bergsönlichkeit - peter geyer. 3/17
Peter Geyer hat sich in den letzten Jahrzehnten als Bergführer, als Ausbilder und aufgrund seines Engagements um die Bergführerschaft national und international einen Namen gemacht und seine Spuren hinterlassen. Wir haben den 68-Jährigen in seiner Wahlheimat im Berchtesgadenerland zu einem Interview bezüglich seiner Erfahrungen mit dem Gehen am kurzen Seil getroffen – letztendlich ist daraus mehr geworden. Peter Geyer war ber(g)sönlichkeit in bergundsteigen #55 (2/06). Als Grandseigneur der nationalen und internationalen Bergführerschaft hast du die Entwicklung des Bergsteigens ...
bergundsteigen#100 - Helga Peskoller im Gespräch mit Michael Larcher. 3/17
von Peskoller Helga, Larcher Michael
Es gibt Grund zu feiern, die vorliegende Ausgabe ist die einhundertste von bergundsteigen: Was hat dich vor einem Vierteljahrhundert bewogen, eine alpine Fachzeitschrift ins Leben zu rufen, die sich dezidiert dem Thema Sicherheit widmet? 1992 bekam ich das Angebot, Robert Renzler und Monika Kofler im Alpinreferat des ÖAV zu unterstützen und mich vorrangig um den Bereich Ausbildung zu kümmern. Ich brannte damals für die Themen Sicherheit und Alpinausbildung und spürte ...
bergundsteigen#100 - Gedanken und Wünsche von Leserinnen. 3/17
Claudia T., bergrettende Leserin: „Glückwunsch und großen Dank an alle Beteiligten zur 100. Ausgabe von bergundsteigen. Passend zum Untertitel ‚Menschen - Berge - Unsicherheit’ informiert das Magazin - wie keine andere Bergsportzeitschrift – auf informative, offene, prägnante, wissenschaftliche und doch verständliche Weise über alle aktuellen Fragestellungen und Neuheiten rund um unser Lieblingsthema den Berg und bietet gleichzeitig viel Raum für Diskussionen, Meinungsaustausch und Entwicklung unseres Sports.“ ...
bergsoenlichkeit - philipp dahlmann. 2/17
Erste Hilfe im alpinen Gelände ist anders. Wie schaut dein Zugang aus? Berührungsängste abzubauen und zu ermutigen hinzugehen, um der betroffenen Person zu helfen. Ich möchte, dass ein alpiner Notfall immer ganzheitlich gesehen wird. Zum Beispiel muss bei einem Spaltensturz nicht nur an die seiltechnischen Aspekte, sondern gleich bzw. an erster Stelle an die Versorgung des Betroffenen gedacht werden. Konkret heißt das, dass zuerst entschieden wird, was zu machen ist – Retter in die Spalte hinunter oder die Bergung des Gestürzten heraus – und dann entsprechend gehandelt wird. ...
bergsoenlichkeit - messner & brugger. 1/17
Philipp Brugger und Simon Messner, ihr seid zwei Bergsteiger der „jungen Generation“, die (noch) nicht so bekannt sind. Wer seid ihr und was macht ihr? Philipp Brugger:?Das ist gar nicht so leicht zu beschreiben, weil sich bei mir in den letzten Jahren und besonders auch in den letzten Monaten viel verändert hat: Zuerst war ich ein Wettkampfsportler im Bereich Skibergsteigen und Berglauf bzw. Trail-Running. Mittlerweile bin ich viel mehr beim Bergsteigen, möchte die Berge entdecken und widme mich dem Alpinismus mit seinen Abenteuern. ...
portfolio - messner & brugger. 1/17
von Messner Simon, Brugger Philipp
In der Abfahrt im unteren Teil der Aiguille du Chardonnet Südwand im Dezember 2015 mit Kilian Jornet und Alex Lafarge. Wir sind erst um 9:00 Uhr vom Auto in Le Tour gestartet und über die Route „Escarra" (S/WI4/bis 80°) auf den Gipfel. Nach einer angenehmen Gipfelrast kam Kilian auf die Idee, dass wir jetzt eigentlich die Südwand abfahren könnten – ist ja erst 14:00 Uhr und die zwei Gegenanstiege vom Argentière Gletscher zum Le Tour Gletscher sind ja nur kurz, ...
bergsönlichkeit - Stefan Häusl & Björn Heregger. 4/16
von Häusl Stefan, Heregger Björn
Stefan Häusl und Björn Heregger sind Freerider. Stefan ist Vollprofi und in diesem Metier schon ein Urgestein, Björn verdient sein Geld auch als Freerideguide und Bergführer. Von beiden wollten wir wissen, was Freeriden für sie bedeutet und wie sie ihr Risiko beurteilen – als Guide unterwegs mit Gästen, bei einem Contest oder bei einem Filmprojekt. Was bedeutet für euch „Freeride-Abenteuer“? Stefan Häusl: Abenteuer beginnt dort, wo ich keinen Lift mehr sehe und in Gebiete komme ...
bergsönlichkeit - Pit Schubert. 3/16
von Schubert Pit
Was hat sich im Klettersport verändert? Die ganze alpine Kletterei ist eigentlich rückläufig. Gerade erst war ich an einem schönen Wochenende im Wilden Kaiser und da findest du kaum mehr Kletterer: an der ganzen Fleischbank von oben bis unten, Karlsspitze, Christaturm, Bauernpredigtstuhl – keine einzige Seilschaft. Gerade einmal eine Seilschaft am Nordgrat der Hinteren Goinger Halt. Auch im Oberreintal ist es inzwischen so. An den Zinnen ist noch Betrieb ...
