Avalanche goes social. Wie Lawinenabgänge solonreif wurden.. 1/17
von Daurer Riki
Videos vom „Mitschwimmen“ in der Lawinen gehen viral durchs Netz und erreichen unglaubliche Zahlen: der Clip von Tom Oye, Anfang Jänner 2017 auf Facebook gepostet (Abb. 1), hatte eine Reichweite von knapp 10 Millionen und wird fast 70.000 Mal geteilt. Ebenso hoch ist die Anzahl der Kommentare zu solchen Posts - bei dem von Tom 36.000. Was passiert hier? Und was bedeutet das für unsere sozial-mediale Verantwortung als Bergsteiger? ...
bergsönlichkeit - Stefan Häusl & Björn Heregger. 4/16
von Häusl Stefan, Heregger Björn
Stefan Häusl und Björn Heregger sind Freerider. Stefan ist Vollprofi und in diesem Metier schon ein Urgestein, Björn verdient sein Geld auch als Freerideguide und Bergführer. Von beiden wollten wir wissen, was Freeriden für sie bedeutet und wie sie ihr Risiko beurteilen – als Guide unterwegs mit Gästen, bei einem Contest oder bei einem Filmprojekt. Was bedeutet für euch „Freeride-Abenteuer“? Stefan Häusl: Abenteuer beginnt dort, wo ich keinen Lift mehr sehe und in Gebiete komme ...
Warum bastelt man eine Skitourenbindung?. 4/16
von Barthel Fritz
Aus Faulheit. Ich war leidenschaftlicher Skitourengeher und als ich – mit ungefähr 20 Jahren – mit einem Freund in die Calanques zum Klettern gefahren bin, haben wir die Skier mitgenommen, um beim Heimfahren endlich den Mont Blanc zu knacken. Wir sind dann von Meereshöhe kommend gleich auf die Aiguilles du Midi gefahren, haben im Tunnel die Nacht verbracht, um am nächsten Tag die Überschreitung auf den Gipfel zu gehen ...
bergsönlichkeit - Pit Schubert. 3/16
von Schubert Pit
Was hat sich im Klettersport verändert? Die ganze alpine Kletterei ist eigentlich rückläufig. Gerade erst war ich an einem schönen Wochenende im Wilden Kaiser und da findest du kaum mehr Kletterer: an der ganzen Fleischbank von oben bis unten, Karlsspitze, Christaturm, Bauernpredigtstuhl – keine einzige Seilschaft. Gerade einmal eine Seilschaft am Nordgrat der Hinteren Goinger Halt. Auch im Oberreintal ist es inzwischen so. An den Zinnen ist noch Betrieb ...
Portfolio - Pit Schubert. 3/16
von Schubert Pit
Im Bergsport gibt es zwei Päpste: Werner Munter, den „Lawinenpapst“, und bereits davor, lange bevor ganz Deutschland Papst wurde, Pit Schubert, der mit dem Titel „Sicherheitspapst“ versehen wurde. Mehrere Generationen von Bergsteigerinnen und Kletterern assoziieren ihn mit diesem Begriff, nur die älteren wissen, dass Pit alles andere als ein Risikoverweigerer war und ist, wie einige Fotos und die dazugehörigen Geschichten zeigen.
Übermut. 3/16
von Peskoller Helga
In vier Schritten – Sturz, Stimmung und Zufall, Energieüberschuss und innere Erfahrung, die Sanftmut nähren: abseits vom Glück – sammelt das Folgende aus einer erlebten Erinnerung weitere Bausteine für eine kleine Theorie des Überlebens. Als etwa fünf Meter über mir, lautlos, in einer Art Embryohaltung, langsam wie in Zeitlupe, ein Körper durch die Luft fiel, streckte ich, auf einem Sims stehend und nur eine Armlänge entfernt, die Hand nach ihm aus, zog sie aber wieder zurück ...
Diving into the unknown. 2/16
von Paakkarinen Sami
Der folgende Beitrag fällt in unsere Kategorie „über den Tellerrand schauen“ und berichtet von einer inoffiziellen Bergungsaktion nach einem tödlichen Höhlentauchunfall. Es geht also nicht hoch auf den Berg hinauf, sondern tief in den Berg hinein und während ich diesen Einleitungstext schreibe, berichtet explorersweb, dass am Everest in den letzten Tagen vermutlich mehrere hundert Bergsteiger den Gipfel erreicht haben. Natürlich mit Sauerstoffgeräten ...
