Träumen und scheitern. 2/15
von Obendrauf Anita
Ich hatte mich weder für unerfahren noch für naiv gehalten, als ich im letzten Sommer meine Sachen packte. Schließlich war ich schon öfters mit Rucksack und Zelt tagelang in den Bergen unterwegs gewesen. In den Pyrenäen hatte ich den Monte Perdido und auch den höchsten Gipfel, den Aneto, mit 3.403 m bestiegen. Zugegeben, keine Extremleistung im bergsteigerischen Sinn, aber immerhin eine Gletschertour mit einer ausgesetzten Gratkletterei auf den letzten Metern ...
Gehhilfen am Berg. 3/14
von Hölzl Markus
Ski- oder Wanderstöcke bei Bergtouren sind mittlerweile zur Modeerscheinung verkommen. Die korrekte Anwendung bzw. den richtigen Sinn der Anwendung haben nur wenige verstanden. Die alpine Unfallstatistik verzeichnet seit dem Stock-Boom vermehrt Unfälle mit Wander- bzw. Skistöcken im alpinen Gelände. Es ist an der Zeit, dass über dieses Thema kurz nachgedacht wird, wenngleich der Blitz- oder Lawinenunfall am Berg viel spektakulärer klingt. ...
Tourenplanung Online. 4/13
von Rothwangl Georg, Zott Mario
Zur richtigen Zeit am richtigen Ort. alpenvereinaktiv.com ist das gemeinsame Tourenportal von DAV, OeAV und AVS. Erst vor kurzem haben diese alpinen Vereine beschlossenen, in die Online-Tourenplanung einzusteigen. Ein ehrgeiziges Projekt, gilt es doch mit anderen - bereits etablierten - Anbietern in Konkurrenz zu treten. Da sie sich in letzter Zeit intensiv damit auseinandergesetzt haben, können uns zwei der hauptamtlichen Mitarbeiter hinter alpenvereinaktiv.com ...
Wie riskant ist Bergsport?. 3/10
von Hellberg Florian, Rendelzhofer Peter
Wie gefährlich sind Wandern, Klettern oder Skitourengehen? Im August wurde die DAV-Bergunfallstatistik 2008/09 vorgestellt. Peter Randelzhofer und Florian Hellberg geben einen Überblick zu den wesentlichen Entwicklungen und den Ursachen für Unfälle im Bergsport. Seit 1979 veröffentlicht der DAV seine Bergunfallstatistik, die Daten reichen zurück bis in die fünfziger Jahre. Grundlage sind die dem DAV-Versicherungsschutz gemeldeten Unfälle und Notfälle der Mitglieder. ...
Sommerwetter. 2/10
von Leichtfried Albert
Im Hochgebirge wirken die Kräfte der Natur meist stärker als in flacheren Regionen. Für einen Bergsportler gehört die theoretische und praktische Auseinandersetzung mit diesen Kräften dazu. Der Wetterbericht ist dabei die Grundlage zur Planung einer Hochtour oder einer alpinen Klettertour. Folgende Zeilen sollen dem Sommer-Bergsportler helfen, seine Touren exakter planen zu können, um diverse Aktivitäten mit einem Lachen im Gesicht ...
Es irrt der Mensch solang er strebt. 1/09
von Mersch Jan, Behr Wolfgang
Wie wird man eigentlich ein kompetenter Bergsteiger? Welche typischen bergsteigerischen Entwicklungsmuster führen dahin? Welche Thesen und praktischen Konsequenzen lassen sich daraus ableiten? Glaciér de Trient, ca. 3100 m Seehöhe, April 2004. Bei schönstem Wetter sind wir morgens von der Argentière-Hütte aufgebrochen. Die erste „echte“ Etappe der Haute-Route steht an. ...
