Blitzunfälle in Österreich. 1/16
von Lanthaler Michael, Ströhle Mathias, Würtele Andreas, Ebner Hans, Paal Peter
Eine retrospektive Analyse von 2006 bis 2014 Der Wetterbericht für jenen Tag hatte „mehr Wolken als Sonne und ab und zu Regen, örtlich auch Gewitter“ vorhergesagt (1). An diesem spätsommerlichen Nachmittag im September 2000 wurde eine zehnköpfige Gruppe im Karwendelgebirge vom Blitz getroffen. Zwei Personen waren auf der Stelle tot, zwei wurden schwer verletzt und drei weitere teilweise gelähmt. ...
Doctor on Denali. 3/15
von Nußbickel Christian
2012 und 2014 war Christian Nußbickel eingeladen, als „medizinischer VIP“ ein Ranger-Team des Nationalpark-Service am Mt. McKinley in Alaska für jeweils einen knappen Monat zu begleiten. Für den Allgäuer Arzt eine interessante und lehrreiche Erfahrung sowie ein Blick über den Tellerrand mit der Erkenntnis: So kann Bergrettung also auch funktionieren. Die Ranger sorgen am Berg fu¨r die Einhaltung der Nationalpark-Regeln. ...
Bergsteigen unter sportwissenschaftlichen und höhenmedizinischen Aspekten. 3/14
von Gatt Stefan
In der letzten Ausgabe 2/14 hat Stephan Weinbruch einen Beitrag zum Risiko beim Höhenbergsteigen geschrieben. Daraufhin hat sich Stefan Gatt gemeldet und gemeint, dass ihm und seinen Klienten prägnante Empfehlungen beim Trekking- und Höhenbergsteigen fehlen - falls Interesse besteht, könnte er für bergundsteigen einen praxisorientierten Text schreiben. Hier sein Beitrag. ...
Gehhilfen am Berg. 3/14
von Hölzl Markus
Ski- oder Wanderstöcke bei Bergtouren sind mittlerweile zur Modeerscheinung verkommen. Die korrekte Anwendung bzw. den richtigen Sinn der Anwendung haben nur wenige verstanden. Die alpine Unfallstatistik verzeichnet seit dem Stock-Boom vermehrt Unfälle mit Wander- bzw. Skistöcken im alpinen Gelände. Es ist an der Zeit, dass über dieses Thema kurz nachgedacht wird, wenngleich der Blitz- oder Lawinenunfall am Berg viel spektakulärer klingt. ...
Schwangerschaft, Antibabypille und Bergsteigen. 2/14
von Baumgartner Evelyn, Berghold Franz, Paal Peter
Die Meinungen gehen auseinander inwieweit eine Bergsteigerin in der Schwangerschaft ihrer Leidenschaft im Gebirg nachgehen kann, soll und darf. Ein hochkarätiges Autorentrio fasst für bergundsteigen zusammen, was an aktuellen Studien vorliegt, wie diese interpretiert und welche Empfehlungen daraus abgeleitet werden können. Regelmäßige körperliche Betätigung führt zu einer deutlichen Verbesserung von Gesundheit und Lebensqualität. . ...
Klettern als Therapie. 2/14
von Leichtfried Veronika
Seit geraumer Zeit findet Klettern als therapeutische Intervention vermehrt Verbreitung. Woher stammen die Hintergründe für eine therapeutische Integration der Kletterbewegung? Wo liegen mögliche Einsatzbereiche? Wie wirkt Klettern als therapeutische Intervention und inwieweit ist die therapeutische Wirksamkeit des Kletterns bereits belegt? Den Einzug in die Therapie erfuhr das Klettern durch Individualisten und Therapeuten ...
Sechs Tage in der Gletscherspalte. 2/13
von Putzer Gabriel, Brugger Hermann, Wenzel Volker, Paal Peter
Die Liste der eingeladenen Gäste für den großen ZDF-Jahresrückblick „Menschen 2012“ war lang und prominent und quotenfördernd: Ministerpräsident Beck, Halbschwester Obama, Popqueen Loreen, Gewichtheber Steiner, Costa Concordia-Überlebende ... und der Mann, der sechs Tage in der Gletscherspalte überlebt hat. Auf einem aperen Gletscher alleine in eine Spalte zu stürzen, ist alpinistisch gesehen wahrlich keine Glanzleistung. Doch hat der Mann gezeigt, wie ausweglose ...
