Lawinen und Recht. 4/15
von Rhyner Hansueli, Schweizer Jürg
Vom 1. bis 3. Juni 2015 trafen sich im Kongresszentrum Davos (Schweiz) rund 250 Juristen und Fachleute aus dem Bereich Schnee und Lawinen, um aktuelle Themen im Spannungsfeld Recht und Lawinen zu diskutieren. Veranstaltet wurde das Seminar vom Schweizer Schnee- und Lawinenforschungsinstitut SLF. Hansueli Rhyner und Jürg Schweizer fassen diese Veranstaltung für bergundsteigen zusammen. Das letzte internationale Seminar dieser Art im Jahre 2005 ...
Hilfe, die Juristen kommen. 3/15
von Beulke Stefan
Die etwas provokante Frage nach der Angst vor den Juristen, die vom Österreichischen Kuratorium für alpine Sicherheit als Veranstalter des Alpinforums 2014 in Innsbruck wohl nicht zum ersten Mal aufgeworfen wurde und die Anlass zu diesem Beitrag bot2, wirkt in Anbetracht der tatsächlichen Gefahren und vielfältigen Bedrohungen beim Bergsteigen irgendwie komisch. Steinschlag und Lawinen, Blitz und Donner, Erschöpfung und Absturz. ...
Risikokultur & Recht. 1/15
von Fiebig Klaus, Weber Klaus
Beim DAV-Symposium „Risikokultur der Zukunft“ (siehe bergundsteigen 4/14, S.24) wurde gefordert, dass Bergsportler über ihr Risiko selbst bestimmen dürfen und dass die Gesellschaft auch das Eingehen höherer Risiken tolerieren solle (Schlagworte: „Risiko ist erwünscht“, „Risikoappetit“). Nun sind die Berge kein rechtsfreier Raum, so dass sich auch eine Risikokultur nur in einem rechtlichen Rahmen entfalten kann. Klaus Fiebig, Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht München ...
Wer darf wen, wann, wie, wo führen. 1/15
von Dönz Hanno
In meiner Funktion als Präsident der IVBV (Internationale Vereinigung der Bergführerverbände) werde ich immer wieder mit Fragen rund um Führungsberechtigungen, und allem was dazugehört, konfrontiert: einerseits von Bergführern, aber auch von Wanderführern, Alpinschulen, Instruktoren, Trainern, usw. Oft werden Vorwürfe wegen illegaler Betätigung als „Schwarzführer“ in den Raum geworfen und die Betroffenen haben keine Ahnung, ob sie nun etwas Verbotenes tun oder nicht. ...
Absturz in der Kletterhalle. 2/11
von Wallner Robert
In den letzten beiden Ausgaben brachte uns Ulli Benker auf den aktuellen Stand der Technik, was GPS & Karten & Handys betrifft. Dass dieses Navigationsgerät im alpinen Gelände – und nicht nur hier, sondern auch zB in Autotunnels ... – verschieden schlau angewandt werden kann, ist bekannt. So ist es wenig zielführend, wenn auf Schihochtour bei schlechter Sicht zwar das Display akribisch beobachtet, aber nicht wahrgenommen wird, dass man währenddessen in einen ...
Risiko, warum nicht. 2/11
von Burger Klaus (Nik)
Irgendwann im vergangenen Jahr hat bergundsteigen-Redaktionsmitglied Karl Schrag gemeint, dass er da einen Richter kennt, der auch bei der Bergrettung ist, und der hat was Spannendes zur Eigenverantwortung im Bergsport geschrieben; aus juristischer Sicht – wie weit man sich eigentlich selbst gefährden „darf“ – und im Vergleich mit anderen Sportarten. Kurz darauf haben wir Nik Burger kennen gelernt und als er uns erklärt hat, wie sehr im daran gelegen, ...
Freispruch nach toedlichem Lawinenunfall. 1/11
von Ermacora Andreas
Im Februar 2010 wird bei einer Sektionsschitour auf die Saumspitze/Arlberggebiet ein Schneebrett ausgelöst und eine Person stirbt. Der angeklagte ehrenamtliche Vereinsführer einer Vorarlberger Alpenvereinsgruppe wird vom Landesgericht Innsbruck vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen freigesprochen, die Staatsanwaltschaft verzichtete auf die Erhebung einer Berufung. Andreas Ermacora war der Verteidiger ...
