Kurze Leine. 3/17
von Semmel Chris
Der Einsatz von Dyneema-Material im Bergsport ist ein aktuelles Thema. Vor allem Bergführer sind geneigt, die leichte Hilfsleine als Alternative zum schweren dynamischen Bergseil zu verwenden. Einsatzbereiche sind hier das Anseilen am Gletscher, das Ablassen, Abseilen oder auch Nachsichern von Gästen, ob beim Freeriden, auf anspruchsvollen Skitouren oder als Notfall-Seil am Klettersteig, wenn einem doch mal die Puste ausgeht ...
Hochfeste Faserwerkstoffe als Bergsseile. 3/17
von Ernst Björn
Dyneema & Co. sind im Bergsport angekommen. Die unterschiedlichen Hightech-Fasern werden von immer mehr Herstellern verbaut. Gibt es Bandschlingen mit Dyneema-Anteil inzwischen schon seit fast zehn Jahren, sind die hochfesten Fasern inzwischen auch immer häufiger Bestandteil von meist hochpreisigen Gurten, Expressschlingen, Klemmgeräten und Reepschnüren; seit heuer ist auch die erste pure Dyneema-Bandschlinge auf dem Markt – auffällig, da ganz in weiß. ...
Partnercheck 2.0. 3/17
von Larcher Michael, Schwaiger Markus
25 Jahre bergundsteigen, 20 Jahre Partnercheck. In bergundsteigen 3/97 erschien Teil 1, in 1/98 Teil 2 von „Risikomanagement im Klettergarten“, ein Fachbeitrag mit der Zielsetzung, alle Risikoquellen im Sportklettern zu identifizieren und Gegenmaßnahmen anzubieten (nachzulesen im nun komplettierten Online-Archiv unter www.bergundsteigen.at). Es war die Geburtsstunde des Partnerchecks, sowohl des Begriffs als auch der damit verbundene Kontrollroutine. ...
Ein Unfall, seine Ursachen und was man dagegen tun kann .... 3/17
von Würtl Walter, Plattner Peter
In der praktischen Unfallforschung steckt einiges an Potential um den zugrundeliegenden, relevanten Mechanismen auf die Spur zu kommen. Auf der Basis einer kompetenten und objektiven Unfallerhebung durch die Alpinpolizei haben wir die Möglichkeit, die Tatsachen – soweit sie bekannt oder rekonstruierbar sind – in Überlegungen der Prävention einfließen zu lassen. Dabei darf jedoch nicht vergessen werden, dass einfache Schlüsse zwar naheliegend, aber nicht zwingend ...
Kletterhallenstudie 2015. Teil 2. 1/17
von Janotte Julia, Schwiersch Martin, Hummel Christoph, Streicher Florian Hellberg Und Bernhard
In bergundsteigen #96 berichteten wir über die ersten Ergebnisse der Kletterhallenstudie 2015. Dabei wurden von 575 beobachteten anspruchsvollen Stürzen nur 37,56 % (n=216) mit geringer Verletzungsgefahr gehalten. Bezogen auf die 115 teilnehmenden Probanden gelang es lediglich 7,83 % (n=9), alle fünf Sturzszenarien mit geringer Verletzungsgefahr zu bewältigen. ...
Sicherungstraining Plus. 4/16
von Tanner Robert, Schäffler Klaus, Matros Patrick
Ein methodisches Konzept, um die Grenzen von Sicherungsgeräten zu erleben, wird seit zwei Jahren in der bayerischen Sportlehrerfortbildung verwendet. Zielgruppe von Sicherungstraining Plus sind Kletterlehrerinnen. Diesen möchte man die Chance geben, in einem abgesicherten Umfeld auch einmal die möglichen Fehlbedienungen der verschiedenen Sicherungsgeräte und deren Konsequenzen zu erleben ...
Gehen am kurzen Seil. 3/16
von Hoi Klaus
Eigentlich wollten wir (Würtl und Plattner) an dieser Stelle einen zusammenfassenden Beitrag zur Technik „Gehen am kurzen Seil“ bzw. den möglichen Alternativen schreiben und auch die verschiedenen Ansätze und Bezeichnungen in den Alpenländern aufzeigen. Das haben wir aber auf eine der nächsten Ausgaben verschoben. Denn bei unserer Recherche zum kurzen Seil sind wir immer wieder zu ein paar kopierten und abgegriffenen, zusammengehefteten Blättern zurückgekommen ...
"Es wird schon nicht gerade jetzt passieren" .... 3/16
von Popall Peter
Das Seil ist ein Symbol für Verbundenheit. „Gemeinsam gegangen, gemeinsam gefangen!“, drückt - zwar recht hart aber dennoch - dasselbe aus, was viele unter der hoch gepriesenen Bergkameradschaft verstehen. Versinnbildlicht und tagtäglich praktiziert in Form von mehrere Menschen, die durch das Seil verbunden gemeinsam bergauf Richtung Gipfel steigen. Stürzt einer, dann folgen ihm die anderen in den Abgrund - großes Kino und nicht umsonst ebendort ...
Gehen am kurzen Seil ist heikel. Die Alternativen auch.. 3/16
von Hasler Bruno, Winkler Kurt
„Noppa“ tödlich verunglückt: so mussten wir es im Juli 2016 in den Schweizer Medien lesen. Wir erfuhren, dass es im Abstieg vom Piz Bernina geschah: kurzes Seil, vermutlich ein Mitreissunfall. Leider gibt es jedes Jahr tragische Unfälle im Hochgebirge, zwei Drittel sind Stürze über eine grosse Höhe – Fälle also, bei denen die Seilsicherung versagt hat oder das Opfer nicht angeseilt war. ... ...
Kletterhallenstudie. 3/16
von Janotte Julia, Schwiersch Martin, Streicher Bernhard, Hellberg Florian, Hummel Christoph
Die letzten DAV-Kletterhallenstudien (bergundsteigen #50/#51/#81/#82/#93) konzentrierten sich auf die Beobachtung des Verhaltens von Sicherern im regulären Kletterbetrieb. Mit der aktuellen Studie hingegen untersuchten wir zusätzlich zum Routine-Sicherungsverhalten das Sicherungsverhalten in der Belastungssituation bei spezifischen Sturzszenarien. Also ganz konkret, wie Sichernde bei - inszenierten - Stürzen reagieren, wie sie ihr Sicherungsgerät bedienen ...
Sicherheitstechnik IV. 2/16
von Lammel Thomas
In bergundsteigen #84 (3/13) schrieb Thomas Lammel seine ersten beiden Beiträge zu seiner Einschätzung bezüglich der Sicherungsgeräte beim Sportklettern und in Ausgabe 2/14 ergänzte er seine Aussagen. Seine Beiträge wurden kontrovers aufgenommen – von „endlich jemand, der Klartext redet“ bis „komplett übertrieben und praxisfremd“ -, doch erreichten sie, dass über die Stärken und Schwächen von Tubern und Halbautomaten ausführlich diskutiert wurde ...
Halbautomaten - Stärken, Schwächen, Unterschiede. 3/15
von Steinmüller Sophia, Hellberg Florian, Hummel Christoph
Dass Tuber nicht prinzipiell zu verdammen sind, aber oft einfach keinen Sinn machen, sollte sich inzwischen herumgesprochen haben. Ebenso wenig überraschend sollte die Erkenntnis sein, dass es auch mit Halbautomaten Grounder gibt. Das Problem dabei nennt sich „Mensch“. Doch Halbautomat ist nicht gleich Halbautomat und so hat sich die DAV-SiFo - liebevoll für Sicherheitsforschung - dankens-werterweise in eine (unklimatisierte) Halle zum Vergleichen ...
Halbautomaten - Damit Fehler nur Fehler bleiben. 3/15
von Schwiersch Martin, Winter Stefan
Im vergangenen Jahr hat Thomas Lammel mit seinen Beiträgen in bergundsteigen eine längst überfällige Diskussion über die Vor- und Nachteile von dynamischen und halbautomatischen Sicherungsgeräten ausgelöst. Inzwischen herrscht weitgehende Einigkeit wo v.a. Tuber Sinn machen und wo nicht und nachdem der ÖAV bereits im vergangenen Herbst „seine“ Empfehlung dazu veröffentlicht hat, gibt es nun jene vom DAV. ...
Standplatzbau in den Dolomiten. 3/15
von Steiner Erwin
Als Erwin Steiner uns darüber informierte, dass im Ausbildungsteam der Südtiroler Bergführer für alpine Klettertouren ein neuer Standplatztyp für das Verbinden von Schlaghaken bzw. mobilen Fixpunkten entwickelt wurde, waren wir - ehrlich gesagt - skeptisch. Als er dann noch sagte, dass der Ankerstich dabei eine wichtige Rolle spielt, wurden diese Zweifel nicht weniger. Was uns Erwin dann aber bei vor Ort in den Dolomiten zeigte, ...
