kommentar. 3/16
Sisyphos war König zu Korinth und Sohn des Aiolos. Er soll um das Jahr 1400 v. Chr. gelebt, sich durch große Weisheit ausgezeichnet und zur Vergrößerung Korinths sehr viel beigetragen haben. Heute bekannt ist er vor allem als eine Figur der griechischen Mythologie, von den Göttern dazu verdonnert, einen Felsblock auf ewig einen Berg hinaufwälzen, der, fast schon am Gipfel, jedes Mal wieder ins Tal rollt. Das geflügelte Wort Sisyphusarbeit ist zum Synonym geworden – für sinnlose und gleichzeitig schwere Tätigkeit ohne absehbares Ende. ...
kommentar. 2/16
Es passt zum seit Jahren anhaltenden Trend: Die Angst vor dem Gesetz scheint die Angst vor Unfällen zu überholen. Die Frage, „kann man mich rechtlich belangen wenn …“, scheint belastender zu sein, als die Vorstellung der konkreten Unfallfolgen. Auf meine Gegenfrage, ob dieses „wenn …“ aus bergsportlicher Sicht verantwortbar und richtig erscheint, folgt als Antwort immer ein JA. Meiner Schlussfolgerung, dass dann auch keine Intervention seitens der Justiz zu erwarten ist, wird nur zögerlich Glauben geschenkt ...
kommentar. 1/16
„Normalerweise geht Bergführer Toni Schulz (Name vom Autor geändert) mit kleinen Gruppen. Für den Alpenverein und dessen Gäste macht er hier eine Ausnahme.“ Diese Bildunterschrift in der Münchner Abendzeitung - der Beitrag befasste sich mit dem anhaltenden Skitourentrend - wurde in unserer Abteilung sowohl zum Lachschlager als auch zum Auslöser eines Déjà-vus. Zuerst aber zum Bild: Zu sehen ist eine Skitourengruppe im Aufstieg, der Bergführer spurend voran, dahinter die Alpenvereinsgruppe. Brav aufgefädelt, gezählte 18 Personen. Gleich vorweg: ...
kommentar. 4/15
„Es gibt zwei Arten von Leuten, die die Zukunft vorhersagen: jene, die nichts wissen, und jene, die nicht wissen, dass sie nichts wissen“, schrieb der Harvard-Ökonom John Kenneth Galbraith. Was ist prognostizierbar und was nicht? Sicher ist, dass je komplexer ein System und je länger der Zeithorizont sind, desto verschwommener der Blick in die Zukunft wird. Klimaerwärmung, Ölpreis, Wechselkurse, Schneebrettlawinen sind fast unmöglich vorherzusagen. Der Autor dieses Kommentars ist wohl in die zweite der oben genannten Gruppen einzuordnen. Mal hören, was er in seiner Kristallkugel liest: ...
kommentar. 3/15
Das heutige Europa gehört zweifellos zu den größten politischen Leistungen der Menschheitsgeschichte. Während unsere Wahrnehmung dieses Europas normalerweise auf Geld- und Wirtschaftsthemen gelenkt wird, zwangen Griechenland und Flüchtlinge tiefer zu schürfen. Wieder entdeckt und auf die Probe gestellt wurde dabei der Begriff „Solidarität“. Solidarität schaffte es auf die Titelseiten und es wurde sichtbar, wo sie mehr als Lippenbekenntnis ist und wo man sie mit NATO-Stacheldraht abwehrt. Der Begriff Solidarität wird in vielfältiger Weise verwendet, häufig in einem ethisch-politischen Zusammenhang. ...
kommentar. 2/15
Menschen·Berge·Unsicherheit. Himmel und Hölle, die Pole des Bergsports. Fast immer Himmel, selten Hölle. Das Unglück am 1. April am Col Emile Pic, bei dem drei „Junge Alpinisten“ starben, konfrontierte den Alpenverein mit dem Abgrund, an dessen Kante wir entlangsporteln. Oft bewusst, häufig aber auch - besonders im Winter - ahnungslos, also unschuldig. In nicht exakt definierter Nähe zu dieser Kante verläuft die Linie zwischen den Extremen und den Normalos, zwischen den Helden und den Hobby-Aktiven. Für beide Gruppen gelten die Gesetze der ...