Keine Haftung für Felsausbruch. 3/10
von Ermacora Andreas
In einem Klettergarten in Weißbach bei Lofer stürzte eine Kletterin ab und verletzte sich schwer, nachdem sich ein etwa 1000 kg schwerer Felsbrocken gelöst hatte. Daraufhin klagte sie den Oesterreichischen Alpenverein auf Schadenersatz (rund Euro 150.000,-) mit der Begründung, dass dieser seiner Wartungsverpflichtung nicht nachgekommen ist und einen Geologen beauftragen hätte müssen, um die Labilität des Gesteins rechtzeitig zu erkennen. ...
Kletterroute - weniger als ein Weg. 3/10
von Kocholl Dominik
Im Beitrag von Andreas Ermacora (Seite 22) kommt er bereits vor, der § 1319a ABGB, in dem es um die Wegehalterhaftung geht. Dass Kletterrouten und Wege zwei komplett verschiedene Dinge sind, scheint uns Bergsteigern offensichtlich. Dennoch haben nach einem Unfall Juristen darüber zu entscheiden und so erörtert Dominik Kocholl, ob eine Kletterroute bzw ein Klettergarten nun auch vor dem Gesetz kein Weg ist – oder ob doch. ...
Felsausbruch in der Polditraverse. 3/09
von Ermacora Andreas
Einem tragischen Kletterunfall mit Todesfolgen folgte ein aufwändiges Zivilverfahren gegen Veranstalter, Bergführer und Seilschaftsführer. Die Vorwürfe erwiesen sich vor Gericht als nicht haltbar. Andreas Ermacora berichtet. Der Peilstein ist der größte und schönste Klettergarten im Großraum Wien, in dem schon seit Generationen geklettert wird. Derzeit gibt es ca. 850 Kletterrouten, die sich auf 26 Sektoren verteilen. ...
Effizienz der Kameradenrettung bei minimalem Training. 1/09
von Genswein Manuel, Eide Ragnhild
Obwohl die Wirksamkeit und der Nutzen der Kameradenrettung mit LVS, Schaufel und Sonde theoretisch nicht in Frage gestellt wird, werden oft ernste Zweifel laut, wenn es um die Effizienz und die Überlebenschancen in der Praxis geht; insbesondere bei komplexen Szenarien mit mehreren Verschütteten. Ob und wie erfolgreich Anfänger nach einem relativ kurzen Training solche Situationen lösen können, haben die Autoren untersucht. ...
Wieder die guten Sitten. 3/08
von Ermacora Andreas
Vor nicht langer Zeit kontaktierte mich ein Ausbildungsleitereines Bergführerverbandes und erzählte mir von den Sorgenjener Bergführer, die Freerider betreuen - also Gruppen von Snowboardern und Skifahrern, die zwar mit den Bergbahnennach oben fahren, dann aber ihr Abenteuer in möglichst unbefahrenenund spektakulären Variantenabfahrten suchen. Einerseits - so der Experte - sei das eine interessante Aufgabe, ...
Sind die Führer frei?. 3/08
von Schmid-Mummert Ingeborg
Folgende Zeilen berichten über Freiheiten, Einschränkungen und Wahrnehmungen in der Beziehung zwischen Gast und Führer zu Beginn des Alpintourismus. Am 1. Januar 1893 trat eine neue Bergführerordnung für Tirol und Vorarlberg in Kraft. Da sie den im vorangegangenen Jahr für Kärnten erlassenen Bestimmungen völlig entsprach, erhoffte man sich, den Grundstein für eine allmähliche Vereinheitlichung der Führerordnungen in den österreichischen Alpenländern ...
Bergsport vor dem Gesetz. 1/08
von Ermacora Andreas
Bericht über ein Alpinseminar für RichterInnen und Staatsanwälte/Innen, 27.-30. Jänner 08, Kühtai (Tirol). Bereits zum 4. Mal veranstaltete der OeAV zusammen mit dem DAV und dem Oberlandesgericht Innsbruck ein Alpinseminar im Kühtai in Tirol mit dem Titel „gehen steigen klettern – alpine Rechtsfragen“, an dem knapp 70 Juristinnen und Juristen aus Österreich und Deutschland teilnahmen. ...
