Kurze Leine. 3/17
von Semmel Chris
Der Einsatz von Dyneema-Material im Bergsport ist ein aktuelles Thema. Vor allem Bergführer sind geneigt, die leichte Hilfsleine als Alternative zum schweren dynamischen Bergseil zu verwenden. Einsatzbereiche sind hier das Anseilen am Gletscher, das Ablassen, Abseilen oder auch Nachsichern von Gästen, ob beim Freeriden, auf anspruchsvollen Skitouren oder als Notfall-Seil am Klettersteig, wenn einem doch mal die Puste ausgeht ...
Hochfeste Faserwerkstoffe als Bergsseile. 3/17
von Ernst Björn
Dyneema & Co. sind im Bergsport angekommen. Die unterschiedlichen Hightech-Fasern werden von immer mehr Herstellern verbaut. Gibt es Bandschlingen mit Dyneema-Anteil inzwischen schon seit fast zehn Jahren, sind die hochfesten Fasern inzwischen auch immer häufiger Bestandteil von meist hochpreisigen Gurten, Expressschlingen, Klemmgeräten und Reepschnüren; seit heuer ist auch die erste pure Dyneema-Bandschlinge auf dem Markt – auffällig, da ganz in weiß. ...
Nicht alle Klettersteige sind komplett in Ordnung. 3/17
von Schubert Pit
Wenn sich an den Drahtseilen von Klettersteigen Klebeband befindet, ist dies eine erhebliche Gefahr, die in ihrer Größenordnung nicht abzuschätzen ist. Denn unter dem Klebeband hält sich die Feuchtigkeit aufgrund der Kapillarwirkung und führt zur Korrosion, also zum Rosten des Drahtseiles, was nicht zu erkennen ist. Wo gibt es Klebeband an Drahtseilen von Klettersteigen? Glücklicherweise heute wesentlich seltener als noch vor wenigen Jahrzehnten. ...
Skitourenausrüstung 2017/18. 3/17
von Lercher Andreas
Lasse ich die letzten Winter und das, was ich an Tourenausrüstung dabei beobachten konnte, Revue passieren, so denke ich dabei an: schmunzeln – Ahaa – o.k.! Oft aber auch nur an Kopfschütteln. Vor allem die Kombinationen von Schuh, Ski und Bindung waren manchmal haarsträubend. Dabei ist das richtige Zusammenspiel dieser drei Komponenten von großer Bedeutung, soll die Ausrüstung die gestellten Erwartungen auch erfüllen können. ... ...
Seilrisse. Hintergründe & Neuigkeiten. 2/17
von Semmel Chris, Gebel Daniel
Es ist schlicht und ergreifend die Horrorvorstellung: man stürzt und der gewohnte Ruck bleibt aus. Der Fall will einfach nicht enden, das Seil hält nicht. Meist ist es der Sicherungspartner, der einen Fehler macht. Dann wird es weit – aber es stoppt irgendwann. Nicht so, wenn das Seil reißt! Chris Semmel und Daniel Gebel fassen zusammen, warum Seile reißen können und informieren über aktuelle Erkenntnisse. ...
Dyneema in der professionellen Bergrettung. 2/17
von Koller Thomas
Leinen aus UHMWPE (Ultra-High Molecular Weight Polyethylene) werden für verschiedenste kommerzielle Bereiche seit Ende der 1970er-Jahre verwendet. Bevor sie v.a. unter dem Handelsnamen Dyneema in den Bergsport eingezogen sind, wurden sie in der professionellen Rettung als Alternative zu Stahlseilen eingesetzt. Wir wollten vom Fachreferenten des Österreichischen Bergrettungsdienstes für Rettungstechnik, ...
Dyneema in der Bergsportpraxis. 2/17
von Mitter Stephan
Während das allgemeine Interesse der Bergsportler – inkl. einer gewisse Aufregung – erstmals mit den Mischgewebe-Bandschlingen auf den Werkstoff Dyneema gerichtet wurde, nahm der Hype um die weiße Faser bis heute zu: die Bandschlingen gibt es jetzt aus purem Dyneema und – endlich – sind zertifizierte Dyneema-Leinen namhafter Hersteller im Handel erhältlich. Geblieben ist die Aufregung, weil - schlecht oder falsch informiert ...
Alte Karabiner. 2/17
von Schumacher Jana, Pester Olaf
Wie alt darf ein Karabiner sein, der noch beim Klettern ver-wendet werden soll? Viele der Kletterer mit älterem Material am Gurt kennen bestimmt die kritischen Blicke auf ihre Karabiner. Auch andere Kletterer fragen sich gelegentlich: „Wie lange sollte ich meine Karabiner verwenden?“ Zu Seilen, Schlingen und anderem textilen Sicherheitsequipment gibt es recht klare Richtlinien zu deren Lebensdauer bzw. verschiedene Untersuchungen mit altem, gebrauchtem Material. ...
Definition der Sicherungsgeräteklassen. 2/17
von Weißmüller Sascha, Otto Eric
Ist-Zustand und wie es besser wäre – ein Vorschlag. Das Thema Sicherungsgeräte und die Einteilung selbiger in gewisse Klassen ist ein omnipräsentes Thema. Es existieren diverse Begrifflichkeiten, die versuchen, die einzelnen Geräte in bestimmte Klassen zu unterteilen. Doch wann ist ein Gerät ein Halbautomat und/oder wann ist ein Gerät ein Autotuber? Warum definiert man die klassischen manuellen Geräte (Tuber & HMS) als dynamische Sicherungsgeräte? Würde das bedeuten, ...
Avatech Scope. 1/17
von Würtl Walter
Avatech hat mit der Scope-Schistocksonde ein neues, innovatives Produkt entwickelt, das im kommenden Winter ausgeliefert wird. Da viele zwar wissen, dass es seit Längerem das Avatech-Sondensystem zur Schneedeckenuntersuchung gibt, aber nicht recht wissen, was es kann und wie es funktioniert, haben wir die Neuentwicklung zum Anlass für ein Interview mit Franz Hohensinn genommen. ...
Lawinen-Verschütteten-Suche. 4/16
von Plattner Peter, Würtl Walter
Im letzten „leicht gemacht“ (bergundsteigen #96) ging es um das allgemeine Verhalten bei einem alpinen Notfall. Das dort vorgestellte Schema beinhaltet den Punkt „Verletzte bergen“, was bei einem Lawinenunfall übersetzt bedeutet, verschüttete Personen zu orten und auszugraben. In diesem „leicht gemacht“ konzentrieren wir uns aber nur auf den Ablauf der Verschüttetensuche, das Ausschaufeln kommt das nächste Mal dran ...
Wie lange halten Seile, Schlingen und Gurte aus Polyamid?. 4/16
von Siebert Walter
Die meisten Hersteller empfehlen, Seile, Schlingen und Gurte nach spätestens 10 Jahren zu entsorgen. Tatsächlich macht das kaum jemand, außer wenn sie durch Verschleiß oder Beschädigung unbrauchbar geworden sind. Walter Siebert ging der Frage nach, wie lange wir unsere Polyamid-Ausrüstung tatsächlich gefahrlos verwenden können. Sein Fazit: Alten Bandschlingen würde er nicht vertrauen, besonders wenn sie draußen hängen ...
Warum bastelt man eine Skitourenbindung?. 4/16
von Barthel Fritz
Aus Faulheit. Ich war leidenschaftlicher Skitourengeher und als ich – mit ungefähr 20 Jahren – mit einem Freund in die Calanques zum Klettern gefahren bin, haben wir die Skier mitgenommen, um beim Heimfahren endlich den Mont Blanc zu knacken. Wir sind dann von Meereshöhe kommend gleich auf die Aiguilles du Midi gefahren, haben im Tunnel die Nacht verbracht, um am nächsten Tag die Überschreitung auf den Gipfel zu gehen ...
Pin-Bindungen. 4/16
von Lercher Andreas
1984 meldete Fritz Barthel aus Bad Häring sein Patent zur Low-Tech an, dem Urgestein bei den PIN-Bindungen und eine echte Revolution. Anfangs noch belächelt, haben sie sich in kürzester Zeit durchgesetzt und sind aus dem Bindungsmarkt nicht mehr wegzudenken. Ein minimalistisches, grundsätzlich einfaches, technisches Prinzip und jede Menge Leidenschaft und Durchhaltevermögen von Seiten ihres Erfinders waren allerdings nötig ...
