen teilhaben. Die meisten Bergsteiger kennen das Gefühl, bei einer Bergtour, die nicht optimal gelaufen ist, mehr gelernt zu haben, als wenn alles perfekt nach Plan funktioniert hätte. So kann es zB ein wertvolles und intensives Erlebnis sein ...
Das "weiche Auge". 2/10
von Plattner Peter
Vielgestellte Frage bei allen Ausbildungskursen, seit Monaten: „Weisch du, wie der Knoten geht, weisch eh, für des weiche Auge?“ Das weiche Auge, jener mystische Knoten, der angeblich von einem gewissen Herrn Stopper kreiert wurde, um den Zentralkarabiner in der Standplatzschlinge durch einen superstarken, geknoteten Ring zu ersetzen – der aussieht wie ein doppelter Bulinknoten (und ein solcher ist er auch). ...
Free Solo. 1/10
von Huber Alex
Spektakuläre Fotos vom Klettern ohne Seil und Gurt springen uns in letzter Zeit nicht nur aus den alpinen Gazetten an. Der Zeitgeist scheint Gefallen zu finden am ungesicherten Klettern, bei dem ein Fehler, eine Unachtsamkeit, den Tod bedeutet. Einer der bekannten und erfolgreichen Protagonisten dieser Bergsportart ist Alex Huber. Er erzählt von den Ursprüngen und der Entwicklung dieser Spielform - und wie er ihr verfallen ist. Free Solo – das ist Klettern in seiner reinsten Form: ...
Statement Soloklettern. 1/10
von Auer Hansjörg, Mayr Much, Larcher Rolando
Hansjörg Auer, Jahrgang 84, verbucht einige alpinistische Glanzleistungen auf sein Konto. Eigentlich will er ja nicht, aber wer den „Weg durch den Fisch“ mit einem Minimum an Vorbereitung im Solo klettert, der hat eindeutig etwas zu sagen. Der Zeitpunkt einer Free-Solo-Begehung am absoluten Limit der persönlichen Leistungsfähigkeit lässt sich nicht bestimmen oder planen. Es ist eine sehr intensive Reise, bestimmt zu einem Zeitpunkt, auf den man lange wartet ...
Gesichertes Soloklettern. 1/10
von Zak Heinz
Klettere ich alleine eine Route und sichere mich mit einer Steigklemme an einem zuvor fixierten Seil, dann ist das Soloklettern, gesichertes Soloklettern. Es gibt auch eine Technik sich solo im Vorstieg zu sichern. Ganz klar nur etwas für Spezialisten, die wissen, was sie da tun. Zu beiden Themen erreichen uns immer wieder Leserbriefe und so haben wir Heinz Zak gebeten diese beiden „Selbstsicherungs-Techniken“ zu beleuchten. ...
ausprobiert. 3/09
Black Diamond Sabretooth Was wirklich Feines gibt es ab sofort von Black Diamond: Steigeisen aus rostfreiem Stahl. Die sind ein absoluter Hinschauer und Angreifer, weil wunderschön gefertigt. Klar, dass sie auch echte Vorteile haben: rosten nicht und es gibt keine Farbe, die abblättern kann (schaut schiach aus), sind ca. 200 g Gramm leichter, aber widerstandsfähiger (sprich bleiben länger scharf) und durch die sehr glatte Oberfläche bleibt weniger Schnee picken – aber eine Antistollen-Platte ist trotzdem standardmäßig dabei. ...
Die Summe unserer Gewohnheiten oder zur Sicherheitskultur in Kletterhallen. 2/09
von Kirmeier Renate
Eine volle Kletterhalle im Winter. Zwei offensichtliche Anfänger sind an der Länge der Hauptwand gescheitert und klettern nun im Toprope bis zu einer Zwischensicherung. Moment mal! Ich beobachte das Ganze aus dem Boulderraum, der in 15 m Höhe ein Sichtfenster zur Hauptwand hat, sehe genau hin, aber es ist tatsächlich so: Sie klettern an einer einzigen Zwischensicherung in ca. 12 m Höhe und ohne jede Redundanz. ...
