editorial.
Egal ob Perseus, Hades und Siegfried oder Sue Storm aka Invisible Woman, Doctor Light und Martian Manhunter – Unsichtbarkeit war in der Mythologie und in Comics immer schon eine echte Superkraft. Sogar König Laurin hatte eine Tarnkappe, was dann aber eher in die Hose ging … Dass Unsichtbarkeit im Gegensatz zu anderen Kräften weniger populär ist, liegt sprichwörtlich in der Natur der Sache und so wird diese Eigenschaft nicht nur im Marvel-Universum komplett unterschätzt. ...
kommentar.
Nur etwas mehr als die Hälfte aller tödlichen Unfälle in Österreich* – sowohl auf Skitour als auch beim Variantenfahren – ist Lawinenereignissen geschuldet. Für manche von uns ist das vermutlich überraschend, wird doch dem Thema Lawine in der Unfallprävention beinahe hundertprozentige Aufmerksamkeit gewidmet.Die andere Hälfte der Todesursachen wird quasi ignoriert, weil schlichtweg unspektakulär. Wen interessieren schon Absturz, Aufprall gegen ein Hindernis oder – noch banaler – ein Herzinfarkt? ...
dialog.
[weiterbenutzen?] Ich wende mich mit einer Frage an euch, von der ich mir fast sicher bin, dass ich sie nicht auf digitalem Wege stellen kann. Probieren wir's trotzdem: Ich habe einen Friend von Black Diamond (Größe 1, Kaufdatum 2018, Herstelldatum 2017). Seit dem Kauf Ende 2018 kam er nie seiner Bestimmung gemäß zum Einsatz (steckte also nie in einer Felsspalte und wurde auch nie belastet), sondern baumelte dieses Jahr nur an gesamt ca. 10 Tourentagen als Backup am Gurt, verbunden mit einem Karabiner. ...
20 Jahre Stop or Go.
von Larcher Michael
Im Herbst 1999 präsentierten die Bergführer Robert Purtscheller († 2004) und Michael Larcher in bergundsteigen (Ausgabe 4/99, bergundsteigen.at) mit „Stop or Go“ ein Entscheidungs- und Handlungskonzept für Touren im freien Skiraum. Auslöser war Werner Munter, der 1997 mit „3x3 Lawinen – Entscheiden in komplexen Situationen“ die Reduktionsmethoden einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt hatte. 20 Jahre später ist Stop or Go, ...
Der Sachverständige im Strafverfahren.
von Höller Peter
Im Durchschnitt der letzten zehn Jahre ereigneten sich in Österreich etwa 130 Lawinenunfälle pro Saison (Kuratorium für Alpine Sicherheit, 2010 - 2019). Diese Zahl erscheint zunächst recht hoch, doch verlaufen viele Unfälle erfreulicherweise glimpflich, strafrechtliche Tatbestände sind unter diesen Umständen also nicht gegeben. Nur bei einigen wenigen Unfällen werden Strafverfahren anhängig; dies ist vor allem dann der Fall, wenn Personen verletzt oder getötet wurden ...
Die Alpinpolizei.
von Jungmann Stefan
„Was macht die Polizei in den Bergen und in den Schigebieten?“, mit dieser Frage werden wir fast täglich konfrontiert, wenn wir in unserer blau-roten Alpinuniform mit den Liften bergwärts fahren oder in den Bergen unterwegs sind. Die Antwort ist einfach: Die Gesetze hören nicht bei der Wald- oder Nebelgrenze auf, sondern müssen bis zum höchsten Punkt unseres Staates beachtet und vollzogen werden. ...
Recht auf Bergrettung.
von Burger Nik
In Abb. 1 und Abb. 3werden zwei Unfallbeispiele beschrieben, die zwei unterschiedliche Entscheidungen der Einsatzleitung zur Folge hatten: Risiko in der Bergrettung ist präsent. Risikomanagement ist gefordert, bisweilen im Zielkonflikt, einerseits Leben zu retten und andererseits die Einsatzkräfte vor erheblichen unmittelbaren Gefahren zu schützen. Gesellschaftliche Realität ist, dass der Bergsport boomt, die Einsatzzahlen bei den Sommer-Sportarten ...