Portfolio - Pit Schubert. 3/16
von Schubert Pit
Im Bergsport gibt es zwei Päpste: Werner Munter, den „Lawinenpapst“, und bereits davor, lange bevor ganz Deutschland Papst wurde, Pit Schubert, der mit dem Titel „Sicherheitspapst“ versehen wurde. Mehrere Generationen von Bergsteigerinnen und Kletterern assoziieren ihn mit diesem Begriff, nur die älteren wissen, dass Pit alles andere als ein Risikoverweigerer war und ist, wie einige Fotos und die dazugehörigen Geschichten zeigen.
bergsönlichkeit - Heiko Wilhelm. 2/16
von Wilhelm Heiko
Was sind deine Aufgaben beim Wettkletterverband Österreich? Meine Aufgaben beim KVÖ sind vielschichtig, weil der Verband be- grenzte finanzielle Mittel hat und daher vorhandene Ressourcen breit eingesetzt werden müssen. Alle Angestellten haben meist mehrere Funktionen, meine ist Sportdirektor - d.h. ich bin hauptsächlich verantwortlich für den sportlichen Teil -, aber gleichzeitig auch Geschäftsführer, wobei ich mir die Arbeit mit Michael Schöpf teile. ...
Portfolio - Heiko Wilhelm. 2/16
von Wilhelm Heiko
Schon seit einiger Zeit wollten wir einen Beitrag über die alpine Rettung aus der Luft bringen, doch irgendwie hat es sich nie ergeben. Anlässlich des Unfalls am Wiesbachhorn (S. 20) war es aber ein Anliegen, mit einem der beteiligten Retter zu sprechen und so haben wir Markus um ein Interview gebeten. Bei dieser Gelegenheit wollten wir aber gleich mehr von der Christophorus Flugrettung wissen, denn man hat ja nicht alle Tage die Gelegenheit, mit dem „obersten Flugretter“ zu sprechen.
bergsönlichkeit - Peter Aschauer. 4/15
Wie bezeichnet man dein Produkt eigentlich korrekt: ABS-Lawinenairbag? Unser Produkt heißt korrekt: „ABS. Der Lawinenairbag“. ABS steht für Avalanche Balloon Secutem, wobei „Secutem“ ein Kunstbegriff aus Security und System ist. Leider haben wir es verabsäumt, den Begriff „Lawinenairbag“ zu schützen. Die Lawinenairbag-Systeme allgemein als Auftriebssysteme zu bezeichnen, ist inhaltlich übrigens falsch, da es in der Lawine ja keinen Auftrieb gibt, sondern nur eine Entmischung. Der ABS ist heuer 30 Jahre alt geworden. Wie bist du zum Lawinenairbag-System gekommen und welche Meilensteine ...
bergsönlichkeit - Heinz Zak. 3/15
Seit 42 Jahren. Mein Vater war Kletterer und hat das aber aufgegeben, als ich auf die Welt gekommen bin. Mit Markus Plattner habe ich dann mit 15 Jahren im Axamer Klettergarten mit dem Klettern begonnen. Von meiner Oma habe ich mir ein Kletterseil gewünscht, das ich dann auch bekommen habe, Markus hat sich ein Lehrbuch zum Thema Seiltechnik gekauft und dann bin ich vorgestiegen - zum Herstellen eines provisorischen Klettergurts verwendeten wir Reepschnüre. Ich möchte heute lieber nicht mehr wissen, wie das Ganze sicherungstechnisch ausgeschaut hat. ...
Portfolio - Heinz Zak. 3/15
von Zak Heinz
Seine Fotos sind bekannt. Einige davon haben es nicht nur in diverse Alpinzeitschriften, sondern auf die Covers von Wochenmagazinen und Tageszeitungen geschafft. Dementsprechend viel gesehen und in unsere Hirne eingebrannt haben sich Alexander Huber freesolo in der Zinne oder Lynn Hill beim Befreien der Nose. Doch wir haben Heinz gebeten, uns eine Auswahl seiner Fotos zusammenzustellen, die ihm persönlich wichtig sind, und zu notieren, ...
bergsönlichkeit - Helmut Gargitter. 2/15
Dich als Südtiroler müssen wir als erstes natürlich zum Thema Bohrhaken & Sanieren befragen. Deine Meinung dazu? In der heutigen Zeit muss Platz für alles sein. Das heißt, dass Neutouren mit Bohrhaken abgesichert werden, aber gleichzeitig auch Respekt für die alten Routen vorhanden ist. Es sollte ein Mit- und Nebeneinander geben. Was das Sanieren von klassischen Routen angeht, so denke ich doch, dass heute, mit unserer modernen Ausrüstung, die Touren von damals zu schaffen sein müssten - und daher nicht alles nachträglich gebohrt werden muss ...
bergsönlichkeit - Kurt Winkler. 1/15
von Streicher Bernhard
Ist die ausgegebene Lawinengefahrenstufe eine verlässliche Grundlage für die Einzelhangentscheidung? Das geht grundsätzlich nicht, da es eine Gefahrenverbreitung ist und nicht auf den Einzelhang heruntergebrochen werden kann. Du kannst damit planen, aber vor Ort musst du genau schauen, da es immer kleine Gefahrenstellen geben kann; zB musst du eine sehr klein vorhandene frische Triebschneeansammlung im extremen Gelände auch bei geringer Gefahrenstufe meiden. ...
bergsönlichkeit. 3/14
Du beschreibst in deinem Artikel „Longlines“ (S. 30) recht drastisch den zunehmenden körperlichen Verfall, der dich beim Alpinklettern einschränkt. Wie stark leidest du wirklich an den zitierten klappernden Knien? Tatsächlich habe ich bereits schwere Knorpelschäden in den Knien und dementsprechend sind gerade die Abstiege für mich ein Problem. Während wir in jungen Jahren von einem wackeligen Stein zum anderen gesprungen sind, geht’s heute nur mehr ganz vorsichtig hinunter. Der Faktor „Jugend“ ist körperlich einfach nicht zu ersetzen. Die Reaktionsschnelligkeit ist dahin und damit auch ein Stück ...