FB-Prusik. 3/15
von Würtl Walter
Seilklemmen, am besten in Verbindung mit Rollen, sind seit einiger Zeit sehr in Mode gekommen und tatsächlich leisten diese mehr oder weniger genial designten Teile gute Dienste. Dass es aber auch ohne die aktuellste Klemme aus der neuesten Kollektion geht, wissen alle jene, die sich mit Klemmknoten auskennen. Franz Bachmann ist so jemand und er kennt sich mit Klemmknoten ...
Gerissene Schlingen. 2/15
von Patterer Heribert, Bauernfeind Florian
Bandschlingen gehören traditioneller- und beruhigenderweise zu den Ausrüstungsgegenständen, denen wir blind vertrauen. 22 kN Norm-Bruchkraft scheinen überdimensioniert und irgendwoher geistert im Hinterkopf herum, dass auch belassene und ausgeblichenes Schlingen gar nicht so schlecht halten - fürs Abseilen zumindest. Gut, der Bruch der Bandschlingenäste eines Klettersteigsets (wir berichteten darüber ausführlich) und die darauffolgenden Diskussionen und Erkenntnisse ...
PSA im Bergsport. 2/15
von Gebel Daniel
Obwohl der Winter aufgrund der schlechten Schneelage lawinentechnisch gesehen recht spät begonnen hat, gab es ab Ende Dezember zahlreiche Unfälle. Schon nach den ersten Lawinen wurde über Tageszeitungen, Internet, Radio und Fernsehen in nie dagewesenem Ausmaß vor dem Verlassen der gesicherten Pisten gewarnt. Dabei entstand recht schnell der Eindruck, dass es sich um den schlimmsten, unberechenbarsten und heikelsten Winter seit Bestehen der kalten Jahreszeit handelt. ...
Sichern mit neuen Erkenntnissen. 2/15
von Georg Thomas, Lerch Andrea
Im Gegensatz zu nahezu allen anderen Ländern schaffen es die Schweizer in der alpinen Szene immer wieder, sich erst einmal zu entspannen, wenn „etwas Neues“ im Raum steht, sich dann Gedanken zu machen und letztendlich gemeinsam eine Idee oder Empfehlung abzugeben. Die Vereinigung der Schweizer Kletteranlagen (IGKA) bietet für ein solches Vorgehen die optimalen Voraussetzungen. Nirgends werden so viele Kletter- und Sicherungsabla¨ufe beobachtbar vollzogen ...
Dynamisch sichern. 2/15
von Weißmüller Sascha, Otto Eric
Dynamisches Sichern - der sagenumwobene heilige Gral der Hallenumkleidekabine. Viele reden davon, die meisten wissen nicht was gemeint ist und wenige können es. Sascha Weißmüller und Eric Otto vom deutschen Kletterhallenverband KLEVER* über geräte- und körperdynamisches Sichern und die dazugehörigen Geräte. Im letzten Jahr gab es in den meisten Fachverbänden, sowie auch im bergundsteigen, viele Diskussionen bezüglich manueller Sicherungsgeräte ...
Kletterunfälle im Klartext. 3/14
von Würtl Walter, Würtele Andreas
Gerade in den letzten Monaten wurde viel über Unfälle, Sicherungsgeräte und Risiken beim Klettern diskutiert - auf teilweise sehr abstrakter Ebene . Oftmals geben die Protagonisten in der „Fachdiskussion“ aber eher ihre persönlich Meinung oder ihre ganz spezifischen Erfahrungen wieder als tatsächliche Fakten. Um einen Gesamteindruck des Unfallgeschehens zu bekommen, durchforsteten Walter Würtl und Andreas Würtele die Alpinunfalldatenbank ...
Statisches Dyneema vs dynamisches Seil. 3/14
von Popall Peter
Dyneema ist der Markenname für eine Faser aus Ultra-High-Molecular-Weight Polyethylene, kurz UHMwPE. Interessant, aber nicht wirklich hilfreich, möchten wir mehr über die Eigenschaften dieser Faser wissen. Die Idee dieses Beitrages ist es, genau über sie zu informieren und die Frage zu beantworten, ob diese Faser für uns Bergsteiger tatsächlich interessant sein kann. Vorab: die Antwort des Autors darauf lautet „Ja“. ...
Sind Tuber noch akzeptabel. 3/14
von Hellberg Florian, Semmel Chris
Die Diskussion „Tuber versus Halbautomaten“ ist in den letzten Jahren immer intensiver geworden und hat im letzten bergundsteigen mit dem Artikel von Thomas Lammel einen Höhepunkt erreicht. In diesem Artikel zweifelt der Verfasser provokant, aber sachlich an, dass Tuber und sogar die Halbautomaten mit Tube-ähnlicher Bedienung ausreichend sicher bedient werden können. Seine Begründung: die Bremshand muss zum Seileinnehmen ...
Sicherungstechnik Teil 1. 2/14
von Lammel Thomas
In bergundsteigen 3/13 haben wir zwei Beiträge von Thomas Lammel zur Sicherungsthematik in Kletterhallen bzw. beim Sportklettern veröffentlicht. Diese Beiträge haben eine durchaus kontroverse Diskussion ausgelöst und polarisiert (vgl. „Dialog“ der letzten beiden Ausgaben) und u.a. haben wir dazu eine deutliche Stellungnahme der Kommission künstlicher Kletteranlagen des Deutschen Alpenvereins erhalten (und in #4/13 abgedruckt). ...
Sicherungstechnik Teil 2. 2/14
von Lammel Thomas
Warum mit einem Tuber gesicherte Vorsteiger seit Jahren immer wieder auf den Boden abstürzen - obwohl das Sicherungsgerät korrekt bedient wurde -, erklärt Thomas Lammel in seinem zweiten Beitrag. Er liefert damit die technische Erklärung für eine Tatsache, die vielen Leserinnen von bergundsteigen bewusst ist. Für die meisten überraschend könnte aber seine Übertragung auf halbautomatische Sicherungsgeräte sein. ...
Skialpinismus - Seil- und Sicherungstechnik. 1/14
von Scherer Reinhold, Plattner Peter
Die Rückmeldungen zu den Artikeln „Skialpinismus“ und „Skitechnische Schwierigkeiten“ in bergundsteigen 1/13 waren erfreulich und nehmen kein Ende. „Was glaubt ihr, ist die sinnvollste Bewertung? Was habt ihr bei der Abfahrt dabei? Habt ihr den Pickel da in der Hand? Wie sichert man einen Skifahrer in eine gefährliche Passage hinein? ...?“ Eine Flut an Anfragen kam sowohl direkt an die Autoren als auch an die Redaktion und so beschlossen ...
bergundsteigen leicht gemacht. 1/14
von Plattner Peter
Skihochtouren sind die Königsdisziplin im Bergsteigen. Zum sehr guten skifahrerischen Können und der Risikoabschätzung was die Lawinengefahr betrifft, kommt noch die ganze Hochtouren-Thematik dazu: also Gletscher & Grate. Das verlangt einiges an Wissen und Können und auch die entsprechende Ausrüstung. Letztere fällt im sprichwörtlichen Sinn ins Gewicht und da Skihochtouren oft lang sind und gerne von Hütte zu Hütte führen ...
Highline-Bergetechnik. 1/14
von Kleindl Reinhard
Slacklinen bereitet immer mehr Menschen Freude. Neben bodennahen Lines in Garten, Parks und bei Hütten werden immer mehr spektakuläre Highlines im Gebirge aufgebaut. Ultimative Ausgesetztheit und atemberaubende Tiefblicke suggerieren: gefährlich! Welche Risiken Highlines mit sich bringen und vor allem, wie ein verletzter Highliner geborgen werden kann, darüber haben sich Reinhard Kleindl und Freunde Gedanken gemacht ...
Spaltenrettung. 4/13
von Roth Eike, Ehgartner Sepp
Selbstrettung und Kameradenrettung sind Standard auf jedem (Ski-)Hochtourenkurs. Dabei haben sich Prusik- mit Umbau auf Münchhausen-Technik sowie der Seilrollenflaschenzug bewährt. Schaffen es Teilnehmer trotz korrekter Technik und Kampfgeist wieder einmal nicht über den Spaltenrand oder melden berechtigte Zweifel bezüglich handlungsunfähigen Gestürzten oder der Seilverteilung an, verweisen AusbilderInnen standardmäßig auf die geringe Eintrittswahrscheinlichkeit ...