Entscheidungskriterien für den Abbruch einer kardiopulmonalen Reanimation in der Bergrettung. 3/12
von Paal Peter, Ströhle Mathias, Brugger Hermann
Mächtig und respekteinflößend sind die Berge, doch würdigen die Medien deren wagemutige Bezwinger seltener als erhofft. Warum ist das so? Aus welchem Holz sind Alpin-Journalisten geschnitzt? Und: Lohnt es sich diesen Traum zum Beruf zu machen. Eine Standortbestimmung. Eigentlich war es eine Weltsensation: David Lama schaffte diesen Jänner gemeinsam mit Peter Ortner die erste freie Begehung entlang der ebenso oft versuchten wie von Mythen umrankten Kompressorroute ...
Reduktion von Feinstaub in Kletterhallen. 3/12
von Weinbruch Stephan
In bergundsteigen 3/08 veröffentlichten wir den ersten Beitrag von Stephan Weinbruch mit dem Titel „Feinstaub in Kletterhallen“. Er und sein Team von der TU-Darmstadt untersuchten damals die Feinstaubbelastungen in Kletterhallen aufgrund der Verwendung von Magnesium (dieser Beitrag kann in unserem Archiv auf www.bergundsteigen.at nachgelesen werden). Im folgenden Beitrag geht es nun darum, wie diese Feinstaubbelastung reduziert werden kann: ...
Klettersteigsets. Brechendes Rückgrat.. 2/11
von Semmel Chris, Hellberg Florian
Im bergundsteigen 3/10 hat die DAV-Sicherheitsforschung von Dummy-Versuchen am Klettersteig mit leichtgewichtigen Personen berichtet – die Ergebnisse waren einigermaßen alarmierend: Unter 50 kg Körpergewicht bremsen Klettersteigsets so hart, dass lebensgefährliche Verletzungen drohen. Jetzt haben Chris Semmel und Florian Hellberg weitere Messungen durchgeführt und einen Vorschlag zur Änderung der Norm ausgearbeitet. ...
Reverse Ferntriage. 4/10
von Genswein Manuel
Triage stammt vom französischen Verb „trier“, was „sortieren“ bedeutet und in diesem Zusammenhang mit Sichtung bzw. Einteilung übersetzt werden kann. Der Begriff kommt aus der Militärmedizin und beschreibt die – ethisch schwierige – Aufgabe, wie bei vielen Verletzten die vorhandenen Ressourcen am besten eingesetzt werden können. Im Zusammenhang mit der Kameradenrettung ein heikles Thema, das in der Vergangenheit kontrovers diskutiert wurde ...
Der Schweineversuch von Vent. 1/10
von Paal Peter, Falk Markus, Brugger Hermann
Im Jänner dieses Jahres beschäftigte ein Tierversuch über „das Ersticken in einer Lawine“ über Wochen die Medien. Sowohl die Öffentlichkeit als auch die Alpinszene zeigte sich erschüttert. Otto-Normalverbraucher, Politiker, Touristiker, Bergsteiger und namhafte Fachleute beteiligten sich rege an einer Diskussion über Sinn und Unsinn dieser Studie. Vieles wurde geschrieben und weltweit berichtet. ...
Notfall Schihochtour. 1/09
von Bilek Hanno, Ebner Hans
Im Frühjahr sind die Berge im vergletscherten Hochgebirge wieder Ziel der Schibergsteiger. Viele höher gelegene Hütten in Österreich haben geöffnet und bilden die Ausgangspunkte für attraktive Schihochtouren. Im folgenden Artikel beleuchten Hanno Bilek und Hans Ebner das Unfallgeschehen bei Schihochtouren, wobei eine Schitour dann zur Schihochtour wird, wenn ein Gletscher gequert oder begangen wird. ...
Ausdauer, Muskelkraft & Balance. 4/08
von Sponring Maria
Bald ist es wieder soweit. Die Brettln werden angeschnallt und ab geht’s in den Pulverschnee. Der Schi ist frisch präpariert, die Tourenjacke neu imprägniert – und Ihr Körper, die Muskeln und das Herz? Haben Sie Ihren Körper auch fit gemacht für die kommenden Herausforderungen? Pulverschnee, Sonne, Abfahrt .... oh yea! Fitnesstraining... oh sh**!? Möchten Sie sich noch richtig und gesund auf die bevorstehende Schitourensaison vorbereiten ...
