Gehen am kurzen Seil. 3/16
von Hoi Klaus
Eigentlich wollten wir (Würtl und Plattner) an dieser Stelle einen zusammenfassenden Beitrag zur Technik „Gehen am kurzen Seil“ bzw. den möglichen Alternativen schreiben und auch die verschiedenen Ansätze und Bezeichnungen in den Alpenländern aufzeigen. Das haben wir aber auf eine der nächsten Ausgaben verschoben. Denn bei unserer Recherche zum kurzen Seil sind wir immer wieder zu ein paar kopierten und abgegriffenen, zusammengehefteten Blättern zurückgekommen ...
"Solo Quattro Metri". 3/16
von Wiedmann Otti
Eingefleischte Kletterer spitzen die Ohren, wenn die Sprache auf die Messnerführe am Mittelpfeiler des Heiligkreuzkofel kommt. Die Erschließungsgeschichte dieser Wand liest sich wie das Who-is-who der Kletterszene von der Mitte des letzten Jahrhunderts bis heute. Die Gebrüder Messner hinterließen eine bis heute harte Nuss, die unser Autor Otti Wiedmann gemeinsam mit Andi Orgler erstmals knacken konnte. Er erinnert sich und berichtet von den Menschen und Routen ...
Schneewissen einst & heute. 3/16
von Höller Peter
Der Untertitel mag im ersten Moment provokativ klingen. Bei kritischer Betrachtung der Literatur stößt man aber unweigerlich auf die Frage, ob die Schnee- und Lawinenkunde dem Tourengeher in den letzten Jahrzehnten tatsächlich nennenswerte (neue) Erkenntnisse brachte? Peter Höller, der Autor dieser Zeilen, traut sich jedenfalls zu behaupten, dass die heute verwendeten Grundsätze und Prinzipien zum überwiegenden Teil aus den 20er- und 30er-Jahren des vorigen ...
Mauk. 3/15
von Brandstätter Peter
Die 2.227 Meter hohe Maukspitze mit ihren steilen, nach Südwesten gerichteten Wandabstürzen kennen die Kletterer der heutigen Generation zwar noch als östlichsten Eckpunkt des Kaisergebirges, jene Bekanntheit, die der Mauk durch die Erstbegehung der Westwand vor 72 Jahren über ein halbes Jahrhundert lang beschieden war, gehört jedoch der Vergangenheit an. Mag sein, dass der Mauk durch das eine oder andere Projekt von Alex Huber ...
Sanieren von Kletterrouten in der Schweiz. 2/13
von Hasler Bruno
DAV und OeAV (bergundsteigen 1/12) sowie der AVS (bergundsteigen 2/12) haben ihren Standpunkt zum Thema Routensanieren und Bohrhaken bereits dargestellt. Nun ist Bruno Hasler an der Reihe, um die Position des SAC darzustellen. Darüber hinaus ist sein Beitrag ein Stimmungsbild, in dem prominente Protagonisten zu Wort kommen. Und von wegen, die Schweiz ist übersät mit Bohrhaken... In der Schweiz gibt es eine Vielzahl von Kletterrouten ...
Der Torre ist überall. 2/13
von Plattner Peter
Haufenweise Menschen am Cerro Torre, Staus am Everest und Andrang auf den Nameless Tower. „Schreib doch was über die aktuelle Leistungsexplosion im hochkarätigen Bergsteigen“, meinte Kollege Haselböck. Mach ich gerne: Der bekannteste österreichische Bergsteiger ist Gerlinde Kaltenbrunner. Alle 14 Achttausender. Zwar Jahrzehnte zu spät um als Spitzenalpinismus zu gelten, aber: total fair und noch dazu Frau ...
Und davon kann man leben. 2/12
von Schmid-Mummert Ingeborg
„Früher, ja, früher, da war die Welt noch in Ordnung!“ So lautete Anfang November des vergangenen Jahres die nostalgische Zusammenfassung des IMS (International Mountain Summit) von Brixen in der Tiroler Tageszeitung. Bei Edmund Hillary habe noch ein Gipfelfoto von Sherpa Tenzing Norgay gereicht, um die Erstbesteigung des Mount Everest zu belegen. Heutzutage verlange die Masse nach online-Expeditionstagebüchern, Web-Logs und Videostreams in Echtzeit ...