Unfälle Sommer 2013. 3/13
von Würtl Walter, Plattner Peter
Was für ein Bergsommer. Tausende Menschen unterwegs im Gebirge, großteils Bombenverhältnisse. Natürlich sind auch Unfälle geschehen, teilweise mit tödlichem Ausgang, jeder verbunden mit dem Schicksal von Menschen. Die Unfallmuster sind meist seit Jahrzehnten dieselben und hinlänglich bekannt, gelegentlich passiert aber „etwas Neues“. Walter Würtl und Peter Plattner haben mit Unterstützung der Alpinpolizei einige aktuelle Unfälle herausgepickt ...
Unfallmuster. 3/13
von Semmel Chris
„Aus Unfällen lernen!“ Darum geht es Chris Semmel und dem Deutschen Bergführerverband. In unregelmäßigen Abständen werden sie für bergundsteigen Unfälle analysieren und aufzeigen, was schief gelaufen ist. Diesmal ein Klassiker: Unfallmuster beim Anseilen mittels Karabinern. Dass man sich möglichst immer direkt einbinden - und das Anseilen mittels Karabiner vermeiden sollte -, ist hinreichend bekannt. Natürlich gibt es Situationen, in denen das Anseilen ...
Wie sind wir da nur reingeraten. 3/13
von Lammel Thomas
Anstöße von außen sind meist die einzige Möglichkeit, um Betriebsblindheit zu erkennen und Dinge zu verändern. Einen solchen Impuls zu den kritischsten Aspekten des Sicherns, also zum sicheren Halten eines Sturzes in Kletterhallen, geben die folgenden sicherheitstechnischen Einschätzungen und Wertungen, welche dem nüchtern konservativen Blickwinkel eines Sicherheitsingenieurs entspringen. Die Kenntnisse des Autors über industrielle Sicherheitstechnik und den Klettersport ...
Sichern beim Klettern. 3/13
von Stopper Dieter
Ab welchem Zeitpunkt „dürfen“ oder sollen sich Kinder gegenseitig sichern? Zu dieser Frage gibt es verschiedene Zugänge und mehrere Antworten und Empfehlungen. Dieter Stopper lässt uns an seinen Gedanken teilhaben, was es braucht, um ein guter Vorstiegssicherer zu werden - egal ob jung oder alt! Zwei Kinder klettern in einer Halle im Vorstieg. Beide Kinder sind zwölf Jahre alt. Beim Klippen der dritten Sicherung stürzt das vorsteigende Kind, knallt nahezu ungebremst auf den Boden ...
Und wie kommen wir wieder heraus. 3/13
von Lammel Thomas
In seinem Beitrag „Wie sind wir da nur reingeraten?“ (Seite 75) macht sich der Sicherheitsingenieur Thomas Lammel kritische Gedanken über das Klettern und viel mehr das Sichern in der Halle. Sein Text endet mit einer ernüchternden Bewertung der verfügbaren Sicherungsgeräte. Doch was könnte besser gemacht werden, welche Anforderungen müsste ein modernes Sicherungsgerät erfüllen und was könnten Hallenbetreiber und alpine Vereine unternehmen ...
Sicherungsgeräte im Vergleich. 2/13
von Semmel Chris
Verwirrende Vielfalt? Dass es etwa 5000 verschiedene Automodelle gibt, verwundert niemanden. Na und? Alle haben ein Lenkrad, Bremse und Gas; und die sind immer an der selben Stelle positioniert. Sicherungsgeräte gibt es etwa 40 verschiedene. Zugegeben, da sind schon einige Exoten darunter, wie „Sum“ oder „Logic“. Aktuell marktrelevant sind etwa 15. Davon wiederum sind sechs empfehlenswert bzw. haben ihre Berechtigung auf dem Markt. Das Problem: Anders ...
Bremshandschuh. 2/13
von Plattner Peter
Klar, der Bremshandschuh wird seit Jahren empfohlen. Allerdings sehr halbherzig. Dass er Sinn macht, steht außer Frage, lediglich mit der Umsetzung hapert es. Menschen, die mit einem Handschuh sichern, fallen in der Halle ebenso auf wie beim alpinen Klettern und irgendwie unterstellt man diesen Leuten, dass sie Handschuhe nicht aus Sicherheitsgründen tragen, sondern sich nur nicht schmutzig machen möchten. In bergundsteigen 3/12 hat Max Bergers Beitrag ...
Immer noch Klettersteige. 2/13
von Plattner Peter, Würtl Walter
In bergundsteigen 3/12 haben wir ausführlich über den ersten, in bergundsteigen 1/13 über den zweiten groß angelegten Rückruf von Klettersteigsets berichtet. Die heurige Eisenwege-Saison steht vor der Türe und da sich einiges getan hat, nutzen Plattner/Würtl die Gelegenheit, sich nochmals Gedanken zum K-Thema zu machen. Nochmals kurz zusammengefasst, was bisher geschah (Details bitte in den erwähnten bergundsteigen-Ausgaben nachlesen):" Im August 2012 stürzt im Klettersteig ...
Schon wieder Klettersteige. 1/13
von Steinmüller Sophia, Hellberg Florian
Nachdem im August vergangenen Jahres ein konstruktives Problem bei einigen Klettersteigsets mit elastischen Lastarmen bekannt wurde und zahlreiche Hersteller mit Rückrufen reagierten - wir berichteten darüber in der Ausgabe 3/12 von bergundsteigen -, zeigten nun weitere Untersuchungen, dass sich das Problem auf Klettersteigsets mit Reibungsbremsen ausweitet. Betroffene Modelle werden vorsorglich zurückgerufen. Sophia Steinmüller und Florian Hellberg berichten über ...
Homa verticalis indoorensis II. 1/13
von Funk Felix, Schwiersch Martin, Semmel Chris, Hellberg Florian
Wie sieht es mit gerätebezogenen Sicherungsfehlern beim Hallenklettern aus, welche typischen Bedienungsfehler werden gemacht? Wird bei den dynamischen Sicherungsgeräten das Bremshandprinzip nicht konsequent genug eingehalten oder sichert man mit Halbautomaten automatisch nachlässiger? Diesen Fragen soll im zweiten Artikel zur Kletterhallenstudie 2012 nachgegangen werden. Für die Betrachtung der gerätebezogenen Sicherungsfehler stützen wir unsere Aussagen ...
Unfallursache: Seilriss!. 4/12
von Wallner Robert, Würtele Andreas
Regelmäßig diskutieren und lamentieren wir beim alpinen Klettern über die Vor- und Nachteile der Sicherung direkt vom Körper. Max Berger ist, wenn es um anspruchsvolle alpine Routen geht, seit langem ein Verfechter der Körpersicherung. Da er nun handfeste Zahlen und Testergebnisse zu dieser Thematik hat, hielt er die Zeit reif, einen Beitrag zu diesem Thema zu verfassen. Diskussionen dazu werden erwartet und sind erwünscht. Nachdem jahrzehntelang mit weichen ...
Steinzeitmethode Fixpunktsicherung?. 3/12
von Berger Max
Regelmäßig diskutieren und lamentieren wir beim alpinen Klettern über die Vor- und Nachteile der Sicherung direkt vom Körper. Max Berger ist, wenn es um anspruchsvolle alpine Routen geht, seit langem ein Verfechter der Körpersicherung. Da er nun handfeste Zahlen und Testergebnisse zu dieser Thematik hat, hielt er die Zeit reif, einen Beitrag zu diesem Thema zu verfassen. Diskussionen dazu werden erwartet und sind erwünscht. Nachdem jahrzehntelang mit weichen ...
Immer wieder Klettersteige. 3/12
von Hellberg Florian
Der vielzitierte Bergsportboom ist jedes Wochenende an den Klettersteigen der Alpen sichtbar. Notsituation Nummer eins ist bekanntermaßen das „Blockiert-Sein“ - Tendenz steigend. Ein Sturz mit Verletzungsfolge kommt selten vor, einer mit tödlichem Ausgang nahezu nie und wenn doch, wurde meist kein Set verwendet bzw. dieses falsch bedient. Über zwei tödliche Klettersteig-Unfälle im heurigen Jahr berichtet Florian Hellberg. Und über die Hintergründe, warum 24 Klettersteigsets ...
Das K-Thema. 3/12
von Plattner Peter
Das Zitat stimmt, das hat er tatsächlich gesagt, irgendwann Ende der 70er-Jahre: „Ich bin so vielen glücklichen Menschen auf Klettersteigen begegnet, dass ich dafür sein muss [...]“. Es ist Juni, ein angenehm entspannter Nachmittag auf Schloss Sigmundskron und er, mein Gegenüber, ist Reinhold Messner. Wenige erinnern sich, dass auch eines seiner ersten Bücher den Titel „Dolomiten Klettersteige“ trug, das war 1974. Geplant war, das ganze Gespräch mit Reinhold Messner ...