Feinstaub in Kletterhallen. 3/08
von Weinbruch Stephan
Traditionell liegt der Fokus von bergundsteigen auf Unfallrisikenim Bergsport und deren Vermeidung. Im vorliegenden Artikelwird eine vollkommen andere Art von Risiko angesprochen. DerGebrauch von Magnesia führt zu hohen Feinstaubbelastungen in Kletterhallen. tatsächlich ist, ob und welche Gegenmaßnahmen getroffen werden müssen - diesen Fragen ging eine Studie der Technischen Universität Darmstadt nach....
Schlangenbisse. 2/08
von Brugger Hermann, Paal Peter, Beikircher Werner
Frühsommer in Südfrankreich, Mitte der 90-er Jahre. Flirrende Hitze steht schwanger von ätherischen Düften über arider Flora und Kalkland. Ein paar Bier beschließen den heutigen Kletterrausch in der Dorfkneipe von Orpierre, die Seillängen des Tages sind schon geistiges Cinemascope. ...
Natural Speed. 2/08
von Oelz Oswald
In bergundsteigen 1/08 berichtete Urs Hefti über Doping im Bergsport und fünf Experten nahmen dazu in kurzen Statements Stellung. Das Statement von Prof. Dr. Oswald „Bulle“ Oelz schluckte der zugegebenermaßen etwas prüde Spamfilter des Alpenvereins, da Begriffe wie „Viagra“ und „Sex“ nach Ansicht unseres Systemadministrators nichts im Netzwerk zu suchen haben. Nachträglich gesehen ein Glücksfall, denn so haben wir die Gelegenheit noch etwas über „Natural Speed“ zu erfahren. ...
18 Minuten. 1/08
von Brugger Hermann, Paal Peter, Beikircher Werner
Was tun, wenn es trotz aller Vorsicht passiert: ein Lawinenabgang, der innerhalb von Sekunden einen phantastischen Tourentag in eine Tragödie verwandelt. „Karin steigt uns voraus, um als erste die Fünfte Hornspitze zu erreichen. Sie quert den letzten Hang knapp unterhalb des Gipfelgrates. Plötzlich ein dumpfer Knall und ich sehe, wie der Steilhang in seiner vollen Breite in sich zusammenbricht. In Zehntelsekunden stürzt eine riesige, weiße Masse auf uns zu, ...
Climb clean!. 1/08
von Hefti Urs
Die größte Torheit ist, seine Gesundheit aufzuopfern, für was es auch sei. F. Schoppenhauer (1788-1860), dt. Philosophvon. „Doping im Bergsport, also die unkontrollierte Einnahme von Medikamenten, ist sinnlos, gefährlich, unethisch, unökologisch, unfair, diskriminierend und meist von Unwissen geprägt, welches korrigiert werden muss. Zudem entspricht es in keiner Weise den Grundwerten des Bergsteigens und dem Bergsteiger als kritischem Mitmenschen, ...
hals & beinbruch. 4/07
von Hohlrieder Matthias, Mair Peter
Mit der ursprünglich hebräischen Redewendung "Hals- und Beinbruch" könnte man einem Tourengeher oder Variantenfahrer viel Glück wünschen - eigentlich paradox, denn gerade der Genickbruch ist die klassische tödliche und der Beinbruch die häufigste Verletzung des Lawinenopfers. Dies ergab eine wissenschaftliche Untersuchung von Lawinenopfern an der Medizinischen Universität Innsbruck. ...
alpine erste hilfe (4). 2/07
von Brugger Hermann, Beikircher Werner, Paal Peter
Jährlich werden weltweit etwa 1000 Personen vom Blitz getroffen,wobei 70 % den Blitzschlag überleben. Die meisten Todesfälle werden durch sofortigen Herz- und Atemstillstand ausgelöst. Personen, die das Bewusstsein verlieren, deren Kreislauf und Atmung aber erhalten bleiben, kommen meistens mit dem Leben davon. Dennoch können Todesfälle und Verletzungen durch Blitzschlag weitgehend vermieden werden, ...
alpine erste hilfe (3). 1/07
von Beikircher Werner, Paal Peter, Brugger Hermann
International einheitliche und wissenschaftlich begründete Leitlinien zur Frühphase der Ersten Hilfe und kardiopulmonalen Reanimation (CPR) gibt es erst seit wenigen Jahren. 1992 vereinigten sich die großen kontinentalen Fachgesellschaften für CPR, die bis dahin eigene Leitlinien erstellt hatten, zur Dachgesellschaft: International Liaison Committee on Resuscitation (ILCOR). In den Jahren danach wurde in intensiver Auswertung aller vorliegenden ...