Es irrt der Mensch solang er strebt. 1/09
von Mersch Jan, Behr Wolfgang
Wie wird man eigentlich ein kompetenter Bergsteiger? Welche typischen bergsteigerischen Entwicklungsmuster führen dahin? Welche Thesen und praktischen Konsequenzen lassen sich daraus ableiten? Glaciér de Trient, ca. 3100 m Seehöhe, April 2004. Bei schönstem Wetter sind wir morgens von der Argentière-Hütte aufgebrochen. Die erste „echte“ Etappe der Haute-Route steht an. ...
Die Geschichte vom fiesen Achterknoten. 1/09
von Stopper Dieter
Die Kletterhallen sind besonders in den Übergangszeiten und im Winter mehr als gut besucht. Kaum vorstellbar sind die möglichen Fehlerquellen, die diese Erhöhung der Frequenzen mit sich bringt. Von einem vorerst undurchsichtigen „Fall“ weiß Dieter Stopper zu berichten. Im Sommer 2008 knallte ein Kletterer in einer Halle in Süddeutschland aus einer Höhe von über 10 Metern ungebremst ...
1 Kletterunfall. 3 Welten.. 3/08
von Hoffmann Olaf, Schrag Karl, Bergmann Aldo
Ich werde wach und es ist dunkel. Ich denke, der Wecker müsstejeden Moment klingeln. Ich arbeite als Elektriker in einer KFZWerkstattund ein Zuspätkommen wird nicht geduldet. Aberirgendetwas stimmt heute nicht. Ich möchte aufstehen undkomme nicht vom Fleck, fühle mich wie angenagelt ans Bett. Dummer Alptraum! ch warte auf das Klingeln. Plötzlich steht ein Wildfremder im weißen Kittel neben mir ...
Feinstaub in Kletterhallen. 3/08
von Weinbruch Stephan
Traditionell liegt der Fokus von bergundsteigen auf Unfallrisikenim Bergsport und deren Vermeidung. Im vorliegenden Artikelwird eine vollkommen andere Art von Risiko angesprochen. DerGebrauch von Magnesia führt zu hohen Feinstaubbelastungen in Kletterhallen. tatsächlich ist, ob und welche Gegenmaßnahmen getroffen werden müssen - diesen Fragen ging eine Studie der Technischen Universität Darmstadt nach....
Sicher(n) stürzen lernen. 3/08
von Kleinhappl Stefan
Wer einen Vorsteiger sichert, muss auch einen Sturz halten können. Dies wird aber gerade im Anfängerbereich nur in den wenigsten Fällen geübt. Das Klettern an der Sturzgrenze – des „Hardmovers“ täglich Brot, um sich zu verbessern - ist bei Anfängern nicht alltäglich. Stürze „passieren“ aber auch im Anfängerbereich. In dieser neuen Situation sind dann viele Sichernde überfordert. ...
Kurzprusik a.D.. 2/08
von Kieselmann René M., Reinhard Michael
Die Bedeutung des “Kurzprusiks" als elementare Sicherheitsvorkehrung gegen Absturz beim Abseilen ist unbestritten. Dass dieser auch versagen kann, zeigte ein Unfall im Rahmen der Bergwachtausbildung: Der Kurzprusik rutschte gegen den Abseilachter und verlor dadurch seine Bremswirkung. ...
Murphy ist an allem schuld. 2/08
von Schubert Pit
Die Gesetzmäßigkeit nach Murphy1 ist vielen bekannt. Verkürzt: „Alles ist möglich - nichts ist unmöglich.“ Dies beweisen einmal mehr zwei Unfälle in Kletterhallen, die sich in dieser Art bisher wohl niemand hätte vorstellen können. Nur die Praxis kann derartige Exotik hervorbringen. ...