FAQs-Dyneema. 3/12
von Semmel Chris
Als mich Peter (Chief von bergundsteigen) anrief und fragte, ob ich nicht was über die „Facks zum Thema Dyneema“ schreiben könnte, stutzte ich zunächst. Anglizismen sind mir nicht ganz unvertraut, doch dachte ich zunächst an eine urmenschliche Sache (auch ein Anglizismus), dann an ein veraltetes Kommunikationsmittel (schon wieder ein Anglizismus), bis mir klar wurde, was gemeint war: Frequently Asked Questions, abgekürzt und ausgesprochen „ FAQs“. ...
Abseilen. 3/12
von Würtl Walter, Plattner Peter
Dass eine Tour erst daheim auf der sicheren Ofenbank endet, ist jedem Alpinisten hinlänglich bekannt. Umso mehr dann, wenn der kürzeste Weg zu besagtem Ofen nicht über einen gemütlichen Pfad, sondern durch eine senkrechte Wand führt. Obwohl das Abseilen zu den Grundtechniken des Bergsteigens gehört und es schon bei den Basiskursen in Fels und Eis thematisiert wird, werten rassige Abseilfahrten eine alpine Unternehmung durchaus auf; und nicht selten wird von einer Tour ...
Karabinerbruch x2. 2/12
von Semmel Chris
Karabinerbrüche sind selten. Trotzdem sind Karabiner jener Ausrüstungsgegenstand in der Sicherungskette, der am häufigsten versagt. Sie brechen häufiger als Bohrhaken, Seil oder Gurt. Gleich zwei Mal innerhalb von drei Wochen kam es im Sommer 2011 in Tirol beim Sportklettern zu einem Karabinerbruch. Chris Semmel hat sich diese Unfälle näher angesehen. Am 14. Mai 2011 verunglückte ein deutscher Sportkletterer in der Route „Knusperzapfen“ (7c) am Schleier Wasserfall ...
abgeseilt. 2/12
von Schubert Pit
Wer verwendet heute noch einen Achter zum Sichern und Abseilen? „Niemand mehr“, lautet die (vorschnelle) Antwort. Wenige Vorteile und viele Nachteile haben ihn auch aus den aktuellen Ausbildungen und Lehrschriften verschwinden lassen, junge Sportkletterer kennen ihn nur vom Hörensagen und vertrauen auf Tuber & Co. Im Klettergarten und auf alpinen Routen sieht man den Abseilachter vor allem bei Alpinisten und –innen im besten Alter aber nach wie vor ...
Sichern will gelernt sein. 2/12
von Winter Stefan
Klettern kommt bei Kindern und Jugendlichen seit Jahren gut an. Entsprechend zahlreich sind die Angebote und Kurse von alpinen Vereinen, Hallenbetreibern und Jugendorganisationen. Während die Vermittlung der Klettertechnik den Betreuern und Trainern meistens keinerlei Probleme bereitet, besteht eine große Unsicherheit was das selbständige Sichern betrifft: Dürfen sich Kinder gegenseitig sichern? Wenn ja, ab welchem Alter? ...
Haltekräfte von Fixpunkten in Firn & Schnee. 1/12
von Sulser Karl
Bei vielen Hochtouren geht sie mit, ist mittlerweile fast schon eine „alte Bekannte". Und doch fordert sie Jahr für Jahr ihre Opfer. Die Mitreißgefahr, verursacht durch das gemeinsame Gehen am kurzen Seil. Denn wie viele Bergsteiger setzen die Erkenntnisse der Untersuchungen zu Mitreißunfällen um und sichern in steileren Gletscher- und Firnhängen von Standplatz zu Standplatz? Viele ziehen es vor, lieber einen Hang gefahrvoll gemeinsam zu begehen ...
bergundsteigen leicht gemacht - Anseilen mit Brustgurt. 3/11
von Würtl Walter
Im Gegensatz zu früher - als das Anseilen mit Sitz- und Brustgurt das Maß aller Dinge war - ist heute der Hüftgurt alleine Standard. Mit ausschlaggebend für diesen Wechsel der Lehrmeinung war eine Untersuchung der Mediziner Lutz/Mair, welche die Vermutung, dass es ohne Brustgurt vermehrt zu Wirbelsäulen- und Schädelverletzungen kommt, widerlegte. Ein zusätzlicher Brustgurt, bzw. ein Kombigurt, macht aber bei folgenden Situationen Sinn und wird dann empfohlen, ...
Wie gefährlich ist es, ein Spitzenbergsteiger zu sein?. 3/11
von Weinbruch Stephan
„Das Lexikon der Alpen“ erschien im Jahr 1977 und ist ein Standardwerk der Alpinliteratur. Der Autor Toni Hiebeler führt dort unter anderem 390 Alpinisten an, die Alpingeschichte geschrieben haben. Stephan Weinbruch hat recherchiert, wie viele dieser Spitzenbergsteiger im Laufe der letzten zwei Jahrhunderte ihr Leben in den Bergen verloren haben und ob es Zeiten gegeben hat, die für Topalpinisten besonders gefährlich gewesen sind – und warum. ...
bergundsteigen leicht gemacht - Reepschnüre & Bandschlingen verstauen. 3/11
von Würtl Walter
Zur Sicherungs- und Rettungstechnik sind Reepschnüre und Bandschlingen unverzichtbar. Beim alpinen Klettern und im kombinierten Gelände – also dort wo ich sie permanent verwende – werden sie am besten mit einem Karabiner um den Oberkörper getragen. So sind sie sofort einsatzbereit und stören kaum. Wohin mit den Dingern aber beim langen Gletscherhatscher, oder überall dort wo ich sie nur „im Notfall“ benötige. ...
krautundruab'n. 2/11
Achterknoten nie zurückstecken! Letzten Sommer ereignete sich in der Schweiz ein tödlicher Alpinunfall: Ein zurückgesteckter Achterknoten – eine Eidgenössische Spezialität - hatte sich gelöst. Daraufhin wurden Tests zur Festigkeit dieses Knotens durchgeführt: mit verheerenden Resultaten, wie Bruno Hasler zu berichten weiss: Verwendet man neue Seile für eine Seilverkürzung - auch „Seilabbund beim Seiltransport“ genannt - kann sich der Achterknoten unter Umständen lösen; darum wurde für diese Anwendung der zurückgesteckte Achterknoten entwickelt. ...
Klettersteig. Eine Empfehlung. 2/11
von Würtl Walter, Plattner Peter
Schon wieder etwas über Klettersteige? Tatsächlich haben wir uns immer wieder diesem Thema gewidmet: In den ersten beiden Ausgaben 2007 gab es von Würtl/Ranner Umfangreiches zu Historie, Klettersteigtypen, Schwierigkeitsbewertung sowie Risikofaktoren und –management zu lesen. Chris Semmel analysierte in Ausgabe 3/07 wie ein Gurt bzw. ein Klettersteigset auf einem Eisenweg reißen konnte und sorgte im 3er-Heft 2010 für Aufsehen, als er aufzeigte, ...
Sicherheit beim Highlinen. 2/11
von Kleindl Reinhard, Entner Roland, Griehser Ralph
Highlinen ist - im Gegensatz zu Jumplinen oder Longlinen (vgl. bergundsteigen 2/09), die erst im neuen Jahrtausend einen rasanten Aufschwung erfahren haben - eine recht alte Geschichte. Scott Balcom überquerte bereits 1985 den Abgrund zum Lost Arrow Spire im Yosemite Valley und vollendete damit die erste Begehung einer alpinen Highline. Dass sich das Highlinen derzeit so stark verbreitet, überrascht nicht: Das benötigte Material ist erschwinglich und geeignete Plätze ...
bergundsteigen leicht gemacht - Seil verkürzen. 2/11
von Würtl Walter
Beim Sichern auf Graten, im kombinierten Gelände, am Gletscher, am Klettersteig und in vielen anderen Situationen ist es oft sinnvoll, nicht mit der vollen Seillänge zu arbeiten, sondern das Seil auf eine ideale Länge zu verkürzen. Das anfallende Restseil kann man nun entweder im Rucksack verstauen oder am Körper „versorgen“: Letzteres hat den Vorteil, dass man dieses Restseil jederzeit verfügbar hat und somit (längen-)flexibel agieren kann. ...
Ein nicht ganz alltäglicher Seilriss. 4/10
von Semmel Chris, Hellberg Florian
Am schönsten sind Unfälle, bei denen alle Beteiligten unbeschadet überleben und aus denen man direkte Lehren ziehen kann. Genau so ein Fall wurde uns in der letzten Eissaison zugetragen. Zwei Seile sind besser als einsEine Zweierseilschaft war an den Renkfällen im österreichischen Kaunertal unterwegs. In der dritten Seillänge querte der Vorsteiger vom Stand wenige Meter und stieg dann weiter gerade hoch, nach 18 m Kletterstrecke setzte er die dritte ...