Russisches Roulette. 1/08
von Schweizer Jürg
Vor mehr als 10 Jahren, im Januar 1994, führte das Eidgenössische Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF Davos eine Tagung zum Thema „Lawinen und Rechtsfragen“ durch. Der international anerkannte Skirechtsexperte Dr. H. K. Stiffler stellte damals in seinem Übersichtsreferat zu den Rechtsgrundlagen fest, dass Lawinen (und Lawinenunfälle) weitestgehend voraussehbar seien. ...
tatort. 4/07
von Auckenthaler Maria, Hofer Norbert
Kletterunfälle in der Halle, die daraus resultierenden gerichtlichen Verfahren, die Haftung des Hallenbetreibers sowie mögliche Versicherungen gegen dieses Risiko wurden in bergundsteigen 3/07 erläutert. In Fortsetzung zu diesem eher theoretischen Teil sollen nun einige Kletterunfälle und die anschließenden Verfahren dargestellt werden, die sich im letzten Jahr im Sprengel des Oberlandesgerichtes Innsbruck ereignet haben. Unfallhergang, verwendete Sicherungsmittel, ...
tatort kletterhalle. 3/07
von Auckenthaler Maria, Hofer Norbert
Hat die Kletterhalle wieder Saison, ist auch ein Ansteigen der Unfälle zu beobachten. Klettern, obwohl inzwischen ein Breitensport, ist und bleibt eine Risikosportart oder - etwas geschwollener gesagt - eine Sportart mit ausgeprägtem Ernstcharakter. Auch in der Halle! Hohe Konzentration und vor allem die souveräne Beherrschung des Sicherungsgerätes sind gefordert. Denn ein Kletterunfall zieht fast immer schmerzliche Folgen nach sich: ...
führer aus gefälligkeit. 2/07
von Kocholl Dominik
Sollte ein sehr erfahrener Bergsteiger - oder gar ein ausgebildeter Berg- und Skiführer, Bergwanderführer oder Instruktor - anstatt mit seinen Freunden nur mehr alleine auf Berge steigen und Hänge hinabgleiten? Der "Tourenführer aus Gefälligkeit" (im folgenden TfaG) oder "faktische Führer" verunsichert als hartnäckig falsches Gerücht zahlreiche Alpinisten. Verkürzt heißt es dann in Diskussionen, dass selbst bei privater Bergsportausübung diejenige Person, ...
lawinenunfall = gerichtsfall?. 1/06
von Schweizer Jürg, Harvey Stephan
Lawinenunfälle sind seltene Ereignisse. Noch seltener sind Lawinenopfer. Trotzdem wird ihre Zahl von den Medien akribisch genau notiert. Das Medienecho bei einem Lawinentoten, oder gar mehreren am selben Wochenende, ist unvergleichlich größer als bei anderen Unfalltoten, etwa im Straßenverkehr. Noch weit größer ist die Aufmerksamkeit, wenn es dann auch noch zu einem gerichtlichen Nachspiel kommt. ...
formel statt floskel. 4/05
von Munter Werner
"Die Frage der Vorhersehbarkeit spielt die Rolle der Haftungslimitierung: Hat man die Gefahr, die den verpönten Erfolg bewirkte, überhaupt nicht erkennen können, trifft den Schädiger für sein Verhalten keine Verantwortung." (Jürg Nef, Haftpflicht und Versicherungsschutz des Bergsteigers, Zürich 1987) Wie definiert die Justiz die "Vorhersehbarkeit" und welche Rolle spielt sie im Strafverfahren? Für eine nicht erkennbare Gefahr kann niemand strafrechtlich belangt werden, ...
experten haften nicht automatisch. 2/05
von Ermacora Andreas
Wenn zwei Bergsteiger gemeinsam eine private Berg-, Schi- oder Klettertour unternehmen, bestehen auch ohne Vorliegen eines Vertragsverhältnisses gegenseitige Sorgfaltspflichten. Dies gilt umso mehr für einen staatlich geprüften Bergführer, der als "faktischer Führer" eine Klettertour führt. Dass aber der Bergführer bei einer solchen privaten Unternehmung nicht automatisch für die Folgen eines Unfalles haftet, zeigt der vorliegende, noch nicht rechtskräftig entschiedene Fall. ...
pisten, varianten und lawinen. 1/05
von Ermacora Andreas
"Die Berge sind ein rechtsfreier Raum" - dieser Satz gilt schon lange nur mehr sehr eingeschränkt. So gibt es kaum eine Aktivität im alpinen Raum, in welche die Justiz nicht eingreift. Dies allerdings weniger durch die Gesetzgebung als vielmehr durch die Rechtsprechung. Während die Benützung der Schipisten durch Schifahrer und Snowboarder weitgehend durch die FIS-Regeln und die Pistenordnungen geregelt ist, gibt es solche Regeln ....
