Skitourenausrüstung 2017/18. 3/17
von Lercher Andreas
Lasse ich die letzten Winter und das, was ich an Tourenausrüstung dabei beobachten konnte, Revue passieren, so denke ich dabei an: schmunzeln – Ahaa – o.k.! Oft aber auch nur an Kopfschütteln. Vor allem die Kombinationen von Schuh, Ski und Bindung waren manchmal haarsträubend. Dabei ist das richtige Zusammenspiel dieser drei Komponenten von großer Bedeutung, soll die Ausrüstung die gestellten Erwartungen auch erfüllen können. ... ...
Avalanche goes social. Wie Lawinenabgänge solonreif wurden.. 1/17
von Daurer Riki
Videos vom „Mitschwimmen“ in der Lawinen gehen viral durchs Netz und erreichen unglaubliche Zahlen: der Clip von Tom Oye, Anfang Jänner 2017 auf Facebook gepostet (Abb. 1), hatte eine Reichweite von knapp 10 Millionen und wird fast 70.000 Mal geteilt. Ebenso hoch ist die Anzahl der Kommentare zu solchen Posts - bei dem von Tom 36.000. Was passiert hier? Und was bedeutet das für unsere sozial-mediale Verantwortung als Bergsteiger? ...
Lawinenunfälle Schweizer Alpen. 1/17
von Schweizer Jürg, Techel Frank
Grüne Weihnachten werden häufiger. Viele Orte in den Schweizer Alpen verzeichneten den schneeärmsten Dezember seit Messbeginn vor rund 150 Jahren. 2016 war ausserdem das dritte Jahr nacheinander, in dem in den Skigebieten über Weihnachten kaum (natürlicher) Schnee lag. Was heisst das für die Lawinenunfälle? Bekanntlich besagt eine Bauernregel, weniger Schnee heisst nicht weniger Lawinenunfälle. ...
Alles SnowCard, oder was?. 1/17
von Behr Wolfgang, Mersch Jan
Probabilistische – also wahrscheinlichkeitsbasierte – Methoden sind Kernbestandteil der aktuellen Konzepte und Empfehlungen zur Abschätzung der Lawinengefahr. Ihre Anwendbarkeit wurde über die Jahre verbessert. Trotzdem werden sie weiterhin wenig angewendet. Dass diese vergleichsweise einfachen Tools aber helfen könnten, die Unfallzahlen signifikant zu senken, zeigen Wolfgang Behr und Jan Mersch ...
Schneedeckenanalyse für den Praktiker. 1/17
von Würtl Walter, Riedl Harald
Wer nicht regelmäßig eine Schneedeckenanalyse durchführt, der wird vor allem mit dem sauberen Erstellen des Schneeprofils seine Schwierigkeiten haben. Vor lauter Kornformen und -größen sieht man dann oft die Schwachschicht nicht. Während für Profis wie Lawinenprognostikerinnen oder -kommissionsmitglieder eine präzise und umfassende Untersuchung Standard und tägliches Brot ist, ...
Intuition. 1/17
von Michelsen Solveig
Unsicherheiten am Berg rückt man mit immer präziseren Methoden zu Leibe. Risiken minimiert man durch genaue Analysen, aus denen man Muster abzuleiten versucht. Das lässt uns – vermeintlich – immer mehr Sicherheit gewinnen. Doch die ist trügerisch, denn viele Situationen am Berg verlangen eine zügige und komplexe Entscheidung. Und genau dafür ist der reine Verstand nicht gemacht. ...
Wintersport ohne Wenn und Aber?. 1/17
von Schwann Christine
Ein Appell an den Hausverstand all jener, die den touristischen Hot-Spots längst den Rücken gekehrt haben und sich viel lieber selbstbewusst im freien Gelände bewegen – aber auch an jene, die über behördliche Wildruhezonen und Sperrgebiete entscheiden. Denn nicht jeder Schifahrer, jede Schifahrerin möchte weiterhin auf präparierten Pisten unterwegs sein, ...
bergsönlichkeit - Stefan Häusl & Björn Heregger. 4/16
von Häusl Stefan, Heregger Björn
Stefan Häusl und Björn Heregger sind Freerider. Stefan ist Vollprofi und in diesem Metier schon ein Urgestein, Björn verdient sein Geld auch als Freerideguide und Bergführer. Von beiden wollten wir wissen, was Freeriden für sie bedeutet und wie sie ihr Risiko beurteilen – als Guide unterwegs mit Gästen, bei einem Contest oder bei einem Filmprojekt. Was bedeutet für euch „Freeride-Abenteuer“? Stefan Häusl: Abenteuer beginnt dort, wo ich keinen Lift mehr sehe und in Gebiete komme ...
Angewandte Lawinenkunde im DAV 2017. 4/16
von Mersch Jan, Hocke Hans-Christian
Der Deutsche Alpenverein als Bergsport-Verband mit rund 1,2 Millionen Mitgliedern hat über 2.000 ausgebildete Trainer und Übungsleiter, für welche die Lawinengefahr im Winter ein zentrales Thema ist. Als Trainer Skibergsteigen, Skihochtour, Wasserfall oder als DAV-Übungsleiter Skilauf, DAV-Freerideguide, oder Trainer mit Zusatzqualifikation Schneeschuhbergsteigen engagieren diese sich mit Ausbildungskursen und Führungen ...
Bist du auf deiner Tour SOCIAL?. 4/16
von Zweifel Benjamin
Das Schweizer Kernausbildungsteam „Lawinenprävention Schneesport“ hat eine Hilfestellung entwickelt, um gruppendynamischen Faktoren auf Skitour gegenüber aufmerksam zu sein. Konkrete Fragen und Handlungsvorschläge sollen diesem allgegenwärtigen, aber oft schwer greifbaren Thema eine Form geben. Wieso gehen wir eigentlich in die Berge? Um uns in der Natur zu bewegen? Um Zeit mit guten Freunden zu verbringen? Um viele Höhenmeter abzuspulen? ...
Lawinenunfall Schneebiger Nock. 4/16
von Hofer Matthias
Nach der Riesenlawine an der Schneespitze am 6. Januar 2015 mit zwei Toten (Bericht bergundsteigen #93, Winter 15) kommt es etwas mehr als ein Jahr später wiederum im Südtiroler Reintal und nur elf Kilometer entfernt zu einem großen Lawinenunfall: Am Samstag, den 12. März 2016, wird eine gigantische Lawine am Nordwesthang des Schneebigen Nocks (3.358 m) ausgelöst und reißt sechs Skitourengeher in den Tod ...
Das Schneeprofil - Totgesagte leben länger?. 4/16
von Mitterer Christoph, Reuter Benjamin, Proksch Martin, Schweizer Jürg
Das Schneeprofil ist tot – es lebe das Schneeprofil! So einfach ließe sich die Diskussion der letzten 30 Jahre über die Sinnhaftigkeit von Schneedeckenuntersuchungen zusammenfassen. Was ist dran an dieser nicht immer objektiv geführten Diskussion über Schneeprofile? Ist es nur ein Tool für Profis, Nostalgiker oder maximal schneekornverliebte Freaks? Segelflieger planen ihre Flüge mit dem Flugwetterbericht ...
Die Hangneigung - eine Unbekannte?. 4/16
von Würtl Walter
Ob Einsteiger oder Experte, Anfänger oder Erfahrener – jeder weiß, dass das Risiko einer Lawinenauslösung mit zunehmender Hangneigung steigt. Einfach ausgedrückt könnte man auch sagen: „Je steiler, desto Lawine!“ An dieser geradezu trivialen Tatsache ist grundsätzlich nicht zu rütteln, wenngleich die Hangsteilheit in der Praxis weit schwieriger zu fassen ist, als dies zu vermuten wäre. Die Menschen in den Bergen waren sich schon immer des Umstands bewusst ...
Ista - bergundsteigen im Gespräch mit Ruedi Kellerhals und Anjan Truffer. 4/16
von Kellerhals Ruedi, Truffer Anjan
Vor einiger Zeit trafen wir zufällig den Schweizer Dominique Perret. Eine Ikone der Freerideszene des vergangenen Jahrhunderts, bekannt für seinen geschmeidigen Abfahrtsstil, mit dem er seine Spuren auf der ganzen Welt bis zum Everest hinterlassen hat. Damals erzählte er uns mit großer Leidenschaft, dass er gerade dabei ist, seine Idee von einer Ausbildung fürs Geländefahren umzusetzen. Das Ganze nennt sich ISTA ...