kommentar. 1/15
Der neue Untertitel von bergundsteigen - „Menschen-Berge-Unsicherheit“ - bringt es denkbar knapp auf den Punkt: Dort, wo Menschen den Bergen sehr nahe kommen, treffen sie auf Unsicherheit. Zu dieser gesellt sich noch ein zweites Phänomen, mit dem wir verlässlich rechnen dürfen: Menschen machen Fehler.„(Sh)it happens. Missgeschicke, Fehler, Unfälle. Ein Plädoyer für Fehlerfreundlichkeit“ - titelte einst ein Beitrag von Martin Schwiersch*. Bergführer, Bergretter, AV-Tourenführer machen Fehler. Diese nicht zu verschleiern oder zu verharmlosen, müsste Experten ein Anliegen sein. ...
kommentar. 3/14
Ich war 13, das war dann … 1972. Mit der Alpenvereinsjugend waren wir im Wilden Kaiser. 50 Kinder und Jugendliche zusammen mit mehreren Jugendführern, die uns an diesem prächtigen Sommer-Sonntag großes Theater bieten konnten – sozusagen IMAX-Kino mit 360° Filmformat: Aufstieg durch die „Steinerne Rinne“! Das bedeutet rechts Fleischbank, dahinter Totenkirchl, zur Linken Predigtstuhl. Senkrechte Wände, die da in unheimlicher Nähe zueinander in die Höhe streben. Und ich erinnere mich noch sehr genau - in all diesen Wänden war Leben. Dutzende Seilschaften ...
kommentar. 1/14
Ein Bild, gestochen scharf und geeignet, das Blut in den Adern gefrieren zu lassen: Kammlage, frischer Triebschnee, der Hang extrem steil, jenseits der 40°. Ein Schneebrett, knapp nach dem Moment der Auslösung der Zeit entrissen, gerade als es beginnt, Fahrt aufzunehmen. Ein Skifahrer - pardon „Freeskier“ - befindet sich direkt unterhalb der abstürzenden Schneemassen; möglich, dass er die kritische Situation schon erkannt hat und zur Schussflucht ansetzt; seine Skier sind jedenfalls bereits in Falllinie ausgerichtet. Die Chancen auf Flucht stehen aufgrund ...
kommentar. 4/13
Ist der Untertitel unseres Magazins - „Zeitschrift für Risikomanagement im Bergsport“ – (noch) passend, stimmig, korrekt, auf der Höhe der Zeit? Trifft er das, was bergundsteigen sein und leisten will? Eine spannende Diskussion darüber entwickelte sich anlässlich unseres diesjährigen internationalen bergundsteigen- Redaktions-Meetings. Der Blick ins Archiv zeigt, dass, während der Haupttitel bergundsteigen gleich geblieben ist, der Untertitel eine deutliche Veränderung durchgemacht hat: „Mitteilungen für alpine Führungskräfte in den Sektionen und Ortsgruppen“, so begann es 1992. ...
kommentar. 3/13
„Wird Bergsteigen immer gefährlicher? Auf welchem Berg ist es im Moment besonders gefährlich?“ Mit diesen und ähnlichen Fragen werde ich in jüngster Vergangenheit von diversen ReporterInnen konfrontiert. Ich versteh die Frage nicht ganz. Am K2? Am Nanga Parbat? Nein, falsch: im Kaiser (Volksmund: „Koasa“) natürlich. Deshalb heißt er ja auch „Wilder.“ Also muss die Empfehlung klar sein: Geht nicht in den Wilden Kaiser, er ist im Moment sehr gefährlich! Und, weil wir gerade dabei sind: Fahrt nicht auf der Tauernautobahn! Die ist im Moment auch mörderisch ...