freiheit aufzubrechen wohin man will. 1/05
von Vescoli Annegret
"In Anbetracht der aktuellen Witterungsbedingungen und des momentanen Zustands der Schneedecke, in Anbetracht der hohen Wahrscheinlichkeit von Lawinenabgängen, in Anbetracht der Notwendigkeit, jegliche sportliche Betätigung außerhalb der präparierten Skipisten aus Gründen der öffentlichen Sicherheit zu verbieten, VERBIETET der Bürgermeister mit gegenständlicher Verordnung das Skifahren außerhalb markierter Pisten, Skitouren und Bergwanderungen. ...
der 7. sinn. 4/04
von Geyer Peter
Der ganze Mensch entscheidet - aber wie? Die Frage nach dem wie könnten wir einfach ignorieren und uns ersparen, wenn es ausschließlich Entscheidungen mit richtigen Resultaten gäbe. Leider ist dies nicht so und wir sollten hinterfragen, mit welchen "Werkzeugen" wir urteilen, entscheiden und wie sie bestmöglich einzusetzen sind. Zum Einstieg eines meiner tiefsten Erlebnisse, was diese Thematik betrifft: ...
mizzi langer urteil. 2/04
von Ermacora Andreas
Immer häufiger wird der Alpenverein mit Fragen zur Haftung für etwaige Unfallfolgen auf gewachsenen Kletterfelsen konfrontiert - und mit der Angst der Grundeigentümer vor rechtlicher Verantwortung nach einem Unfall. Ein Zivilverfahren vor dem Landesgericht Wien, welches durchaus als Musterverfahren bezeichnet werden kann, hat nun erstmals klargestellt, dass diese Sorge unbegründet ist. In der Regel scheidet eine Haftung des Grundeigentümers aus. ...
flying fox. 2/03
von Ermacora Andreas
Unfallort: Weißsee Staumauer, Rudolfshütte: Kürzlich wurde ein Rechtsstreit durch den Obersten Gerichtshof entschieden, der einen weiteren Schritt in Richtung Verschärfung der Haftung eines Alpinveranstalters setzt. Involviert bzw. beklagt waren ein alpiner Verein als Veranstalter sowie ein staatlich geprüfter österreichischer Berg- und Schiführer. Andreas Ermacora, in dieser Rechtssache Vertreter des Bergführers und des Veranstalters, über den Verlauf ...
die zukunft nach jamtal. 4/02
von Ermacora Andreas
Der Jamtalunfall am 28.12.1999 war Anlass für zwei Gerichtsverfahren, die in der Öffentlichkeit großes Interesse erregten. Während der Strafprozess am Innsbrucker Landesgericht mit einem Freispruch für die Bergführer endete, hat im Zivilverfahren das Oberlandesgericht (OLG) München der Klage auf Schadenersatz gegen den DAV Summit Club dem Grunde nach stattgegeben. Zu dieser vielbeachteten Entscheidung und deren Konsequenzen für die Zukunft ...
angst vor der justiz. 2/02
von Wallner Robert
Egal ob ehrenamtlich oder professionell, Sorge und Angst vor rechtlichen Konsequenzen nach einem Unfall gehören zu den ständigen Begleitern von Bergsportführern. Tendenz steigend. Kann der analytische Blick auf die realen Verhältnisse helfen, dieser Angst die Schärfe zu nehmen? Robert Wallner, begeisterter Allround-Bergsteiger und ehemaliger Alpin-Staatsanwalt am Landesgericht Innsbruck, unternimmt einen Versuch. ...
klettern verboten!?. 3/01
von Hinteregger Monika
Die steigende Beliebtheit des Klettersports und die Verlagerung des Felskletterns in Gebiete unterhalb der Baumgrenze führt zunehmend zu Nutzungskonflikten zwischen Kletterern und privaten Grundbesitzern (Eigentümern und Pächtern) und Jagdpächtern. Eine echte und dauerhafte Lösung dieser Konflikte soll und kann nur in gegenseitiger Rücksichtnahme und auf partnerschaftlichem Wege gefunden werden. ...
freies seilende vor gericht. 3/01
von Ermacora Andreas
Es ist gut zwei Jahre her, als das Team rund um Robert Renzler im Rahmen der „Kletterscheinaktion“ die zwölf Kletterregeln des Alpenvereins formulierte und durch entsprechende Publikationen der Öffentlichkeit bekannt machte. In Berg&Steigen 1 und 2/2000 wurden sie ausführlich beschrieben. Dieser Beitrag soll nun deutlich machen, wie schnell es geht, bis von Experten formulierte Regeln zu Standards werden und wie schnell diese Standards dann ...