bergsönlichkeit. 2/14
Andreas Kubin ist Sportkletterpionier und war langjähriger Chefredakteur vom „Bergsteiger“. Stimmt das so? Pionier ist eigentlich ein doofes Wort und klingt, als sei ich schon uralt. Dennoch, wir waren in Deutschland mit die ersten, die auf die Idee kamen, sich nicht mehr nur an Haken hochzuziehen. Im Herbst 1975 kamen wir aus Chamonix in die Pfalz zurück, und mehr oder weniger aus Langeweile probierten wir, Haken nur zur Sicherung zu nehmen - und siehe da, es ging! Die ersten Routen werden heute mit VI+ und VII– bewertet. Ein Jahr später haben wir erfahren ...
bergsönlichkeit. 1/14
Markus, du bist Diplomskilehrer, Bergführer, Sachverständiger, Advisor für Qualifier der Freeride World Tour (FWT) in Europa. Was ist Freeriden für dich? [… lange keine Antwort] Ist Freeriden Tiefschneefahren? Ja; Ist Freeriden steil? Ja; Ist Freeriden gefährlich? Ja, wenn man gewisse Zeichen missachtet, wenn man mit falschen Leuten im falschen Gelände unterwegs ist und wenn man nicht gut vorbereitet ist. Ist Freeride Kommerz? Von der Industrie und den Destinationen her wird es kommerziell vermarktet, aber draußen im Gelände ist es einfach Erlebnis! ...
bergsönlichkeit. 3/13
Mit dem langjährigen Leiter der AVS-Jugend und jetzigen Landesleiter der Bergrettung Südtirol wollten wir schon lange ein Interview für bergundsteigen führen. Heuer hat es geklappt und nachdem uns Toni Preindl über die Burgstallkante auf den Schlern gelotst hat („Was? Die kennt ihr nicht?“) haben wir uns auf der Schlernbödele-Hütte unterhalten: Toni, wohin entwickelt sich der Bergsport? Das muss man differenziert sehen. Die Elite wird sich in Sachen Schwierigkeit und Risikobereitschaft immer weiter nach oben entwickeln. Die Masse allerdings geht in Richtung ...
bergsönlichkeit. 2/13
Dass Reinhold Messner gesagt hat, er hat auf Klettersteigen so viele glückliche Menschen gesehen, dass er dafür sein muss - stimmt das? Richtig. Im Originalzitat in meinem ersten Buch „Zurück in die Berge“ abgedruckt mit einem Foto von einem Klettersteig. Und dann habe ich, ich glaube es war 1975, mein erstes Klettersteigbuch gemacht: „Klettersteige Dolomiten". Ich stehe zu meinen Fehlern. Ein zweites Klettersteigbuch ist dann noch dazugekommen; zusammen mit einem Co-Autor, weil ich die Zeit nicht hatte, es alleine zu schreiben. 1978 habe ich allerdings bemerkt ...
bergsönlichkeit. 1/13
Reinhold Scherer, du bist als Sportkletterer und erfolg- reicher Trainer des österreichischen Kletter-Nationalteams bekannt. Inzwischen hast du den Bergführer gemacht und bist ins Skibergsteigen eingetaucht. Woher diese alpine Wandlung? Solange ich fit war, wollte ich nur schwere Sachen klettern, doch ich habe immer gesagt - „Wenn ich älter bin, dann geh ich mehr in die Berge und klettere alpine Touren.“ Der Bergführer war dann ein logischer Schritt, nicht zuletzt, um im „sauberen“ Rahmen mit meinen Wettkletterern auch ein entsprechendes Ausgleichstraining wie Eisklettern, alpine Mehrseillängenrouten ...
bergsönlichkeit. 4/12
bergundsteigen ist heuer 20 Jahre alt geworden. Michael Larcher hat die erste Ausgabe kreiert. Was war damals der Anlass für dich, dieses Magazin zu starten? Ich war 1992 ganz frisch im Alpenverein, als Mitarbeiter im Alpinreferent. Robert Renzler hat damals den Wunsch geäußert, für die ehrenamtlichen alpinen Führungskräfte im Verein eine Art Rundbrief herauszubringen, um diese wichtige Funktionärsgruppe in den Sektionen mit Informationen aus dem Alpenvereinshaus in Innsbruck zu bedienen. Ich habe diesen Wunsch aufgenommen und mir gedacht, warum nicht gleich eine Zeitschrift daraus machen ...
ber(g)sönlichkeit. 2/12
Du warst bis 1996 Leiter der österreichischen Bergführerausbildung und bist allen Kollegen, die dich dort kennengelernt haben, als Persönlichkeit in Erinnerung geblieben. Ich denk da oft darüber nach, was ich für einen Eindruck hinterlassen habe. Ich habe meine Arbeit so gut als möglich gemacht und war dabei sehr ehrgeizig und zielstrebig und wollte den Burschen die beste Ausbildung bieten, die mir und meinem Team möglich war. Das war mein Ziel. Ob das so gelungen ist, kann ich selber nicht beurteilen. Wir führen dieses Gespräch hier auf der Franz-Senn-Hütte, wo du gerade für den Winterlehrgang ...
bergsoenlichkeit. 4/11
Werner Munter, du bist seit 2006 im Ruhestand und heuer 70 Jahre alt geworden. Es ist ruhiger geworden um dich, nicht mehr so viele Vorträge, aber regelmäßig deutliche Lebenszeichen und klare Zwischenrufe. Wie geht es dir als Pensionist? Der Übergang war leichter als ich mir gedacht habe, weil ich bereits vorher - obwohl ich am SLF eine 100-%-Stelle als Bundesangestellter hatte - frei war. Ich hatte glücklicherweise einen Chef, der als einziges verlangt hat: „Was du jetzt machst, schreibst und sagst du im Namen des Institutes.“ ...