Starke Fasern. 2/08
von Schubert Pit
Reepschnüre, Bänder, Schlingen - ohne sie läuft fast nichts im Bergsport. Was die Norm von diesen treuen Gefährten verlangt und worüber man als Anwender bescheid wissen sollte. Wenn bestimmungsgemäß angewendet, wird von Reepschnur, Band und Schlinge erwartet, dass sie nicht reißen. Die Normen sollen dies garantieren. ...
tatort. 4/07
von Auckenthaler Maria, Hofer Norbert
Kletterunfälle in der Halle, die daraus resultierenden gerichtlichen Verfahren, die Haftung des Hallenbetreibers sowie mögliche Versicherungen gegen dieses Risiko wurden in bergundsteigen 3/07 erläutert. In Fortsetzung zu diesem eher theoretischen Teil sollen nun einige Kletterunfälle und die anschließenden Verfahren dargestellt werden, die sich im letzten Jahr im Sprengel des Oberlandesgerichtes Innsbruck ereignet haben. Unfallhergang, verwendete Sicherungsmittel, ...
tatort kletterhalle. 3/07
von Auckenthaler Maria, Hofer Norbert
Hat die Kletterhalle wieder Saison, ist auch ein Ansteigen der Unfälle zu beobachten. Klettern, obwohl inzwischen ein Breitensport, ist und bleibt eine Risikosportart oder - etwas geschwollener gesagt - eine Sportart mit ausgeprägtem Ernstcharakter. Auch in der Halle! Hohe Konzentration und vor allem die souveräne Beherrschung des Sicherungsgerätes sind gefordert. Denn ein Kletterunfall zieht fast immer schmerzliche Folgen nach sich: ...
durchgescheuert. 3/07
von Schubert Pit
Stürze in Kletterhallen sind, sofern korrekt gesichert wird, von geringer Höhe. Auch die maximale Fangstoßkraft - jene Kraft, die im Augenblick der größten Seildehnung auftritt - ist aufgrund des günstigen Sturzfaktors und der dynamischen Körpersicherung gering. So ist der Bruch einer Expressschlinge in der Kletterhalle nicht vorstellbar. Passiert ist das aber trotzdem....
strings & gummis. 2/07
von Schubert Pit
Am 29. September letzten Jahres kam es im Bereich der Sonnenwände, in der Nähe der Loferer Alm (Salzburg), zu einem Unfall beim Abseilen. Im Unfallbericht heißt es sinngemäß: "Ein 41-jähriger Kletterer wollte an der Abseilstelle "Graues Buch" abseilen. Er hängte seine Selbstsicherung am Stand ein und lehnte sich nach außen. Dabei löste sich die Bandschlinge vom zugeschraubten (!) Schraubkarabiner und der Kletterer stürzte in die Tiefe. ...
die schwerkraft vor dem gesetz. 3/06
von Kocholl Dominik
Jemand klettert eine kleingriffige, leicht überhängende 8 minus in einer Halle. Er rastet kurz, startet dann entschlossen in Richtung Schlüsselstelle und erspäht, während er mit seinen Augen den Trittwechsel koordiniert, direkt in seinem Sturzraum einen anderen Kletterer. Er ist sich nicht sicher, die Stelle 100%ig klettern zu können und setzt sich kontrolliert ins Seil und ärgert sich über den verpatzten Durchstiegsversuch aber auch über die Ignoranz des anderen Kletterers. ...
ab_seil_sturz. 3/06
von Mosimann Ueli, Rehnelt Robert
Das Felsklettern in den mittleren und oberen Schwierigkeitsgraden boomt. Wesentlich dazu beigetragen haben sicher (auch) die neuen Klettergebiete mit perfekt abgesicherten Routen. Die in anderen Ländern oft heftig geführte Diskussion über die Ethik von Routensanierungen hat in der Schweiz kaum stattgefunden und so wurden und werden auch ältere Routen gut bis sehr gut abgesichert. In den Schweizer Alpen und im Jura sind während der letzten ...
a.b.s.. 3/06
von Berghold Christian
Es steht außer Frage, dass eine fundierte Ausbildung, regelmäßiges Training und Weiterbildung unabdingbare Voraussetzungen für Sicherheit am Berg und in der Höhle darstellen. Zudem wird sich jeder risiko- und verantwortungsbewusste Mensch mental und in Bezug auf die benötigte Ausrüstung gewissenhaft auf eine Tour vorbereiten. Es wird viel Zeit in die Verfeinerung der Seiltechnik und viel Geld in gute Ausrüstung investiert. ...