HMS richtig einhängen. 3/10
von Würtl Walter
Die Halbmastwurf-Sicherung ist im alpinen Gelände am Standplatz unschlagbar und manchmal ergibt es sich auch, dass mit ihr vom Körper gesichert wird. Dass man „aufpassen“ muss, damit das Seil bei der HMS nicht über den (Schraub-)Verschluss läuft, ist allgemein bekannt. Richtig eingelegt ist die HMS dann, wenn das Bremsseil unter Belastung am „gesunden Schenkel“ liegt. Wie das geht, erklärt Walter Würtl: ...
Um ein Haar. 2/10
von Mailänder Nicho
Der Autor ist in der Kletterszene nun wahrlich kein Unbekannter. Seit Jahrzehnten am Fels kletternd hat er - ohne ihm nahetreten zu wollen - ein Alter erreicht, das beweist , dass er was Risikoeinschätzung und Sicherungstechnik betrifft recht erfolgreich unterwegs sein muss. Dass gerade ihm ein Beinahe-unfall mit dem Standardsicherungsgerät Tuber passiert, lässt aufhorchen. Ort und Zeit der Handlung: Schleierwasserfall im Dezember 2007. ...
Mein Absturz in der Kletterhalle. 2/10
von Zak Heinz
„Heinz hatte in der Halle einen Grounder!” Wir konnten es kaum glauben. Er, der Extremkletterer und Seiltechnik-Buchautor verunfallt nicht etwa bei einer Erstbegehung im Karwendel sondern in der Tivoli-Kletterhalle. Wir wollten wissen, was genau geschehen ist. Bumm – ein dumpfer Aufschlag übertönt den Lärmpegel der zum Bersten gefüllten Kletterhalle. Plötzlich ist es bedrückend still. Ein Kletterer war aus 14 Meter Höhe auf dem Betonboden aufgeschlagen. ...
Im Gespräch mit Chris Semmel. 2/10
von Semmel Chris, Plattner Peter
Nicho und Heinz, beide sind erfahren, kennen sich super gut aus, haben ihre wilden Zeiten im Gebirge überlebt. Wie kann den beiden der beschriebene Beinaheunfall bzw. Absturz passieren? Ich denke, man wähnt sich zu leicht in Sicherheit. Man erlebt immer wieder, dass man alles im Griff hat, hält viele Stürze und dann kommt doch das eine zum anderen: ein zu dünnes Seil, ein Runout und ein weiter Sturz, kein Sichtkontakt oder der Sturzzug just in dem Moment, ...
Das "weiche Auge". 2/10
von Plattner Peter
Vielgestellte Frage bei allen Ausbildungskursen, seit Monaten: „Weisch du, wie der Knoten geht, weisch eh, für des weiche Auge?“ Das weiche Auge, jener mystische Knoten, der angeblich von einem gewissen Herrn Stopper kreiert wurde, um den Zentralkarabiner in der Standplatzschlinge durch einen superstarken, geknoteten Ring zu ersetzen – der aussieht wie ein doppelter Bulinknoten (und ein solcher ist er auch). ...
dialog. 1/10
Ich trage nunmehr seit zwei Jahren eine Idee mit mir herum, die ich auch schon bei einigen Seilherstellern vorgestellt habe. Leider hat sich noch niemand gefunden, der sich damit näher beschäftigen wollte. Ursprünglich war das Problem die Verbindung von Bandschlingen mit Seilen. Dieses Problem wurde jedoch seit längerer Zeit schon gelöst. Dies beweisen die verschiedenen Klettersteigsets von z.B. Salewa. Es gibt für die Verbindung Seil-Bandschlinge auch eine EN-Norm. Bei sehr vielen Kletterunfällen ist die Verbindung des Seils mit dem Klettergurt die Unfallursache. ...
Gesichertes Soloklettern. 1/10
von Zak Heinz
Klettere ich alleine eine Route und sichere mich mit einer Steigklemme an einem zuvor fixierten Seil, dann ist das Soloklettern, gesichertes Soloklettern. Es gibt auch eine Technik sich solo im Vorstieg zu sichern. Ganz klar nur etwas für Spezialisten, die wissen, was sie da tun. Zu beiden Themen erreichen uns immer wieder Leserbriefe und so haben wir Heinz Zak gebeten diese beiden „Selbstsicherungs-Techniken“ zu beleuchten. ...
Schi & Gletscher. Eine Empfehlung. 1/10
von Würtl Walter, Plattner Peter
Es gibt wohl nichts Beeindruckenderes für einen Tourengeher als das vergletscherte Hochgebirge zu befahren. Dabei unterscheidet sich das Spaltensturz-Risikomanagement bei Schitouren auf Gletschern wesentlich von Gletschertouren „zu Fuß“ im Sommer: Während im Sommer anseilen „Standard" ist und das Nichtanseilen die Ausnahme bildet (zB bei aperem Gletscher), stellt im Winter das seilfreie Aufsteigen und Abfahren den Normalfall dar und das Anseilen ...
Achterknoten mit Sicherungsschlag & Karabiner. 3/09
von Schubert Pit
Seit Ein exotischer Unfall in einer Kletterhalle zeigt einmal mehr, dass nach der Gesetzmäßigkeit von Murphy – man könnte diese fast als ein Naturgesetz bezeichnen – alles möglich ist. Aber auch wirklich alles. Der Betreiber einer Kletterhalle kannte alle möglichen Unfälle mit sich lösenden Anseilknoten und wollte vorbeugen. Welcher Hallenbetreiber hat schon gern einen Unfall mit der Rettung in seiner Halle?...
Alpinklettern. Eine Empfehlung. 3/09
von Würtl Walter, Plattner Peter
Während man in alpinen Sportkletterrouten stets auf eine zuverlässige Infrastruktur – sprich Bohrhaken - zurückgreifen kann und das Klettern selbst deutlich in den Vordergrund rückt, ist bei „klassischen“ Alpintouren der Aspekt der Absicherung integrativer Bestandteil der Anforderungen. Die Seiltechnik ist dabei als riskant, hochkomplex und undurchschaubar verschrien und so lassen sich viele Kletterer von sogenannten Abenteuertouren abschrecken. ...
Seilrisse - ein Resümee. 2/09
von Schubert Pit
Seit 2006 hat die Zahl an Seilrissen unter österreichischen und deutschen Kletterern zugenommen. Innerhalb von nur drei Jahren sind sechs Seilrisse bekannt geworden. Gemessen am Zeitraum davor ist dies auffallend. So gab es von 1983 bis 2005, also während 23 Jahren, gerade einmal zwei Seilrisse, wie in Abb. 1 zu sehen ist. Im Juli kam es in den Dolomiten an der Rienzwand zum Bruch eines Einfachseiles mit tödlichem Ausgang. ...
Hilfsleinen. 2/09
von Semmel Chris
In bergundsteigen 1/09 machte sich der Leserbriefschreiber Felix Müller Gedanken, ob man eine dünne Reepschnur zum Abseilen mit einem Einfachseil kombinieren kann. Eine Frage, die auch regelmäßig an die Sicherheitsforschung gestellt wird. Anlass genug, um hier über Sinn und Unsinn von Reepschnüren als „Hilfsleinen“ in der Bergsportpraxis zu diskutieren. Betrachtet werden jeweils Bruchfestigkeiten, Handling. ...
Sichern 09. 2/09
von Würtl Walter
Die Seil- und Sicherungstechnik im Bergsport. Ein besonderes Kapitel, das bei der Schultersicherung mit Hanfseil beginnt und bis zum vollautomatisch wirksamen, CE-zertifizierten und geprüften Sicherungsgerät für Kletterhallen reicht. Im folgenden Beitrag berichtet Walter Würtl über unterschiedliche Zugänge, neue Geräte, alte Probleme und eine mögliche Richtungsänderung. ...
Die Geschichte vom fiesen Achterknoten. 1/09
von Stopper Dieter
Die Kletterhallen sind besonders in den Übergangszeiten und im Winter mehr als gut besucht. Kaum vorstellbar sind die möglichen Fehlerquellen, die diese Erhöhung der Frequenzen mit sich bringt. Von einem vorerst undurchsichtigen „Fall“ weiß Dieter Stopper zu berichten. Im Sommer 2008 knallte ein Kletterer in einer Halle in Süddeutschland aus einer Höhe von über 10 Metern ungebremst ...