Neue Notfallausrüstung Winter 16/17. 4/16
von Würtl Walter, Plattner Peter
Alle ambitionierten TourengeherInnen, verantwortlichen TourenführerInnen oder professionell tätigen Berg- und SkiführerInnen stellen sich jedes Mal zu Winterbeginn eine Frage: „Was gibt es „Neues“ in Sachen Notfallausrüstung?“ Dementsprechend haben wir uns bei den Firmen und im Fachhandel umgehört, die neuesten Produkte angefordert oder gekauft und sie bereits ausprobiert. Wer sich an dieser Stelle gleich eine umfassende Bewertung der neuen Notfallausrüstung erwartet ...
Kletterhallenstudie. 3/16
von Janotte Julia, Schwiersch Martin, Streicher Bernhard, Hellberg Florian, Hummel Christoph
Die letzten DAV-Kletterhallenstudien (bergundsteigen #50/#51/#81/#82/#93) konzentrierten sich auf die Beobachtung des Verhaltens von Sicherern im regulären Kletterbetrieb. Mit der aktuellen Studie hingegen untersuchten wir zusätzlich zum Routine-Sicherungsverhalten das Sicherungsverhalten in der Belastungssituation bei spezifischen Sturzszenarien. Also ganz konkret, wie Sichernde bei - inszenierten - Stürzen reagieren, wie sie ihr Sicherungsgerät bedienen ...
Halbautomaten - Stärken, Schwächen, Unterschiede. 3/15
von Steinmüller Sophia, Hellberg Florian, Hummel Christoph
Dass Tuber nicht prinzipiell zu verdammen sind, aber oft einfach keinen Sinn machen, sollte sich inzwischen herumgesprochen haben. Ebenso wenig überraschend sollte die Erkenntnis sein, dass es auch mit Halbautomaten Grounder gibt. Das Problem dabei nennt sich „Mensch“. Doch Halbautomat ist nicht gleich Halbautomat und so hat sich die DAV-SiFo - liebevoll für Sicherheitsforschung - dankens-werterweise in eine (unklimatisierte) Halle zum Vergleichen ...
Halbautomaten - Damit Fehler nur Fehler bleiben. 3/15
von Schwiersch Martin, Winter Stefan
Im vergangenen Jahr hat Thomas Lammel mit seinen Beiträgen in bergundsteigen eine längst überfällige Diskussion über die Vor- und Nachteile von dynamischen und halbautomatischen Sicherungsgeräten ausgelöst. Inzwischen herrscht weitgehende Einigkeit wo v.a. Tuber Sinn machen und wo nicht und nachdem der ÖAV bereits im vergangenen Herbst „seine“ Empfehlung dazu veröffentlicht hat, gibt es nun jene vom DAV. ...
Gerissene Schlingen. 2/15
von Patterer Heribert, Bauernfeind Florian
Bandschlingen gehören traditioneller- und beruhigenderweise zu den Ausrüstungsgegenständen, denen wir blind vertrauen. 22 kN Norm-Bruchkraft scheinen überdimensioniert und irgendwoher geistert im Hinterkopf herum, dass auch belassene und ausgeblichenes Schlingen gar nicht so schlecht halten - fürs Abseilen zumindest. Gut, der Bruch der Bandschlingenäste eines Klettersteigsets (wir berichteten darüber ausführlich) und die darauffolgenden Diskussionen und Erkenntnisse ...
Sein & Schein. 2/15
von Schweikart Alexandra
Wir sitzen im Forschungsinstitut für Textilchemie und Textilphysik in Dornbirn um den Labortisch herum und begutachten die beiden zerfledderten Bandschlingen, die eben aus dem Polsterumschlag geglitten sind. Sand und Dreck rieselt aus den Schlingen und sie fühlen sich hart und spröde an. An manchen Stellen sind diese historisch anmutenden Schlingen schon fast bis zur Farblosigkeit ausgeblichen. Die beiden Schlingen hatten versagt, die beschriebenen Unfälle waren die Folge. ...
PSA im Bergsport. 2/15
von Gebel Daniel
Obwohl der Winter aufgrund der schlechten Schneelage lawinentechnisch gesehen recht spät begonnen hat, gab es ab Ende Dezember zahlreiche Unfälle. Schon nach den ersten Lawinen wurde über Tageszeitungen, Internet, Radio und Fernsehen in nie dagewesenem Ausmaß vor dem Verlassen der gesicherten Pisten gewarnt. Dabei entstand recht schnell der Eindruck, dass es sich um den schlimmsten, unberechenbarsten und heikelsten Winter seit Bestehen der kalten Jahreszeit handelt. ...
Suchstreifenbreite. 1/15
von Schweizer Jürg, Genswein Manuel
Er sei in letzter Zeit wieder vermehrt auf die Suchstreifenbreite angesprochen worden, ließ uns Jürg Schweizer vor wenigen Wochen wissen. Nichts Weltbewegendes, aber gemeinsam mit Manuel Genswein hat er etwas zusammengeschrieben, um den aktuellen Zugang zu erklären - vielleicht können wir es ja für etwas brauchen. Können wir. Denn welche Suchstreifenbreite warum eingehalten werden sollte, darüber sind sich auch viele Hersteller und Experten nicht einig. ...
Höhenarbeit & Seilzugangstechnik. 1/15
von Kieninger Stefan, Blauensteiner Lukas
Diverse Höhenarbeiten haben sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen beruflichen Standbein für manche Bergführerinnen entwickelt. Solche Arbeitsplätze, welche teilweise nur mittels Seilzugangstechniken erreichbar sind, gibt es schon lange. Stefan Kieninger arbeitet in Österreich in einem Ausbildungszentrum für Höhenarbeiten und erklärt, worum es dabei geht. Da die meisten Leserinnen von „bergundsteigen“ aktive Bergsteiger bzw. Bergführer sind ...
Skitourenausrüstung 14/15. 4/14
von Lercher Andreas, Plattner Peter
Alle Jahre wieder beglücken uns diverse Hersteller mit Neuheiten auf dem Schitouren-/Freeride-Ausrüstungsmarkt. Wer sich einen Überblick über die aktuellen Schier und Schuhe verschaffen möchte - viel Erfolg dabei -, der möge in nahezu allen Bergsport- und Lifestyle-Gazetten nachlesen. Kaum eine Zeitschrift, die ohne entsprechende Tests und Produktvorstellungen auskommt. Aufgrund der regelmäßigen Nachfragen - und weil es auf den diversen Kursen Thema ist ...
Alte Schlingen & Reepschnüre. 3/14
von Hochrein Thomas, Dürrbeck Stefan, Hellberg Florian
Eine bekannte Situation: Draußen am Fels findet man bereits vorhandene Schlingen vor - als fixe Expressschlinge, Abseilstände oder Sanduhrschlinge. Dieses Material ist häufig über viele Jahre Wind und Wetter ausgesetzt und in der Regel lässt sich kaum abschätzen, welche Festigkeitswerte noch zu erwarten sind. Unfälle in Sportkletterrouten mit fix belassenen Express-schlingen sind eine Konsequenz der geschilderten Problematik. ...
Statisches Dyneema vs dynamisches Seil. 3/14
von Popall Peter
Dyneema ist der Markenname für eine Faser aus Ultra-High-Molecular-Weight Polyethylene, kurz UHMwPE. Interessant, aber nicht wirklich hilfreich, möchten wir mehr über die Eigenschaften dieser Faser wissen. Die Idee dieses Beitrages ist es, genau über sie zu informieren und die Frage zu beantworten, ob diese Faser für uns Bergsteiger tatsächlich interessant sein kann. Vorab: die Antwort des Autors darauf lautet „Ja“. ...
Sind Tuber noch akzeptabel. 3/14
von Hellberg Florian, Semmel Chris
Die Diskussion „Tuber versus Halbautomaten“ ist in den letzten Jahren immer intensiver geworden und hat im letzten bergundsteigen mit dem Artikel von Thomas Lammel einen Höhepunkt erreicht. In diesem Artikel zweifelt der Verfasser provokant, aber sachlich an, dass Tuber und sogar die Halbautomaten mit Tube-ähnlicher Bedienung ausreichend sicher bedient werden können. Seine Begründung: die Bremshand muss zum Seileinnehmen ...
