Lawinen-Verschütteten-Suche. 4/16
von Plattner Peter, Würtl Walter
Im letzten „leicht gemacht“ (bergundsteigen #96) ging es um das allgemeine Verhalten bei einem alpinen Notfall. Das dort vorgestellte Schema beinhaltet den Punkt „Verletzte bergen“, was bei einem Lawinenunfall übersetzt bedeutet, verschüttete Personen zu orten und auszugraben. In diesem „leicht gemacht“ konzentrieren wir uns aber nur auf den Ablauf der Verschüttetensuche, das Ausschaufeln kommt das nächste Mal dran ...
leichtgemacht - Was tun im Notfall.. 3/16
von Plattner Peter, Würtl Walter
Dass wir beim Bergsteigen mit Unfällen konfrontiert werden können, dürfte keine überraschende Neuigkeit sein. Dennoch setzen sich die meisten von uns mit diesem Faktum erst dann auseinander, wenn wir von einem solchen alpinen Notfall unmittelbar betroffen sind. Kein Wunder, dass es dann aufgrund der mitunter sehr belastenden Situation recht rasch zu Überforderung und falschen Handlungen kommen kann. Die Wahrscheinlichkeit, selbst einmal von einem alpinen ...
Leichtgemacht - Die Abalakov. 2/15
von Plattner Peter, Würtl Walter
Wir wissen nicht, ob Vitaly Mikhaylovich Abalakov (1906-1986) die von ihm erfundene Verankerung nun Eisuhr oder Eissanduhr nannte. Das ist uns auch egal, solange man weiß, wie dieses geniale Ding herzustellen und anzuwenden ist. Kurz zusammengefasst ist mit Abalakovs Technik im guten Eis eine ausgezeichnete Verankerung herstellbar, und das ohne besonderes Material. Benötigt wird lediglich eine einzige lange Eisschraube (mind. 19 cm) und mit entsprechend vielen Reepschnur- bzw. Halbseilstücken können beliebig viele Fixpunkte hergestellt werden. ...
Leichtgemacht - Allgemeine Notfallausrüstung. 1/15
von Plattner Peter, Würtl Walter
Alpine Vereine und Institutionen predigen seit Jahren immer die entsprechende Notfallausrüs-tung mit dabei zu haben. Dabei gibt es für manche Bergsportdisziplinen spezielle Dinge wie LVS, Sonde, usw., aber auch eine grundlegende allgemeine Notfallausrüstung, die immer und überall mit dabei sein sollte - egal ob auf Schihochtourendurchquerung, bei der Tageswanderung oder fürs alpine Klettern. Zu dieser gehören eine Erste-Hilfe-Tasche, ein Biwaksack ...
bergundsteigen leicht gemacht. 2/14
von Würtl Walter, Plattner Peter
Möglichkeiten, an einem Standplatz die Fixpunkte zu verbinden, gibt es viele. Tatsächlich ist es wesentlich wichtiger, die Qualität dieser Fixpunkte zu beurteilen, als sich den Kopf zu zermartern, wie man sie verbinden kann oder muss. Unfälle d.h. Seilschaftsabstürze geschehen nicht, weil die Fixpunkte am Standplatz falsch verbunden werden, sondern weil sie schlecht sind, weil sie der Belastung nicht standhalten! ...
bergundsteigen leicht gemacht. 2/14
von Würtl Walter, Plattner Peter
Müssten wir uns auf eine einzige Methode zum Verbinden von Fixpunkten am Standplatz beschränken, würden wir den Abseilstand als Universalmethode empfehlen. Dabei handelt es sich um einen nicht frei beweglichen Ausgleich, weshalb er auch „Pseudo-Ausgleich“ genannt wird. Wie der Name schon sagt, ist diese Technik bei Abseilständen seit Jahren üblich und hat sich dort bewährt. Dieser Standplatztyp wird mit einer ca. 3 m langen Dyneema Reepschnur ...
bergundsteigen leicht gemacht. 1/14
von Plattner Peter
Mann und Frau kann sich Freunde fürs Leben schaffen, ist auf Skitour ein kleines feines Reparaturset mit dabei. Doch nicht „nur“ für andere, auch und vor allem bei eigenen Material- problemen kann damit oft schnell und einfach ein Tourentag gerettet werden. Bei einer gemütlichen Tagestour ist es sehr erfreulich, wenn ich nach einem kurzen Boxenstopp weiter Richtung Gipfel ziehen kann und nicht umdrehen muss, oder ich erspare mir ...
bergundsteigen leicht gemacht. 1/14
von Plattner Peter
Skihochtouren sind die Königsdisziplin im Bergsteigen. Zum sehr guten skifahrerischen Können und der Risikoabschätzung was die Lawinengefahr betrifft, kommt noch die ganze Hochtouren-Thematik dazu: also Gletscher & Grate. Das verlangt einiges an Wissen und Können und auch die entsprechende Ausrüstung. Letztere fällt im sprichwörtlichen Sinn ins Gewicht und da Skihochtouren oft lang sind und gerne von Hütte zu Hütte führen ...
Lawine! Was tun?. 4/13
von Plattner Peter, Würtl Walter
In Ausbildungskursen richtet sich meist die gesamte Aufmerksamkeit bei einem Lawinenunfall auf die Kameradenrettung: LVS-Suche, sondieren, ausgraben. Was man selbst unternehmen kann, um der eigenen drohenden Lawinenverschüttung zu entgehen, darüber wird fast nichts erzählt und schon gar nicht trainiert: „Wenn du einmal in einer Lawine bist, kannst du eh nichts mehr machen“, so die weit verbreitete Meinung. Dass das so nicht immer stimmt ...
bergundsteigen leicht gemacht. 3/13
von Würtl Walter, Plattner Peter
Richtig Knoten: Was steht bei jedem Anfängerkurs an erster Stelle? Richtig, die Knotenkunde. Obwohl das Verknüpfen von Seilen und Schnüren so grundlegend ist, wie sonst nichts im Bergsport, verwundert es, dass 90 % der Knoten, die so gesehen werden können, falsch oder zumindest nicht ganz richtig gemacht sind. Solche fehlerhaft gemachte Knoten sind der Grund für zahlreiche z.T. schwere Unfälle. So ist es mehr als gerechtfertigt, sich in dieser Rubrik noch einmal kurz und klar ...