Lawinen-Verschütteten-Suche. 4/16
von Plattner Peter, Würtl Walter
Im letzten „leicht gemacht“ (bergundsteigen #96) ging es um das allgemeine Verhalten bei einem alpinen Notfall. Das dort vorgestellte Schema beinhaltet den Punkt „Verletzte bergen“, was bei einem Lawinenunfall übersetzt bedeutet, verschüttete Personen zu orten und auszugraben. In diesem „leicht gemacht“ konzentrieren wir uns aber nur auf den Ablauf der Verschüttetensuche, das Ausschaufeln kommt das nächste Mal dran ...
Warum bastelt man eine Skitourenbindung?. 4/16
von Barthel Fritz
Aus Faulheit. Ich war leidenschaftlicher Skitourengeher und als ich – mit ungefähr 20 Jahren – mit einem Freund in die Calanques zum Klettern gefahren bin, haben wir die Skier mitgenommen, um beim Heimfahren endlich den Mont Blanc zu knacken. Wir sind dann von Meereshöhe kommend gleich auf die Aiguilles du Midi gefahren, haben im Tunnel die Nacht verbracht, um am nächsten Tag die Überschreitung auf den Gipfel zu gehen ...
Pin-Bindungen. 4/16
von Lercher Andreas
1984 meldete Fritz Barthel aus Bad Häring sein Patent zur Low-Tech an, dem Urgestein bei den PIN-Bindungen und eine echte Revolution. Anfangs noch belächelt, haben sie sich in kürzester Zeit durchgesetzt und sind aus dem Bindungsmarkt nicht mehr wegzudenken. Ein minimalistisches, grundsätzlich einfaches, technisches Prinzip und jede Menge Leidenschaft und Durchhaltevermögen von Seiten ihres Erfinders waren allerdings nötig ...
Neue Notfallausrüstung Winter 16/17. 4/16
von Würtl Walter, Plattner Peter
Alle ambitionierten TourengeherInnen, verantwortlichen TourenführerInnen oder professionell tätigen Berg- und SkiführerInnen stellen sich jedes Mal zu Winterbeginn eine Frage: „Was gibt es „Neues“ in Sachen Notfallausrüstung?“ Dementsprechend haben wir uns bei den Firmen und im Fachhandel umgehört, die neuesten Produkte angefordert oder gekauft und sie bereits ausprobiert. Wer sich an dieser Stelle gleich eine umfassende Bewertung der neuen Notfallausrüstung erwartet ...
Skitourenguru. 3/16
von Schmudlach Günter
Skitourenguru bewertet täglich das Lawinenrisiko auf 625 populären Skitouren der Schweiz. Indem der Benutzer schnell zu einer Kandidatenliste von Skitouren mit tiefem Lawinenrisiko gelangt, kann diese neue Plattform einen Beitrag zur Lawinenunfallprävention leisten. Günter Schmudlach, der Entwickler und Betreiber von www.skitourenguru.ch, erklärt im Folgenden, weshalb auch Skeptiker dieser Entwicklung eine Chance geben sollten. ...
Schneewissen einst & heute. 3/16
von Höller Peter
Der Untertitel mag im ersten Moment provokativ klingen. Bei kritischer Betrachtung der Literatur stößt man aber unweigerlich auf die Frage, ob die Schnee- und Lawinenkunde dem Tourengeher in den letzten Jahrzehnten tatsächlich nennenswerte (neue) Erkenntnisse brachte? Peter Höller, der Autor dieser Zeilen, traut sich jedenfalls zu behaupten, dass die heute verwendeten Grundsätze und Prinzipien zum überwiegenden Teil aus den 20er- und 30er-Jahren des vorigen ...
Schneemetamorphose. 1/16
von Proksch Martin, Schneebeli Martin
Das mit dem Schnee ist schon immer so eine Sache: schön und weiß, ja, aber hochkompliziert! Und obendrein verändert er sich permanent, der „Siach“, wie soll man denn da was verstehen? Solche oder ähnliche Gedanken wird wohl der Großteil der Tourengeher oder Variantenfahrer schon einmal gehabt haben. Höchste Zeit also, sich die Umwandlung des Schnees, die Schneemetamorphose, einmal genauer anzuschauen. ...
Lawinenbildung. 4/15
von Schweizer Jürg, Reuter Benjamin
Immer wieder sehen wir uns mit der Kritik konfrontiert, dass manche Beiträge in bergundsteigen zu komplex sind, besonders was die Schnee- und Lawinenkunde betrifft. Wir denken, dass es hier für manche tatsächlich schwierig ist, tiefergehenden Überlegungen zu folgen, ganz einfach weil die Grundlagen fehlen. Und so haben Jürg Schweizer und Ben Reuter einen Beitrag geschrieben, der zwar auch nicht ganz einfach zu verstehen ist ...
Inferno am Dreikönigstag. 4/15
von Beikircher Werner
Am 6. Januar 2015 lösen Tourengeher im über 40° steilen Gipfelhang der Schneespitze im Reintal/Südtirol eine Lawine aus. Ein Mensch kann nur noch tot ausgegraben werden, ein weiterer stirbt zehn Tage später im Krankenhaus an seinen Verletzungen. Die Primärlawine löste allerdings zig weitere Lawinen aus und es hätte auch Dutzende weitere Skitourengeher erwischen können, die an diesem Tag unterwegs waren. Werner Beikircher über ein Lawinengeschehen ...
Der Lawinenlagebericht - eine unverstandene Liebe?. 4/15
von Mitterer Christoph
Die Beurteilung der Lawinengefahr für einen einzelnen Hang ist schwierig und komplex. Das ist einfach so, oder? Der letzte Winter hat uns eindrücklich gezeigt, dass auch erfahrene Personen Probleme hatten, die Lawinensituation richtig einzuschätzen. Deshalb verwundert es kaum, dass jeder Skitourengeher oder jedes Lawinenkommissionsmitglied, ach was, sogar jeder Bergführer sich ein möglichst einfaches Werkzeug wünscht, das klar vorgibt, ob ein Hang hält oder nicht, ...
Arbeiten mit Symbolen. 4/15
von Studeregger Arno, Podesser Alexander, Jöbstl Lisa, Gobiet Andreas, Riegler Andreas, Zenkl Gernot
Im Lawinenlagebericht des Lawinenwarndienstes Steiermark. Im Beitrag „Typische Situationen, Lawinenprobleme & Gefahren- muster“ in bergundsteigen 4/14 hat das Autorentrio Mitterer/Nairz/Mair einen Überblick über die verschiedenen Kommunikationsansätze der Lawinenwarndienste gegeben. Der Lawinenwarndienst Steiermark hat sich damit - und besonders mit verschiedenen Icons - intensiv beschäftigt und stellt seinen Ansatz inklusive den Ergebnissen einer Online-Befragung ...
Wer geht-wann-wohin?. 4/15
von Schreilechner Marcellus, Studeregger Arno, Edlinger Martin, Zenke Bernhard
Die Naturfreunde Österreich haben für die Wintersaison 15/16 den Folder „Wer geht wann wohin?“ herausgebracht. „Noch ein Karterl mehr“, mag sich die eine oder andere denken, doch erstmals sind die empfohlenen Standardmaßnahmen und Verhaltensempfehlungen an vier unterschiedliche Ziel- oder besser Könnergruppen angepasst. Und auch sonst werden einige interessante Ansätze verfolgt, wie das Autorenteam Schreilechner/Studeregger/Edlinger/Zenke ausführt. ...
Wir haben uns verfahren. 4/15
von Andres Michi
Nahezu alle Ausbildungen zur Beurteilung des Lawinenrisikos beginnen mit probabilistischen Methoden. Vor allem für Einsteiger und Wochenendtourengeher eine tolle Sache. Dass diese „Strategien“ neben ihren Stärken auch einige Schwächen haben, ist nichts Neues. Der Südtiroler Bergführer Michi Andres hat sich darüber seine Gedanken gemacht. Um es vorweg zu nehmen: Ich bin Skibergsteiger. Beruflich und privat. Seit bald 30 Jahren und mit an die 100 Skitouren pro Winter. ...
Fürchtet den Altschnee. 1/15
von Techel Frank, Winkler Kurt
Immer wieder das gleiche Bild: häufig schwere Lawinenunfälle im Wallis und in Graubünden, relativ wenige im Norden und Süden der Schweizer Alpen (Abb. 1). Worauf ist diese Häufung der Unfälle zurückzuführen? Sind im Wallis und in Graubünden so viele Tourengeher unterwegs oder sind es vergleichsweise wenige, die hier ein höheres Risiko eingehen? Weil eine wirkungsvolle Lawinen-Prävention bei den hohen Risiken ansetzt, wollten es die Lawinenwarner des SLF genauer wissen ...