bergsoenlichkeit. 3/11
Hermann, Werner und ich haben vor einigen Jahren das Erste Hilfe-Skript des Bergrettungsdienstes im Alpenverein Südtirol überarbeitet. Bereits damals war ein wichtiger Beweggrund für das Schreiben die Vorbeugung von medizinischen Notfällen am Berg. Aus unserer Sicht ist es nämlich viel besser eine Krankheit zu verhindern oder eine Verletzung zu vermeiden als dann eine gute Therapie durchzuführen. Wir möchten mit der Erste-Hilfe-Serie primär einen Beitrag zur Vorbeugung und in zweiter Linie zu einer besseren Therapie leisten. ...
bergsoenlichkeit. 2/11
Universum schauen schlägt reale Naturerfahrung: Stinkt nicht, juckt nicht, strengt nicht an und bevor´s langweilig wird, springt ein Rehlein oder Löwe ins Bild. Wozu sollen wir noch raus in die Natur? Damit wir uns selber bewegen, schwitzen und eigene Sichtweisen entwickeln. Das Problem ist nicht auf Universum beschränkt. Fast alle Sender und Kanäle mischen da mit. Wenn ich zu Hause bin und so etwas läuft, dann schalte ich um – auf einen Krimi, in die Weltpolitik oder ins Kabarett, wenn´s geht. ...
bergsoenlichkeit. 1/11
Ihr seid beide beim Land Tirol angestellt und erstellt im Winter täglich den Lawinenlagebericht. Wie nennt sich eure Abteilung genau? RM. Lawinenwarndienst Tirol, wir sind ein Fachbereich im Katastrophen- und Zivilschutz. Wann habt ihr für diese Wintersaison den ersten Lawinen-lagebericht ausgegeben? RM. Am 25. Oktober 2010 haben wir eine erste „Information zur Lawinensituation“ verfasst - allerdings ohne Angabe einer Gefahrenstufe. Wie in fast jedem Jahr war der Grund dafür der erste intensive Schneefall, der Gefahr für die Leute bedeutet; ...
ber(g)sönlichkeiten. 2/10
In der Alpinszene bist du kein Unbekannter, wie verlief dein beruflicher Werdegang?Nachdem ich eine anständige Berufsausbildung als Spengler und Glaser gemacht und kurze Zeit beim Roten Kreuz als Rettungssanitäter gearbeitet hatte, wollte ich doch noch studieren, was bei meinen erbrachten schulischen Leistungen recht aussichtslos aussah. Dennoch schaffte ich die Matura als Externist und begann ein Geographiestudium in Innsbruck. Parallel dazu machte ich eine Reihe von „alpinen“ Ausbildungen wie den Lehrwart Hochalpin und schließlich auch den Bergführer. ...
ber(g)sönlichkeiten. 1/10
„Traumberuf“ freischaffende Alpinjournalistin und -übersetzerin. Woher kommt das Geld fürs Leben? Indem ich viel, schnell und zuverlässig arbeite! Ich erzähle dir, wie ich überhaupt dazu gekommen bin: Bei mir war schon als Kind klar, ich will was mit Sprachen machen. Da ich eine Praktikerin bin und nicht zu viel Theorie mag, habe ich mich gegen ein Universitätsstudium entschieden und die Übersetzerschule gemacht. So eine richtige höhere Fachschule in Zürich. Dort habe ich das Übersetzerdiplom abgeschlossen und wollte dann noch das Dolmetschen anhängen. ...
ber(g)sönlichkeiten. 4/09
Du bist im Österreichischen Bundesministerium für Inneres Leiter des Alpindienstes. Was kann ich mir darunter vorstellen und wie bist du zu diesem Job gekommen? Organisatorisch bin ich im Einsatzreferat des Innenministeriums angesiedelt. Wir schaffen die Rahmenbedingungen für die Alpinpolizistinnen und –polizisten, damit diese ihren speziellen Dienst verrichten können. Das beginnt bei der Materialausstattung der KollegInnen, beinhaltet die inhaltliche Festlegung der Aus- und Fortbildung (die in allen Bundesländern gleich ist) sowie sonstige organisatorische Rahmenbedingungen ...
ber(g)sönlichkeiten. 3/09
Auf deiner Visitenkarte vom Christophorus Flugrettungsverein wirst du als „Ground Operator“ bezeichnet. Was macht dieser Verein, was darf man sich unter dieser Tätigkeit vorstellen und wann und wie bist du zum Flugrettungsdienst gekommen? Der Christophorus Flugrettungsverein (CFV) des ÖAMTC (Österreichischer Automobil-, Motorrad- und Touring Club) betreibt als gemeinnütziger Verein die Flugrettung in Österreich und gewährleistet eine flächendeckende Versorgung für das ganze Land. Ich kam 1986 als freiberuflicher Flugretter zum CFV. ...
ber(g)sönlichkeiten. 2/09
Seit 26 Jahren erstellst du für den Schweizer Alpen-Club SAC die Bergnotfallstatistik. Wie bist du zu dieser Arbeit gekommen? Eigentlich eher zufällig. Der SAC erstellte ursprünglich eine reine „Todesfallstatistik“. Die Bearbeitung derselben war der Redaktion der Zeitschrift „Die Alpen“ übertragen. Aufgrund einer Vakanz wurde ich angefragt, diese Aufgabe zu übernehmen. Zusammen mit den Bergrettungsorganisationen und der Gesellschaft für Gebirgsmedizin haben wir diese Erhebungen ausgebaut und erfassen das ganze Notfallgeschehen. ...
ber(g)sönlichkeiten. 1/09
Wie bist du zu deinem jetzigen Beruf – oder Berufung – gekommen? Welche Ereignisse oder Erlebnisse haben dich dorthin geführt? Wirklich detailliert auseinandergesetzt mit Problemstellungen der Lawinenrettung habe ich mich während der Rekrutenschule als Gebirgs-/Lawinenspezialist in der Schweizer Armee. Dies war zu Beginn der Neunzigerjahre. Damals ist mir aufgefallen, dass es für gewisse Suchprobleme noch keine sauberen Lösungen gab. Dies führte zur Entwicklung von „Feinorten im Kreis“, meinem ersten Suchsystem. ...