määh. 3/06
von Hartmann Hans Peter
Mit einem Blick über den Zaun hinweg in die Fliegerei befasst sich der folgende Artikel mit einem Phänomen, das wir nicht nur aus der Welt der Alpinisten kennen: Der Herdentrieb als Unfallursache. Auch in Berichten über Flugunfälle und Fehlleistungen in Operationssälen taucht das mit dem Herdentrieb immer mal wieder auf. In der Fliegerei werden die Piloten seit über zwanzig Jahren in jährlichen, gesetzlich vorgeschriebenen CRM-Seminaren ...
sommer 3x3. 2/06
von Sturzenegger Ronnie, Manser Tanja
Die Unfallstatistiken des Schweizer Alpen Clubs bewegen sich seit vier Jahren auf einem konstanten Niveau. Die Unfallzahlen schwanken zwar von Jahr zu Jahr, aber immer nur innerhalb einer statistisch nicht signifikanten Abweichung. Im Schnitt scheinen 1370 dokumentierte Unfälle pro Jahr (2001 - 2004) auf. In 650 Fällen war ein Sturz als Unfallursache angeführt worden, 300 Mal ein Blockieren und in 120 Fällen war fehlende Orientierung bzw. Verirren die Unfallursache. ...
anspruchsvoll, exponiert +heikel. 2/05
von Mosimann Ueli
Gemessen an den abendfüllenden Diskussionen um die "richtige" Klassifikation einer Kletterroute werden Bewertungen bei anderen Bergsportarten wenig beachtet. Doch auch hier wurden und werden Skalen definiert mit dem Ziel, die Schwierigkeitsangaben in den Führerwerken zu standardisieren, um damit dem Bergsteiger eine griffige Planungshilfe in die Hand zu geben. In diesem Beitrag soll diese Entwicklung ...
mit kindern in die berge. 1/04
von Weiss Rudolf
Jede Form der Kindererziehung ist – überspitzt gesprochen – Manipulation. Erwachsene haben eine Vorstellung, was für ihre Kinder „gut“ und „richtig“ ist und setzen verschiedene Mittel und Tricks ein, um Kinder zum erwünschten Verhalten zu bringen. Das gilt auch für die Erziehung zum Bergsteigen. Im folgenden Beitrag stellt Rudolf Weiss die zentralen „motivatorischen“ Grundlagen des Kinderbergsteigens dar. ...
bergwandern gefährlicher als autofahren?. 2/02
von Brämer Rainer
Die Alpen sind der Deutschen Wandertraum: Gut die Hälfte aller aktiven Anhänger des Gehsports hatten nach eigenem Bekunden ihr schönstes Wandererlebnis in den Alpen, nur ein Viertel in den heimischen Mittelgebirgen der Bundesrepublik. Mit dem Slogan „Wanderbares Österreich" lockte speziell unser Nachbarland schon vor über zwei Jahrzehnten die Wanderer zu Scharen in die Berge. Zweifellos bieten die Alpen ganz außerordentliche Erholungspotenziale...
wandern neu entdeckt. 3/01
von Brämer Rainer
Wandern war lange Zeit zu Unrecht als verstaubtes Seniorenhobby verrufen. In unserer immer hektischeren Überzivilisation bietet die Fußreise einen äußerst zeitgemäßen, vielfältigen Ausgleich für Stress, Bewegungsarmut, Naturferne und soziale Isolation. Viele Menschen haben die wohltuenden Möglichkeiten des Wanderns bereits wiederentdeckt, darunter überdurchschnittlich viele aus jüngeren Alters- und gehobenen Bildungsschichten. ...
bergwege am prüfstand. 2/00
von Riedl Harald
Für Kletterer ist eine seriöse Information darüber, was sie an Schwierigkeiten zu erwarten haben, eine Selbstverständlichkeit und ohne Schwierigkeitsskala wäre dieser Sport schwer denkbar. Dass Bergwanderer auch ein berechtigtes Informationsbedürfnis über die grundsätzliche Gefährlichkeit bzw. Schwierigkeit ihrer Route haben könnten, wurde mit Beharrlichkeit verdrängt. Nun scheint der Durchbruch gelungen: Land Tirol und Alpenverein ...