Wieder nichts gelernt. 1/15
von Würtl Walter
Obwohl der Winter aufgrund der schlechten Schneelage lawinentechnisch gesehen recht spät begonnen hat, gab es ab Ende Dezember zahlreiche Unfälle. Schon nach den ersten Lawinen wurde über Tageszeitungen, Internet, Radio und Fernsehen in nie dagewesenem Ausmaß vor dem Verlassen der gesicherten Pisten gewarnt. Dabei entstand recht schnell der Eindruck, dass es sich um den schlimmsten, unberechenbarsten und heikelsten Winter seit Bestehen der kalten Jahreszeit handelt. ...
Typische Situationen, Lawinenprobleme & Gefahrenmuster. 4/14
von Mitterer Christoph, Nairz Patrick, Zenke Bernd, Mair Rudi
Lawinenwarndienste haben es sich zur Aufgabe gemacht, ihre Produkte möglichst einheitlich und übersichtlich zu gestalten. Das soll dem Nutzer helfen, die wichtigsten Schnee- und Lawineninfos möglichst rasch und sprachenunabhängig zu erfassen. Viel Arbeit wurde in der Vergangenheit bereits investiert, um diesem Ziel näherzukommen: 5-teilige Gefahrenstufenskala, Regionalisierung, einheitliche Textblöcke der Lageberichte, Wichtiges voran, Datenstandards und Icons sind nur ... ...
Skitourenausrüstung 14/15. 4/14
von Lercher Andreas, Plattner Peter
Alle Jahre wieder beglücken uns diverse Hersteller mit Neuheiten auf dem Schitouren-/Freeride-Ausrüstungsmarkt. Wer sich einen Überblick über die aktuellen Schier und Schuhe verschaffen möchte - viel Erfolg dabei -, der möge in nahezu allen Bergsport- und Lifestyle-Gazetten nachlesen. Kaum eine Zeitschrift, die ohne entsprechende Tests und Produktvorstellungen auskommt. Aufgrund der regelmäßigen Nachfragen - und weil es auf den diversen Kursen Thema ist ...
Die Wirksamkeit des Lawinenairbags. 3/14
von Haegeli Pascal, Falk Markus, Zweifel Benjamin, Procter Emily, Jarry Frédéric, Logan Spencer, Kronholm Kalle, Biskupic Marek, Brugger Hermann
Was bringt ein Lawinenauftriebssystem, ein Lawinenairbag tatsächlich? Darüber gibt es mehrere Untersuchungen: einige kommen von Herstellern, andere sind nicht mehr ganz aktuell, die meisten sind nicht vergleichbar, weil unterschiedliches Zahlenmaterial verwendet wurde. Pascal Haegeli und sein Autorenteam haben analysiert und bewertet und in einer internationalen Studie die Wirksamkeit des Lawinenairbags mit den aktuellsten Daten dargestellt. ...
bergsönlichkeit. 1/14
Markus, du bist Diplomskilehrer, Bergführer, Sachverständiger, Advisor für Qualifier der Freeride World Tour (FWT) in Europa. Was ist Freeriden für dich? [… lange keine Antwort] Ist Freeriden Tiefschneefahren? Ja; Ist Freeriden steil? Ja; Ist Freeriden gefährlich? Ja, wenn man gewisse Zeichen missachtet, wenn man mit falschen Leuten im falschen Gelände unterwegs ist und wenn man nicht gut vorbereitet ist. Ist Freeride Kommerz? Von der Industrie und den Destinationen her wird es kommerziell vermarktet, aber draußen im Gelände ist es einfach Erlebnis! ...
Skialpinismus - Seil- und Sicherungstechnik. 1/14
von Scherer Reinhold, Plattner Peter
Die Rückmeldungen zu den Artikeln „Skialpinismus“ und „Skitechnische Schwierigkeiten“ in bergundsteigen 1/13 waren erfreulich und nehmen kein Ende. „Was glaubt ihr, ist die sinnvollste Bewertung? Was habt ihr bei der Abfahrt dabei? Habt ihr den Pickel da in der Hand? Wie sichert man einen Skifahrer in eine gefährliche Passage hinein? ...?“ Eine Flut an Anfragen kam sowohl direkt an die Autoren als auch an die Redaktion und so beschlossen ...
bergundsteigen leicht gemacht. 1/14
von Plattner Peter
Mann und Frau kann sich Freunde fürs Leben schaffen, ist auf Skitour ein kleines feines Reparaturset mit dabei. Doch nicht „nur“ für andere, auch und vor allem bei eigenen Material- problemen kann damit oft schnell und einfach ein Tourentag gerettet werden. Bei einer gemütlichen Tagestour ist es sehr erfreulich, wenn ich nach einem kurzen Boxenstopp weiter Richtung Gipfel ziehen kann und nicht umdrehen muss, oder ich erspare mir ...
Gruppendynamik. 1/14
von Zweifel Benjamin
Gruppendynamik beschreibt das Verhalten und die psychologischen Prozesse, die innerhalb einer sozialen Gruppe (intra) oder zwischen Gruppen (inter) stattfinden. Mit Gruppen sind in diesem Fall zwei oder mehr Personen gemeint. Der Psychologe Kurt Lewin (1951) nutzte den Begriff Gruppendynamik, um zu beschreiben, wie Individuen oder Gruppen in sich ändernden Umständen agieren und reagieren. In der Sozialpsychologie gibt es ...
Grenzen des Lawinenlageberichtes. 4/13
von Zenke Bernhard
... und seine Bedeutung für Lawinenkommissionen. Beim Innsbrucker Alpinforum im November 2012 gab es erstmals einen eigenen Themenblock für die Lawinenkommissionen. Deren Mitglieder entscheiden u.a. über Straßen-, Pisten- und Wegesperren aufgrund der aktuellen Lawinensituation. Bernhard Zenke erinnerte in seinem Referat, dass die Mitglieder der Lawinenkommissionen bei der Beurteilung eines relevanten Einzelhanges nicht auf die im Lawinenlagebericht ... ...
Schlüsselfaktor Gelände revisited. 4/13
von Schweizer Jürg, Reuter Benjamin
In einigen Wochen müsse er und Ben beim Alpinforum in Innsbruck einen Vortrag halten. Über Geländefaktoren beim Skitourengehen. Ja, die Nordamerikaner mit Avaluator und ATES, eh klar; aber wie darüber praxisnah referieren und was wir davon überhaupt halten. Sich mit Jürg Schweizer austauschen zu dürfen, ist immer ein Geschenk und bei diesem Thema stellte sich bald heraus, dass wir derselben Überzeugung sind: Das Gelände ist „der“ relevante Faktor ...
Gleitschneelawinen. 4/13
von Mitterer Christoph, Schweizer Jürg
Dezember 2008. Wir stehen in einem offenen Fischmaul. Es schneit und ist ungemütlich kalt. An der Anrisskante machen wir uns bereit, um ein Schneeprofil aufzunehmen. Plötzlich blickt mein Arbeitskollege auf: „Spinn ich? Oder hörst du das Knacken auch?“ Bevor ich eine Antwort geben kann, gleitet die komplette Tafel unter dem Gleitschneeriss, also direkt unter uns ab und donnert ins Tal. Oha!!? Eine Gleitschneelawine! Aber warum gerade jetzt? Was führte dazu? ...
Tourenplanung Online. 4/13
von Rothwangl Georg, Zott Mario
Zur richtigen Zeit am richtigen Ort. alpenvereinaktiv.com ist das gemeinsame Tourenportal von DAV, OeAV und AVS. Erst vor kurzem haben diese alpinen Vereine beschlossenen, in die Online-Tourenplanung einzusteigen. Ein ehrgeiziges Projekt, gilt es doch mit anderen - bereits etablierten - Anbietern in Konkurrenz zu treten. Da sie sich in letzter Zeit intensiv damit auseinandergesetzt haben, können uns zwei der hauptamtlichen Mitarbeiter hinter alpenvereinaktiv.com ...
Modeskitouren. 4/13
von Würtl Walter, Plattner Peter
Fünf Probleme auf vielbegangenen Schitouren. „Geh Modeschitouren“, lautet die häufige Empfehlung, wenn Schitoureneinsteiger um einen guten Tipp zum Start ihrer Schitourenkarriere fragen. Unter einer sogenannten Modetour wird eine Schitour verstanden, die besonders häufig gemacht wird. Aufgrund der ständigen Begehung bzw. Befahrung der Hänge wird der natürliche Schneedeckenaufbau permanent gestört bzw. verfestigt ...