alpine erste hilfe (2). 3/06
von Paal Peter, Beikircher Werner, Brugger Hermann
Im zweiten Teil unserer "Alpinen ersten Hilfe" werden die Bedeutung des Sauerstoffs für den Körper sowie die Gründe und Auswirkungen von Störungen der drei Vitalfunktionen, nämlich des Bewusstseins, der Atmung und des Kreislaufsystems behandelt. Dabei handelt es sich um die elementaren Grundlagen für jede Intervention bei einem akut lebensbedrohlichen Notfall. ...
alpine erste hilfe. 2/06
von Paal Peter, Beikircher Werner, Brugger Hermann
Die alpine erste Hilfe, unbestritten von hoher Bedeutung, fristet zumeist ein stiefmütterliches Dasein. Kaum jemand kennt sich wirklich gut aus und selbst das einschlägige Kursangebot wird nur wenig genützt. Trotzdem, oder gerade deshalb starten wir in bergundsteigen eine Serie zum Thema Erste Hilfe vor dem Hintergrund alpinsportlicher Betätigung dar, wobei besonders auf Praxisnähe Wert gelegt wird. Begonnen wird mit grundsätzlichen ...
notfall. 2/05
von Rohwedder Pit
"Krisen werden allgemein als schwierige Situationen beschrieben, deren Bewältigung besondere Anforderungen an die Betroffenen stellt. Krisen können bedrohliche Situationen für das körperliche aber auch seelische Wohlbefinden sein." Um in ihnen voll handlungsfähig zu bleiben, zeigt Pit Rohwedder im Beitrag eine andere Sicht, welche sich mit unterschiedlichen Führungsstilen und Kommunikation auseinandersetzt. ...
fett?. 1/04
von Merschnik Christian
Ein Anhänger einer wissenschaftlichen Ernährungsweise hat einmal Karl Lukan, einen der bekanntesten Bergsteiger des Wiener Kreises, gefragt: „Und wie, Herr Lukan, regeln Sie Ihren Nahrungshaushalt?“ - „Nahrungshaushalt?“ – „Sie meinen was I so iss?“ – „Ja“ – „A Gulyas halt, und a guates Schweinsbraterl und a Bier dazu“ antwortete dieser dem verdutzt dreinblickenden Nahrungsapostel. Und Lukan war wie gesagt ein guter Bergsteiger! ...
effizienz am lawinenkegel. 4/03
von Brugger Hermann, Kern Martin, Etter Hans-Jürg, Falk Markus
Ärzte stellen sich in ihrer Tätigkeit immer wieder dieselbe Frage: wie wirksam ist ein Heilmittel oder ein medizinischer Eingriff wirklich? Zur Beurteilung der therapeutischen Wirksamkeit hat sich in der Medizin im letzten Jahrzehnt das Prinzip der "evidence based medicine" als ein neues und sehr effizientes Konzept etabliert. Mit dem Ziel, die Grundprinzipien dieses Konzeptes auch auf die Beurteilung der Wirksamkeit von ...
sonnenbrand. 1/03
von Möhrle Matthias
Wer Sport im Freien treibt, kennt ihn. Bekanntschaft mit einem Sonnenbrand schließen die allermeisten Outdoor-Enthusiasten mehrmals im Leben. Ohne Zweifel ist der Sonnenbrand eine der häufigsten Verletzungen im Alpinsport. Gehört nun ein richtiger Sonnenbrand einfach zu einer guten Tour dazu, oder ist er als vermeidbarer Strahlenunfall anzusehen? Im Folgenden zu den Ursachen ...
alk am berg. 1/03
von Joast Arno
In Österreich begeben sich etwa 50 Millionen Menschen jährlich in alpines Gelände, um dort zu arbeiten, Sport zu treiben oder einfach nur die Aussicht zu genießen. Laut Statistik gelten in unserem Land etwa 300.000 Menschen als alkoholabhängig und etwa eine Million als gefährdet. Fast 2,5 Millionen konsumieren täglich Alkohol. Da drängt sich die Frage auf, inwiefern es einen Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum am Berg und Herzkreislaufversagen ...