kommentar. 2/13
Er gehört immer noch zu den beliebtesten Stehsätzen von Bergsteigerinnen und Bergsteigern, wenn sie auf die bestehenden Risiken angesprochen werden, der Verweis, dass man auch beim Autofahren sterben könne und dass, obwohl der Tod dort wesentlich häufiger zuschlägt, das öffentliche Interesse daran deutlich geringer sei als beim Sterben am Berg. Dieses oft reflexartige Ausweichen auf den Vergleich mit den Verkehrstoten entspringt einer dem Alpinismus fest eingebrannten Recht- fertigungspflicht, die historisch bis in das 19. Jahrhundert zurückverfolgt werden kann. Vielleicht ließe sich ...
kommentar. 1/13
Die korrekte Sicherungstechnik, der richtige Umgang mit Seil und dem Sicherungsgerät wird in einem Grundkurs – früher durfte dieser noch „Anfängerkurs“ genannt werden - vermittelt. Kann mein Freund, der seit einem halben Jahr in der Halle klettert und deswegen ja fast schon Profi ist, diese Sicherungstechnik in einer Zweiminuteneinweisung lernen? Eigentlich egal, Klettern ist ja nicht wirklich gefährlich, oder? Das Seil falsch einlegen oder bei einem Sturz falsch reagieren, hat kaum Konsequenzen - wenn man von schwersten Verletzungen absieht. Denkt mein Sicherungspartner beim Begriff ...
kommentar. 4/12
Im Bergsport sind die drei Faktoren „Verhältnisse, Gelände, Mensch“ bestens bekannt. Sie werden sowohl bei der Tourenplanung als auch unterwegs berücksichtigt und können als Standard angesehen werden. Der Wissensstand bei Gelände und Verhältnissen ist hoch und wir geben unsere Erfahrungen in diesen Bereichen gerne und fundiert weiter. Und wir sind uns der Konsequenzen eines Fehlentscheides oder eines Fehlers bewusst. Beim Faktor Mensch sieht dies anders aus. Zwar machen es einige sehr gut – meist intuitiv und aus Erfahrung, jedoch bleibt die Vermittlung dieser Kenntnisse ...
kommentar. 3/12
Neulich am Taschachhaus: Müde ob eines intensiven Kurstages am Gletscher lege ich mich geschafft zum wohlverdienten Schlaf. „Sollen wir eine Polyamid-, Dyneema- oder Mischgewebe-Schlinge als Selbstsicherung verwenden? Gehören am Gletscher Tibloc, Mini-, Micro- und Macro-Traxion oder gar ein Jumar obligatorisch an den Gurt?“ Und schließlich die allesentscheidende Frage: „Wie funktioniert denn bloß diese selbstausdrehende Eisschraube?“ Über das SuperUpAlpineSmartClick5 und die vier brandneuen Expressschlingen, die ungeniert an der Materialschlaufe baumeln ...
kommentar. 2/12
2012 feiern wir einen runden Geburtstag: 150 Jahre Oesterreichischer Alpenverein. Ein Grund für Feststimmung, aber auch ein Anlass, Werte und Ziele der Alpenvereinsidee zu reflektieren und an den Anforderungen der Gegenwart zu messen. Jugend- und Kulturarbeit, Naturschutz, Hütten und Wege, Berg- und Klettersport. Es ist die Breite der Themen, die dem Alpenverein seine gesellschaftspolitische Relevanz verleiht. Und wenn notwendig, richtet sich unser Engagement auch gegen den Mainstream. „Wege ins Freie“ – unser Leitspruch ist auch Programm: Menschen für den Bergsport zu begeistern ...
kommentar. 1/12
In einem SAC-Tourenleiterkurs steuert eine Teilnehmerin bei schönstem Wetter den falschen Berg an. Es zirkulieren Gerüchte, dass sogar Bergführer ihre Gäste auf falsche Gipfel geführt haben sollen … Nun meinen viele, es gebe eine elegante Abhilfe: ein GPS benützen. Das ist schlicht falsch, sage ich! Eine der grössten Schwierigkeiten für Bergsteiger und Skitouris-tinnen ist die Orientierung im Gebirge. Das schafft nur, wer Karten lesen kann. Wer an die Technik glaubt, ist aber auf dem Holzweg. Sicher, das GPS hilft, den Standort anzuzeigen und einiges mehr. ...