ber(g)sönlichkeiten. 4/08
Kaum ein Magazin, aus dem du im Moment nicht herauslachst, mehrere Kataloge namhafter Ausrüster, die dein Konterfei präsentieren und spätestens seit dem A1-Fernsehwerbespot fragt man sich auch über die Bergsportszene hinaus – wer ist dieser Typ? Wie kommt das, dass du so erfolgreich bist und ohne den so wichtigen Wettkampfzirkus auskommst? Meine ersten Ausrüster bekam ich schon über den Wettkampf. Damals holte ich bei der Eiskletter-WM 2005 die Bronzemedaille. Im Laufe der Zeit konnte ich mir mit spektakulären Erstbegehungen einen Namen machen. ...
ber(g)sönlichkeiten. 3/08
Bergundsteigen im Gespräch mit Michael Hoffmann. Michael, du bist Bergführer, Bergführerausbilder, Koordinatorim Lehrteam Sportklettern des DAV, Inhaber der Rotpunktschule, Autor mehrerer Kletterlehrbücher und kletterstseit 1972. Man kann wohl sagen: Deine Welt sind die Berge.Die Berge sind ein sehr wichtiger Teil in meinem Leben – in erster Linie das Klettern, aber auch Bergsteigen oder Ski- und Snowboardtouren. Was mich an diesen Disziplinen fasziniert: Neue Dinge machen, die über das Bestehende hinausgehen. Du hast viele, meist sehr schwierige Erstbegehungen im Kaisergebirge
ber(g)sönlichkeiten. 2/08
Bergundsteigen im Gespräch mit Georg Kronthaler. Du hast dir in verschiedensten Bereichen des Bergsports einen Namen gemacht. Egal wofür du dich bislang eingesetzt hast, stets sind bei dir ein ungeheures Engagement und die Lust zur Diskussion zu spüren. ...
ber(g)sönlichkeiten. 1/08
Bergundsteigen im Gespräch mit Franz Berghold. In Österreich warst du über viele Jahre "DER Bergdoktor" - durch deine Publikationen, vor allem aber auch durch deine langjährige Lehrtätigkeit im Rahmen der Bergführerausbildung. Bist du ein Berufener, gab es ein Schlüsselerlebnis oder ist das einfach so passiert?. Schon als junger Kletterer haben mich Themen wie Gesundheit und Erste Hilfe am Berg brennend interessiert, und zwar so sehr, dass ich schließlich vom Bergsteigen her zum Arztberuf kam. Als 18-jähriger Medizinstudent durfte ich als „Expeditionsarzt“ ...
ber(g)sönlichkeiten. 4/07
Seit 27 Jahren bist du Chefredaktor der Zeitschrift des Schweizer Alpen-Club „Die Alpen". Ende des Jahres wirst du pensioniert. Wie fühlst du dich kurz vor der Pensionierung? Eigentlich nicht anders als bisher. Ich betrachte die Lebensphase nach Jahresende als eine neue und interessante Herausforderung, die vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten bietet. Während einer derart langen Zeitspanne eine zweisprachige Zeitschrift in dieser Größenordnung ...
ber(g)sönlichkeiten. 3/07
Was ist es, das dich nach all den Jahren immer noch in die Berge treibt und dich ihrer nicht überdrüssig werden lässt? Dort finde ich Entspannung und Ausgleich. Auch dann, wenn es einmal ein bisschen gefährlicher wird. Deine erste Klettertour war die Dibonakante an der Großen Zinne, 650 Höhenmeter im fünften Grad. Wann war das und hattest du damals einen kompetenten Schutzengel oder einen guten Partner? Es war 1954 und mein guter Seilpartner war Herbert Ohnmacht von der HG Gipfelstürmer. ...
ber(g)sönlichkeiten. 2/07
Siehst du heute Früchte eurer "neuen alpinen Führungsmethode"? Ja, die sehe ich absolut. Euer Magazin "bergundsteigen" ist ein Beispiel dafür. Viele der publizierten Artikel betreffen das Verhalten, die Emotionen, die "soft factors". Die "heroisierende Pietät" findet hier nicht statt. Unfälle werden schonungslos im Sinne des Was-kann-ich-daraus-lernen analysiert. Das "Beratungskonzept" war damals bahnbrechend. Mittlerweile wenden es viele an, und viele haben auch die Kompetenz dazu. Damals war das anders. Als Bergführer konnte ich zwar perfekt eine Eisschraube setzen, ...
ber(g)sönlichkeiten. 4/06
Nein, das ist auch schon so ziemlich alles, aber als freischaffender Cartoonist und Illustrator hängt man finanziell doch manchmal ein bisschen zwischen den Stühlen - die wirklich fetten Aufträge sind eher rar -, so dass ein paar Standbeine mehr nicht schaden können. Das Bergführen ist da ideal, da man es wie die zeichnerische Arbeit gut flexibel gestalten und damit Auftragslücken füllen kann. Meine Arbeit im Winter bei der Skiwacht ist zwar nicht so flexibel, hat dafür aber drei Monate lang den Vorteil eines fixen Gehalts. ...
ber(g)sönlichkeiten. 3/06
Ist Bergführer ein Beruf mit Zukunft? Kann Mann oder Frau mit dem Bergführergewerbe überleben, in Zeiten, in denen verschiedenste Outdoor- und Alpinausbildungen aus dem Boden schießen wie die Pfifferlinge, wo Instruktoren laut Gerichtsurteil entgeltlich Klettern unterrichten dürfen und es Bemühungen gibt, den Bergführer aus dem Varianten-gelände zu vertreiben. Was rätst du jungen Kollegen, die hauptberuflich führen möchten? Der Bergführerberuf hat definitiv eine gute Zukunft. Sicher ist die Konkurrenz größer und auch vielfältiger geworden. Aber das hat auch eine anregende Wirkung ...