Sicherungstechnik Teil 1. 2/14
von Lammel Thomas
In bergundsteigen 3/13 haben wir zwei Beiträge von Thomas Lammel zur Sicherungsthematik in Kletterhallen bzw. beim Sportklettern veröffentlicht. Diese Beiträge haben eine durchaus kontroverse Diskussion ausgelöst und polarisiert (vgl. „Dialog“ der letzten beiden Ausgaben) und u.a. haben wir dazu eine deutliche Stellungnahme der Kommission künstlicher Kletteranlagen des Deutschen Alpenvereins erhalten (und in #4/13 abgedruckt). ...
Sicherungstechnik Teil 2. 2/14
von Lammel Thomas
Warum mit einem Tuber gesicherte Vorsteiger seit Jahren immer wieder auf den Boden abstürzen - obwohl das Sicherungsgerät korrekt bedient wurde -, erklärt Thomas Lammel in seinem zweiten Beitrag. Er liefert damit die technische Erklärung für eine Tatsache, die vielen Leserinnen von bergundsteigen bewusst ist. Für die meisten überraschend könnte aber seine Übertragung auf halbautomatische Sicherungsgeräte sein. ...
bergundsteigen leicht gemacht. 1/14
von Plattner Peter
Mann und Frau kann sich Freunde fürs Leben schaffen, ist auf Skitour ein kleines feines Reparaturset mit dabei. Doch nicht „nur“ für andere, auch und vor allem bei eigenen Material- problemen kann damit oft schnell und einfach ein Tourentag gerettet werden. Bei einer gemütlichen Tagestour ist es sehr erfreulich, wenn ich nach einem kurzen Boxenstopp weiter Richtung Gipfel ziehen kann und nicht umdrehen muss, oder ich erspare mir ...
bergundsteigen leicht gemacht. 1/14
von Plattner Peter
Skihochtouren sind die Königsdisziplin im Bergsteigen. Zum sehr guten skifahrerischen Können und der Risikoabschätzung was die Lawinengefahr betrifft, kommt noch die ganze Hochtouren-Thematik dazu: also Gletscher & Grate. Das verlangt einiges an Wissen und Können und auch die entsprechende Ausrüstung. Letztere fällt im sprichwörtlichen Sinn ins Gewicht und da Skihochtouren oft lang sind und gerne von Hütte zu Hütte führen ...
ISPO 2014. 1/14
von Würtl Walter
Prinzipiell stehen wir in der Redaktion von bergundsteigen Sportartikel-Messen im Allgemeinen und somit auch der ISPO im Speziellen - vorsichtig ausgedrückt - skeptisch gegenüber. Besonders schräg finden wir die verschiedenen Awards (Auszeichnungen), wo in immer mehr kaum differenzierbaren Kategorien Ausrüstungsgegenstände prämiert werden, welche die Jurymitglieder davor noch nicht gesehen, geschweige denn ausprobiert haben. ...
Karabiner mit Verschlusssicherung. 1/14
von Hellberg Florian, Steinmüller Sophia
In den letzten Jahren sind viele Karabinermodelle mit neuen Mechanismen zur Verschlusssicherung auf den Markt gekommen. In bergundsteigen 3/13 hat Chris Semmel über typische Unfallmuster beim Anseilen mittels Karabiner berichtet. Die DAV-Sicherheitsforschung informiert nun über die Unterschiede in der Sicherheitsreserve gegen unbeabsichtigtes Aushängen – und welche Rolle einfaches Handling in der Praxis spielt. ...
Unfälle Sommer 2013. 3/13
von Würtl Walter, Plattner Peter
Was für ein Bergsommer. Tausende Menschen unterwegs im Gebirge, großteils Bombenverhältnisse. Natürlich sind auch Unfälle geschehen, teilweise mit tödlichem Ausgang, jeder verbunden mit dem Schicksal von Menschen. Die Unfallmuster sind meist seit Jahrzehnten dieselben und hinlänglich bekannt, gelegentlich passiert aber „etwas Neues“. Walter Würtl und Peter Plattner haben mit Unterstützung der Alpinpolizei einige aktuelle Unfälle herausgepickt ...
Unfallmuster. 3/13
von Semmel Chris
„Aus Unfällen lernen!“ Darum geht es Chris Semmel und dem Deutschen Bergführerverband. In unregelmäßigen Abständen werden sie für bergundsteigen Unfälle analysieren und aufzeigen, was schief gelaufen ist. Diesmal ein Klassiker: Unfallmuster beim Anseilen mittels Karabinern. Dass man sich möglichst immer direkt einbinden - und das Anseilen mittels Karabiner vermeiden sollte -, ist hinreichend bekannt. Natürlich gibt es Situationen, in denen das Anseilen ...
Wie sind wir da nur reingeraten. 3/13
von Lammel Thomas
Anstöße von außen sind meist die einzige Möglichkeit, um Betriebsblindheit zu erkennen und Dinge zu verändern. Einen solchen Impuls zu den kritischsten Aspekten des Sicherns, also zum sicheren Halten eines Sturzes in Kletterhallen, geben die folgenden sicherheitstechnischen Einschätzungen und Wertungen, welche dem nüchtern konservativen Blickwinkel eines Sicherheitsingenieurs entspringen. Die Kenntnisse des Autors über industrielle Sicherheitstechnik und den Klettersport ...
Und wie kommen wir wieder heraus. 3/13
von Lammel Thomas
In seinem Beitrag „Wie sind wir da nur reingeraten?“ (Seite 75) macht sich der Sicherheitsingenieur Thomas Lammel kritische Gedanken über das Klettern und viel mehr das Sichern in der Halle. Sein Text endet mit einer ernüchternden Bewertung der verfügbaren Sicherungsgeräte. Doch was könnte besser gemacht werden, welche Anforderungen müsste ein modernes Sicherungsgerät erfüllen und was könnten Hallenbetreiber und alpine Vereine unternehmen ...
Sicherungsgeräte im Vergleich. 2/13
von Semmel Chris
Verwirrende Vielfalt? Dass es etwa 5000 verschiedene Automodelle gibt, verwundert niemanden. Na und? Alle haben ein Lenkrad, Bremse und Gas; und die sind immer an der selben Stelle positioniert. Sicherungsgeräte gibt es etwa 40 verschiedene. Zugegeben, da sind schon einige Exoten darunter, wie „Sum“ oder „Logic“. Aktuell marktrelevant sind etwa 15. Davon wiederum sind sechs empfehlenswert bzw. haben ihre Berechtigung auf dem Markt. Das Problem: Anders ...
Bremshandschuh. 2/13
von Plattner Peter
Klar, der Bremshandschuh wird seit Jahren empfohlen. Allerdings sehr halbherzig. Dass er Sinn macht, steht außer Frage, lediglich mit der Umsetzung hapert es. Menschen, die mit einem Handschuh sichern, fallen in der Halle ebenso auf wie beim alpinen Klettern und irgendwie unterstellt man diesen Leuten, dass sie Handschuhe nicht aus Sicherheitsgründen tragen, sondern sich nur nicht schmutzig machen möchten. In bergundsteigen 3/12 hat Max Bergers Beitrag ...
Immer noch Klettersteige. 2/13
von Plattner Peter, Würtl Walter
In bergundsteigen 3/12 haben wir ausführlich über den ersten, in bergundsteigen 1/13 über den zweiten groß angelegten Rückruf von Klettersteigsets berichtet. Die heurige Eisenwege-Saison steht vor der Türe und da sich einiges getan hat, nutzen Plattner/Würtl die Gelegenheit, sich nochmals Gedanken zum K-Thema zu machen. Nochmals kurz zusammengefasst, was bisher geschah (Details bitte in den erwähnten bergundsteigen-Ausgaben nachlesen):" Im August 2012 stürzt im Klettersteig ...
Schon wieder Klettersteige. 1/13
von Steinmüller Sophia, Hellberg Florian
Nachdem im August vergangenen Jahres ein konstruktives Problem bei einigen Klettersteigsets mit elastischen Lastarmen bekannt wurde und zahlreiche Hersteller mit Rückrufen reagierten - wir berichteten darüber in der Ausgabe 3/12 von bergundsteigen -, zeigten nun weitere Untersuchungen, dass sich das Problem auf Klettersteigsets mit Reibungsbremsen ausweitet. Betroffene Modelle werden vorsorglich zurückgerufen. Sophia Steinmüller und Florian Hellberg berichten über ...