Über Frauen, die auf Berge steigen. 1/12
von Runggaldier Ingrid
„Frauen haben in der Alpingeschichte immer nur eine sekundäre Rolle gespielt.“ Das ist wohl der am häufigsten ausgesprochene Satz, wenn von Bergsteigerinnen die Rede ist - auch heute noch, da Frauen längst bewiesen haben, dass sie im Alpinismus nicht nur früher oder später alle Leistungen der Männer wiederholen konnten, sondern auch immer wieder mit eigenen spektakulären Unternehmungen aufhorchen lassen. ...
Denk mal! Berühren verboten?. 1/12
von Dick Andi
Alpine Klassiker und Denkmalschutz. Die Diskussion um die Absicherung von Kletterrouten ist fast so alt wie der Sport selbst. Mit einer neuen „Charta“ wollen die Alpenvereine Leitlinien für die Praxis geben und das Engagement und die Diskussion zu Sanierungsmaßnahmen fördern, denn die Diskussion erhält immer wieder neuen Treibstoff. „Durch Versicherungen wird den Bergen gerade das genommen, was zu ihrer Besteigung anreizt, die Schwierigkeit.“ ...
Märchen, Schi und Alpinismus. 4/08
von Schmid-Mummert Ingeborg
Blower, Jah-Love, Seven Summits, Bandit und Mt. Baker -das Schifahren erlebt seine zweite Renaissance. Noch nie war dieser Sport so verschieden und auch hipp, wie die eingangs angeführten aktuellen Produktnamen von Schiern aufzeigen. Ingeborg Schmid-Mummert nimmt uns mit auf eine Zeitreise und zeigt auf, wie alles begann. Damals, als sich der norwegische Schneeschuh in den Dienst des Alpinismus stellte. ...
Sind die Führer frei?. 3/08
von Schmid-Mummert Ingeborg
Folgende Zeilen berichten über Freiheiten, Einschränkungen und Wahrnehmungen in der Beziehung zwischen Gast und Führer zu Beginn des Alpintourismus. Am 1. Januar 1893 trat eine neue Bergführerordnung für Tirol und Vorarlberg in Kraft. Da sie den im vorangegangenen Jahr für Kärnten erlassenen Bestimmungen völlig entsprach, erhoffte man sich, den Grundstein für eine allmähliche Vereinheitlichung der Führerordnungen in den österreichischen Alpenländern ...
Wenns enk nit schamts!. 2/08
von Schmid-Mummert Ingeborg
Der Tod am Berg spielt seit jeher eine wichtige Rolle und wohl jeder Alpinist hat sich schon einmal damit beschäftigt. Spätestens beim Begräbnis eines Freundes oder Bekannten, der in den Bergen verunglückte, wird die Auseinandersetzung mit dem Sterben am Berg unvermeidlich. ...
eiszeit 2. 4/07
von Wiedmann Otti
Nachdem in der letzten bergundsteigen-Ausgabe der Beginn des großen Gletscherbergsteigens von der Erstbesteigung des Mt. Blanc im Jahre 1786 bis hin zur Eroberung der ersten beiden Achttausender-Steilwände 1970 skizziert wurde, beschäftigt sich Otti Wiedmann in diesem Beitrag mit der großen Zeit des Eis- und Mixedkletterns nach diesen beiden bergsteigerischen Großtaten bis hin zu den Anfängen der Neunzigerjahre. Es handelt sich zwar nur um eine ...
1956 / 2006. 3/07
von Kappenberger Giovanni
Im Frühling 1956 war der Glaziologe Fritz Müller als wissenschaftliches Mitglied der schweizerischen Everest-Expedition im Khumbugebiet tätig. Er hinterließ mehrere Negativ-Streifen als Schwarz-Weiß-Bilder in den Archiven der Schweizerischen Stiftung für Alpine Forschung in Zürich (SSAF). Mit verschiedenen dieser Fotos ist Giovanni Kappenberger im Herbst 2006 nach Nepal gezogen, um die Wiederholung der Bilder zu versuchen. ...
eiszeit (1). 3/07
von Wiedmann Otti
Wenn man die Geschichte des Alpinismus betrachtet, so liegen die Anfänge des Eisgehens bzw. des Eiskletterns weit vor denen des Felskletterns. Thierry Renault, neben Damilano einer der führenden Alpinisten Frankreichs in den Neunzigerjahren, sagte in einem Vortrag im Jahr 2000: „Als Alpinist in den Alpen und in den Bergen der Welt bist du in erster Linie Eiskletterer, dann Ausdauermensch und erst in dritter Linie Felskletterer. ...