50 Fragen, wenn es passiert ist. 2/16
von Mayer Philipp
Das Leben ist endlich, das wissen wir. Bergsteigen ist gefährlich, das wissen wir auch. Aber wenn eine nahestehende Person bei einem Bergunfall ums Leben kommt, bricht eine Welt zusammen. Was bisher klar war, wird plötzlich unklar. Was bisher selbstverständlich war, wird plötzlich fragwürdig. In diesem Beitrag stelle ich 50 Fragen zum Umgang mit dem Unfalltod einer Freundin oder eines Freundes, eines Kameraden oder einer Kameradin. Die Fragen sollen helfen, das Unfassbare fassbar ...
Der Bergführer Ihrer Mayestät. 2/16
von Gurschler Susanne
Das Gesicht oval, die Zähne voll, die Nase regulär, Augen und Haare braun – so lautet die Personenbeschreibung von Josef Buchensteiner in seinem Bergführer-Buch, das ihn berechtigte, in Meran und Umgebung Bergtouren anzubieten und zu begleiten. Ausgestellt wurde das Dokument am 12. Juni 1886 in Meran. Was Buchensteiner davor machte, liegt im Dunkeln, was danach, ist wenig spannend. In seiner Zeit als Bergführer aber brachte er es zu regionaler Berühmtheit: ...
Am Schicksalsberg. 1/16
von Mörtl Edi, Mansberger Thomas
„Servus Peter. Seit mehreren Jahren sind wir Abonnenten von bergundsteigen. In eurer Zeitschrift nehmen alpine Unfälle, deren Analyse und die Diskussion darüber, was man daraus lernen kann, einen breiten Raum ein. Deshalb wenden wir uns heute an dich. Eventuell hast du von dem Spaltensturz am Großen Wiesbachhorn am 11. April 2015 gehört. Wir sind die beiden, die in die Spalte gefallen sind. Und wir glauben, dass wir nichts verkehrt gemacht haben. ...
Die Frau und der Ruin des Alpinismus. 1/16
von Steurer Lisi
Seit über einem Jahrhundert kursiert der Sager „Die Frau ist der Ruin des Alpinismus“, der Kennern der alpinen Szene bestens bekannt ist. Oft und gerne zitiert wird er immer wieder Paul Preuß in den Mund gelegt, dabei stammt er zweifelsohne nicht von ihm. Preuß gibt dem unbekannten Urheber dieses Zitates in einer Satire zur „Damenkletterei“ (Deutsche Alpenzeitung 1912) recht, dieser Text möchte allerdings ironisch gelesen werden. ... ...
Kartografie in fernen Ländern. 1/16
von Greulich Sandra, Wettstein Sacha
Argentinien, Februar 2005: Wir sind in einem Camp auf dem Weg zur „Plaza Argentina“, dem Basislager für die Nordrouten des Cerro Aconcagua. Es dämmert bereits, als uns die Nachricht erreicht: Das Maultier, welches einen Teil unseres Gepäcks ins Basislager hätte transportieren sollen, ist beim Überqueren eines reissenden Bergbaches ausgerutscht und hat unsere Ladung verloren. Monatelang haben wir uns auf diesen Traum vorbereitet. ...
Wir haben uns verfahren. 4/15
von Andres Michi
Nahezu alle Ausbildungen zur Beurteilung des Lawinenrisikos beginnen mit probabilistischen Methoden. Vor allem für Einsteiger und Wochenendtourengeher eine tolle Sache. Dass diese „Strategien“ neben ihren Stärken auch einige Schwächen haben, ist nichts Neues. Der Südtiroler Bergführer Michi Andres hat sich darüber seine Gedanken gemacht. Um es vorweg zu nehmen: Ich bin Skibergsteiger. Beruflich und privat. Seit bald 30 Jahren und mit an die 100 Skitouren pro Winter. ...