Unfallursache: Seilriss!. 4/12
von Wallner Robert, Würtele Andreas
Regelmäßig diskutieren und lamentieren wir beim alpinen Klettern über die Vor- und Nachteile der Sicherung direkt vom Körper. Max Berger ist, wenn es um anspruchsvolle alpine Routen geht, seit langem ein Verfechter der Körpersicherung. Da er nun handfeste Zahlen und Testergebnisse zu dieser Thematik hat, hielt er die Zeit reif, einen Beitrag zu diesem Thema zu verfassen. Diskussionen dazu werden erwartet und sind erwünscht. Nachdem jahrzehntelang mit weichen ...
Immer wieder Klettersteige. 3/12
von Hellberg Florian
Der vielzitierte Bergsportboom ist jedes Wochenende an den Klettersteigen der Alpen sichtbar. Notsituation Nummer eins ist bekanntermaßen das „Blockiert-Sein“ - Tendenz steigend. Ein Sturz mit Verletzungsfolge kommt selten vor, einer mit tödlichem Ausgang nahezu nie und wenn doch, wurde meist kein Set verwendet bzw. dieses falsch bedient. Über zwei tödliche Klettersteig-Unfälle im heurigen Jahr berichtet Florian Hellberg. Und über die Hintergründe, warum 24 Klettersteigsets ...
Das K-Thema. 3/12
von Plattner Peter
Das Zitat stimmt, das hat er tatsächlich gesagt, irgendwann Ende der 70er-Jahre: „Ich bin so vielen glücklichen Menschen auf Klettersteigen begegnet, dass ich dafür sein muss [...]“. Es ist Juni, ein angenehm entspannter Nachmittag auf Schloss Sigmundskron und er, mein Gegenüber, ist Reinhold Messner. Wenige erinnern sich, dass auch eines seiner ersten Bücher den Titel „Dolomiten Klettersteige“ trug, das war 1974. Geplant war, das ganze Gespräch mit Reinhold Messner ...
Aluminium-Kletterkarabiner unter Dauerbelastung. 3/12
von Hairer Florian, Mösinger Severin
Wenn ein Karabiner bricht, macht man sich so seine Gedanken - umso mehr, wenn dieser Bruch bei einer sehr geringen Beanspruchung erfolgt. Slacklinen belastet die verwendeten Karabiner sehr ungünstig, Kletterer verwenden dafür aber immer wieder keine Stahl-, sondern ihre „normalen“ Aluminium-Karabiner. Kann ein solcherart „vorbe-lasteter“ Karabiner nun weiter gefahrlos zum Klettern verwendet werden? Oder kann es sein, dass es nach einer „Slackline-Beanspruchung“ ...
FAQs-Dyneema. 3/12
von Semmel Chris
Als mich Peter (Chief von bergundsteigen) anrief und fragte, ob ich nicht was über die „Facks zum Thema Dyneema“ schreiben könnte, stutzte ich zunächst. Anglizismen sind mir nicht ganz unvertraut, doch dachte ich zunächst an eine urmenschliche Sache (auch ein Anglizismus), dann an ein veraltetes Kommunikationsmittel (schon wieder ein Anglizismus), bis mir klar wurde, was gemeint war: Frequently Asked Questions, abgekürzt und ausgesprochen „ FAQs“. ...
Karabinerbruch x2. 2/12
von Semmel Chris
Karabinerbrüche sind selten. Trotzdem sind Karabiner jener Ausrüstungsgegenstand in der Sicherungskette, der am häufigsten versagt. Sie brechen häufiger als Bohrhaken, Seil oder Gurt. Gleich zwei Mal innerhalb von drei Wochen kam es im Sommer 2011 in Tirol beim Sportklettern zu einem Karabinerbruch. Chris Semmel hat sich diese Unfälle näher angesehen. Am 14. Mai 2011 verunglückte ein deutscher Sportkletterer in der Route „Knusperzapfen“ (7c) am Schleier Wasserfall ...
Update. 1/12
von Semmel Chris, Hellberg Florian, Funk Felix
Nein, wir halten von Tests nicht sonderlich viel - auch nicht von LVS-Tests. Jeder, der viel ausbildet und Erfahrung mit den verbreiteten Geräten hat, weiß recht schnell, wie praxistauglich ein neues Modell tatsächlich ist. Der Rest ist Geschmackssache. Nun haben die allermeisten Tourengeher und viele Sportverkäufer und sonstige potentielle Kaufberater diesen Überblick nicht und übernehmen so mehr, aber oft weniger kritisch solche Testergebnisse. ...
Mittelklasse-LVS suchen mehrere Verschüttete. 1/12
von Schweizer Jürg, Genswein Manuel
Heute sind 3-Antennen-LVS Standard. Wird nur eine Person verschüttet, ist die Suche mit allen Geräten in etwa gleich schnell und funktioniert recht problemlos. Das hat der Test bewiesen, über den Jürg Schweizer und Manuel Genswein im Folgenden berichten. Eigentliches Ziel dieses Versuches, welchen die Schweizer Fernsehsendung Kassensturz durchgeführt hat, war zu testen, wie gut Ungeübte bei der Suche nach mehreren Verschütteten mit den aktuellen „abgespeckten“ Versionen ...
Rocker & Co. 4/11
von Hackl Max
Alle Jahre wieder werden wir in allen möglichen und unmöglichen Medien mit Tests und Produktvorstellungen der topaktuellen Touren- und Geländeschier konfrontiert. Dabei wird mit Fachbegriffen nur so um sich geworfen und man kann sich manchmal des Eindrucks nicht erwehren, dass die unabhängigen Tester nur zu gerne die Wortkreationen aus diversen Katalogen übernehmen, ohne auch nur ansatzweise zu ahnen, worum es eigentlich geht. ...
Was ist denn schon normal?. 3/11
von Boneberger Hannes
Wenn Normen nicht nur die Technik regeln, sondern auch den Menschen und sein Verhalten. Dass es für die alpine Ausrüstung Normen gibt, kennen und schätzen wir. Dass trotzdem Unfälle passieren, wissen wir. Ebenso, dass häufig der Mensch Ursache für diese Unfälle ist. Dass eine Norm aber versucht, die menschlichen Handlungsabläufe vorzugeben, lässt aufhorchen. Für Seilgärten existiert eine solche Norm und Hannes Boneberger hat sich Gedanken dazu gemacht. ...
Klettersteig. Eine Empfehlung. 2/11
von Würtl Walter, Plattner Peter
Schon wieder etwas über Klettersteige? Tatsächlich haben wir uns immer wieder diesem Thema gewidmet: In den ersten beiden Ausgaben 2007 gab es von Würtl/Ranner Umfangreiches zu Historie, Klettersteigtypen, Schwierigkeitsbewertung sowie Risikofaktoren und –management zu lesen. Chris Semmel analysierte in Ausgabe 3/07 wie ein Gurt bzw. ein Klettersteigset auf einem Eisenweg reißen konnte und sorgte im 3er-Heft 2010 für Aufsehen, als er aufzeigte, ...
Klettersteigsets. Brechendes Rückgrat.. 2/11
von Semmel Chris, Hellberg Florian
Im bergundsteigen 3/10 hat die DAV-Sicherheitsforschung von Dummy-Versuchen am Klettersteig mit leichtgewichtigen Personen berichtet – die Ergebnisse waren einigermaßen alarmierend: Unter 50 kg Körpergewicht bremsen Klettersteigsets so hart, dass lebensgefährliche Verletzungen drohen. Jetzt haben Chris Semmel und Florian Hellberg weitere Messungen durchgeführt und einen Vorschlag zur Änderung der Norm ausgearbeitet. ...
Sicherheit beim Highlinen. 2/11
von Kleindl Reinhard, Entner Roland, Griehser Ralph
Highlinen ist - im Gegensatz zu Jumplinen oder Longlinen (vgl. bergundsteigen 2/09), die erst im neuen Jahrtausend einen rasanten Aufschwung erfahren haben - eine recht alte Geschichte. Scott Balcom überquerte bereits 1985 den Abgrund zum Lost Arrow Spire im Yosemite Valley und vollendete damit die erste Begehung einer alpinen Highline. Dass sich das Highlinen derzeit so stark verbreitet, überrascht nicht: Das benötigte Material ist erschwinglich und geeignete Plätze ...
denn sie wissen nicht, wo sie sind. 1/11
von Schwiersch Martin
In den letzten beiden Ausgaben brachte uns Ulli Benker auf den aktuellen Stand der Technik, was GPS & Karten & Handys betrifft. Dass dieses Navigationsgerät im alpinen Gelände – und nicht nur hier, sondern auch zB in Autotunnels ... – verschieden schlau angewandt werden kann, ist bekannt. So ist es wenig zielführend, wenn auf Schihochtour bei schlechter Sicht zwar das Display akribisch beobachtet, aber nicht wahrgenommen wird, dass man währenddessen in einen ...