Update Notfallausrüstung. 4/13
von Hellberg Florian, Plattner Peter
Wie jedes Jahr tut sich auch diese Saison wieder einiges am LVS-Gerätemarkt. Die DAV Sicherheitsforschung hat die Neuigkeiten sowie die Eckdaten der aktuellen Geräte in einer Übersicht zusammengestellt. Details zu den Geräten und der Test sind auf der DAV-Homepage unter http://www.alpenverein.de/Bergsport/ Sicherheit/ zu finden. Generell hat es sich bei den meisten Herstellern etabliert ...
Skitechnische Schwierigkeiten. 1/13
von Scholz Bernhard
Ist jede Leistung vergleichbar? Kann überall etwas „besser, schneller, höher, weiter“ sein? Bei vielen Sportarten ist dies eindeutig mit einem „Ja" zu beantworten. Andere entziehen sich einer solchen objektiven Bewertung, ausgedrückt in Sekunden oder Meter. Der Skialpinismus gehört zur zweiten Kategorie. Bernhard Scholz gibt einen Überblick über die Entwicklung und den aktuellen Stand der Schwierigkeitsbewertung beim Skitourengehen, Skibergsteigen und Steilwandfahren. ...
Skialpinismus. 1/13
von Scherer Reinhold
Worin liegt der entscheidende Unterschied zwischen klassischer Skitour und Skialpinismus? Was gilt es zu berücksichtigen und welche Ratschläge gibt es für Novizen? In seinem Beitrag versucht Reinhold Scherer, einige wichtige Punkte anzusprechen - vieles davon hat übrigens Gültigkeit für jede Skitour. „Skihochtouren sind die Königsdisziplin im Bergsteigen“, lautet ein alter Satz. Tatsächlich gilt es dabei, verschiedenste Fertigkeiten in Schnee, Fels und Eis zu beherrschen ...
ABS oder WVT. 1/13
von Bach Tobias
ABS-Rucksäcke sind so ziemlich das teuerste Ausrüstungsteil, das es im Bergsport gibt. Die Industrie bemüht sich z.Z., den ABS als Teil der „Standard- Notfallausrüstung“ im Schneesport zu etablieren. Wenn das Mitführen solcher Rucksäcke zur Verkehrsnorm wird, knallen bei den Herstellern die Sektkorken. Doch was bedeutet das für den Erlebnisraum Berg? Nachdenkliches von Tobias Bach. Mein Bruder fährt alljährlich nach Lech am Arlberg. Dort bekommt er beim ...
Notunterkunft im Schnee. 1/13
von Maibach Chris
In Ausgabe 1/12 haben Würtl/Plattner unter „bergundsteigen leicht gemacht“ das Panzerknacker-Iglu als eine - in jedem Schnee - schnell zu bauende Notunterkunft im Winter angepriesen. „Nicht ganz schlecht, aber...“ meinte dazu Chris Maibach und hat sogleich angeboten, seine Gedanken und Erfahrungen als passionierter Iglubauer in einem Beitrag zusammenzuschreiben. Und hier isses: das Grabiglu. Klar, Check- und Umkehrpunkte gehören als Thema zu ...
Das neue Schweizer Lawinenbulletin. 4/12
von Winkler Kurt
Das traditionsreiche „Nationale Lawinenbulletin" und die „Regionalen Lawinenbulletins“, Gebietsbeschreibungen wie „Nördlicher Alpenkamm westlich vom Wildstrubel ohne Iffigen" und Telefonband 187 - sie alle sind Geschichte. Für diesen Winter wurde das Schweizer Lawinenbulletin komplett überarbeitet. Kurt Winkler erklärt, was sich verändert hat.Neu hat das Lawinenbulletin immer dasselbe Format und besteht aus zwei Teilen: Einer interaktiven Karte ...
stop or go 2012. 4/12
von Larcher Michael
Angeregt von Werner Munters Reduktionsmethode (RM) entwickelten Robert Purtscheller und Michael Larcher 1999 das Risikomanagement-Konzept “Stop or Go”. Heute ist “Stop or Go” in Österreich weit verbreitet und Grundlage aller Lawinenkurse im OeAV. Über die Entwicklung und den aktuellen Stand 2012 berichtet Michael Larcher. Bei dem Versuch, „Stop or Go“ in eine Formel zu verpacken, werden Mathematiker einwenden, dass man auf die Klammer ...
Risikowahrnehmung im Lawinengelände. 4/12
von Kristensen Krister, Genswein Manuel, Munter Werner
Obwohl sich wesentlich mehr Menschen im Lawinengelände tummeln, ist die durchschnittliche Zahl der Lawinentoten in den letzten Jahren nicht gestiegen. Schön. Und vermutlich auch ein Ergebnis der vielen Ausbildungs- und Informationsangebote sowie der verbesserten Notfallausrüstung. Warum es aber dennoch immer wieder tödliche Lawinenunfälle bei mit den üblichen Methoden „erkennbaren“ Verhältnissen gibt, und warum dabei regelmäßig erfahrene Personen betroffen ...
Nur ein Leben. 4/12
von Keil Benno
Super Tag. Schon bei der Auffahrt von Hintertux Richtung Gefrorene Wand wissen wir, dass heute - am ersten Tag nach diesen „Aprilschneefällen“ - die Bedingungen hervorragend sind. In der Gondel schwebend zirkeln schon die ersten Freerider unter uns ihre Spuren in die pistennahen Pulverhänge. Sonne, fetter Spray und natürlich die rekordverdächtige Schneelage dieses Winters in Nordtirol. Wir sind hier, um eine Spezialrunde vom Skigebiet über den Kleinen Kaserer ...
jung & wild vs erfahren. 4/12
von Zweifel Benjamin
Im Gegensatz zum Expressflaschenzug - den wir in der letzten Ausgabe von bergundsteigen an dieser Stelle vorgestellt haben - ist der Seilrollenflaschenzug das Mittel bzw. die Rettungstechnik der Wahl, wenn es darum geht, jemanden zum Stand hinaufzuziehen. Der Seilrollenflaschenzug ist etwas aufwändiger zu bauen, dafür aber ein „doppelter Flaschenzug" mit 4-facher Übersetzung (+ Reibung). Komplett frei hängende Personen können aber dennoch nur mit höchster Anstrengung ...
Mehr Mensch als Faktor. 4/12
von Müller Markus, Theurillat Thomas
In seiner physischen Topform auf Schitouren unterwegs zu sein, fühlt sich gut an, und die meisten Bergsteiger wissen, wie sie trainieren können, um das zu erreichen. Mindestens so befriedigend ist es, im Faktor, oder sagen wir im Thema Mensch in persönlicher Bestform zu sein. Wie es gelingt dorthin zu gelangen, ist allerdings meist unklar. Mit +eins stellen das Kern-Ausbildungsteam Lawinen und der SAC erstmals ein Trainingskonzept im Bereich Faktor Mensch vor. ...
LVS-Check. 4/12
von Würtl Walter, Plattner Peter
Als Standardmaßnahme bei Schitouren oder Varianten sollte der LVS-Check schon längst zur gängigen Praxis gehören. In der Realität schaut es freilich eher so aus, dass man diesen vornehmlich bei „geführten“ Gruppen sieht. Da ein sauber durchgeführter LVS-Check gar nicht so trivial ist, möchten wir die Gelegenheit, nutzen und eine (von Manuel Genswein entwickelte) Version vorstellen. Prinzipiell ist der LVS-Check eine gute Gelegenheit sich mit der Funktionsweise ...
Schitour vs Freeride. 1/12
von Schatzl Peter, Keuschnig Markus, Hinrböck Markus
Draußen ist Winter und alle wollen den Schnee genießen! Die einen freuen sich darauf Schitouren mit interessanten Anstiegen und Abfahrten zu machen, wieder andere träumen vom Freeriden mit idealen Lines, wenig Schwüngen und hoher Geschwindigkeit. In ihrem Beitrag möchte das Autorentrio Peter Schatzl, Markus Keuschnig und Markus Hirnböck Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Schitourengehen und Freeriden aufzeigen sowie Anstöße geben, ...
Panzerknacker-Iglu. 1/12
von Würtl Walter, Plattner Peter
Jedes Jahr kommt es im winterlichen Gebirge zu Notsituationen, weil Einzelpersonen oder Gruppen aus den verschiedensten Gründen gezwungen sind, die Nacht im Freien zu verbringen. Ein solches Notbiwak ist dann aber leider nicht immer Stoff abendfüllender Heldenerzählungen am warmen Kachelofen, sondern mitunter dramatischer Endpunkt eines Bergsteigerlebens. Um die Nacht draußen ohne Schaden verbringen zu können, bedarf es neben einer adäquaten Ausrüstung ...