Schlingen & Stand. 1/09
von Semmel Chris, Hellberg Florian, Ernst Björn
Der Einsatz von Bandschlingen aus Dyneema und Mischgewebe sowie von Reepschnüren aus Kevlar und Dyneema wird kontrovers diskutiert. Vor allem, wenn es um den Standplatzbau geht, scheiden sich die Geister, was Aufbau und geeignete Materialien betrifft. Dieser Beitrag stellt aktuelle Forschungsergebnisse der DAV-Sicherheitsforschung zu den textilen Materialien und dem Standplatzbau vor und beleuchtet die Konsequenzen für die Praxis. ...
Sanduhr, fertig, abseilen. 1/09
von Schäli Roger
Die heurige Eisklettersaison war phantastisch. Auch Roger Schäli war viel im steilen Eis unterwegs, privat und mit Kunden. Und von einer solchen Führungstour handelt seine Geschichte. Roger Schäli, 30, Zimmermann, Schi- und Snowboardlehrer, Bergführer etc., ist das ganze Jahr im Absturzgelände unterwegs: entweder als Bergführer oder Extremkletterer - ....
Kurz und schmerzlos. 3/08
von Wicky Michael
Der Absturz einer ganzen Seilschaft ist besonders tragisch,aber zum Glück auch selten. Obwohl - wenn man sich aufden klassischen Hochtouren so umsieht - er eigentlich dauernd passieren könnte. Ob ein Seilschaftsmitglied stolpert, hängtvon psychischen und physischen Faktoren ab. Ob er oder sie dann von den anderen gehalten werden kann oder nicht, hängt vom Zusammenspiel menschlicher Faktoren ...
Sichern - alles easy?. 3/08
von Scherer Reinhold
Die zuletzt geführte Diskussion über die Normen bei Klettersteigsets hat mich motiviert, ein altes Anliegen endlich in Worte zu fassen. Ähnlich wie bei den Fehlbedienungen von Klettersteigsets muss man sich auch beim Partnersichern nicht so sehr die Frage stellen, wie das Gerät auszuschauen hat, sondern viel mehr: „Was können die Kletterer denn alles falsch machen?“ um dann dementsprechend zu unterrichten, zu informieren und Sicherungsmethoden zu erarbeiten, ...
Kurzprusik a.D.. 2/08
von Kieselmann René M., Reinhard Michael
Die Bedeutung des “Kurzprusiks" als elementare Sicherheitsvorkehrung gegen Absturz beim Abseilen ist unbestritten. Dass dieser auch versagen kann, zeigte ein Unfall im Rahmen der Bergwachtausbildung: Der Kurzprusik rutschte gegen den Abseilachter und verlor dadurch seine Bremswirkung. ...
Verbunden bis in den Tod. 2/08
von Braun-Ellwert Gottlieb
Meinen Kolleginnen und Kollegen gewidmet, die bei Mitreißunfällen ihr Leben ließen. Stehen wir auf einem Berggipfel, haben wir die Gelegenheit, unser tägliches Treiben mit größerem Abstand zu betrachten. Die Ungereimtheiten des Alltages sehen wir aus der Entfernung oft klarer, als wenn wir mitten im Gewühl stecken. ...
90 Meter in 5 Minuten. 2/08
von Zak Heinz
„Am Limit“, der Film über den Versuch der Gebrüder Huber die Nose in Rekordzeit zu durchsteigen, begeisterte die breite Masse. Speedklettern lockt Menschen ins Kino - das hätte sich Heinz Zak wohl nicht gedacht, als er in jungen Jahren auf Geschwindigkeit trainierte. Einige Sicherungstechniken, welche bei Geschwindigkeitsbegehungen möglichst wenig bremsen, verrät er uns jetzt. ...
halbseilbruch. 3/07
von Schubert Pit
Seilbrüche können sich bekanntermaßen nur noch durch Säureeinfluss, Schmelzverbrennung und Belastung über eine scharfe Fels- oder sonst wie geartete Kante ereignen. Da auf Gletschern keine Seilbelastung über eine scharfe Kante zu erwarten ist, hat sich die Lehrmeinung durchgesetzt, dass ein Halbseil hier sicherheitstechnisch ausreichend ist. Nun ist es allerdings in einer schneebedeckten Eisrinne zum Bruch eines Halbseiles gekommen. ...
eisenwege (2). 3/07
von Würtl Walter, Ranner Reinhard
Durch mechanische Einflüsse wie Steinschlag, Schneedruck, Lawinen, Eis, Wasser oder Blitzschlag bzw. durch Frostsprengung und Korrosion kommt es mit der Zeit zur Beschädigung der Steiganlage. Normalerweise werden Klettersteige regelmäßig gewartet und die schadhaften Bauelemente ausgetauscht oder der Klettersteig gesperrt. Dennoch kann es passieren, dass sich eine Verankerung lockert oder ein Seil löst. ...
stand. seil ein. kommen.. 2/07
von Wassermann Emanuel, Wicky Michael
"weiterkommen am berg" lautet das Motto der eidgenössischen Alpinschule "bergpunkt". Um vor allem dem Einsteiger dieses Weiterkommen möglichst praxisgerecht und sicher zu ermöglichen, haben Emanuel Wassermann und Michael Wicky bereits zwei Broschüren zum Thema "Lawinen" und "Hochtour" verfasst. Im gleichen Stil und mit demselben Ehrgeiz, die Dinge herunterzubrechen auf das Wesentliche ohne Wichtiges zu übersehen, ist vor kurzem ihre dritte Broschüre ...
jümars & pulleys. 1/07
von Schubert Pit
Ob in Bigwalls, auf Expeditionen, beim Solo-Toprope-Klettern oder - heute besonders häufig - bei "Flying Fox"-Aufbauten: Für Seilklemmen und Seilrollen gibt es im Bergsport einige wichtige Aufgaben zu übernehmen. Was die Norm von ihnen verlangt und was wir bei der praktischen Anwendung beherzigen sollten, darüber informiert Pit Schubert in diesem Beitrag. Dank des enormen Erfahrungsschatzes des Autors werden uns ...
spannende seile (3). 3/06
von Kunigham Klaus
Im ersten Teil der "spannenden Seile" ging es um die Belastungen, die auf eine Seilbrücke einwirken können, im zweiten um den Einfluss verschiedener Faktoren wie Alterung, UV-Strahlung, Temperatur oder mechanische Einflüsse. Im vorliegenden dritten und letzten Teil beschäftigt sich Klaus Kunigham mit der interessanten und häufig diskutierten Fragestellung der Festigkeitsreduzierung durch Knoten...
a.b.s.. 3/06
von Berghold Christian
Es steht außer Frage, dass eine fundierte Ausbildung, regelmäßiges Training und Weiterbildung unabdingbare Voraussetzungen für Sicherheit am Berg und in der Höhle darstellen. Zudem wird sich jeder risiko- und verantwortungsbewusste Mensch mental und in Bezug auf die benötigte Ausrüstung gewissenhaft auf eine Tour vorbereiten. Es wird viel Zeit in die Verfeinerung der Seiltechnik und viel Geld in gute Ausrüstung investiert. ...
spannende seile (2). 2/06
von Kunigham Klaus
Im ersten Teil des Artikels waren die zu erwartenden Durchhänge und Reaktionskräfte bei 11-mm-Seilen in einfachem und redundantem Aufbau Gegenstand der Untersuchung. Auch Aussagen zu erreichbaren Vorspannungen mit unterschiedlichen Methoden wurden vorgestellt. Es ging um die auftretenden Belastungen, die auf eine Seilbrücke einwirken können. ...
hms. 2/06
von Semmel Chris, Schwiersch Martin
Jetzt wissen wir's: Die Phönizier waren wohl die ersten, die den Halbmastwurf benutzten. Zwar nicht als Sicherungsmethode, um stürzende Bergsteiger dynamisch abzubremsen, sondern um Schiffe loszuvieren (laut Pit Schubert in bergundsteigen 2/05, S. 69). Aber nicht der Entdeckung der Halbmastwurfsicherung wird in dem folgenden Beitrag nachgegangen - vielmehr geht es Martin Schwiersch und Chris Semmel darum, ...
sicher sichern lernen (2). 3/05
von Oliveira Pascal
In bergundsteigen 2/05 führte uns Herta Gauster Schritt für Schritt zum selbständigen Toprope-Sichern. Nun geht's weiter zum Vorstieg. Und damit wird die Sache bedeutend ernster, da wir plötzlich mit dem freien Fall und daher mit ganz anderen Kräften konfrontiert sind. Eine souveräne Technik für das Vorstieg-Sichern zu vermitteln, ist eine grundlegende und die vielleicht wichtigste Aufgabe eines Kletterlehrers. ...