Unschärfen im Risikomanagement. 4/15
von Harvey Stephan
Lawinenabgänge können räumlich und zeitlich nicht genau vorhergesagt werden. Um mit dieser Unsicherheit in der Praxis umgehen zu können, werden verschiedene hilfreiche Faustregeln und Werkzeuge für die Beurteilung und Entscheidung verwendet. Bei der Aufarbeitung von Lawinenunfällen werden diese jedoch gerne als „Verkehrsnorm“ verstanden. Eine starre Anwendung einzelner Methoden wird aber dem komplexen Sachverhalt im Lawinengelände nicht gerecht. ...
Mauk. 3/15
von Brandstätter Peter
Die 2.227 Meter hohe Maukspitze mit ihren steilen, nach Südwesten gerichteten Wandabstürzen kennen die Kletterer der heutigen Generation zwar noch als östlichsten Eckpunkt des Kaisergebirges, jene Bekanntheit, die der Mauk durch die Erstbegehung der Westwand vor 72 Jahren über ein halbes Jahrhundert lang beschieden war, gehört jedoch der Vergangenheit an. Mag sein, dass der Mauk durch das eine oder andere Projekt von Alex Huber ...
Doctor on Denali. 3/15
von Nußbickel Christian
2012 und 2014 war Christian Nußbickel eingeladen, als „medizinischer VIP“ ein Ranger-Team des Nationalpark-Service am Mt. McKinley in Alaska für jeweils einen knappen Monat zu begleiten. Für den Allgäuer Arzt eine interessante und lehrreiche Erfahrung sowie ein Blick über den Tellerrand mit der Erkenntnis: So kann Bergrettung also auch funktionieren. Die Ranger sorgen am Berg fu¨r die Einhaltung der Nationalpark-Regeln. ...
Games climbers talk about. 1/15
von Dauer Tom
Beim International Mountain Summit im Messner Mountain Museum tauschten sich vergangenen Herbst Protagonisten und Journalisten über die „Perspektiven von qualitätsvoller Berichterstattung im Alpinismus“ aus. Nicht zuletzt unter dem Eindruck des Lawinenunglücks an der Shisha Pangma im Rahmen einer Speed-Rekord-Besteigung sowie der Diskussion um Ueli Stecks Annapurna-Südwand Solobegehung durchwegs kontrovers. ...
Biwak, Blitze, Haflinger. 1/15
von Streicher Bernhart
Blitze zucken durch die Nacht und tauchen den flachen Bergrücken vor mir in grelles Licht. Der Regen peitscht ins Gesicht, der Sturm tobt und zerrt an mir. Rechts von mir sehe ich die Lichter aus dem Tal leuchten. Heimelig und unerreichbar weit weg. Vor mir taumelt die Gruppe mit ihren schweren Rucksäcken. Jeder versucht so gut es geht in der Dunkelheit auf dem rutschigen Pfad so schnell wie möglich vorwärts zu kommen. Blitz … 21 …Donner. Das Gewitter ist über uns. ...
Expertensymposium Risikokultur. 4/14
von Hellberg Florian, Hummel Christoph
Das klassische Bild vom Bergsteigen ist geprägt von ständigen Gefahren, dem Kampf am Berg, dem Ringen um den Gipfel, von Sieg und Niederlage, Erfolg, Ruhm und Verzweiflung. Dies jedenfalls sind zentrale Themen der klassischen alpinen Literatur. Insbesondere mit den Büchern von Reinhold Messner und Reinhard Karl wurden ab Mitte der 70er-Jahre die Geschichten von der Eroberung der Berge um Geschichten der eigenen, ...
Vom Heldenepos zur Risikokultur. 4/14
von Streicher Bernhard
Gerade in den letzten Monaten wurde viel über Unfälle, Sicherungsgeräte und Risiken beim Klettern diskutiert - auf teilweise sehr abstrakter Ebene . Oftmals geben die Protagonisten in der „Fachdiskussion“ aber eher ihre persönlich Meinung oder ihre ganz spezifischen Erfahrungen wieder als tatsächliche Fakten. Um einen Gesamteindruck des Unfallgeschehens zu bekommen, durchforsteten Walter Würtl und Andreas Würtele die Alpinunfalldatenbank ...