Bremshandschuh. 2/13
von Plattner Peter
Klar, der Bremshandschuh wird seit Jahren empfohlen. Allerdings sehr halbherzig. Dass er Sinn macht, steht außer Frage, lediglich mit der Umsetzung hapert es. Menschen, die mit einem Handschuh sichern, fallen in der Halle ebenso auf wie beim alpinen Klettern und irgendwie unterstellt man diesen Leuten, dass sie Handschuhe nicht aus Sicherheitsgründen tragen, sondern sich nur nicht schmutzig machen möchten. In bergundsteigen 3/12 hat Max Bergers Beitrag ...
Ski an- und ausziehen. 1/13
von Plattner Peter
In seine Ski bzw. in die Bindung ein- oder auszusteigen, klingt trivial; es ist in den allermeisten Situationen auch einfach, nämlich immer dann, wenn ein gute Stelle ausgewählt wurde: flach, genügend Platz und kein „Absturzgelände“. Ist der Schnee noch dazu einigermaßen tief und weich, sodass der Ski gut und sicher „hingelegt“ werden kann, dann ist das Ganze auch in steilerem Gelände noch problemlos möglich. Etwas kniffeliger wird es, wenn der Schnee - wie zB gerne im ...
LVS-Check. 4/12
von Würtl Walter, Plattner Peter
Als Standardmaßnahme bei Schitouren oder Varianten sollte der LVS-Check schon längst zur gängigen Praxis gehören. In der Realität schaut es freilich eher so aus, dass man diesen vornehmlich bei „geführten“ Gruppen sieht. Da ein sauber durchgeführter LVS-Check gar nicht so trivial ist, möchten wir die Gelegenheit, nutzen und eine (von Manuel Genswein entwickelte) Version vorstellen. Prinzipiell ist der LVS-Check eine gute Gelegenheit sich mit der Funktionsweise ...
Seilrollenflaschenzug. 3/12
von Würtl Walter, Plattner Peter
Im Gegensatz zum Expressflaschenzug - den wir in der letzten Ausgabe von bergundsteigen an dieser Stelle vorgestellt haben - ist der Seilrollenflaschenzug das Mittel bzw. die Rettungstechnik der Wahl, wenn es darum geht, jemanden zum Stand hinaufzuziehen. Der Seilrollenflaschenzug ist etwas aufwändiger zu bauen, dafür aber ein „doppelter Flaschenzug" mit 4-facher Übersetzung (+ Reibung). Komplett frei hängende Personen können aber dennoch nur mit höchster Anstrengung ...
Expressflaschenzug. 2/12
von Würtl Walter, Plattner Peter
Der Expressflaschenzug fällt traditionellerweise in die Kategorie der Rettungstechniken. Warum das so ist, erscheint uns etwas schleierhaft, denn „retten“, im Sinne von „hochziehen“ funktioniert damit nicht. Er leistet aber gute Dienste, wenn man dem Nachsteiger kurz mehr Zug geben möchte – damit er zB über die eine schwere Kletterstelle hinaufkommt. Wunderdinge dürfen vom Expressflaschenzug keine erwartet werden und wenn es schon etwas Seilreibung ...
Panzerknacker-Iglu. 1/12
von Würtl Walter, Plattner Peter
Jedes Jahr kommt es im winterlichen Gebirge zu Notsituationen, weil Einzelpersonen oder Gruppen aus den verschiedensten Gründen gezwungen sind, die Nacht im Freien zu verbringen. Ein solches Notbiwak ist dann aber leider nicht immer Stoff abendfüllender Heldenerzählungen am warmen Kachelofen, sondern mitunter dramatischer Endpunkt eines Bergsteigerlebens. Um die Nacht draußen ohne Schaden verbringen zu können, bedarf es neben einer adäquaten Ausrüstung ...
bergundsteigen leicht gemacht - Anseilen mit Brustgurt. 3/11
von Würtl Walter
Im Gegensatz zu früher - als das Anseilen mit Sitz- und Brustgurt das Maß aller Dinge war - ist heute der Hüftgurt alleine Standard. Mit ausschlaggebend für diesen Wechsel der Lehrmeinung war eine Untersuchung der Mediziner Lutz/Mair, welche die Vermutung, dass es ohne Brustgurt vermehrt zu Wirbelsäulen- und Schädelverletzungen kommt, widerlegte. Ein zusätzlicher Brustgurt, bzw. ein Kombigurt, macht aber bei folgenden Situationen Sinn und wird dann empfohlen, ...
bergundsteigen leicht gemacht - Seil verkürzen. 2/11
von Würtl Walter
Beim Sichern auf Graten, im kombinierten Gelände, am Gletscher, am Klettersteig und in vielen anderen Situationen ist es oft sinnvoll, nicht mit der vollen Seillänge zu arbeiten, sondern das Seil auf eine ideale Länge zu verkürzen. Das anfallende Restseil kann man nun entweder im Rucksack verstauen oder am Körper „versorgen“: Letzteres hat den Vorteil, dass man dieses Restseil jederzeit verfügbar hat und somit (längen-)flexibel agieren kann. ...