Wissen, Vorsicht & Gefahr beim Schitourengehen. 1/12
von Schwiersch Martin
Die eine kennt sich gut aus, der andere ist bewusst vorsichtig. Welcher der beiden Schitourengeher ist mit weniger Risiko unterwegs? Darf ich mit mehr Wissen mehr riskieren, näher an die Grenze gehen? Oder aber auf eine Ausbildung getrost verzichten, wenn ich auf viel verzichte? Diese Fragen geistern seit Jahren im Kopf von Martin Schwiersch herum und nun ist seine Abhandlung darüber fertig und wir dürfen sie abdrucken. ...
Update. 1/12
von Semmel Chris, Hellberg Florian, Funk Felix
Nein, wir halten von Tests nicht sonderlich viel - auch nicht von LVS-Tests. Jeder, der viel ausbildet und Erfahrung mit den verbreiteten Geräten hat, weiß recht schnell, wie praxistauglich ein neues Modell tatsächlich ist. Der Rest ist Geschmackssache. Nun haben die allermeisten Tourengeher und viele Sportverkäufer und sonstige potentielle Kaufberater diesen Überblick nicht und übernehmen so mehr, aber oft weniger kritisch solche Testergebnisse. ...
Mittelklasse-LVS suchen mehrere Verschüttete. 1/12
von Schweizer Jürg, Genswein Manuel
Heute sind 3-Antennen-LVS Standard. Wird nur eine Person verschüttet, ist die Suche mit allen Geräten in etwa gleich schnell und funktioniert recht problemlos. Das hat der Test bewiesen, über den Jürg Schweizer und Manuel Genswein im Folgenden berichten. Eigentliches Ziel dieses Versuches, welchen die Schweizer Fernsehsendung Kassensturz durchgeführt hat, war zu testen, wie gut Ungeübte bei der Suche nach mehreren Verschütteten mit den aktuellen „abgespeckten“ Versionen ...
bergsoenlichkeit. 4/11
Werner Munter, du bist seit 2006 im Ruhestand und heuer 70 Jahre alt geworden. Es ist ruhiger geworden um dich, nicht mehr so viele Vorträge, aber regelmäßig deutliche Lebenszeichen und klare Zwischenrufe. Wie geht es dir als Pensionist? Der Übergang war leichter als ich mir gedacht habe, weil ich bereits vorher - obwohl ich am SLF eine 100-%-Stelle als Bundesangestellter hatte - frei war. Ich hatte glücklicherweise einen Chef, der als einziges verlangt hat: „Was du jetzt machst, schreibst und sagst du im Namen des Institutes.“ ...
Und Gott würfelt doch. 4/11
von Munter Werner
Erstaunlicherweise kommt das Wort „Zufall“ in der klassischen Lawinenkunde kaum vor, ebensowenig wie das eng damit zusammenhängende „Risiko“. Im Zeitalter der „Sicherheit“ waren diese Begriffe tabu! Höchstens in den Wendungen wie „per Zufall wurde der Unfall am Gegenhang beobachtet“ oder „zufälligerweise ragte eine Hand aus dem Schnee“ wurde das Wort verwendet, jedoch praktisch nie zur Beschreibung der Schneebrettauslösung durch Schifahrer ...
Rocker & Co. 4/11
von Hackl Max
Alle Jahre wieder werden wir in allen möglichen und unmöglichen Medien mit Tests und Produktvorstellungen der topaktuellen Touren- und Geländeschier konfrontiert. Dabei wird mit Fachbegriffen nur so um sich geworfen und man kann sich manchmal des Eindrucks nicht erwehren, dass die unabhängigen Tester nur zu gerne die Wortkreationen aus diversen Katalogen übernehmen, ohne auch nur ansatzweise zu ahnen, worum es eigentlich geht. ...
Zum Tode verurteilt. 4/11
von Bilek Hanno, Würtl Walter
Dass eine Lawinenauslösung stets mit Lebensgefahr verbunden ist, muss unter Tourengehern, Variantenfahrern und Winterbergsteigern nicht extra betont werden, da nach wie vor über 50 % der Ganzverschütteten die Lawine nicht überleben. Dass der Anteil der Traumatoten bei Lawinenunfällen aber deutlich höher ist als bislang angenommen, ist dennoch eine Überraschung. Die Grundlage zum „Überleben bei Lawinenereignissen“ stellt sowohl in der theoretischen Diskussion ...
LVS-Suche. 4/11
von Genswein Manuel
Bildet man in der Lawinenrettung aus, weiß man, dass es vor allem die letzten Meter sind, die dem Übenden Zeit und Nerven kosten. Auf jedem Niveau: Fällt es dem Einsteiger schwer, seine Feinsuche auch bei einem flach eingegrabenen Gerät endlich zu beenden, tut sich der Könner hart, wenn das Gerät so tief eingegraben ist, dass keine Sondierung möglich ist. Was tun? Manuel Genswein gibt einen Überblick über die aktuellen Such- und Bergestrategien auf diesen verflixten letzten Metern ...
bergundsteigen leicht gemacht - Offenes Sondieren. 4/11
von Würtl Walter
Allen Bemühungen zum Trotz scheint es (nicht nur) in Österreich eine vergebliche Forderung zu sein, dass man abseits der gesicherten Pisten mit der standardmäßigen Lawinennotfallausrüstung (LVS-Gerät, Schaufel und Sonde) unterwegs ist. So kommt es immer noch häufig vor, dass Personen ohne LVS-Gerät von Lawinen verschüttet werden. Laut Daten des Kuratoriums für Alpine Sicherheit müssen immer noch rund ein Viertel der ganzverschütteten Lawinenopfer ...
Lawinensituationen als Muster erkennen. 4/11
von Harvey Stephan
„Achtung Lawine!“ ist der Name eines eidgenössichen Merkblattes zum Thema Lawinenpräventation. Inzwischen gibt es schon die sechste Auflage davon und das Besondere und vor allem Benutzerfreundliche daran ist, dass es alle großen alpinen Institutionen und Verbände in der Schweiz, SLF, SAC, Bergführer, Armee, Schiverband, Bergsportschulen, Naturfreunde, Alpine Rettung usw., gemeinsam herausgebracht haben - auch das gibt es. ...
Schneeprofil Kurzanleitung. 4/11
von Nairz Patrick
Soviel steht fest: Das Graben von Schneeprofilen ist primär etwas für Profis, genauer gesagt für jene, die ständig ihre Nase in den Schnee stecken. Erst dann ist es nämlich in Kombination mit Prozessdenken möglich, ein umfassendes und ziemlich realistisches Bild über den Schneedeckenaufbau zu bekommen. Entscheidungen können dadurch mitunter leichter gefällt werden. Der Artikel richtet sich demnach an interessierte Wintersportler, aber auch an Entscheidungsträger ...
Einfluss von Erwärmung & Strahlung auf die Schneedecke. 4/11
von Schweizer Jürg, Reuter Benjamin
Der Postbus fährt sonntags erst um 8 Uhr. Es ist ungewöhnlich warm; die Sonne brennt auf die Südosthänge. Wir kommen langsamer voran als erwartet und sind erst zu Mittag auf dem Gipfel. Zum Glück geht die Abfahrt durch den steilen Nordnordosthang. Wie erhofft hat’s noch keine Spuren – und das nach fast drei Wochen schönstem Wetter. Der Plan geht auf. Ich fahre los. Nur ganz oben im Hang hat die Sonne kräftig gewirkt, der Schnee ist leicht feucht ...
Das Wie? Wo? Was? der Lawinengefahr. 1/11
von Hellberg Florian, Semmel Chris
Die W-Fragewörter scheinen in der Lawinenkunde Konjunktur zu haben, doch im Gegensatz zum w3 der österreichischen Berg- führerausbildung geht es bei Wie? Wo? Was? des DAV darum, die ausgegebene Gefahrenstufe zu checken. Der Lawinenlagebericht (LLB) gibt uns zwar eine lokale und täglich aktualisierte Experteneinschätzung der Gefahrenlage in den Alpen - bei welcher anderen Risikobeurteilung steht uns solch ein professionelles Hilfsmittel zur Verfügung? ...
W3. 1/11
von Gebetsberger Peter
Was-Wo-Wer ist gefährlich? Dafür steht w³, das „Ent- scheidungs- und Ausbildungskonzept für risikobewusstes Verhalten im winterlichen Gebirge“, das Peter Gebetsberger für den Österreichischen Bergführerverband und die Naturfreunde Österreich entwickelt hat. Im Folgenden erfahren Sie, wie die Bergführeraspiranten auf den Umgang mit der Lawinengefahr ausgebildet werden. Touren im winterlichen Gebirge gehören zu den risikobehafteten Natursportarten - Risiken ...