Risiko als Motivation. 4/14
von Bunk Sepp
Im Vergleich zu den anderen Vortragenden, welche bei diesem Symposium sprachen, ist mein Zugang zum Berg etwas ungewöhnlich. Denn anders als deren Motivation - und jene der meisten bergundsteigen-Leserinnen - den Berg hochklettern ist, liegt meine Motivation darin, vom Berg abzuspringen. Dennoch teilen wir dieselbe Leidenschaft und freut es mich, auch an dieser Stelle meinen Beruf und mein Hobby etwas näher darzustellen; ...
Appetit auf Risiko & Unsicherheit. 4/14
von Sachs Rainer
Ansätze aus der Versicherungsindustrie. Der professionelle Umgang mit Risiken ist eine Kernaufgabe in der Versicherungsindustrie. Daher wurden im Laufe der Zeit immer ausgefeiltere Methoden entwickelt, um Risiken zu erkennen, sie zu modellieren und zu bewerten und schließlich zu steuern. In diesem Beitrag möchte ich - in Anlehnung an meinen Vortrag im Rahmen des DAV-Symposiums für Risikokultur in München - einen Überblick über wesentliche Elemente ...
Share your Experience. 4/14
von Volkmann Olaf
Risiko und Sicherheit in der Verkehrsfliegerei. Keine Angst, die Redaktion hat sich nicht im Thema für dieses Magazin geirrt und Bergsport mit Verkehrsfliegerei verwechselt. Aber was hat das miteinander zu tun? Zugegeben, beides geht oft in größere Höhen, aber muss es deswegen Parallelen geben? Ich denke, die gibt es, und zwar einige. Natürlich ist nicht alles übertragbar, aber trotz meiner limitierten Erfahrung im Bergsport möchte ich versuchen ...
Wieviel Risikoappetit ist gesund?. 4/14
von Dick Andi
Wollen wir absolute Freiheit der Risikowahl? Wo müssen wir Einschränkungen akzeptieren? Und was können die Institutionen tun, um eine gute Risikokultur der Bergsportler zu fördern? Andi Dick, Lehrteam-Bergführer und Redakteur bei DAV Panorama, schildert, was beim „General-Workshop“ zum Thema „Risikokultur der Zukunft“ herauskam. „Wir leben bereits in einer Risikokultur. Dass es Sicherheit am Berg gäbe, glaubt doch heute keiner mehr ernsthaft“ ...
Ausbruchversuch am Everest. 4/14
von Dätwyler Tommy
1962 hat sich am Mount Everest Dubioses abgespielt: Vier wilde junge Bergsteiger – die drei Amerikaner Woodrow Wilson Sayre, Norman Hansen und Roger Hart sowie der 24-jährige Schweizer Hans-Peter Duttle - versuchen mit einer waghalsigen und illegalen Expedition von der tibetischen Seite her den höchsten Berg der Welt zu erklimmen. Der Gipfelerfolg bleibt ihnen verwehrt. Es grenzt an ein Wunder, dass alle überleben. Die von den Behörden nicht bewilligte Expedition ... . ...
Longlines - Die Angst des Kletterers vor dem Älterwerden. 3/14
von Stocker Adi
Es gibt lange alpine Klettertouren und ganz lange. Adi Stockers Spezialität ist das Erstbegehen solcher ganz langer Routen im Gebirge. Wie zB „Ende Nie“ in den Loferer Steinbergen. 38 Seillängen durch etwa 1.500 Klettermeter im Schwierigkeitsgrad 6+/6 obl., Standplätze und die wichtigen Zwischenhaken gebohrt - 2001 erstbegangen und schon heute ein Klassiker. In diesem Beitrag schreibt Adi über seinen Zugang ...
Höhlenrettungseinsatz im Riesending. 3/14
von Steinmassl Heli
Der Unfall im Untersberg (Berchtesgadener Alpen) in 1.000 m Tiefe löste die spektakulärste Höhlenrettungsaktion aller Zeiten aus. 12 Tage lang dauerte die Rettung. 202 Höhlenretter und weitere 526 Helfer waren im Einsatz. Mit hunderten Hubschrauberflügen wurden, nach groben Schätzungen, über 30 Tonnen Ausrüstung und Verpflegung zum Höhleneingang geflogen. In der Höhle wurden 15 km Seil und 2000 Karabiner für die technischen Aufbauten benötigt. ...