GPS 2. GPS & Handy. 4/10
von Benker Uli
Nachdem Uli Benker in der letzten bergundsteigen-Ausgabe # 3/10 über den aktuellen Stand von GPS-Geräten und Kartenmaterial berichtet hat, bringt er uns nun auf den neuesten Stand in Sachen GPS-Nutzung mit dem Handy. Denn die Zeiten, in denen dieses ausschließlich zum Telefonieren da war, sind lange vorbei. Mobiltelefone fungieren heute als MP3- und Video-Viewer, als Organizer und Kamera. Mit Handys kann man aber auch prima navigieren. ...
Kippfestigkeit. 4/10
von Graf Simon
Auf die Kraftübertragung kommt es an beim engagierten Freeriden und Tourengehen, darauf, wie direkt die Kraft von der Bindung auf den Schi übertragen wird. Wird zumindest behauptet und fast jeder Hersteller nimmt für sich in Anspruch, dass seine Tourenbindung die „direkteste“ ist. Als uns Simon Graf vor gut einem Jahr anrief und Ideen für eine lässige „alpine“ Masterarbeit haben wollte, haben wir ihn angestiftet, doch genau das zu untersuchen ...
Satellitenhandys. 4/10
von Därr Klaus
Vor sechs Jahren, in bergundsteigen # 4/04, haben wir zum ersten Mal über „Satellitenhandys am Berg“ berichtet. In der Zwischenzeit hat sich viel getan und so haben wir Klaus Därr gebeten uns auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen. Nicht nur in den Hochgebirgen Asiens und Lateinamerikas, auch in den heimischen Alpen gibt es Regionen, die vom vermeintlich allgegenwärtigen GSM-Handy-Netz nicht abgedeckt sind. Das hat sich zB im vergangenen Winter ...
Klettersteigsets und Leichtgewichte. 3/10
von Semmel Chris
Die Diskussion ist alt: „Benötigen Kinder ein spezielles Klettersteigset?“ Seriöse Antwort gab es keine, lediglich gute Argumente in beide Richtungen - allerdings ohne nachvollziehbare Grundlagen. Im täglichen Klettersteig-Alltag ist die Frage von untergeordneter Bedeutung, sind doch keine Unfälle und Verletzungsmuster von Kindern bekannt, bei denen ein Klettersteigset zu hart gebremst hätte. Aber erstens muss nicht immer erst etwas passieren ...
GPS 1. Geräte & Karten. 3/10
von Benker Uli
Einiges an Zeit ist vergangen, seitdem wir in bergundsteigen das letzte Mal etwas zum Thema GPS gebracht haben. Inzwischen hat sich auch hier unglaublich viel getan und als normaler Alpinist, der das Ding so selten als möglich, aber so oft wie notwendig im Gelände verwenden möchte (oder muss), ist es fast unmöglich auf dem Laufenden zu bleiben. Zu viele Geräte, Karten, Möglich keiten ...
Bedingungsloses Vertrauen ins Material. 2/10
von Ernst Björn
Auch wenn die Lawinengefahr ein für uns Wintersportler hochkomplexes und schwierig einzuschätzendes Thema bleibt, gibt es immer wieder mal Situationen, wo wir wirklich günstige, das heißt sichere Verhältnisse vorfinden. In den Kreisen der Garanten werden diese Tage dann als Ausnahmetage geführt, wo man schon mal auf den einen oder anderen (Notfall-) Ausrüstungsgegenstand vergessen darf. Seien wir uns ehrlich, ist schon mal vorgekommen. ...
dialog. 1/10
Ich trage nunmehr seit zwei Jahren eine Idee mit mir herum, die ich auch schon bei einigen Seilherstellern vorgestellt habe. Leider hat sich noch niemand gefunden, der sich damit näher beschäftigen wollte. Ursprünglich war das Problem die Verbindung von Bandschlingen mit Seilen. Dieses Problem wurde jedoch seit längerer Zeit schon gelöst. Dies beweisen die verschiedenen Klettersteigsets von z.B. Salewa. Es gibt für die Verbindung Seil-Bandschlinge auch eine EN-Norm. Bei sehr vielen Kletterunfällen ist die Verbindung des Seils mit dem Klettergurt die Unfallursache. ...
Gesichertes Soloklettern. 1/10
von Zak Heinz
Klettere ich alleine eine Route und sichere mich mit einer Steigklemme an einem zuvor fixierten Seil, dann ist das Soloklettern, gesichertes Soloklettern. Es gibt auch eine Technik sich solo im Vorstieg zu sichern. Ganz klar nur etwas für Spezialisten, die wissen, was sie da tun. Zu beiden Themen erreichen uns immer wieder Leserbriefe und so haben wir Heinz Zak gebeten diese beiden „Selbstsicherungs-Techniken“ zu beleuchten. ...
Allgemeine Anwendung von PSA. 1/10
von Berger Max
In seinem Beitrag über das gesicherte Soloklettern in Vor- und Nachstieg (Seite 50) beschreibt Heinz Zak verschiedene Techniken mit Geräten, welche teilweise nicht der Gebrauchsanleitung entsprechend verwendet bzw. teilweise sogar modifiziert werden. Da die meisten dieser Produkte vom Hersteller Petzl stammen, haben wir uns im Vorfeld entsprechend informiert und den Österreich-Repräsentant Max Berger gebeten, einen kurzen Kommentar zu solchen ...
Risiken beim Slacklinen. 2/09
von Kleindl Reinhard, Friedrich Bernhard
Obwohl es Slacklinen bereits seit den 70er-Jahren gibt - und das Seiltanzen wahrscheinlich schon immer - muss man das „Slacken“ als sehr jungen Sport sehen, der sich in ständiger Entwicklung befindet. In den letzten Jahren hat sich aber viel an Erfahrungen und auch ersten wissenschaftlichen Arbeiten angesammelt und einige Risiken haben sich klar herauskristallisiert. ...
Karabiner im Slacklineeinsatz. 2/09
von Hairer Florian, Hellberg Florian
Seit einigen Jahren erfreut sich - besonders in der Kletterszene - das „Slacklinen", also das Balancieren auf einem gespannten Flach- oder Schlauchband, einer steigenden Beliebtheit. Dies führt dazu, dass vielfach Klettermaterial zum Spannen der Line verwendet wird. Die Belastungen beim Slacklinen unterscheiden sich allerdings grundsätzlich von jenen beim Klettern. ...
Nachhaltigkeit von Bergsportprodukten. 2/09
von Pohl Wolfgang, Schellhammer Christof
Umwelt- und „Klima“-Schutz liegt Bergsportlern besonders am Herzen. Und sie wünschen sich zur Ausübung ihres Sports „nachhaltige“ Ausrüstung. Dazu wären sie sogar bereit - gleiche Funktion der Ausrüstung vorausgesetzt - mehr Geld auszugeben. Dies belegen zahlreiche Studien und dies istauch nachvollziehbar. Wer gerne und oft in der Natur unterwegs ist, der wählt seine Ausrüstung sorgfältig aus. ...
Seilrisse - ein Resümee. 2/09
von Schubert Pit
Seit 2006 hat die Zahl an Seilrissen unter österreichischen und deutschen Kletterern zugenommen. Innerhalb von nur drei Jahren sind sechs Seilrisse bekannt geworden. Gemessen am Zeitraum davor ist dies auffallend. So gab es von 1983 bis 2005, also während 23 Jahren, gerade einmal zwei Seilrisse, wie in Abb. 1 zu sehen ist. Im Juli kam es in den Dolomiten an der Rienzwand zum Bruch eines Einfachseiles mit tödlichem Ausgang. ...
Wer richtig bremst, der nicht verliert. 1/09
von Schubert Pit, Jost Gudelius
Der Pickelrettungsgriff bietet neben der Liegestütztechnik die einzige Möglichkeit, bei Gleichgewichtsverlust in Firn oder Eis einen Sturz abzufangen, sofern kein Seil verwendet wird. Die Meinungen zur Eispickelhaltung und der damit verbundenen optimalen Bremswirkung sind geteilt. Bremsen mit der Haue im Eis ergibt mehr Bremswirkung als das Bremsen mit der Schaufel. ...