... wer die sorgfalt ausser acht lässt. 1/01
von Ermacora Andreas
In diesem dritten Beitrag soll versucht werden, dem Bergsportführer in der Extremsituation nach einem Unfall allgemeine praktische Ratschläge zu erteilen, um im Fall des Falles gerüstet zu sein. Die Krisen-Management-Einrichtungen, die in jüngster Zeit für Bergsportführer entstanden sind, bilden den zweiten Schwerpunkt dieses Beitrages. Unfälle unter Beteiligung vonehrenamtlichen Vereinsführernoder Profiführern sind von derAnzahl her sehr gering. ...
... wer die sorgfalt ausser acht lässt. 4/00
von Ermacora Andreas
Während in der letzten Ausgabe allgemein über die strafrechtliche Beurteilung von Alpinunfällen berichtet wurde, geht es diesmal um den Ablauf eines Straf- und Zivilverfahrens vom Unfall bis zur Verurteilung oder Einstellung. Der Beitrag soll zeigen wie ein „Akt“ entsteht und dem Leser einen Einblick in die oft unüberschaubaren Abläufe geben. Als Anlassfall wird ein Lawinenunfall unter Führung eines ehrenamtlichen Vereinsführers angenommen: Durch die Lawine wurden ...
alpenverein notfall hotline. 3/00
von Larcher Michael
Es waren die großen Unfallereignisse und Katastrophen der letzten Jahre, die deutlich aufzeigten, wie wichtig und notwendig - neben Ausbildungsangeboten für Prävention und Unfallmanagement – eine professionelle Betreuung der verantwortlichen Führer nach einem Unfall sein kann. Höchste Zeit also, unseren Bergsportführern eine Servicestelle einzurichten, die ihnen dann, wenn einmal etwas schiefgeht, optimale Beratung und bestmögliche Betreuung ...
... wer die sorgfalt ausser acht lässt. 3/00
von Ermacora Andreas
Viele Bergführer, ob ehrenamtlicher Vereinsführer oder Profiführer, glauben mit einem Bein im Gefängnis zu stehen, wenn bei einer Tour einer seiner Gruppe zu Schaden kommen sollte. Dass dies grundfalsch ist, soll in diesem und den folgenden Beiträgen erläutert werden. Denn: Bis ein verantwortlicher Führer von einem österreichischen Gericht rechtskräftig verurteilt wird, müssen viele rechtliche Hürden genommen werden. ...
wer haftet für klettersteige und klettergärten?. 2/00
von Ermacora Andreas
Unfälle auf Klettersteigen und in Klettergärten sind zum Glück selten, dennoch stellt sich auch in diesem Bereich die Frage nach der Haftung. Im folgenden Beitrag soll erklärt werden, welche Probleme auftreten können, wann eine Haftung gegeben ist, wer haftet und welche Punkte zu berücksichtigen sind. Ein Klettersteig oder ein Kletter-garten ist ein Weg im Sinne des§ 1319 ...
vor dem gesetz. 1/00
von Ermacora Andreas
Ein großer Erfolg wurde das im Kühtai abgehaltene 3-tägige Seminar des Oesterreichischen und Deutschen Alpenvereins. Vom Alpinreferat des OeAV mustergültig organisiert, wurden den anwesenden Juristen in insgesamt 12 Vorträgen die Themen „Reduktionsmethode“, „Sicherung auf Schi-Hochtouren“, „Haftung der Lawinenkommissionen“ und „der Führer aus Gefälligkeit“ näher gebracht und bei den täglich unternommenen Schitouren aufgezeigt, ...
im namen des volkes. 1/00
von Gabl Karl
Am 19.3.1996 stürzte ein junger deutscher Schifahrer am Berglasferner in den Stubaier Alpen in eine Gletscherspalte. Er war Mitglied einer 6-köpfigen Gruppe, die im Rahmen eines Aufbaukurses „Schihochtouren“ unter der Führung eines Bergführers über den Berglasferner auf das Wilde Hinterbergl aufstieg und anschließend bei schönem Wetter und guter Sicht über diesen Gletscher abfuhr. Weder beim Aufstieg noch bei der Abfahrt wurde ein Seil verwendet. ...
das berglasferner-urteil. 1/00
von Larcher Michael
Berg&Steigen sprach mit dem ermittelnden Staatsanwalt Robert Wallner und dem Rechtsanwalt Andreas Ermacora, Rechtsreferent des OeAV. Ermacora und Stefan Beukle, Rechtsreferent des DAVSummit Club, verteidigten im Strafverfahren den Bergführer.Herr Wallner, der tödliche Spalten-sturz am Berglasferner zog einrecht langwieriges Strafverfahrennach sich. Im ersten Rechtsgang ...