Hinter deiner Angst liegt deine Kraft. 2/13
von Kerber Christian
Unterstützung durch Hotlines und psychologische Hilfe nach einem Unfall - alles schön und gut. Aber wie oft passiert denn wirklich etwas; etwas „Gscheites“, also berstende Knochen und so. Meist hat Frau und Mann doch Glück und kommt oft noch einmal glimpflich davon. Wie sich ein solcher vermeintlich „glimpflicher“ Zwischenfall auf sein Leben ausgewirkt hat, erzählt Christian; offen und ehrlich und dafür möchte ich ihm an dieser Stelle meinen großen Respekt und Dank zollen ...
Der Torre ist überall. 2/13
von Plattner Peter
Haufenweise Menschen am Cerro Torre, Staus am Everest und Andrang auf den Nameless Tower. „Schreib doch was über die aktuelle Leistungsexplosion im hochkarätigen Bergsteigen“, meinte Kollege Haselböck. Mach ich gerne: Der bekannteste österreichische Bergsteiger ist Gerlinde Kaltenbrunner. Alle 14 Achttausender. Zwar Jahrzehnte zu spät um als Spitzenalpinismus zu gelten, aber: total fair und noch dazu Frau ...
Nur ein Leben. 4/12
von Keil Benno
Super Tag. Schon bei der Auffahrt von Hintertux Richtung Gefrorene Wand wissen wir, dass heute - am ersten Tag nach diesen „Aprilschneefällen“ - die Bedingungen hervorragend sind. In der Gondel schwebend zirkeln schon die ersten Freerider unter uns ihre Spuren in die pistennahen Pulverhänge. Sonne, fetter Spray und natürlich die rekordverdächtige Schneelage dieses Winters in Nordtirol. Wir sind hier, um eine Spezialrunde vom Skigebiet über den Kleinen Kaserer ...
Und davon kann man leben. 2/12
von Schmid-Mummert Ingeborg
„Früher, ja, früher, da war die Welt noch in Ordnung!“ So lautete Anfang November des vergangenen Jahres die nostalgische Zusammenfassung des IMS (International Mountain Summit) von Brixen in der Tiroler Tageszeitung. Bei Edmund Hillary habe noch ein Gipfelfoto von Sherpa Tenzing Norgay gereicht, um die Erstbesteigung des Mount Everest zu belegen. Heutzutage verlange die Masse nach online-Expeditionstagebüchern, Web-Logs und Videostreams in Echtzeit ...
Im Gespräch mit David Lama & Tommy Bonapace. 2/12
von Lama David, Bonapace Tommy
In dieser Ausgabe hat sich Klaus Haselböck Gedanken über den aktuellen Alpinjournalismus gemacht (Seite 30) und Ingeborg Schmid-Mummert hat nachgeforscht, ob Alpinisten ihr alpines Tun auch früher vermarktet haben (Seite 38). Dazu passend haben wir mit zwei Generationen von Bergsteigern getroffen, die in Patagonien ihre Spuren hinterlassen haben. Mit David Lama und Tommy Bonapace haben wir über Profitum und Sponsoren geplaudert und was da los war, am Cerro Torre. David Lama, was sind deine Ziele als Kletterer, oder soll ich sagen Bergsteiger? ...
Unsere heiligen Haken. 2/12
von Gschleier Andreas
Nachdem in der letzten Ausgabe von bergundsteigen Andi Dick über „Denkmalrouten“ nachgedacht und die Position bzw. Charta des DAV und OeAV zum Thema Routensanieren präsentiert hat, ist in dieser Ausgabe der AVS am Zug. Südtirol ist ja ob seiner kompromisslosen Haltung zum – bzw. gegen das - Sanieren mit Bohrhaken bekannt, doch bevor uns Andi Gschleier die Position des AVS und des Südtiroler Bergführerverbandes präsentiert, erzählt er uns von seiner persönlichen ...
Über Frauen, die auf Berge steigen. 1/12
von Runggaldier Ingrid
„Frauen haben in der Alpingeschichte immer nur eine sekundäre Rolle gespielt.“ Das ist wohl der am häufigsten ausgesprochene Satz, wenn von Bergsteigerinnen die Rede ist - auch heute noch, da Frauen längst bewiesen haben, dass sie im Alpinismus nicht nur früher oder später alle Leistungen der Männer wiederholen konnten, sondern auch immer wieder mit eigenen spektakulären Unternehmungen aufhorchen lassen. ...