sicher sichern lernen (2). 3/05
von Oliveira Pascal
In bergundsteigen 2/05 führte uns Herta Gauster Schritt für Schritt zum selbständigen Toprope-Sichern. Nun geht's weiter zum Vorstieg. Und damit wird die Sache bedeutend ernster, da wir plötzlich mit dem freien Fall und daher mit ganz anderen Kräften konfrontiert sind. Eine souveräne Technik für das Vorstieg-Sichern zu vermitteln, ist eine grundlegende und die vielleicht wichtigste Aufgabe eines Kletterlehrers. ...
hallenklettern - narrensicher oder fehlerträchtig?. 2/05
von Mersch Jan, Trenkwalder Pauli, Schwiersch Martin, Stopper Dieter
In bergundsteigen 1/05 haben die Experten des deutschen Alpenvereins eingehend über Design und Methodik einer empirischen Sportkletterstudie berichtet, die in ihrer Konzeption bislang einzigartig ist und erstmals statistisch gesicherte Daten über Fehlerarten und Fehlerhäufigkeiten beim Hallenklettern liefert. In diesem Beitrag geht es nun um die brennende Frage, von welchen Faktoren Verhaltensfehler abhängen. ...
sicher sichern lernen (1). 2/05
von Gauster Herta
Was für ein Job: das Leben eines Menschen in meinen Händen! Genormte Ausrüstung und locker-coole Ketterhallen-Atmosphäre lassen die Verantwortung des Sicherungspartners heute gerne in Vergessenheit geraten. Zu Unrecht. Sicher sichern muss gelernt und automatisiert werden, damit auch ein überraschender, nicht angekündigter Sturz souverän gehalten werden kann. In einem ersten Teil präsentiert die ...
hallenklettern. 1/05
von Mersch Jan, Trenkwalder Pauli, Schwiersch Martin, Stopper Dieter
Sportklettern ist eine sichere Sache. Hallenklettern ist narrensicher. Die Haken halten und sind in ausreichender Menge angebracht. Die feste Struktur bricht in der Regel nicht. Das Sicherungsmaterial ist genormt und kann eigentlich nicht versagen. Das Handling wird geschult und ist durch jahrzehntelange Weiterentwicklung nahezu perfekt. Dennoch treten beim Hallenklettern Unfälle mit zum Teil erheblichen Folgen auf ...
plaisir. 3/04
von Känel Jürg Von
Früher gehörte das Eröffnen einer Neutour zu einer absoluten Pioniertat. Klettern war Heldentum. Mit Hammer, Haken und Gottvertrauen zog man los. Kühn kämpfte man sich durch die abweisenden, oft brüchigen Felswände. Gesichert wurde an lottrigen Felshaken, selbstgebastelten Bohrhaken und Holzkeilen. Das Wort "Erstbegehung" umgab zu jener Zeit eine ganz besondere Aura ...
felsklettern. 3/04
von Mosimann Ueli
In den Schweizer Alpen wurden in den letzten Jahren sehr viele Routen komplett mit fixen Sicherungspunkten ausgerüstet. Dies hat zweifelsohne wesentlich dazu beigetragen, die Popularität des Klettersports in der Schweiz zu steigern. Parallel zu dieser Entwicklung ist auch eine ausgeprägte Kanalisierung der Aktivitäten zu beobachten: Ältere Routen, die nicht eingebohrt worden sind, werden nur noch selten begangen. Routensanierungen dienen vornehmlich dazu, ...
sicher partner sichern (2). 3/04
von Britschgi Walter
Fünf Stürze auf den Boden pro Jahr! - so die Unfallstatistik des Kletterzentrums "Gaswerk", die Walter Britschgi im ersten Teil präsentierte. Die Analyse zeigte, dass alle Unfälle mit Stürzen bis auf den Boden auf eine falsche Bedienung des Sicherungsgerätes zurück zu führen sind. Eine weitere Untersuchung zeigte, dass die Hälfte von 180 Probanden, die zufällig ausgewählt wurden, ihr Sicherungsgerät nicht richtig bediente. 5 Stürze auf den Boden pro Jahr in einer Kletterhalle, ...