Schlingen & Stand. 1/09
von Semmel Chris, Hellberg Florian, Ernst Björn
Der Einsatz von Bandschlingen aus Dyneema und Mischgewebe sowie von Reepschnüren aus Kevlar und Dyneema wird kontrovers diskutiert. Vor allem, wenn es um den Standplatzbau geht, scheiden sich die Geister, was Aufbau und geeignete Materialien betrifft. Dieser Beitrag stellt aktuelle Forschungsergebnisse der DAV-Sicherheitsforschung zu den textilen Materialien und dem Standplatzbau vor und beleuchtet die Konsequenzen für die Praxis. ...
Captain All Lightgear. 4/08
von Leichtfried Albert
Keine der gängigen Disziplinen des Klettersportes hat sich im letzten Jahrzehnt in punkto Material so rasant weiterentwickelt wie das Eisklettern. Einen spielerischen Einblick der anderen Art liefert uns einer der versiertesten Profis in dieser Spielart des Alpinismus – Captain All Lightgear. Ein Vergleich der verwendeten Ausrüstung in den beiden als Marksteine geltenden Routen „Flying Circus“ (Jasper 1998) und „Illuminati“ (Leichtfried 2006) ...
Zwischen Himmel und Hölle. 4/08
von Genswein Manuel, Eide Ragnhild
In bergundsteigen 4/07 berichtete Manuel Genswein über das V-förmige Schneeförderband, einer Strategie zum effizienten Ausschaufeln von Verschütteten. Dabei mussten er und seine zahlreichen Schauflerinnen und Schaufler feststellen, dass die verwendeten Lawinenschaufeln erstaunlich rasch beschädigt bzw. unbrauchbar wurden. Grund genug, um bei einer ähnlichen Studie – es ging um die Effizienz der Kameradenrettung bei minimalen Trainingsaufwand, ... ...
Wieder einmal: Seilriss durch Schwefelsäure. 3/08
von Schubert Pit
Seilbrüche durch Schwefelsäureeinfluss sind bisher nicht allzu zahlreich aufgetreten. Der vorletzte geschah vor drei Jahren in einer Kletterhalle in Innsbruck3. Seit 1994, als der erste Seilbruch durch Schwefelsäureeinfluss aufgedeckt wurde, sind unter österreichischen und deutschen Kletterern insgesamt gerade einmal fünf Seilbrüche bekannt geworden; alle dadurch Abgestürzten konnten glücklicherweise überleben. ...
Snow Stake. 2/08
von Braun-Elwert Gottlieb
Immer wieder stechen sie uns auf Fotos von neuseeländischen und amerikanischen Bergsteigern ins Auge. Die „Schneeschwerter“, welche seitlich am Rucksack befestigt sind und nur darauf zu warten scheinen, gezogen und in den Schnee gerammt zu werden. Gottlieb Braun-Elwert hat sich intensiv mit diesem Sicherungs- mittel beschäftigt, getestet und letztendlich seinen idealen Snow Stake gefunden. ...
Starke Fasern. 2/08
von Schubert Pit
Reepschnüre, Bänder, Schlingen - ohne sie läuft fast nichts im Bergsport. Was die Norm von diesen treuen Gefährten verlangt und worüber man als Anwender bescheid wissen sollte. Wenn bestimmungsgemäß angewendet, wird von Reepschnur, Band und Schlinge erwartet, dass sie nicht reißen. Die Normen sollen dies garantieren. ...
lvs mit system. 4/07
von Genswein Manuel
Obwohl ein enger Zusammenhang zwischen einem systematischen Vorgehen und der Effizienz einer Lawinenverschüttetensuche angenommen wurde, fehlte bisher ein eindeutiger statistischer Beweis aufgrund von praktischen Überprüfungen. Diese Lücke schloss nun der bekannte Schweizer LVS-Experte Manuel Genswein mit einer Testserie, an der rund 120 BergführerInnen teilnahmen. ...
pieppippipiep. 4/07
von Stopper Dieter, Mullen Jon
Eine Lawine reißt mehrere Schneesportler mit sich und begräbt sie dicht nebeneinander. Obwohl die Opfer mit Lawinen-Verschüttetensuchgeräten (LVS-Geräten) ausgerüstet sind, ist deren Ortung sehr schwierig. Denn die Sendesignale überlagern sich. Suchspezialisten, LVS-Gerätehersteller und Spezialisten alpiner Verbände nehmen an, dass dieser GAU häufig auftritt (als Miterfinder der 3-Kreismethode ging es mir genau so). ...
schaufel strategie. 4/07
von Genswein Manuel, Eide Ragnhild
Das Ausgraben eines Lawinenverschütteten stellt mit Abstand den größten Zeitfaktor in der Lawinenrettung dar. Wenn man den Gesamtprozess von der Signalsuche bis zum Abtransport des Verschütteten betrachtet, stellt die Phase zwischen dem Auffinden des Verschütteten mittels Sonde und den Empfehlungen betreffend Atemhöhle eine Lücke in den ansonsten klar strukturierten und systematisierten Handlungsempfehlungen dar. ...
durchgescheuert. 3/07
von Schubert Pit
Stürze in Kletterhallen sind, sofern korrekt gesichert wird, von geringer Höhe. Auch die maximale Fangstoßkraft - jene Kraft, die im Augenblick der größten Seildehnung auftritt - ist aufgrund des günstigen Sturzfaktors und der dynamischen Körpersicherung gering. So ist der Bruch einer Expressschlinge in der Kletterhalle nicht vorstellbar. Passiert ist das aber trotzdem....
eisenwege (1). 2/07
von Würtl Walter, Ranner Reinhard
"Klettersteige sind Weganlagen im steilen und ausgesetzten Felsgelände, die durch den Einbau künstlicher Tritte und Griffe sowie die Anbringung eines Stahlseils als permanente Sicherung begehbar gemacht werden." (OeAV 2007) Das Begehen von Klettersteigen erlebt einen Boom wie nie zuvor. Kein Wunder, hat doch die Faszination Klettersteig zahlreiche reizvolle Facetten. Anspruchsvolle körperliche Betätigung, geringer Ausrüstungsaufwand, ...
strings & gummis. 2/07
von Schubert Pit
Am 29. September letzten Jahres kam es im Bereich der Sonnenwände, in der Nähe der Loferer Alm (Salzburg), zu einem Unfall beim Abseilen. Im Unfallbericht heißt es sinngemäß: "Ein 41-jähriger Kletterer wollte an der Abseilstelle "Graues Buch" abseilen. Er hängte seine Selbstsicherung am Stand ein und lehnte sich nach außen. Dabei löste sich die Bandschlinge vom zugeschraubten (!) Schraubkarabiner und der Kletterer stürzte in die Tiefe. ...
ausrüstung & verantwortung. 2/07
von Popall Peter, Plattner Peter
Was Herr und Frau Bergsportler heutzutage im Sportgeschäft an Material zu kaufen bekommen, muss geprüft und genormt sein, hat UIAA- und CE-Pickerl und Stempel und kann nicht mehr versagen oder reißen. Im Gegensatz zu früher, wo nicht blind auf Seil, Karabiner und Klettergurt vertraut werden konnte. Wird der Albtraum eines jeden Kletterers aber dann Realität, reißen bei einem Gurt die Nähte oder bricht ein Karabiner, smuss es sich um Materialversagen gehandelt ...
die bremskraftverstärker. 2/07
von Thomann Andreas, Semmel Chris
In den letzten Jahren brachten die Seilhersteller immer dünnere Seile auf den Bergsportmarkt. Seildurchmesser zwischen 9,0 und 9,5 mm sind die Regel und sogar die magische 9,0-mm-Grenze für Einfachseile wurde von der Firma Mammut mit ihrem Modell "Serenity" unterschritten. Diese Seilgeneration stellt die Sicherungskette vor neue Anforderungen: Da sich die Bremskraft eines Sicherungsgeräts aus den drei Hauptfaktoren Handkraft des Sichernden, ...
achtung: gefährliche haken!. 1/07
von Mair Rudi
Der Artikel "hakenausbruch" in bergundsteigen 2/06 informierte über einen tödlichen Abseilunfall am Schneeklammkopf (Hochkönig), der sich im Oktober 2005 ereignete. Bei dem ausgebrochenen Haken handelte es sich um einen "Sigibolt", einen selbst hergestellten Haken. Diese Haken sind laut dem Hochkönig-Kletterführer "aus rostfreiem Edelstahl (mit bestem Wissen und Gewissen) selbst angefertigt und mit Biber-Rapid einzementiert" ...