Auf Entscheidungstraining. 1/11
von Mersch Jan
Mitte März 2010, ich stehe zusammen mit einer Gruppe DAV-Fachübungsleiter am frühen Nachmittag in einem völlig durchsumpften, riesigen Südhang. Große Nassschneelawinen sind bereits um uns herum abgegangen, immer wieder rauscht es in der näheren Umgebung aus den steileren, felsdurchsetzten Bereichen herab und irgendwie schaut es auch nicht nach einer mittelfristigen Entspannung aus. Zurück geht nicht, wir sind schon zu weit drin ...
Eyetracking. 4/10
von Ellert Guido, Schafmeister Guido, Dallwig Simon, Phelan Sielle
Menschliches Versagen ist die häufigste Ursache für Lawinenunfälle. Neben der Anwendung von Regeln und Hilfsmitteln entwickelt der Tourenexperte in vielen Jahren ein Bauchgefühl, das ihn bei der Gefahreneinschätzung vom Laien abgrenzt. Eine intensive Wahrnehmungsschulung könnte diesen Prozess des Erfahrenlernens verkürzen und Unfälle reduzieren. „Das Kraulen seiner Arme ähnelt einem Bewegungsablauf im Schwimmen. Mit allen Mitteln versucht er an der ...
Vollerhebung Schitourengeher in Südtirol. 4/10
von Brugger Hermann, Staffler Hanspeter, Aberer Alfred, Castlunger Ludwig, Strapazzon Giacomo
Bekanntes Problem für viele Zahlenspiele im Winter ist die fehlende Basisrate: Wir wissen nicht, wieviele Schitourengeher tatsächlich unterwegs sind. In einem aufwendigen Gemeinschaftsprojekt der Bergrettungsdienste BRD-AVS (Leitung Toni Preindl) und CNSAS (Leitung Lorenzo Zampatti) in Zusammenarbeit mit der Abteilung Brand- und Zivilschutz der Südtiroler Landesregierung (Mitarbeiter Elisabeth Berger und Dieter Höller), dem EURAC Institut für Alpine Notfallmedizin ...
Was sind Gefahrenmuster. 4/10
von Nairz Patrick, Mair Rudi
n den vergangenen Jahren hat die „Mustererkennung“ in der Lawinenkunde an Bedeutung gewonnen. Stephan Harvey vom SLF hat neben anderen dazu publiziert und im eidgenössischen Merkblatt „Achtung Lawine!“ werden die vier „typischen Lawinenprobleme“ genannt: Neuschnee, Triebschnee, Nassschnee und Altschnee. Die beiden Lawinenwarner Rudi Mair und Patrick Nairz beschäftigen sich in ihrem aktuellen Buch ebenfalls mit solchen klassischen Gefahrenmustern ...
Lawinenkunde für alle. 4/10
von Kranebitter Klaus
Inzwischen sind sie in Mode gekommen: Angebote für Jugendliche zum Thema Lawinenkunde. Vermarktet werden sie natürlich anders, mehr in die Richtung „Risikomanagement für Freerider“. Alpenvereine, Alpinschulen und auch private Initiativen sind mit unterschiedlichen Ausbildungskonzepten unterwegs. In den vergangenen zwei bergundsteigen 4er-Ausgaben haben wir über die entsprechenden Programme von DAV und OeAV berichtet. ...
Reverse Ferntriage. 4/10
von Genswein Manuel
Triage stammt vom französischen Verb „trier“, was „sortieren“ bedeutet und in diesem Zusammenhang mit Sichtung bzw. Einteilung übersetzt werden kann. Der Begriff kommt aus der Militärmedizin und beschreibt die – ethisch schwierige – Aufgabe, wie bei vielen Verletzten die vorhandenen Ressourcen am besten eingesetzt werden können. Im Zusammenhang mit der Kameradenrettung ein heikles Thema, das in der Vergangenheit kontrovers diskutiert wurde ...
Kippfestigkeit. 4/10
von Graf Simon
Auf die Kraftübertragung kommt es an beim engagierten Freeriden und Tourengehen, darauf, wie direkt die Kraft von der Bindung auf den Schi übertragen wird. Wird zumindest behauptet und fast jeder Hersteller nimmt für sich in Anspruch, dass seine Tourenbindung die „direkteste“ ist. Als uns Simon Graf vor gut einem Jahr anrief und Ideen für eine lässige „alpine“ Masterarbeit haben wollte, haben wir ihn angestiftet, doch genau das zu untersuchen ...
Wie riskant ist Bergsport?. 3/10
von Hellberg Florian, Rendelzhofer Peter
Wie gefährlich sind Wandern, Klettern oder Skitourengehen? Im August wurde die DAV-Bergunfallstatistik 2008/09 vorgestellt. Peter Randelzhofer und Florian Hellberg geben einen Überblick zu den wesentlichen Entwicklungen und den Ursachen für Unfälle im Bergsport. Seit 1979 veröffentlicht der DAV seine Bergunfallstatistik, die Daten reichen zurück bis in die fünfziger Jahre. Grundlage sind die dem DAV-Versicherungsschutz gemeldeten Unfälle und Notfälle der Mitglieder. ...
LVS, Schaufel, Sonde. Immer und überall?. 1/10
von Rath Kristian
Auch wenn die Lawinengefahr ein für uns Wintersportler hochkomplexes und schwierig einzuschätzendes Thema bleibt, gibt es immer wieder mal Situationen, wo wir wirklich günstige, das heißt sichere Verhältnisse vorfinden. In den Kreisen der Garanten werden diese Tage dann als Ausnahmetage geführt, wo man schon mal auf den einen oder anderen (Notfall-) Ausrüstungsgegenstand vergessen darf. Seien wir uns ehrlich, ist schon mal vorgekommen ...
Lawinenunfall Rifflsee 07. 4/09
von Wallner Robert
Der Oberste Gerichtshof in Wien (OGH) hat am 23. Juni 09 sein Urteil zum Lawinenunfall im Nordwesthang des Grubenkopfes vom 2. März 07, bei dem eine Person getötet und eine weitere leicht verletzt wurde, gefällt. Der OGH hatte das Urteil des Oberlandesgerichtes Innsbruck (OLG) zu überprüfen und kam zum Ergebnis, dass dieses falsch war. Das OLG hatte im Gegensatz zum Landesgericht Innsbruck (LG) keine besonders gefährlichen Verhältnisse angenommen, ...
Winterwetter. 4/09
von Leichtfried Albert
Leuchtende Augen in den Gesichtern diverser Wintersportler entstehen meist nach Durchsicht des Wetterberichtes. Mit Durchzug einer Kaltfront freuen sich jene Artgenossen, welche auf tief verschneiten Pulverhängen mit ihren Brettern talwärts gleiten wollen. ... Anders sieht dies bei der Spezies der Eiskletterer aus. Diese freuen sich auf geringe Neuschneemengen kombiniert mit tiefen Temperaturen, wie es bei einem kontinentalen Kaltluftvorstoß der Fall ist. ...
Kameradenrettung durch Gäste. 4/09
von Genswein Manuel
Ist es pure Illusion oder doch realistisch als Bergführer durch seine Gäste aus einer Lawine gerettet zu werden. Dieser Frage ging Manuel Genswein nach, als er im vergangenen Winter „klassischen Gästen” - sprich echten Anfängern - versuchte, in nur 15 Minuten die Kameradenrettung beizubringen. Das Ergebnis ist durchaus überraschend.Eine besondere Form der Kameradenrettung stellt jene durch Gäste von kommerziellen Schi- und Bergsportanbietern dar. ...
Entscheidungstraining Lawinen. 3/09
von Streicher Bernhard, Huber Manfred
Reflexive Lawinenkunde in der Ausbildung. In einem ersten Beitrag zum Thema „Reflexive Lawinenkunde“ in bergundsteigen #1/08 wurde für eine stärkere Integration psychologischer Faktoren in die praktische Lawinenausbildung argumentiert. In diesem Artikel wird nun der erste Teil eines einwöchigen Kurskonzeptes zum „Entscheidungstraining Lawinen“ vorgestellt, das zentrale Elemente einer reflexiven Lawinenkunde enthält und welches sich in besonderem ...
Verkettung von glücklichen Umständen. 2/09
von Hofer Michael
Michael hat ein eigenes Notfalltelefon und immer ein Reserve-LVS-Gerät mit auf Skitour. Weiters trägt er Kabelbinder, Schrauben, Leatherman, 25 Meter 8-mm-Seil, Stirnlampe, Energieriegel und noch so einiges andere immer in seinem Rucksack mit. Penibel und genau ist er. Dennoch er- und überlebte er ein ganz besonders unerwartetes Abenteuer, an dem er uns mitlernen lässt. Es war Montag, der 16.03.2009. Geplant war keine Schitour, doch nachdem sich das Wetter ...