spannende seile. 3/05
von Kunigham Klaus
Sicherheitshalber verlegt ein Tourenführer ein waagerecht verlaufendes Fixseil am ausgesetzten Grat. Der Canyoning Guide bietet seinen Gästen ein weiteres Erlebnis mit der Befahrung einer Seilrutsche. Einsatzkräfte retten einen Verletzten mittels einer waagerechten Seiltraverse. Ein Sondereinsatzkommando überwindet hangelnd eine Häuserschlucht. Bei einem Outdoortraining baut eine Hand voll Manager eine Seilbrücke über einen Bach. Halten die Seile? ...
der fb-klemmknoten. 3/05
von Bachmann Franz
Im Jahr 1931 beschrieb der Wiener Alpinist Dr. Karl Prusik in der "Österreichischen Alpenzeitung" den Klemmknoten, der seither seinen Namen trägt und als "Prusikknoten" in aller Welt bekannt wurde. In der Folge und vor allem nach dem Aufkommen der Nylonseile entstanden weitere Knoten für denselben Zweck, welche eine Verbesserung in Bezug auf Haftung und leichterer Verschiebbarkeit bringen sollten ...
sicher sichern lernen (1). 2/05
von Gauster Herta
Was für ein Job: das Leben eines Menschen in meinen Händen! Genormte Ausrüstung und locker-coole Ketterhallen-Atmosphäre lassen die Verantwortung des Sicherungspartners heute gerne in Vergessenheit geraten. Zu Unrecht. Sicher sichern muss gelernt und automatisiert werden, damit auch ein überraschender, nicht angekündigter Sturz souverän gehalten werden kann. In einem ersten Teil präsentiert die ...
hms-history. 2/05
von Wölcken Hans, Schubert Pit
Wieder einmal wurde einer breiten Öffentlichkeit in einer Alpinzeitschrift - diesmal von Walter Britschi in "bergundsteigen" 3/04 - als Urheber der Halbmastwurfsicherung Werner Munter präsentiert. Das wäre vermutlich unterblieben, wenn auch dem Autor die historischen Fakten bekannt gewesen wären. Er hätte sie nur beispielsweise dem Beitrag von Pit Schubert "Wer ist der Erfinder der Halbmastwurfsicherung?" im "Bergsteiger" 1/1999 oder dem Abschnitt "Halbmastwurfsicherung" ...
baustelle standplatz firn. 1/05
von Würtl Walter
Was haben Täschhorn, Zuckerhütl, Aiguille Verte, Dom, Similaun, Großglockner, Marmolada und Jungfrau gemeinsam? Sie alle sind der Schauplatz von Mitreißunfällen mit vielfach dramatischem Ausgang. Gleichzeitiges Gehen am Seil in steilen Schnee- und Firnflanken birgt ein enormes Risiko! Als Alternative bleiben: "seilfrei gehen" oder die Sicherung an einem Fixpunkt. Nachfolgender Beitrag widmet sich Letzterem und versucht, einfache und zuverlässige ...
baustelle standplatz eisfall. 4/04
von Mair Paul, Winkler Robert
Nachdem Luigi, der Eisverkäufer, seinen Standplatz in der Innenstadt mit Franzl, dem Kastanienröster, getauscht hat, ist klar, welche Jahreszeit näher rückt. Es ist wieder Eiszeit. In den Sportläden lösen die Eisschrauben den Chalkbag und die Steigeisen die Kletterpatschen ab. In den Fingern fängt es zu kribbeln an und die Eiskletterer denken zurück an die letzten, im gefrorenen Paradies gekletterten Seillängen. Zeit, sich wieder mit dem Standplatzbau am Eisfall auseinanderzusetzen.
sicher partner sichern (2). 3/04
von Britschgi Walter
Fünf Stürze auf den Boden pro Jahr! - so die Unfallstatistik des Kletterzentrums "Gaswerk", die Walter Britschgi im ersten Teil präsentierte. Die Analyse zeigte, dass alle Unfälle mit Stürzen bis auf den Boden auf eine falsche Bedienung des Sicherungsgerätes zurück zu führen sind. Eine weitere Untersuchung zeigte, dass die Hälfte von 180 Probanden, die zufällig ausgewählt wurden, ihr Sicherungsgerät nicht richtig bediente. 5 Stürze auf den Boden pro Jahr in einer Kletterhalle, ...
fehlgebremst. 2/04
von Wierer Stefan
Irgendwie lief es das ganze Führungsjahr nicht so richtig: einmal stürzt ein Gast auf einer Variantenabfahrt und kegelt sich die Schulter aus, dann fahre ich selbst in einen eingeschneite, gefrorenen Lawinenknollen, komme zu Sturz und breche mir den zweiten und dritten Seitenfortsatz bei der Lendenwirbelsäule, dann - seit 25 Jahren ziehe ich ohne Zwischenfälle Seile ab - löste sich nach dem Abseilen am Koppenkarstein ein kopfgroßer Stein und erwischt mich am Handgelenk.
sicher partner sichern (1). 2/04
von Britschgi Walter
Zunehmend mehr KletterInnen erkennen, dass sich das Ausrüstungssegment Sicherungsgeräte rasant entwickelt - und auch verwickelt. Walter Britschgi arbeitet im Kletterzentrum "Gaswerk" bei Zürich, einer der größten Indoor-Kletteranlagen der Welt und schaut Sichernden seit mehreren Jahren sehr genau auf die Finger. Die Suche nach einem methodischen Konzept, um dieseso wichtige Handarbeit beim Seil-einholen-Seil-ausgeben zu perfektionieren, ...
gut gebremst auf eisenwegen. 2/04
von Schubert Pit
Klettersteige sind heute gefragter als je zuvor. Und in puncto Sicherung hat sich in den letzten Jahren einiges getan. War früher die Verwendung einer Reepschnur oder eines Seilstücks in Verbindung mit einem Normalkarabiner nur ein mehr oder weniger brauchbarer Notbehelf, der im Ernstfall versagen konnte, so ist mit den heutigen Klettersteigbremsen bei richtiger Anwendung ein Bruch nicht mehr vorstellbar. Um die Leistungsmerkmale ...
achterknoten. 1/04
von Siebert Walter
Im Jahre 2000 stürzte in einer Kletterhalle ein Kletterer beim Ablassen mit dem Topropeseil auf den Boden und brach sich den Fuß. Der Anseilknoten, ein Achterknoten, hatte sich gelöst. Dieses Ereignis ist an sich gar nicht so selten, trotzdem unbedeutend, denn, so tragisch und hart es klingt: Nicht einmal Ereignisse mit Toten führen im Allgemeinen wirklich zu substanziellen Veränderungen einer Branche. Schwere Unfälle gehören einfach dazu?! ...
kletterunfälle. 1/04
von Scherer Reinhold
In letzter Zeit häuften sich Unfälle in Tiroler Kletterhallen. Beispielsweise waren nach drei unfallfreien Jahren allein im Oktober in einer Innsbrucker Kletterhalle innerhalb von nur drei Wochen drei schwere Unfälle vorgefallen. Und auch in anderen Hallen gab es schwere Unfälle. Eine Entwicklung, die dem Klettersport nicht gut tut. Klettern ist in, klettern ist cool, klettern kann Jeder. Nur - wer kann auch richtig sichern? ...
schnapper, schrauber und gefährten. 1/04
von Schubert Pit
Karabiner sind noch eine Schwachstelle in der Sicherungskette. Jedoch nicht alle Karabiner und nicht alle in jeder Situation. Die Schwachstellen zu kennen und eine entsprechende Belastung zu vermeiden kann vor Schwierigkeiten und Gefahren für Leib und Leben bewahren. So lange ein Karabiner mit geschlossenem Schnapper in Längsrichtung belastet wird, kann er nicht mehr brechen - auch nicht beim größtmöglichen Sturz. ...
kanzianiberg. 3/03
von Ermacora Andreas
Im Juni 2000 ereignete sich in Kärnten ein tragischer Unfall beim Betrieb einer Flying Fox, der die Maßstäbe beim Betrieb solcher Seilaufbauten teilweise neu definiert hat. Der Fall beschäftigte sowohl das Strafgericht als auch die Zivilgerichte. Letztlich konnte weder den Betreibern des Klettergartens noch dem eingeteilten Bergführer ein Verschulden nachgewiesen werden, sodass die Zivilklage der Eltern des tödlich verunglückten Schülers abgewiesen wurde. ...
baustelle standplatz (2). 3/03
von Würtl Walter, Larcher Michael
Während sich der erste Teil von "Baustelle Standplatz" mit dem Zentralpunkt, dem Standplatz an einem Fixpunkt und den Verspannungen beschäftigte, sollen in diesem Beitrag die "Reihenverankerung" und "Ausgleichsverankerung" sowie die verschiedenen Methoden der Partnersicherung behandelt werden. Für welchen Standplatztyp man sich entscheidet, hängt in erster Linie von den Sicherungsmöglichkeiten und der Situation ab. ...