der besten einer. 2/07
von Schmid-Mummert Ingeborg
Nicht nur der sportliche Alpinismus als scheinbar nutzloses, nur der persönlichen Erbauung dienendes Bergsteigen, wurde im 19. Jahrhundert "erfunden", auch die Gefahren in den Bergen mussten erst entdeckt werden.Dabei entstand die feste Überzeugung, dass diese durch Erfahrung, Wissen und entsprechende Vorkehrungen zu beherrschen seien. Als Störfaktor blieb - bis heute, dass nicht selten auch der Erfahrene, der Experte zum Opfer wird. Ingeborg Schmid-Mummert ...
Gletscher. 2/06
von Bernhardt Johanna
Sonntag, 5. Mai, 7.00 Uhr auf der Pasterze. Die Sonne hat längst die Glocknerwand überschritten und die Schatten kriechen langsam in ihre Höhlen zurück. Ein wunderschöner Tag kündigt sich an. Doch jäh wird die Stille des Morgens zerrissen. Ein ohrenbetäubender Knall, wie die Explosion nach lang angestautem Druck; dann ein Krachen - wie tausend Glasscherben, die endlich der Belastung nachgeben. ...
berge - throne der götter. 3/05
von Bernhardt Johanna
Wer kennt ihn nicht, den Ruf aus dem Alpinspektakel "Der Watzmann"? Der Berg ruft: jährlich Tausende von Alpinisten. Der Berg ruft: zu neuen Superlativen, die sich in Höhen, Schwierigkeitsgraden und riskanten Alleingängen ausdrücken. Der Berg ruft: und heute wie vor Tausenden von Jahren übt er eine magische Anziehungskraft auf den Menschen aus. Was ist es, das uns an Bergen so fasziniert? Was ist es, ...
hms-history. 2/05
von Wölcken Hans, Schubert Pit
Wieder einmal wurde einer breiten Öffentlichkeit in einer Alpinzeitschrift - diesmal von Walter Britschi in "bergundsteigen" 3/04 - als Urheber der Halbmastwurfsicherung Werner Munter präsentiert. Das wäre vermutlich unterblieben, wenn auch dem Autor die historischen Fakten bekannt gewesen wären. Er hätte sie nur beispielsweise dem Beitrag von Pit Schubert "Wer ist der Erfinder der Halbmastwurfsicherung?" im "Bergsteiger" 1/1999 oder dem Abschnitt "Halbmastwurfsicherung" ...
plaisir. 3/04
von Känel Jürg Von
Früher gehörte das Eröffnen einer Neutour zu einer absoluten Pioniertat. Klettern war Heldentum. Mit Hammer, Haken und Gottvertrauen zog man los. Kühn kämpfte man sich durch die abweisenden, oft brüchigen Felswände. Gesichert wurde an lottrigen Felshaken, selbstgebastelten Bohrhaken und Holzkeilen. Das Wort "Erstbegehung" umgab zu jener Zeit eine ganz besondere Aura ...
felsklettern. 3/04
von Mosimann Ueli
In den Schweizer Alpen wurden in den letzten Jahren sehr viele Routen komplett mit fixen Sicherungspunkten ausgerüstet. Dies hat zweifelsohne wesentlich dazu beigetragen, die Popularität des Klettersports in der Schweiz zu steigern. Parallel zu dieser Entwicklung ist auch eine ausgeprägte Kanalisierung der Aktivitäten zu beobachten: Ältere Routen, die nicht eingebohrt worden sind, werden nur noch selten begangen. Routensanierungen dienen vornehmlich dazu, ...
mit seil und haken .... 3/04
von Schubert Pit
Normalhaken gibt es seit über hundert Jahren. Waren es anfänglich den Bilderhaken nachgebildete Eisenstifte, nur etwas stabilere, die man in den Fels trieb, so war es Hans Fiechtl, der noch vor dem Ersten Weltkrieg die ersten brauchbaren Haken entwickelte, die seitdem seinen Namen tragen: "Fiechtlhaken". Bis in die fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts waren die allermeisten Haken exotische Eigenkreationen, meist in Heimarbeit ...