Wechten, faszinierend und gefährlich. 2/09
von Mosimann Ueli
Im vergangenen Winter war in manchen Regionen der Alpen eine Häufung von Unglücken und Vorfällen in Zusammenhang mit Wechtenbrüchen zu verzeichnen. Ueli Mosimann erinnert uns in seinem Beitrag an diese häufig schwer einzuschätzende Gefahr. Übrigens, seit der letzten Rechtschreibreform schreibt man die Wechte - da von „wehen“ kommend - mit „e“ und nicht mehr mit „ä“. So beeinflusst die neue deutsche Rechtschreibung auch den Bergsport. ...
Es irrt der Mensch solang er strebt. 1/09
von Mersch Jan, Behr Wolfgang
Wie wird man eigentlich ein kompetenter Bergsteiger? Welche typischen bergsteigerischen Entwicklungsmuster führen dahin? Welche Thesen und praktischen Konsequenzen lassen sich daraus ableiten? Glaciér de Trient, ca. 3100 m Seehöhe, April 2004. Bei schönstem Wetter sind wir morgens von der Argentière-Hütte aufgebrochen. Die erste „echte“ Etappe der Haute-Route steht an. ...
Effizienz der Kameradenrettung bei minimalem Training. 1/09
von Genswein Manuel, Eide Ragnhild
Obwohl die Wirksamkeit und der Nutzen der Kameradenrettung mit LVS, Schaufel und Sonde theoretisch nicht in Frage gestellt wird, werden oft ernste Zweifel laut, wenn es um die Effizienz und die Überlebenschancen in der Praxis geht; insbesondere bei komplexen Szenarien mit mehreren Verschütteten. Ob und wie erfolgreich Anfänger nach einem relativ kurzen Training solche Situationen lösen können, haben die Autoren untersucht. ...
Ausdauer, Muskelkraft & Balance. 4/08
von Sponring Maria
Bald ist es wieder soweit. Die Brettln werden angeschnallt und ab geht’s in den Pulverschnee. Der Schi ist frisch präpariert, die Tourenjacke neu imprägniert – und Ihr Körper, die Muskeln und das Herz? Haben Sie Ihren Körper auch fit gemacht für die kommenden Herausforderungen? Pulverschnee, Sonne, Abfahrt .... oh yea! Fitnesstraining... oh sh**!? Möchten Sie sich noch richtig und gesund auf die bevorstehende Schitourensaison vorbereiten ...
Märchen, Schi und Alpinismus. 4/08
von Schmid-Mummert Ingeborg
Blower, Jah-Love, Seven Summits, Bandit und Mt. Baker -das Schifahren erlebt seine zweite Renaissance. Noch nie war dieser Sport so verschieden und auch hipp, wie die eingangs angeführten aktuellen Produktnamen von Schiern aufzeigen. Ingeborg Schmid-Mummert nimmt uns mit auf eine Zeitreise und zeigt auf, wie alles begann. Damals, als sich der norwegische Schneeschuh in den Dienst des Alpinismus stellte. ...
Dachstein Xtreme. 1/08
von Posch Karl
Alpine Schitourenwettbewerbe sind für Sportbegeisterte ein Erlebnis. Der Präsident des Österreichischen Bundesverbandes für Wettkampf-Schibergsteigen gewährt uns einen Blick hinter die Kulissen einer solchen Bergsport-Großveranstaltung. Egal ob als Zuschauer oder Athlet - das Gefühl bei Wettkämpfen ist einzigartig und im Schibergsteigen, Klettern, aber auch im Mountainbiken und Berglaufen gibt es sie mittlerweile zu Hauf. ...
Adrenalin pur. 1/08
von Mayr Matthias
Atemberaubende Steilheit, hohe Sprünge, unglaubliche Linien und irre Geschwindigkeiten – Freeride-Profis sind ständig auf der Suche nach dem nächsten Adrenalinkick, müssen permanent entscheiden was gerade noch machbar ist und was nicht. „Freeskiing“ bedeutet Schifahren in freiem Gelände, bei Hangneigungen bis zu 60 Grad, Sprünge über bis zu 30 Meter hohe Felsklippen sowie Runs durch oft nur einen Meter breite Felsrinnen mit Geschwindigkeiten von über 90 ...
Steilwandfahren. 1/08
von Wiedmann Otti
40°/50°/60° mit Stellen UIAA III bis IV. Was für den Normalverbraucher nach einer anspruchsvollen kombinierten Tour klingt, fährt die Elite der Steilwandfahrer mit Schiern ab - und das bereits seit Jahrzehnten. Es ist schon mehrere tausend Jahre her, als nördliche Bewohner unserer Erde Gleithölzer im Winter als Jagdhilfe benutzten. Klopfsteinzeichnungen, welche auf der norwegischen Fjordinsel Rödög in Felsen gehauen entdeckt wurden, deuten darauf hin. ...
logik des gelingens. 4/07
von Munter Werner
Mit der "Munter-Methode" wird heute allgemein die Reduktionsmethode (RM) und hier vor allem das Zahlen- und Rechenwerk der professionellen Reduktionsmethode (PRM) verbunden. Dass Werner Munter auf dieser Grundlage in den letzten Jahren noch weitere Werkzeuge entwickelt hat, um "Blitzentscheide" zu treffen, wurde - auch in Expertenkreisen - kaum wahrgenommen. Höchst an der Zeit, in bergundsteigen Raum zu schaffen für die "Goldene Regel"...
der elchtest. 1/07
von Schwiersch Martin, Stopper Dieter, Bach Tobias, Leuthardt Tom
Die strategische Lawinenkunde (Reduktionsmethode (Munter, 2002), Stop or Go (Larcher, 2001), SnowCard (Engler & Mersch, 2001)) hilft dem Skibergsteiger, die Lawinengefahr einzuschätzen und gibt Antwort auf die Frage: "Befahren oder nicht befahren?". Zur Überprüfung der Wirksamkeit der strategischen Lawinenkunde wurden bislang Unfälle am "grünen Tisch" nachträglich analysiert. Ergebnis: Je nach Verzichtbereitschaft ...
verstehen skitourengeher den lawinenlagebericht?. 4/05
von Schwiersch Martin, Stopper Dieter, Bach Tobias
Der Lawinenlagebericht (LLB) ist die zentrale Planungsgrundlage für Skibergsteiger. Durch die strategischen Lawinenkunden hat er in den letzten zehn Jahren an Bedeutung noch hinzugewonnen. Konsequent wird auf den Lawinenlagebericht auch in lokalen Zeitungen oder Radioprogrammen hingewiesen - und die Skibergsteiger nutzen ihn intensiv, wie die täglichen Zugriffe auf die Internetseiten der Lawinenwarndienste zeigen. ...
akte kuno k.. 4/05
von Kaserer Kuno
Es ist November. Ein Genuatief steuert feuchte Luftmassen gegen die Alpen. Es regnet und regnet. Mehrere Niederschlagsperioden folgen aufeinander und bringen in diesem beginnenden Winter gute Tourenverhältnisse. Durch die hohen Temperaturen haftet der Schnee auf jedem Stein. Mein damaliger Freund Carlo und ich sind oft unterwegs, entweder auf Skitour oder im Skigebiet Schnalstaler Gletscher zum Variantenfahren. ...
leise rieselt der schnee. 4/05
von Span Norbert
Die Metamorphose des Schnees gehört sicher zu den interessantesten Phänomenen, die es im Winter zu beobachten gibt. Sie ist letztlich dafür verantwortlich, ob wir durch staubenden Pulverschnee pflügen, über glitzernde Firnhänge gleiten oder aber im Bruchharsch einen Sturz nach dem anderen bauen. Von großer Bedeutung sind die Umwandlungsprozesse jedoch auch innerhalb der Schneedecke ...
das schneebrett. 4/05
von Zobl Norbert
04.02 - 06.02.2005. Ein Tourenwochenende für die OEAV-Sektion Imst-Oberland wurde von mir organisiert. Insgesamt 10 Teilnehmer werden von zwei staatlich geprüften Berg- und Skiführern und einem Lehrwart Hochalpin begleitet und unterstützt. Untergebracht sind wir in der Lizumer Hütte in den Tuxer Alpen, ein klassischer Ausgangspunkt für Skitouren mit den Schwerpunkten Aus- und Fortbildung. ...
kein signal von werner m.. 4/05
von Beikircher Werner
Der 19. Februar 2005 ist ein schöner Tag im Nordosten Südtirols, nicht allzu kalt, nicht zu viel Wind. Wind hat es nun schon Wochen lang gegeben in diesem Jahr, stürmischen Wind, Nordstau ohne Unterlass und immer wieder Schnee auf der Nordseite der Zillertaler Alpen. An deren Südseite, im Frankbachtal, einem kurzen Seitental des Ahrntales und eingerahmt von hohen Dreitausendern, ist an diesem Morgen ...