ber(g)sönlichkeiten. 2/06
Wo siehst du die Zukunft im Berufsstand der Bergführer? Ich glaube, dass wir uns wenig Gedanken darüber machen müssen, ob uns mal die Gäste ausgehen. Absolut überzeugt bin ich jedoch, dass die Zukunft unseres Berufsstandes darin liegt, wie effizient und transparent wir mit dem Risiko umgehen. Wir müssen auf die negativen Zeichen unserer Zeit bzw. auf die heutige "Wundertütengesellschaft" reagieren. Wir dürfen die Zeichen und Fakten nicht mit der Einstellung ignorieren, in dem wir sagen: "Wir sind eben wir"....
ber(g)sönlichkeiten. 1/06
Den 60er lasse ich ziemlich gelassen auf mich zukommen. Die Zahl 60 ist "willkürlich rund" und verändert mein Leben nicht - ich finde es egal, ob jemand 59, 60 oder 61 Jahre alt ist. 2006 möchte ich wieder einmal in den Karakorum, der im Lauf von 35 Jahren zu "meinem Schicksalsgebirge" geworden ist. Mit dem Älterwerden habe ich - noch - keine großen Probleme. Gewisse biologische Grenzen sind einfach zu akzeptieren - damit kann ich - noch - ganz gut umgehen. In diesem Sinne werde ich zum Beispiel keinen 8000er ...
ber(g)sönlichkeiten. 4/05
Werner Munter gehe "in Pension", so hört man. Nur ein Gerücht? Was willst du uns in Sachen Zukunft verraten? Ich gehe Ende April 2006 regulär in Pension, müde und ausgelaugt. 30 Jahre Kampf für neue Ideen hinterlässt Spuren. Ich mache ein Sabbatjahr mit leerer Agenda, natürlich 365 Tage in den Bergen. Ich freue mich wie ein Kind darauf, mein Hund auch. Nachher wird man sehen, ob sich meine Batterien wieder aufgeladen haben. Ich habe ja noch einige Pfeile im Köcher, siehe Risikoformel in der Justiz. (“Formel statt Floskel” i.d. Ausgabe) ...
ber(g)sönlichkeiten. 3/05
Hasler: Dass ÖAV, DAV und der SAC bergundsteigen nun gemeinsam herausgeben, ist eine einmalige Chance den Informationsaustausch zu fördern und die Diskussionen noch breiter zu führen. Die Bergsteiger in den drei Nachbarländern können ihren Horizont erweitern, indem sie weitere Möglichkeiten von anderen Ländern kennen lernen. Ich hoffe, dass bergundsteigen auch bei den SAC Tourenleitern beliebt wird, damit sie eine weitere Möglichkeit haben sich fachlich weiter zu bilden. ...
ber(g)sönlichkeiten. 2/05
Ich war schon als Kind in der Alpenvereinsjugend. Dort haben wir natürlich auch früh das Klettern gelernt. Als Jugendlicher habe ich es perfektioniert, und das ausschließlich mit Frauen, denn die erwachsenen Alpinisten waren ja alle für den Krieg eingerückt. Diese frühen Erfahrungen mit Frauen als Alpinistinnen haben mich dann zu einem gemacht, der in Österreich schon frühzeitig dafür eingetreten ist, zu gegebener Zeit den Bergrettungsdienst natürlich auch den Frauen zu öffnen. Du kannst Dir gar nicht vorstellen, welche Widerstände es gegen solche Sachen bei uns lange gegeben hat! ...
ber(g)sönlichkeiten. 1/05
n vielen Köpfen ist die Sicherheitsarbeit im DAV untrennbar mit dem Namen Pit Schubert verbunden. Wie war das, in die Fußstapfen des "Sicherheitspapstes" zu treten? Leichter als die meisten glaubten! Ein positives "Vorurteil" schlug mir immer wieder entgegen: "Aha, du bist der Nachfolge r von Pit Schubert. Na dann musst du ja was drauf haben!" Es gab auch kritische Stimmen. Die drangen aber sehr selten an mein Ohr. Außerdem bin nicht nur ich der Nachfolger von Pit, sondern auch Chris Semmel, der seit 2001 eine halbe Stelle bei der Sicherheitsforschung hat. ...
ber(g)sönlichkeiten. 4/04
Ein weiteres Jahr - das wievielte eigentlich? - als Profibergführer geht zu Ende. Wie war deine Saison? Seit 1981 beziehe ich mein Einkommen hauptsächlich aus der Bergführerei, wobei ich im ersten Spätherbst auch noch bei der Apfelernte im Unterland oder bei Felssicherungs-Arbeiten an Bergstraßen zu finden war. Das hat sich bis heute sehr geändert und aus dem Zuwenig von damals wird jetzt manchmal auch zu viel. Aber ich empfinde es als großes Glück, mir ein weitgehend selbst bestimmtes Leben aufgebaut zu haben. Dabei habe ich gelernt, dass die Kunst des Bergführens ...
ber(g)sönlichkeiten. 3/04
Vom Freikletterpionier der 80er zum "Mister Plaisir". Was war rückblickend entscheidend für diese Entwicklung? Schwierig zu sagen: Vielleicht weil ich damals, nachdem ich die schwierigste Route meines Lebens klettern konnte, mit dem Schwierigkeitsklettern aufhörte und mir eine neue Herausforderung suchte. Hat der ausgelöste Plaisir-Boom in der Schweiz das Alpinklettern aus seiner elitären Position herausgehoben und wird es irgendwann gar Volkssport werden? Das ist es bereits schon. Waren früher nur die schwierigen Klettertouren abgesichert, sind es heute auch die moderateren Routen. ...