mizzi langer urteil. 2/04
von Ermacora Andreas
Immer häufiger wird der Alpenverein mit Fragen zur Haftung für etwaige Unfallfolgen auf gewachsenen Kletterfelsen konfrontiert - und mit der Angst der Grundeigentümer vor rechtlicher Verantwortung nach einem Unfall. Ein Zivilverfahren vor dem Landesgericht Wien, welches durchaus als Musterverfahren bezeichnet werden kann, hat nun erstmals klargestellt, dass diese Sorge unbegründet ist. In der Regel scheidet eine Haftung des Grundeigentümers aus. ...
sicher partner sichern (1). 2/04
von Britschgi Walter
Zunehmend mehr KletterInnen erkennen, dass sich das Ausrüstungssegment Sicherungsgeräte rasant entwickelt - und auch verwickelt. Walter Britschgi arbeitet im Kletterzentrum "Gaswerk" bei Zürich, einer der größten Indoor-Kletteranlagen der Welt und schaut Sichernden seit mehreren Jahren sehr genau auf die Finger. Die Suche nach einem methodischen Konzept, um dieseso wichtige Handarbeit beim Seil-einholen-Seil-ausgeben zu perfektionieren, ...
kletterunfälle. 1/04
von Scherer Reinhold
In letzter Zeit häuften sich Unfälle in Tiroler Kletterhallen. Beispielsweise waren nach drei unfallfreien Jahren allein im Oktober in einer Innsbrucker Kletterhalle innerhalb von nur drei Wochen drei schwere Unfälle vorgefallen. Und auch in anderen Hallen gab es schwere Unfälle. Eine Entwicklung, die dem Klettersport nicht gut tut. Klettern ist in, klettern ist cool, klettern kann Jeder. Nur - wer kann auch richtig sichern? ...
kletterwelten. 3/03
von Eder Matthias
Im Rahmen seiner Diplomarbeit hat sich Matthias Eder intensiv mit der Kletterszene und ihren Protagonisten auseinandergesetzt. Das besondere Interesse lag darin, die Kletterszene aus der Sicht der Kletterer bzw. ein Bild vom "typischen Kletterer" kennen zu lernen. Im Zuge der Diplomarbeit wurden 65 Kletterer, vom Anfänger bis hin zum Spitzenkletterer, befragt. Als Befragungsmethoden dienten persönliche ...
gefährlich sicher. 1/02
von Scherer Reinhold
„Kein Ort im Bergsport, an dem die Einsicht in unsere Verwundbarkeit so weit entfernt ist, wie in Kletterhallen. Das Ambiente ist das perfekte Narkotikum für unser Gefahrenbewusstsein“ (Editorial 3/01). Reinhold Scherer, seit einem Jahr Geschäftsführer einer Kletterhalle, weiß ein Lied davon zu singen, welche „Unmöglichkeiten“ in Hallen auf der Tagesordnung stehen. Seine Sorgen waren der Ausgangspunkt für eine weitere Sicherheitsinitiative ...
klettern verboten!?. 3/01
von Hinteregger Monika
Die steigende Beliebtheit des Klettersports und die Verlagerung des Felskletterns in Gebiete unterhalb der Baumgrenze führt zunehmend zu Nutzungskonflikten zwischen Kletterern und privaten Grundbesitzern (Eigentümern und Pächtern) und Jagdpächtern. Eine echte und dauerhafte Lösung dieser Konflikte soll und kann nur in gegenseitiger Rücksichtnahme und auf partnerschaftlichem Wege gefunden werden. ...
hakenausbrüche beim klettern. 3/01
von Stopper Dieter
Klebehaken haben den Klettersport und die Sicherungstechnik in den letzten Jahren revolutioniert. Die Möglichkeit, jede erdenkliche Kletterlinie abzusichern, führte zu einer stetigen Steigerung der gekletterten Schwierigkeit. Die „absolute“ und dauerhafte Zuverlässigkeit dieser Fixpunkte veränderte auch die Einstellung zum Klettern. Nicht mehr nur das bedingungslose Abenteuer, sondern Sicherheit und sportliche Orientierung stehen heute vielfach ...