Wiederbelebung. 2/02
von Berghold Franz
In der ägyptischen Mythologie rettet Isis ihrem Ehemann Osiris mit Mund-zu-Mund-Beatmung das Leben – wahrscheinlich die älteste Beschreibung einer Notfallbeatmung. Durch die Geschichte hindurch gibt es dann zahlreiche Berichte über verschiedene Formen der „Wiederbelebung“, bis in den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts mehrere Experimente und Studien die Grundlage für eine ideale Technik zur kardiopulmonalen Reanimation (CPR) bilden...
durchgebrannt. 1/02
von Möhrle Matthias
Braungebrannt muss er sein, der richtig zünftige Bergsteiger. Ein von Wind, Wetter und vor allem Sonne gezeichnetes Gesicht ist seit Generationen fixer Bestandteil des Klischees vom echten Alpinisten. Auch für den Erholungswert eines Schiwochenendes wird der Bräunungsgrad gerne als Bewertungskriterium herangezogen. Eine sehr sonnige Schitour vor einigen Jahren veranlasste Matthias Möhrle, sich über die Auswirkungen der Sonne oder vielmehr ...
wer im winter nicht frieren möchte, sollte möglichst "wenig" anziehen. 1/02
von Gore
Repräsentative Forschungen in der Kältekammer bei W.L.Gore werfen Großmutters gutgemeinten Ratschläge um: Nicht warm sondern möglichst kalt sollten sich Outdoorer bei frostigen Temperaturen anziehen. Denn der menschliche Organismus reagiert äußerst sensibel auf textile Schutzschichten. ... während ein dosiertes Wech-selbad nach Kneipp nachweislichdie Abwehrkräfte stärkt, ...
berg&mobil. 2/01
von Würtl Walter, Sponring Maria
Von der eigenen Unbeweglichkeit in die Knie gezwungen, versuchen allmorgentlich stöhnende Bergsteiger mit schmerzverzerrten Gesichtern krampfhaft ihre Schuhbänder zu erreichen – oft vergeblich! Walter Würtl und Maria Sponring beleuchten die Hintergründe von Verkürzungen im muskulären System und stellen ein einfaches Dehnungs- und Mobilisationsprogramm vor, welches in kurzer Zeit und ohne ..
wenn fleisch gefriert. 1/01
von Höbenreich Christoph
In den vergangenen Wochen konnte ich als Leiter der ersten in Österreich organisierten Expedition zum höchsten Berg in Antarktika erneut Kälteerfahrung sammeln. Im dritten Hochlager hatte es in den Zelten klirrende -29°C. Und am Gipfel des Vinson Massivs (4.897 m) waren wir mit einem Windchill von -70°C (!) konfrontiert, der sich aus einer Lufttemperatur von mindestens -35°C und einem bissigen Wind von ca. 40 km/h ergab. Trotz der extrem hohen ...
Wenn Fleisch gefriert. 4/00
von Höbenreich Christoph
Frei nach dem Motto „es ist einfacher aus einem guten Bergsteiger einen Arzt zu machen, als aus einem Arzt einen guten Bergsteiger" (Diemberger, 1998), wagt sich der Bergführer Christoph Höbenreich an ein medizinisches Thema: die Gefahr von lokalen Kälteschäden beim Bergsteigen. Nicht nur bei Bergfahrten in medizinisch kaum versorgte Gebiete oder bei Expeditionen sind Vorbeugung, frühzeitige Erkennung und richtige Erstbehandlung von Erfrierungen von großer ...
gehen und steigen. 2/00
von Eder Engelbert
Als Basis für jede alpinistische Tätigkeit ist eine ausgefeilte Gehtechnik von großer Bedeutung. Sie hilft nicht nur Langzeitschäden in den Gelenken zu vermindern, sondern auch alpinen Unfällen vorzubeugen. Eine gute Technik gibt uns eine erhöhte Trittsicherheit und ermöglicht ein ökonomisches Haushalten mit unseren Energiereserven, d.h. es erfolgt eine verzögerte Ermüdung in physischer und psychischer Hinsicht...
blasen. 3/99
von Plattner Peter
Bulla (lat.) f: Blase; primäre Effloreszenz; über das Hautniveau erhabener mit Flüssigkeit gefüllter Hohlraum; entsteht durch einfache Spaltung der Hautschichten, meist einkämmerig. - So erklärt das Klinische Wörterbuch jenes Phänomen, das schon so manche Tour zum Alptraum hat werden lassen und mit dem jede/r von uns schon des öfteren konfrontiert wurde. Die Rede ist von der banalen(?) Blase...