ber(g)sönlichkeiten. 2/04
horst fankhauser geb. am 16 juli 1944 in finkenberg im zillertal, verheiratet, 3 Söhne highlight als bergführer tränen der freude mancher geführten gäste nach erreichen ihrer traumziele! ... und als privater bergsteiger die tage und monate an den bergen mit wirklichen freunden auf der franz senn hütte koche ich am liebsten meine eigenen kreationen wer kocht besser - klara oder du? manches klara, manches ich - zusammen sind wir ein bewährtes team - gern gesehene gäste sind natürlich alle mein alptraum -...
ber(g)sönlichkeiten. 1/04
"Der Weg ist das Ziel". Klar ist der Gipfelerfolg auch wichtig. Oft bringt es etwas, Zeit in das Erwerben von Fertigkeiten zu investieren um anschließend noch besser und sicherer unterwegs zu sein. „bergpunkt“ hat sich in der Ausbildung, einen Namen gemacht. Wir bieten aber auch geführte Touren an, wie andere Schulen auch. Dabei ist uns wichtig, dass der Bergführer kommunikativ ist und auf die Bedürfnisse und Fragen der Gäste eingeht. Emanuel wassermann geboren am 8. februar 1964 in basel, verheiratet, 2 töchter berufliche laufbahn ...
ber(g)sönlichkeiten. 4/03
Präsident(in) der "Canadian Adventure Tours Inc.", Leadguide/ Operations Manager/Marketing Direktor bei verschiedenen Heli Skiing Unternehmen, Ausbilderin von Heliski Guides in Kanada, international gefragte Referentin - die Erfolgsliste der Helene Steiner ließe sich beliebig fortsetzen. Ich habe gehört, dass dir als erste österreichische Bergführerin primär Chancen im "Kinder- und Seniorenbergsteigen" prognostiziert wurden. Wie war damals die Akzeptanz bei den Ausbildern und Mit-Aspiranten dir gegenüber? ...
ber(g)sönlichkeiten. 3/03
3 kletterer - 3 generationen. Wie äußern sich drei bedeutende Bergsteiger aus drei Generationen über ihr Tun? Am Gespräch bei Kaffee und Kuchen beteiligt waren Ueli Steck, herausragender junger Schweizer Alpinist, Jürg von Känel, Freikletterpionier und Führerautor mit Vorbildfunktion, sowie Kurt Grüter, der vor einem Vierteljahrhundert große Routen eröffnete. Kurt, Jürg und Ueli, was bedeutet der Begriff Risiko für extreme Kletterer? Kurt Grüter. Eigentlich waren wir Illusionisten und Abenteurer. ...
ber(g)sönlichkeiten. 2/03
Bergsteigen und Medizin repräsentieren tatsächlich die polaren Welten, in denen ich lebe. Befinde ich mich in der einen, so wünsche ich mir bald wieder einmal in die andere einzutreten, zudem tanke ich in der jeweiligen Gegenwelt Energie für die komplementäre. Die Höhenkrankheit erlebte ich am eigenen Leib erstmals 1970 bei einem raschen Aufstieg am Kilimandscharo. Wenige Meter oberhalb der Top Hut musste ich wegen vernichtendem Kopfschmerz und Erbrechen umkehren. Wir waren typisch "too fast too high" gestiegen...
ber(g)sönlichkeiten. 1/03
Die Triebfeder meiner wissenschaftlichen Arbeit war und ist auch heute noch die Neugier. Ausgangspunkt war 1983 der Eintritt als Notarzt in den Bergrettungsdienst und meine Mitarbeit in der alpinmedizinischen Ausbildung der Südtiroler Berg- und Skiführer. Dabei stieß ich in der Literatur immer wieder auf Lehrmeinungen, die zwar auf den ersten Blick logisch erschienen, aber einer genaueren Analyse nicht standhielten.Unter anderem war die damals noch vorherrschende Lehrmeinung zur Überlebenswahrscheinlichkeit bei Lawinenunfällen -..
ber(g)sönlichkeiten. 4/02
Mein eigentlicher Beruf war bis2001 Grenzwächter, Bergführerund Skilehrer. Meine Tätigkeit waralso zunächst die Ausbildung derjungen Grenzwächter für das Skifahren, Bergsteigen und dieKameradenhilfe. 1980, als ich das Amt als Rettungschef im Kanton Wallis übernahm, wurde ich für das Rettungswesen freigestellt. Als Skilehrer und Bergführer arbeite ich heute noch, damit ich körperlich fit bleibe. In der Schweiz haben wir im Ret-tungswesen zwei Systeme: ImWallis besteht ein kantonales Gesetz, in welchem das ganze Rettungswesen, Heli, ...
ber(g)sönlichkeiten. 3/02
„Innere Sicherheit“ ist der Arbeitstitel für die Forschung an Verhalten und Einstellung der Bergsportler. Wir wollen Möglichkeiten finden, das Risikobewusstsein zu verbessern, was vor allem beim Skibergsteigen und in Lawinensituationen wichtig ist. Auf diesem Gebiet ist eine Zusammenarbeit mit dem OeAV angedacht.
ber(g)sönlichkeiten. 2/02
Verantwortung zu übernehmen,was schlussendlich dazu führt,dass das Erlebnisangebot für Kin-der dramatisch sinkt. Auch spartder Staat immer mehr bei außer-schulischen Aktivitäten und diewichtigen Gemeinschaftserleb-nisse finden kaum noch statt. Die soziale Komponente der Schuleverkümmert und sie wird immermehr zu einer technokratischen Wissensvermittlungsinstitution.Der Alpinreferent der NaturfreundeVorarlberg ist in diesem Winterbei einem Notbiwak im Ortlerge-biet gestorben. Im März starben zwei Teilnehmerinnen bei einergeführten Schitour des Alpenver-eins ...