freies seilende vor gericht. 3/01
von Ermacora Andreas
Es ist gut zwei Jahre her, als das Team rund um Robert Renzler im Rahmen der „Kletterscheinaktion“ die zwölf Kletterregeln des Alpenvereins formulierte und durch entsprechende Publikationen der Öffentlichkeit bekannt machte. In Berg&Steigen 1 und 2/2000 wurden sie ausführlich beschrieben. Dieser Beitrag soll nun deutlich machen, wie schnell es geht, bis von Experten formulierte Regeln zu Standards werden und wie schnell diese Standards dann ...
"denn erstens kommt es anders ...". 3/01
von Haslwanter Thomas
Klettern ist ein Teamsport: einer klettert, der andere sichert. Und Abstürze können nicht nur durch einen Fehler beim Klettern, sondern auch durch einen Fehler beim Sichern erfolgen. Anbei ein Beispiel, wie in einer vermeintlich „sicheren“ Situation - beim Ablassen an einer Kletterwand – einem erfahrenen Kletterer ein folgenschwerer Unfall passierte. ... und zweitens als man denkt.“Nach 20 Jahren Klettern ...
am anfang war der block. 3/00
von Schaar Gerhard, Straub Günter
Bouldern boomt! Bouldern erlebt in Österreich –wie auf der ganzen Kletterwelt –einen richtiggehenden Boom. Es ist die einzig wahre Auseinander-setzung mit der Schwerkraft für„Boulderfreaks“, und eine will-kommene Abwechslung für pas-sionierte Sportkletterer.Faktum ist, dass sich die Zahl derAktiven und der Möglichkeitenmerklich erhöht hat. Ich schließe dies aus der ver-mehrten Berichterstattung in Magazinen ...
wer haftet für klettersteige und klettergärten?. 2/00
von Ermacora Andreas
Unfälle auf Klettersteigen und in Klettergärten sind zum Glück selten, dennoch stellt sich auch in diesem Bereich die Frage nach der Haftung. Im folgenden Beitrag soll erklärt werden, welche Probleme auftreten können, wann eine Haftung gegeben ist, wer haftet und welche Punkte zu berücksichtigen sind. Ein Klettersteig oder ein Kletter-garten ist ein Weg im Sinne des§ 1319 ...
die 12 (kletter-) gebote. 2/00
von Renzler Robert
Einige Monate sind seit dem Erscheinen der letzten Ausgabe von Berg&Steigen mit dem ersten Teil der Kletterregeln vergangen. In der Zwischenzeit hat uns eine geradezu unheimliche Serie von schweren Unfällen erschüttert - und gleichzeitig bestärkt in unseren Bemühungen, die Sicherheit beim Klettersport zu verbessern. Innerhalb weniger Tage fünf Tote! Ein junger Bergsteiger wurde am Einstieg von den Ostrissen an der Martinswand von einem Stein erschlagen...
die 12 (kletter-) gebote. 1/00
von Renzler Robert
Vor ca. einem Jahr formulierten wir als Teil der „Kletterschein-Aktion“ die 12 Kletterregeln des Alpenvereins. Zum Unterschied von den FISRegeln für die Schipiste, die zumindest zum Teil in Richtung „Verkehrsregeln“ gehen, zielen die Kletterregeln einzig auf eine Bewusstmachung von sicherheitsrelevanten Vorgängen und damit auf eine Änderung von Verhaltensweisen ab. Im Zeitalter des Sportkletterns hat der Anteil an rein ...
initiative "sicher klettern". 2/99
von Renzler Robert
Der Alpenverein führt mit Sommerbeginn einen mehrstufigen Kletterschein ein. Die Inhalte sind auf den neuesten Stand der Lehrmeinung abgestimmt und aufbauend gestaltet. So wird im Mini-Schein die Beherrschung der fundamentalsten Kletter- und Sicherungstechniken für das Topropeklettern in der Halle verlangt. Der Spider-Schein erweitert das Anforderungsprofil auf den Vorstiegsbereich in der Halle. Der Allround-Schein zielt bereits auf das Klettern ...