spalten. 1/07
von Mosimann Ueli
Spricht man über die Unfallgefahren beim Schneesport im freien Gelände, ist der Fokus sehr stark auf das Thema Lawinenverschüttung gerichtet. Tatsächlich sind Lawinenverschüttungen trotz großer Fortschritte beim Risikomanagement, der Tourenplanung und immer leistungsfähigeren Geräten zur Ortung von Verschütteten - immer noch weitaus die häufigste Ursache von tödlichen Unfällen ...
recco. 4/06
von Atkins Dale
Die Rettung von Lawinenopfern ist immer ein Wettlauf mit der Zeit. Seit je her sind Lawinenexperten davon überzeugt, dass die besten Überlebenschancen eines Verschütteten ausschließlich in den Händen seiner Begleiter liegen. Organisierte Rettungskräfte galten als zu langsam um Leben zu retten. Dank moderner Technik wie Mobiltelefone oder Hubschrauber und der Tatsache, dass viele Lawinenunfälle in der Nähe von Skigebieten passieren, werden die ...
achterbahn. 3/06
von Schubert Pit
Abseilgeräte sind noch nicht genormt. Es gibt allerdings einen Normentwurf, nach dem bereits geprüft werden kann. Ob sich daran noch Wesentliches ändern wird, kann derzeit nicht gesagt werden. Dies hängt davon ab, welche Erfahrungen mit den vorgeschlagenen Prüfmethoden gesammelt werden. Da die Mühlen der Normengremien recht langsam mahlen, ist mit einer endgültigen Norm so schnell wohl nicht zu rechnen. ...
15 : 2. 2/06
von Semmel Chris
Vorläufiges Ergebnis 15:2 - für ein Fußballspiel zu hoch, beim Basketball zu niedrig und für ein Handballspiel unrealistisch! Bei dem Verhältnis (also kein Ergebnis) handelt es sich um die der DAV-Sicherheitsforschung gemeldeten Versager bei Bohrhaken von 2003 bis 2005.
kopfschutz. 2/06
von Schubert Pit
Helme bieten Schutz bei Gewalteinwirkung auf den Schädel, sei es durch Steinschlag oder bei Sturz durch Anschlag an Fels und Eis. Helme sind aber notwendiger Weise "weniger als vollkommen" (Snell-Foundation). Dies heißt, dass auch der beste Helm nichts nützt, ist die Gewalteinwirkung groß genug. Trotzdem könnte sich noch der eine oder andere Kletterer seines Lebens erfreuen, hätte er im entscheidenden Augenblick einen Helm getragen. ...
grigri`s neue rivalen. 1/06
von Semmel Chris
Seit 1993 ist der GRIGRI erhältlich und bis heute unangefochtener "Platzhirsch" unter den halbautomatischen Sicherungsgeräten. Nun sind mit EDDY, CINCH und SUM gleich drei neue "Rivalen" aufgetaucht, die dem GRIGRI Paroli bieten und ihm seine Führungsrolle streitig machen könnten. Der Vollständigkeit halber und aufgrund ihrer großen Beliebtheit vor allem bei den deutschen Kletterern ...
das erste mal. 1/06
von Schubert Pit
Glücklicherweise sind Seilrisse heutzutage sehr sehr selten - gemessen an der Vielzahl von Sportkletterstürzen, die tagtäglich absolviert werden und die sicher in die Tausende gehen. So lässt jeder Seilriss schließlich aufhorchen.Ein Seilriss beim Ablassen ist eigentlich nicht vorstellbar, weil die Belastung zu gering ist. Jedes Seil hält mehr als das Zwanzigfache dessen, was beim Ablassen an Belastung auftritt. ...
kletterg`schirr. 1/06
von Schubert Pit
Anseilgurte gelten hinsichtlich ihrer Festigkeit als ausgereift. Eher reißt es einen stürzenden Kletterer in Stücke, als dass einnormgerechter Anseilgurt reißt. Nur unter ganz bestimmten Bedingungen kann es noch zu einem Bruch kommen. Mit Kenntnis der Normanforderungen wird dies verständlicher.Anfangs schlang man sich den Strick um den Bauch. ... Und das war's. ...
bolts. 3/05
von Schubert Pit
Bohrhaken genießen einen Vertrauensvorschuss, der nicht immer gerechtfertigt ist. Schon gar nicht, wenn es sich um Fabrikate "self made" handelt. Auch Erosion und Korrosion - letztere, wenn aus nicht korrosionsbeständigem Material gefertigt - können der Grund dafür sein; wie bei Normalhaken. Die Kenntnis der Normanforderungen und der Normprüfung kann helfen, die Haltekraft von Bohrhaken im Fels besser abzuschätzen. ...
klemmmaschinen. 2/05
von Schubert Pit
Klemmgeräte sind - noch mehr als Klemmkeile - schon allein aufgrund ihrer unterschiedlichen Größen und Formen nicht allen Sturzbelastungen gewachsen; dies unabhängig von ihrer mehr oder weniger sicheren Platzierung im Fels. Die Hintergründe, die Normanforderungen und die Normprüfung zu kennen, kann vor gefährlichen Situationen und möglicherweise vor schmerzhafter Enttäuschung bewahren. ...
punktortung. 1/05
von DieterStopper , Semmel Chris
Lawinenopfer müssen schnell geborgen werden. Jede eingesparte Minute steigert die Überlebenschance. Bevor gegraben werden kann, müssen die Verschütteten genau geortet werden! Aber gerade die Punktortung macht den Suchern häufig Schwierigkeiten. Bieten die neuen digitalen LVS-Geräte Vorteile? Bei Kursen zur Verschüttetensuche zeigt sich immer wieder, ...
verklemmt. 1/05
von Schubert Pit
Klemmkeile sind - unabhängig von ihrer mehr oder weniger sicheren Platzierung - schon allein aufgrund ihrer unterschiedlichen Größen und Formen nicht allen Sturzbelastungen gewachsen. Die Hintergründe, die Normanforderungen und die Normprüfung zu kennen, kann vor gefährlichen Situationen und möglicherweise schmerzhaften Enttäuschungen bewahren. ...
via satellit. 4/04
von Schwabl Wolfgang
Ein Satellitentelefon - so glaubt man - sei ein teures Gerät in einem Koffer mit Parabolantenne und die Gespräche wären so teuer, dass sich nur große Firmen und Millionäre das leisten könnten. Zudem wäre es für BergsteigerInnen zu groß, zu schwer und zu teuer. Irrtum. Seit einigen Jahren sind moderne Satellitentelefone auf dem Markt, die von Gewicht und Größe als "Handy" zu bezeichnen sind.
lvs - eine (zwischen)bilanz. 4/04
von Hohlrieder Matthias, Mair Peter, Würtl Walter, Brugger Hermann
Eine Bergung innerhalb der ersten Viertelstunde ist in der Regel nur durch Kameraden, kaum jedoch durch den organisierten Rettungsdienst möglich. Voraussetzung für Bergezeiten unter der kritischen 15-Minutengrenze ist eine rasche Lokalisation des Verschütteten. Bereits 1968 wurden zu diesem Zweck Lawinen-Verschütteten-Suchgeräte (LVS) eingeführt, die heute neben Schaufel und Sonde zur Standardausrüstung der Tourengeher und Variantenfahrer gehören.
das sichere produkt. 3/04
von Schädle-Schardt Walter
Moderne Schutz-Produkte ziehen einen schützenden Sicherheitsrahmen in die von Natur aus nicht ungefährlichen Betätigungsbereiche der risikoreicheren Sportarten hinein. Der gesundheitliche Nutzen ist unbestritten. So gehört das Anlegen von "Protektoren" - immer mehr - zum sportlichen Alltag. Unter dem Aspekt der Sicherheit im Sport denkt man spontan an Sportgeräte mit Schutzfunktion. ...
mit seil und haken .... 3/04
von Schubert Pit
Normalhaken gibt es seit über hundert Jahren. Waren es anfänglich den Bilderhaken nachgebildete Eisenstifte, nur etwas stabilere, die man in den Fels trieb, so war es Hans Fiechtl, der noch vor dem Ersten Weltkrieg die ersten brauchbaren Haken entwickelte, die seitdem seinen Namen tragen: "Fiechtlhaken". Bis in die fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts waren die allermeisten Haken exotische Eigenkreationen, meist in Heimarbeit ...