Recht auf Bergsteigen.
von Maffioletti Walter
Bei den „Alpinen Rechtsgesprächen 2019“ des Bayerischen Kuratoriums für Alpine Sicherheit hat Nik Burger einen vielbeachteten Vortrag über das „Recht auf Rettung“ gehalten, nachzulesen auf Seite 40. Als „neues Gesicht“ fiel uns dort der Repräsentant des SAC, der Schweizer Jurist Walter Maffioletti mit seinen pointierten Fragen auf. Umso mehr freut es uns, dass aus seinem geplanten Kommentar für dieses Heft ein eigener Beitrag geworden ist, ...
Wie aus einem Bayern ein Trentiner wurde.
von Lehner Gerald
Heinz Grill hat Nerven aus Stahl. Als junger Kletterer strapazierte er sie bei Free-Solo-Touren, die manche Wieder-holer noch heute wegen ihrer Kühnheit aus der Fassung bringen. Mit nunmehr 59 Jahren erschließt Grill in Norditalien noch immer neue, meistens leichtere Routen - bevorzugt in den Dolomiten und bei Arco im Trentino. Sie finden beim internationalen Publikum der alpinen Genuss- bzw. Sportkletterer von Jahr zu Jahr immer mehr Anklang ...
Steilwandskifahren. Teil 1.
von Scholz Bernhard
In bergundsteigen 1/13 hat Bernhard Scholz einen hervorragenden Beitrag über die Geschichte der unterschiedlichen Bewertungen der skitechnischen Schwierigkeiten geschrieben. Der Entwicklung des Steilwandfahrens und vor allem den Protagonisten von einst und heute gilt Bernhards Leidenschaft und es ist unglaublich, wie viel Zeit und Herzblut er hier investiert. Hier nun Teil 1 seiner Zusammenfassung der Geschehnisse bis etwa 1977, Teil 2 folgt in der nächsten Ausgabe. ...
Notfall Alpin. E-Problem nach Skisturz..
von Dahlmann Philipp, Warnstorff Dominik
In den letzten Beiträgen zu Notfall Alpin hat Philipp das ABCDE-Schema in verschiedenen Situationen vorgestellt und angewendet. Diesmal geht es um das E, das für „Environment“ oder „Exposure“ steht, also „Umgebung“ bzw. „Exposition“. Dass der Wärmeerhalt des Verunfallten zu jeder Jahreszeit eine oft komplett unterschätzte Rolle spielt, wurde bereits thematisiert. Auch beim folgenden Szenario spielt der Schutz vor weiterer Auskühlung eine zentrale Rolle, ...
Die Rettungsdecke als UV-Schutz.
von Isser Markus, Kranebitter Hannah, Kühn Erich, Lederer Wolfgang
In seinem Beitrag „Gletschereis statt tropisch heiß“ gibt der Bergführer und Coach Stefan Gatt Einblick in seinen Zugang zum Thema „Klimawandel und Bergsteigen“. Bergsteigerinnen sind nichts anderes als ein Spiegel der Gesellschaft – wobei für sie die Natur notwendige Kulisse, Spielplatz, Sportgerät, Erholungsraum oder was auch immer ist. Es darf also davon ausgegangen werden, dass diese Menschen (das wären dann wir) mit offenen Augen durch die Welt gehen ...
Untersuchung der Schnittfestigkeit von Bergseilen bei Felskontakt.
von Reiter Arno, Matuolis Tanja
Szenario: Passiver Ablassvorgang. Ein Seilriss gehört zu den gefährlichsten Szenarien in der Kletteranwendung. In den letzten 50 Jahren wurden der DAV-Sicherheitsforschung 53 Seilrisse gemeldet.1 Bei genauer Betrachtung der Ursachen stellte sich heraus, dass 35 Unfälle aufgrund von Scharfkantenrissen des Seils erfolgten. Bei Rissen über eine scharfe Kante gilt es zwei Bruchmechanismen zu unterscheiden: Einerseits spricht man von einer Schnittbelastung, ...
schräg.
Der Geheimtipp