ber(g)sönlichkeiten. 1/02
Allein bei einem Biwak, vor einem tosenden Wasserfall, im Schneesturm, aber auch bei einer unüberblickbar lebendigen Frühlingswiese. Wie kommt es, dass wir die Intensität von Natur nicht mehr wahrnehmen und daher „Kick“-Krücken einführen müssen? Und das auch noch an Orten, die schlicht intensiv sind - z.B. bei Seilrutschen über Schluchten? Da wundere ich mich eigentlich darüber. Vielleicht ist der sozial vermittelte Kick (also die Seilrutsche, die ja jemand aufbauen muss) leichter zu ertragen als die Wucht von Natur selbst. ... Natur zu.
ber(g)sönlichkeiten. 4/01
Tatsächlich hat sich einiges getanin den letzten Jahren, initiiertzweifellos durch die Ideen vonWerner Munter. „Reduktionsme-thode“, „SnowCard“ oder „Stop orGo“ als wesentliche Methodensind grundsätzlich gar nicht sounterschiedlich. Ausschlaggebendbei allen ist, dass der Skitouren-geher eine seriöse Tourenplanungmacht: also u.a. Lawinenlagebe-richt konsultieren, Landkarte stu-dieren und Neigungen messen. Worauf er dann im Detail vertraut,ist im wesentlichen Geschmacks-sache, und ganz ähnlich wie beiden Lawinenverschüttetensuch-geräten ...
ber(g)sönlichkeiten. 3/01
36 und ich kann‘s nicht lassen. Die Spielformen des Kletterns sind so vielseitig, dass einem nie langweilig werden kann. Ich liebe alle Formen des Kletterns (Bouldern, Seilklettern, Speed, Alpin, A0 oder A4, Solo, Bruch, Kalk, Plastik, Granit..... es gibt so viel). Klar, ich trainiere nicht mehr so viel wie früher und ich kann auch nicht mehr 8b+ oder 8c klettern, aber mir macht es nach wie vor Spaß, meine Runden zu drehen, ein hartes Projekt zu probieren, dicke Unterarme zu spüren oder für internationale Wettbewerbe die Routen zu schrauben. ...
ber(g)sönlichkeiten. 2/01
Ich bin fest davon überzeugt, dass jeder von uns auf der Welt ist, um spezifische Erfahrungen zu machen und aus ihnen zu lernen. Euer Innsbrucker Altbischof Reinhold Stecher war es glaube ich, der gesagt hat, dass es einen Weg gibt, der über die Berge führt. Mein Freund Reinhard Karl hat gezeigt, dass das funktionieren kann. Ob wir ein paar Berge mehr bestiegen haben oder welchen Schwierigkeitsgrad wir klettern konnten, ist am Ende belanglos. Was dann zählt, ist wie wir unterwegs mit einander umgegangen sind und die anderen Erlebnisse, die wir ganz persönlich am Berg gehabt haben. ...
ber(g)sönlichkeiten. 1/01
Der „kollektive Risikolevel“ war in meinen frühen Lehrjahren sicher relativ hoch angesiedelt. Für viele meiner Meister (Gleinser, Horvath, Estmeister, Demanega) und auch für mich war ein nobles Ziel, bei schlechter Sicht und relativ hohem Gefahrenpotential, Teilnehmer nach einem harten Tag, von dem sie außer Nebel nichts wahrgenommen haben, in der richtigen Hütte abzuliefern. Die „Feinde“ (andere kommerzielle Anbieter) kommen am besten gar nicht an oder höchstens in unserer Spur und mussten einen Liter blechen oder so. ...
ber(g)sönlichkeiten. 4/00
Nach Jahren in der Wissenschaft gründest du 1967 eine der ersten Bergsteigerschulen der Welt, diedu bis heute leitest. Wie dieserUmstieg? Das ölreiche High-tech-Land Nor-wegen ist noch bis ins 20. Jahr-hundert ein „Entwicklungsland“geblieben. Bei der Gründung der ersten Bergsteigerschule in Norwegen konnte ich sowohl auf der alpinen Bergsteigertradition aufbauen als auch auf der einheimischen Tradition des Friluftsliv. Die Devise war „Das Können ist des Dürfens Maß“ ...
ber(g)sönlichkeiten. 3/00
Seit kurzem im verdienten Ruhe-stand, überblickst du heute mehrals 30 Jahre alpine Ausbildung und Sicherheitsarbeit. Was hatsich aus deiner Sicht geändert,wo gab es die größten Fort-schritte, wo hat sich zu wenigbewegt? n 30 Jahren hat sich viel verän-dert, natürlich auch in der Ausbildung Beeindruckt haben mich auch Kuno Rainer, Klaus Hoi, Toni Rosifka, Peter Habeler und das Lehrteam bei meiner Bergführerausbildung. Das waren Vollprofis und es war eine Freude, ihnen bei der Arbeit zuzusehen...
ber(g)sönlichkeiten. 2/00
Bis Ende der sechziger Jahre war das Bergsteigen und Klettern einer Minderheit vorbehalten gewesen, die für die Industrie hinsichtlich Umsatz wenig interessant war. Dann begann sich der Freizeitboom zu etablieren und die Industrie erkannte die größeren Umsatzchancen. Zufällig wurde zur gleichen Zeit der Sicherheitskreis gegründet und wir begannen Ausrüstung zu testen und zu prüfen und darüber schonungslos zu berichten. Das spornte die Hersteller an. Ich möchte gerade in diesem Zusammenhang einmal mehr ...
ber(g)sönlichkeiten. 1/00
Mit 1. Jänner dieses Jahres übernahm Dr. Karl „Charly“ Gabl die Agenden von Dr. Kurt „Gagga“ Schoißwohl als verantwortlicher Funktionär für den Bereich Bergsteigen im Alpenverein. Mit dem begeisterten Bergsteiger und anerkannten Sicherheitsexperten sprach Robert Renzler. Karl, du bist seit 1.1.2000 Vorsit-zender des Referates Bergsteigen. Was hat dich bewegt, angesichtsdeiner ohnehin eingeschränkten Freizeit diese ehrenamtliche Funktion anzunehmen? Ich bin mir bewusst, diese Funk-tion ...