kommentar. 4/11
Mitten im letzten Winter lud der Deutsche Alpenverein zu einer Fachtagung. Die Vision: Die alpin ausbildenden Fachverbände Deutschlands finden die Gemeinsamkeiten ihrer Lawinenstrategien und führen diese in einem Merkblatt nach Schweizer Vorbild zusammen. Eine derartige Plattform existierte bis dahin nicht. Seit Munters Input vor mehr als zehn Jahren haben sich Ausbildungsinhalte und Beurteilungsmethoden auseinanderentwickelt. So existieren SnowCard, Limits, Reduktionsmethode, Stop or Go sowie rein analytische Ansätze nebeneinander, die sich zum Teil ähneln, z.T. aber recht konträr sind. ...
kommentar. 3/11
Die sechzig blöden Jahre sind vorbei. Ein running gag in unserer Familie: Als ich meinen Sohn zu seinem ersten Tag in den Kindergarten brachte, sagte ich väterlich liebevoll zu ihm: „So, Paul, jetzt kommen sechzig bissl blödere Jahre, danach wird´s wieder.“ Er schaute mich mit seinen großen dunklen Augen ebenso liebevoll wie verständnislos an und entschwand im Kindergeschrei. Bei mir sind sie nun vorbei, diese sechzig Jahre. 33 davon arbeitete ich beim Alpenverein. 1978 gab es im ganzen Alpenvereinshaus keinen Computer, weder Internet noch E-Mail. ...
kommentar. 2/11
Wall Steep – Wie man als Bergsteiger reich wird Als Bankmanager von Bergsteigern zu lernen ist populär. Gemeinsamkeiten scheinen offensichtlich. Beide spielen ja öfters mit hohem Einsatz. Doch wie ist es eigentlich umgekehrt? Die Zürich Axiome sind 12 Regeln für die Geldanlage aus den 70er-Jahren. Einige wären durchaus auf den Berg übertragbar: Hoffnung Wenn das Schiff zu sinken beginnt, sollten Sie nicht beten, sondern abspringen. Gier Nehmen Sie Gewinne immer zu früh mit. Risiko Besorgnis ist keine Krankheit, sondern ein Zeichen von Gesundheit. ...
kommentar. 1/11
für das zu leben es sich lohnt (und vielleicht auch zu sterben!)“ – teilte uns letztes Jahr der Chefredakteur von Climb in einem Editorial mit. Interessant an diesem Statement ist der Hinweis auf ein Phänomen, das es in keiner anderen Sportart mit weltweiter Verbreitung und Millionen Aktiven in dieser Ausprägung gibt: Die Selbstverständlichkeit, mit der das regelmäßige Sterben der Aktiven in Kauf genommen wird. Das Sterben jener an der Spitze (2010: Tomaž Humar, Kurt Albert), aber auch das Sterben im sogenannten „Breiten-Bergsport“ (2009: 311 Alpintote in Österreich). ...
kommentar. 4/10
„Zu viele Menschen denken an Sicherheit statt an Chancen.Sie scheinen vor dem Leben mehr Angst zu haben als vor dem Tod.“Dieses Zitat eines US-Außenministers bringt manches auf den Punkt, wenn wir uns mit Begriffen wie Risiko, Gefahr,Freiheit und Selbstverantwortung auseinandersetzen. Dass Vertreter von alpinen Vereinen, denen üblicherweise Sicherheitsforschung, Ausbildung und das Entwickeln von Sicherheitsstrategien zugeordnet werden, auf das Recht auf Risiko (IMS Brixen 2010) pochen,mag überraschend kommen.Die Betrachtungsweise scheint etwas provokativ zu sein ...