anspruchsvoll, exponiert +heikel. 2/05
von Mosimann Ueli
Gemessen an den abendfüllenden Diskussionen um die "richtige" Klassifikation einer Kletterroute werden Bewertungen bei anderen Bergsportarten wenig beachtet. Doch auch hier wurden und werden Skalen definiert mit dem Ziel, die Schwierigkeitsangaben in den Führerwerken zu standardisieren, um damit dem Bergsteiger eine griffige Planungshilfe in die Hand zu geben. In diesem Beitrag soll diese Entwicklung ...
pisten, varianten und lawinen. 1/05
von Ermacora Andreas
"Die Berge sind ein rechtsfreier Raum" - dieser Satz gilt schon lange nur mehr sehr eingeschränkt. So gibt es kaum eine Aktivität im alpinen Raum, in welche die Justiz nicht eingreift. Dies allerdings weniger durch die Gesetzgebung als vielmehr durch die Rechtsprechung. Während die Benützung der Schipisten durch Schifahrer und Snowboarder weitgehend durch die FIS-Regeln und die Pistenordnungen geregelt ist, gibt es solche Regeln ....
freiheit aufzubrechen wohin man will. 1/05
von Vescoli Annegret
"In Anbetracht der aktuellen Witterungsbedingungen und des momentanen Zustands der Schneedecke, in Anbetracht der hohen Wahrscheinlichkeit von Lawinenabgängen, in Anbetracht der Notwendigkeit, jegliche sportliche Betätigung außerhalb der präparierten Skipisten aus Gründen der öffentlichen Sicherheit zu verbieten, VERBIETET der Bürgermeister mit gegenständlicher Verordnung das Skifahren außerhalb markierter Pisten, Skitouren und Bergwanderungen. ...
skitourenunfälle. 1/05
von Mosimann Ueli
Spricht man von Gefahren und Risiken im Skitourenbereich, sind zumeist Lawinenauslösung und Verschüttung sowie die Methoden zur Risikoabschätzung dieser Lawinengefahr die zentralen Themen, welche die Fachwelt beschäftigen. Bereits ein erster Blick in die Statistik bestätigt, dass diese Gewichtung durchaus berechtigt ist. Auch mit immer besseren Prognosemodellen und einer ganzen Palette von neuen Interpretationshilfen kommt es auf Skitouren ...
exposition süd. 1/05
von Zingerle Othmar
Werner Munter nennt es den todgeilen Dreier: Damit meint er die Kombination von Stufe 3 im Lawinenlagebericht, Hangneigung steiler als 40° und Exposition Nord. Wenn man auf die Südseite wechselt, ist das Problem bereits deutlich entschärft - oder doch nicht? Othmar Zingerle hat die Lawinenunfälle in Südtirol analysiert und kam zu einem erstaunlichen Ergebnis. Mit diesem Beitrag will er Experten wie auch Genuss-Skitourengeher zum Nachdenken ...
3-kreis-methode. 4/04
von Stopper Dieter, Semmel Chris
Lawinengefahr ist Lebensgefahr. Für Ganzverschüttete zählt jede Minute, denn mit zunehmender Verschüttungszeit sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit dramatisch. Sind mehrere Wintersportler verschüttet, ist das Auffinden der Opfer eine schwierige Aufgabe. Nur eine klare Methode und entsprechendes Können führen zum Ziel. Lehrteam und Sicherheitsforschung des Deutschen Alpenvereins propagieren daher die 3-Kreis-Methode, ...
mehrfachverschüttung. 4/04
von Buschor Domenic, Kröll Franz, Hohensinn Franz, Müller Peter
Mithilfe einer optimalen Suchmethode muss es möglich sein, in der Stresssituation eines Lawinenunfalls eine beliebige Anzahl Verschüttete unabhängig von ihrer Anordnung und Verschüttungstiefe innerhalb kurzer Zeit zuverlässig aufzufinden. Eine solche Suchmethode richtet sich streng nach Effizienz- und Effektivitätskriterien. Hier die Grundsätze von Mammut, Ortovox, BCA und Stubai.
masterplan. 1/04
von Wassermann Emanuel, Wicky Michael
„Jetzt bin i doch wieder in en Saich ine gfahre, und hät i doch numme d’Karte besser agluegt, wär das nit passiert!“ Schweizerdeutsch für: „14:00 Uhr, Osthang, knietiefer Nassschnee, es rumpelt und pumpelt aus den Felsen rund um uns!“ Eine gute Tourenplanung hilft, Gefahren im Vornherein zu erkennen und entsprechende Konsequenzen daraus zu ziehen. Dabei hat man genügend Zeit und Ruhe, kann sich Alternativen ...
letzte chance. 4/03
von Leitner Gerhard, Leitner Monika
Neujahr, Nachmittagskaffee im Wintergarten, eine Hibiskusblüte hat ihren Kelch geöffnet. Wir sitzen und staunen. "... und stell dir vor, du könntest so etwas schönes nie wieder sehen!" Ich staune wieder! Lerne ich da ganz neue Seiten an meinem Mann kennen? Es war der 31. Dezember, 8.00 Uhr, Silvester 2002, es war warm, zu warm für diese Jahreszeit, eine hohe Bewölkung bedeckte den Himmel, es sah nach leichten Regenwolken aus, ab und zu sah man die Sonne ...
stress hoch vier. 1/03
von Semmel Chris, Stopper Dieter
Die Statistik zeigt, dass Mehrfachverschüttungen bei Lawinenunfällen häufiger vorkommenals bisher angenommen. Die Lokalisierung der Opfer gestaltet sich dann in aller Regel weitschwieriger als die Suche nach einem einzelnen Verschütteten. Die DAV-Sicherheitsforschunghat ein Versuchsfeld vorbereitetet und die verschiedenen Gerätehersteller eingeladen, ihre Spezialisten zu schicken, um eine Mehrfachverschüttungunter praxisnahen Bedingungen zu...
chronologie eines leichtsinns. 1/03
von Herbst Paul
Im Nachhinein weiß man alles besser - im Nachhinein wissen sogar Alle immer alles besser. Ursachen, die Unglücke heraufbeschwören, liegen oft tief verborgen. Die folgende Nachzeichnung beschreibt eine "leichtsinnig" herbeigeführte Situation, die nur knapp an der Tragödie vorbeigeschrammt ist und die aufgrund ihres guten Ausganges zur "Läuterung" der Betroffenen geführt hat. Auch zeigt dieses Ereignis den unbedingten Zusammenhang ...
board on tour. 1/03
von Rössler Stefan
Immer mehr Snowboarder nehmen die Mühen eines Aufstiegs in Kauf, um abseits vom Rummel der Schigebiete ihre Spuren in den Schnee zu ziehen. Die dafür verwendete Ausrüstung ist oft höchst
zufall und muster. 4/02
von Schweizer Jürg
Zwei Schneesportler befahren einen unberührten Tiefschneehang. Der zweite zieht seine Schwünge fünf Meter links der soeben entstandenen frischen Spur und löst beim dritten Schwung eine Schneebrettlawine aus. Ein allen bekanntes Szenario, obwohl es eigentlich recht selten ist. „Schuld“ an dieser Auslösung ist die Schneedeckenvariabilität, so die allgemeine Meinung, und verglichen wird sie oft mit dem Bild eines Minenfeldes....
stop or go. 4/99
von Larcher Michael
Was für eine Leistung! Nachdem Lawinenexperten über Jahrzehnte die Komplexität der Schneedecke beschworen hatten und den einzigen Ausweg darin sahen, dem komplexen System Natur ein ähnlich komplexes Lehrsystem entgegenzusetzen, kommt dieser Werner Munter und wagt mit unvergleichlicher Rhetorik und Originalität den großen Bruch. Mit seiner Reduktionsmethode1 entwirft er ein Zahlenspiel, das die wesentlichen Lawinenfaktoren ...
rettungsgeräte für schitourengeher. 4/99
von Plattner Peter
Alle, die im Winter im alpinen Gelände unterwegs sind - egal ob Variantenfahrer, Schi-/Snowboardtourengeher oder Schneeschuhwanderer - setzen sich dem Risiko aus, von einer Lawine verschüttet und getötet zu werden. Mit diesem Risiko umzugehen bzw. es so gering wie möglich zu halten, ist der Inhalt von seriösen Lawinenausbildungen und Seminaren. Das Wissen um die Faktoren, die zum Entstehen von Lawinen führen, kombiniert mit ...