redundantia. 2/03
von Kunigham Klaus
"Redundanz [lat. redundantia = "Überfülle"] In der Zuverlässigkeitstheorie ist Redundanz die Bezeichnung für den Teil des Material- oder Betriebsaufwands für ein technisches System, der [primär] für ein ordnungsmäßiges Funktionieren nicht erforderlich ("überflüssig") ist. Auf den ersten Blick ist die Forderung nach Redundanz in risikobehafteten Bereichen logisch, einfach und sinnvoll. ...
faktor seil. 2/02
von Oberhauser Jakob
Seile können heute so gut wie nicht mehr reißen. Und doch gilt es bei der Verwendung des Seiles einiges zu beachten. Nicht nur die Sicherheit beim Klettern im alpinen Gelände fernab von Bohrhaken oder im Eis kann durch die richtige Seiltechnik wesentlich erhöht werden, sondern auch das Klettervergnügen. Jakob Oberhauser, der während eines Studienjahres in Schottland in der guten britischen Schule der Doppelseiltechnik unterwiesen wurde, ...
seile selbst markieren?. 2/02
von Schubert Pit, Larcher Michael
Es bestanden schon immer leichte Zweifel, wie das mit der Seilmittenmarkierung durch Filz- und andere Stifte eigentlich ist. Man wusste nie genau, darf man oder darf man nicht? Kann ein Filzstift das Seil schädigen oder nicht? Die UIAA-Sicherheitskommission überraschte nun die Öffentlichkeit mit folgender „Untersuchungen der UIAA-Sicher-heitskommission und einiger Seil-hersteller haben ... Bekanntmachung...
anseilART. 2/02
von Lutz Martin, Mair Peter
Vor zwei Jahren wurde in „Berg&Steigen“ (2/00) die Empfehlung des Österr. Kuratoriums für alpine Sicherheit, den idealen Anseilpunkt betreffend, veröffentlicht. Zum ersten Mal wurde, unter bestimmten Voraussetzungen, das alleinige Tragen eines Hüftgurtes mit dem damit verbundenem tiefen Anseilpunkt als „sinnvoll bzw. gerechtfertigt“ erachtet. Bis dahin galt einzig die kombinierte Anseilmethode mit Sitz- und Brustgurt als empfehlenswert, ...
risikomanagement bei mobilen seilrutschen. 2/01
von Damisch Christian
Der Trend zu Abenteuersportarten und erlebnispädagogischen Aktionen ist auch in Österreich unübersehbar. Seilgärten und Seilrutschen bilden dabei häufig eingesetzte Elemente, bieten sie doch Nervenkitzel und einen hohen „Fun-Faktor". Neben den professionell betriebenen stationären Seilgärten mit Masten und Stahlseilen werden häufig auch mobile Seilgärten aufgebaut. Der Aufbau einer solchen „Gorilla"-Rutsche - auch „Flying Fox" genannt - mit Bergsport- Ausrüstung ...
energie ist kraft mal weg. 2/01
von Fimml Walter, Larcher Michael
In den ersten beiden Teilen wurden die Kräfte, die beim Sturz eines Kletterers auf Seil, Standplatz, Zwischensicherungen und Körper einwirken, näher unter die Lupe genommen. Ausgangspunkt war - mit Ausnahme des Toprope-Kletterns - jeweils die Sicherung an einem fixen Standplatz. Dabei werden zwar schnell einige 100 daN erreicht, aber moderne Bohrhaken und Karabiner halten das locker aus, und auch Seilrisse sind praktisch kein Thema mehr.
energie ist kraft mal weg. 4/00
von Fimml Walter, Larcher Michael
In der letzten Ausgabe wurden die wichtigsten physikalischen Grundlagen eines Sturzes am Beispiel Klettersteig erklärt. Im vorliegenden zweiten Teil werden Stürze unter Verwendung eines Kletterseiles - vom Sturz im Nachstieg über den fast selbstverständlichen Sprung ins Seil beim Sportklettern bis zum Sturz bei alpinen Felstouren unter die physikalische Lupe genommen1. Anhand von zunehmend komplexeren „Modellstürzen" sollen die ...
energie ist kraft mal weg. 3/00
von Fimml Walter, Larcher Michael
Zahllose Sportkletterstürze in der Halle bei jeder Meisterschaft, Sprünge in die Gletscherspalte bei jeder Bergrettungsübung, Kletterer, die sich zum Nervenkitzel von Brücken in die Tiefe stürzen, Bungee-Jumping aus mehr als 100 m Höhe – gibt es eigentlich noch ein echtes Risiko beim Sturz? In zwei Teilen wollen wir die physikalischen Zusammenhänge vorstellen, die zwar keinen Sturz ...
moderne zeiten für bergseile. 3/00
von Schubert Pit
... verbunden auf Leben und Tod duch das Seil“ – so irgendwie lautet es in einem zünftigen Bergsteigerlied. Tatsächlich symbolisiert kein Ausrüstungsgegenstand im Bergsport eindeutiger den recht abstrakten Begriff „Sicherheit“ als unser Bergseil. Diese zentrale Stellung innerhalb des Bergsportssektors ist verständlich und so war es auch das Seil, für das die erste UIAA-Norm entwickelt wurde. Fragen rund um Seilalterung, Haltekraft ...
ablassen ist nicht abseilen. 2/00
von Schubert Pit
Die Schmelzverbrennung beim Ablassen über eine Schlinge und die damit verbundenen Gefahren sind inzwischen hinlänglich bekannt. Trotzdem ereignen sich immer wieder Unfälle, insbesondere durch Verwechslung von Abseilen und Ablassen, wie die beiden nachfolgend geschilderten Unfälle verdeutlichen. Nicht bekannt war bisher, wie schnell, das heißt nach wie vielen oder besser nach wie wenigen Ablassmetern eine Schlinge bereits reißen bzw. durchschmelzen kann.
die 12 (kletter-) gebote. 2/00
von Renzler Robert
Einige Monate sind seit dem Erscheinen der letzten Ausgabe von Berg&Steigen mit dem ersten Teil der Kletterregeln vergangen. In der Zwischenzeit hat uns eine geradezu unheimliche Serie von schweren Unfällen erschüttert - und gleichzeitig bestärkt in unseren Bemühungen, die Sicherheit beim Klettersport zu verbessern. Innerhalb weniger Tage fünf Tote! Ein junger Bergsteiger wurde am Einstieg von den Ostrissen an der Martinswand von einem Stein erschlagen...
die 12 (kletter-) gebote. 1/00
von Renzler Robert
Vor ca. einem Jahr formulierten wir als Teil der „Kletterschein-Aktion“ die 12 Kletterregeln des Alpenvereins. Zum Unterschied von den FISRegeln für die Schipiste, die zumindest zum Teil in Richtung „Verkehrsregeln“ gehen, zielen die Kletterregeln einzig auf eine Bewusstmachung von sicherheitsrelevanten Vorgängen und damit auf eine Änderung von Verhaltensweisen ab. Im Zeitalter des Sportkletterns hat der Anteil an rein ...
alte und neue sicherungsgeräte. 3/99
von Larcher Michael
Die HMS als jenes Sicherungsgerät, das universell einsetzbar ist und die Gruppe der Sicherungsgeräte mit dem F2-Problem, Abseilachter, Sticht und Genossen waren Inhalt der ersten beiden Teile. Der dritte und letzte Teil befasst sich nun mit einer Gruppe von Sicherungs- Hardware, der ein unserer Zeit sehr vertrautes Motiv zugrunde liegt: Technik ersetzt Mensch!
initiative "sicher klettern". 2/99
von Renzler Robert
Der Alpenverein führt mit Sommerbeginn einen mehrstufigen Kletterschein ein. Die Inhalte sind auf den neuesten Stand der Lehrmeinung abgestimmt und aufbauend gestaltet. So wird im Mini-Schein die Beherrschung der fundamentalsten Kletter- und Sicherungstechniken für das Topropeklettern in der Halle verlangt. Der Spider-Schein erweitert das Anforderungsprofil auf den Vorstiegsbereich in der Halle. Der Allround-Schein zielt bereits auf das Klettern ...
alte und neue sicherungsgeräte. 2/99
von Larcher Michael
Widmeten wir unseren ersten Beitrag (Berg&Steigen 2/98) ausschließlich der Gerätegruppe „universell geeignet“ bzw. der HMS, so sind es diesmal nicht weniger als acht Sicherungsgeräte, die wir dem geneigten Leser zumuten. Und für alle gibt es eine Vorgabe: Jene Latte – zumindest in Teilbereichen – zu überqueren, die unsere Halbmastwurfsicherung vorlegt. Und die liegt sehr hoch. Seien sie also