kommentar. 3/10
Uff, wieder alles gut gegangen! Der Sommer ist vorbei. Und damit unsere 46 Camps, 11 Umweltbaustellen und 22 Bergferien-Termine. 80 Wochen Programm, keine groben Kollateralschäden. Die Teilnehmerzahl wissen wir noch nicht, im Vorjahr waren´s fast 1.500. Jetzt lümmeln Berichte der Campleiter, zwei Teilnehmerbeschwerden und ein Stapel Feedbackbögen der Teilnehmer auf meinem Schreibtisch herum. Sätze wie „Fersenbeinprellung, wird sicherlich eine Zeit wehtun, aber das geht wieder vorbei“, „Beim Wecken sind 4 Burschen im Mädels-Zimmer. ...
kommentar. 2/10
Kinder nicht überfordern! So lautet die Aufforderung auf einem der Kletterhallenplakate. Der DAV-Kletterschein meint zu diesem Thema: „Kinder sind in ihrer Entwicklung unterschiedlich schnell. Es gibt keine Festlegung auf exakte Altersgrenzen ... Kletterschein Toprope geeignet für Kinder ab ca. 10 Jahren, Kletterschein Vorstieg geeignet für Kinder ab 12 Jahren. … die Aufsichtspflicht bleibt weiterhin bei den Eltern oder dem Trainer bis zum 14. Lebensjahr.“ Mehrere Unfälle mit schwerwiegenden Verletzungsfolgen ließen uns aufhorchen: Kinder unter 12 Jahren hatten kletternde Kinder ...
kommentar. 1/10
Experten sind sinngemäß Personen, die über umfangreiches Wissen und spezielle Fähigkeiten verfügen. Vom Laien unterscheiden sich Experten durch eine Ausbildung. Vom Amateur grenzen sie sich durch die Aktivität in einem professionellen „Verwertungszusammenhang“ ab. In diesem Sinne sollten wir ein für allemal klarstellen, dass wir die Experten sind, wenn es um das Thema „Berg“ geht. Es kann nicht sein, dass wir Voll-Profi-Bergführer über Jahrzehnte unsere Einflussbereiche abstecken, um uns dann von Psychologen, Werkstoffwissenschaftlern oder Höhenmedizinern ...
kommentar. 4/09
Das Warnen vor Lawinengefahr ist wichtig, um Schneesportler auf eine drohende Gefahr aufmerksam zu machen. Schlägt die Warnung jedoch in Alarmismus um, also in unkonkretes Angst- Machen oder stupides Wiederholen ermahnender Phrasen, kann das Gegenteil eintreten: der Fachmann ärgert sich oder schaltet auf „Durchzug“ um und der Freak fühlt sich erst recht herausgefordert. Angeheizt wird der gegenwärtige Alarmismus durch eine zunehmende Versicherungsmentalität, Kontrollwahnsinn und ein Schuldzuweisungsbedürfnis im Ernstfall. Die Medien spielen dabei eine Schlüsselrolle. ...
kommentar. 3/09
Nach etlichem Windelwechseln hatte auch ich mal wieder die Zeit, um mit Freunden auf eine Klettertour zu starten. Viel war ich diesen Sommer nicht unterwegs – aber die paar schönen Touren waren zumindest sehr eindrucksvoll. Hautnah konnte ich erleben, wie eng Bergsteigerfreuden und Unglück beisammenstehen können. Die erste Begegnung, die sich mir einprägte, war während einer Klettertour am 2. Sellaturm. Ein junger Spanier stürzte über mir 12 Meter kopfüber ins Seil – und belastete direkt denselben Stand, in dem auch meine Seilschaft hing; ...
kommentar. 2/09
„Hakenkrieg im Wilden Kaiser" - mehr als 15 Jahre ist es her, dass sich Gegner und Befürworter des Sanierens klassischer alpiner Kletterrouten im Wilden Kaiser einen zunächst recht destruktiven Kleinkrieg lieferten: Bohrhaken wurden gesetzt, abgesägt, gesetzt Es dauerte allerdings nicht sehr lange, bis diese Auseinandersetzung in einen konstruktiven, demokratischen Prozess einmündete. Das war die Geburtsstunde des „Arbeitskreises Wilder Kaiser", der sich seither bemüht, in ausgewählten Kaiserrouten an allen Standplätzen ...