Denk mal! Berühren verboten?. 1/12
von Dick Andi
Alpine Klassiker und Denkmalschutz. Die Diskussion um die Absicherung von Kletterrouten ist fast so alt wie der Sport selbst. Mit einer neuen „Charta“ wollen die Alpenvereine Leitlinien für die Praxis geben und das Engagement und die Diskussion zu Sanierungsmaßnahmen fördern, denn die Diskussion erhält immer wieder neuen Treibstoff. „Durch Versicherungen wird den Bergen gerade das genommen, was zu ihrer Besteigung anreizt, die Schwierigkeit.“ ...
Auf Entscheidungstraining. 1/11
von Mersch Jan
Mitte März 2010, ich stehe zusammen mit einer Gruppe DAV-Fachübungsleiter am frühen Nachmittag in einem völlig durchsumpften, riesigen Südhang. Große Nassschneelawinen sind bereits um uns herum abgegangen, immer wieder rauscht es in der näheren Umgebung aus den steileren, felsdurchsetzten Bereichen herab und irgendwie schaut es auch nicht nach einer mittelfristigen Entspannung aus. Zurück geht nicht, wir sind schon zu weit drin ...
Zu Besuch bei Walter Bonatti. 1/10
von Kopp Christine
Zehn Jahre ist es her, seit ich letztmals die Steinstufen zum hoch über dem Talboden des Veltlins gelegenen Refugium von Walter Bonatti und Rossana Podestà hochgestiegen bin. Seither haben wir uns einmal gesehen, ein paar Male geschrieben und hie und da am Telefon gehört. Und da steht er schon, der Altmeister des klassischen Alpinismus, die Arme weit geöffnet, vor seinem wunderbar umgebauten Steinhäuschen, neben ihm eine japanische Mispel, ...
Free Solo. 1/10
von Huber Alex
Spektakuläre Fotos vom Klettern ohne Seil und Gurt springen uns in letzter Zeit nicht nur aus den alpinen Gazetten an. Der Zeitgeist scheint Gefallen zu finden am ungesicherten Klettern, bei dem ein Fehler, eine Unachtsamkeit, den Tod bedeutet. Einer der bekannten und erfolgreichen Protagonisten dieser Bergsportart ist Alex Huber. Er erzählt von den Ursprüngen und der Entwicklung dieser Spielform - und wie er ihr verfallen ist. Free Solo – das ist Klettern in seiner reinsten Form: ...
Statement Soloklettern. 1/10
von Auer Hansjörg, Mayr Much, Larcher Rolando
Hansjörg Auer, Jahrgang 84, verbucht einige alpinistische Glanzleistungen auf sein Konto. Eigentlich will er ja nicht, aber wer den „Weg durch den Fisch“ mit einem Minimum an Vorbereitung im Solo klettert, der hat eindeutig etwas zu sagen. Der Zeitpunkt einer Free-Solo-Begehung am absoluten Limit der persönlichen Leistungsfähigkeit lässt sich nicht bestimmen oder planen. Es ist eine sehr intensive Reise, bestimmt zu einem Zeitpunkt, auf den man lange wartet ...
Spaltensturz mit Z-Wert 10. 1/10
von Frasnelli Carlo
Wir konnten die Erzählung einer begeisterten Bergsteigerin nicht glauben, als sie uns von einem Spaltensturz am Morteratschgletscher berichtete, der aufgrund einer Schibindung relativ glimpflich ausgegangen ist. Wir haben nachgefragt, geforscht und jetzt beschreibt Carlo Frasnelli im folgenden Beitrag, warum er in Zukunft am winterlichen Gletscher wieder auf ein Seil und nicht nur auf zwei Metallbolzen vertrauen wird. ...
Bergung am Broad Peak. 2/08
von Würtl Walter, Kronthaler Georg
Der bekannte Bergsteiger und Bergführer Markus Kronthaler stirbt nach einer Biwaknacht und der Besteigung des Broad Peak in Gipfelnähe. Da eine sofortige Bergung unmöglich ist, bleibt er nahe der Aufstiegsroute liegen. Rund ein Jahr später führt sein Bruder Georg eine Expedition mit dem Ziel, Markus aus über 8000 Meter ins Tal zu bringen.