gps praxis. 2/04
von Scheichenzuber Sepp
Die Integration der GPS-Empfänger schreitet weiter voran. Inzwischen gibt es schon Handys mit eingebauter GPS-Funktion, die für Bergsteiger zukünftig zum Sicherheitsstandard werden könnten. Haben nun unsere geliebten alten Kartenblätter, die noch kein Koordinatengitter enthalten ausgedient? Dass zur Orientierung kein besonderes GPS-Spezialwissen oder gar eine Tourenvorbereitung mittels digitaler Karte am PC erforderlich ist, soll in diesem Beitrag gezeigt werden.
schnapper, schrauber und gefährten. 1/04
von Schubert Pit
Karabiner sind noch eine Schwachstelle in der Sicherungskette. Jedoch nicht alle Karabiner und nicht alle in jeder Situation. Die Schwachstellen zu kennen und eine entsprechende Belastung zu vermeiden kann vor Schwierigkeiten und Gefahren für Leib und Leben bewahren. So lange ein Karabiner mit geschlossenem Schnapper in Längsrichtung belastet wird, kann er nicht mehr brechen - auch nicht beim größtmöglichen Sturz. ...
gleiten statt schieben. 1/04
von Lercher Andreas
Das Bild des Schitourengehers hat sich geändert: Lodenkniebundhose, Baumwollhemd, rote - bei unseren südlichen Nachbarn gelbe - Wollstrümpfe sind (fast) verschwunden und mussten neuer, furchtbar funktioneller Bekleidung Platz machen. Doch auch an Schi, Schuh und Bindung sind die letzten Jahre nicht spurlos vorübergegangen. Ob leicht und flott hinauf oder breit und schnell hinunter- für jeden Einsatzbereich gibt es perfekt abgestimmtes Material.
naxo meets dsp. 4/03
von Lercher Andreas, Plattner Peter
In der Dezemberausgabe des Vorjahres verzichteten wir auf ein Update der Notfall- und Schitourenausrüstung: zu wenige Produkte erschienen uns innovativ genug. Ganz anders diesen Winter, in dem man vor allem bei den LVS-Geräten und Schitourenbindungen gespannt sein darf. Aber auch sonst hat sich einiges getan. Schitourengehen boomt, und die Wirtschaft hat neue Zielgruppen entdeckt die verwöhnt werden möchten....
scharfe äxte. 4/03
von Schubert Pit
Der klassische Eispickel gilt hinsichtlich seiner Festigkeit als ausgereift. Eisgeräte hingegen gehören nach wie vor zu jener Ausrüstung, die bei Gebrauch durchaus zu Bruch gehen kann. Die Schwachstellen zu kennen, kann vor Schwierigkeiten bewahren. Denn, wenn einem im Steileis eine Haue bricht, kann dies sehr unangenehme Folgen haben. Eispickel und Eisgeräte gibt es inzwischen beinahe wie Sand am Meer....
magic plate's. 3/03
von Lercher Andreas
In seinem Artikel über "Sicherungsgeräte" in bergundsteigen 3/99 berichtete Michael Larcher über Stärken und Schwächen von sogenannten "Sicherungsplatten", Geräte, mit denen man auch zwei Nachsteiger getrennt sichern kann. Wir bekamen laufend Zuschriften von Lesern, die uns über verschiedenste Probleme, Gefahren und Tipps im Umgang mit diesen Platten berichteten. Eine rege Diskussion folgte und in der Zwischenzeit sind auf dem Markt einige neue Geräte aufgetaucht. ...
heiße eisen. 3/03
von Schubert Pit
Heute gibt es Normen für nahezu die gesamte alpintechnische Ausrüstung, ausgenommen für Abseil- und Sicherungsgeräte - daran wird noch gearbeitet. All diese Normen verlangen hohe, praxisgerechte Anforderungen, die Geräte müssen entsprechend umfangreiche Prüfungen bestehen. Alle, mit einer Ausnahme: die Steigeisen, da liegt noch vieles im Argen. ...
heil am seil. 2/03
von Schubert Pit
In den letzten Jahren gab es einigen Wirbel um Seilprüfungen. Seile, die von Herstellern als normgerecht angeboten wurden (nicht normgerechte dürfen gar nicht auf den EU-Markt gebracht werden), fielen bei Test-Prüfungen einiger Alpinzeitschriften durch. Dies lag mit daran, dass sich die entsprechenden Normen EN 892 und UIAA 101 gerade im Umbruch befanden. Inzwischen ist dieser Prozess abgeschlossen. Die Gefahr eines Seilrisses ...
what shell's?. 2/03
von Lercher Andreas
Vorbei sind die Zeiten, in denen es galt, bei jedem kleinen Nieselregen die schwere Allwetterjacke herauszunehmen und überzuziehen, um nicht bis auf die Haut nass zu werden. Für "normales Bergwetter" sind die winddichten, wasserabweisenden und bestens atmungsaktiven Softshells (siehe bergundsteigen 1/03) die beste Lösung. Für echtes Sauwetter sind die “neuen” wasserdichten Shells, wie man den klassischen Anorak ...
board on tour. 1/03
von Rössler Stefan
Immer mehr Snowboarder nehmen die Mühen eines Aufstiegs in Kauf, um abseits vom Rummel der Schigebiete ihre Spuren in den Schnee zu ziehen. Die dafür verwendete Ausrüstung ist oft höchst
standards. 1/03
von Schubert Pit
Die Entwicklung unserer Bergsportausrüstung zur "persönlichen Schutzausrüstung" ist untrennbar mit dem Namen Pit Schubert verknüpft. Bergundsteigen konnte Pit nun als Autor einer Serie gewinnen, in der unsere (über-)lebenswichtigen Ausrüstungsgegenstände aus der Sicht der geltenden Normen dargestellt und diskutiert werden. Bevor es mit den Eisschrauben ans Eingemachte geht, müssen noch einmal die wichtigsten Normbegriffe erklärt werden...
volles rohr. 1/03
von Schubert Pit
Es war ein langer Weg vom "MARWA"-Korkenzieher bis zur High- End-Vollrohr-Eisschraube mit integrierter Kurbel. Dank Eiskletterboom und wachsender Mixed-Dry-Tool-Szene ist gerade im eisigen Segment der Bergsportausrüstung der Qualitätslevel in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen. Die Normgremien haben die Eisschraube erst recht spät entdeckt.
soft shell. 1/03
von Lercher Andreas
Funktionsunterwäsche innen, Fleece dazwischen und Hardshell als Außenschicht war bis vor kurzem das beste Funktionsbekleidungssystem für Outdooraktivitäten. "Softshell" heißt nunmehr das neue Zauberwort - und zwar Sommer wie Winter. Was die Hersteller versprechen und was diese Teile tatsächlich können, darüber hat sich Andreas Lercher informiert.
292°WNW. 3/02
von Würtl Walter
Für alle, die es genau wissen wollen und nach dem ersten Teil über Orientierung mit dem Kompass noch (immer) Lust verspüren, sich diesem Thema auch praktisch zu nähern, hat Walter Würtl im folgenden Beitrag einiges zum richtigen Umgang mit Karte und Bussole zusammengefasst. Dass die „Kompassarbeit“ gar nicht so kompliziert ist und nur aus wenigen Handgriffen besteht, wird jeder feststellen, der seinen Kompass hervorholt, den Staub herunterwischt und es einfach einmal versucht. Achtung: Orientieren macht Spaß!
downwash. 3/02
von Mair Peter, Redolfi Josef
Ziel dieses Beitrages ist, BergsteigerInnen praxisorientierte Informationen über das Verhalten bei Flugrettungseinsätzen zu vermitteln. Basierend auf persönlicher Erfahrung und zahlreichen Gesprächen mit Kollegen, sollen die häufigsten, in der Praxis relevanten Probleme diskutiert werden. Zuallererst erscheint es allerdings wichtig, die prinzipiell möglichen Bergetechniken vorzustellen, da grundlegendes Wissen darüber, wie eine Bergung abläuft, viele Missverständnisse verhindern kann.
UIAA-news. 3/02
von Schubert Pit
Die UIAA-Sicherheitskommission ist verantwortlich für die UIAANormen. Auf der letzten Plenarsitzung, die im Sommer in Padua stattfand, wurden einige wichtige Beschlüsse zur Normergänzung gefasst.
felsenfest. 3/02
von Valentin Gerald, Grassl Michael
Eiskletterer wussten schon immer: Die Schwachstelle eines Sicherungspunktes ist nicht die Eisschraube, sondern die beschränkte Festigkeit des umgebenden Mediums. Dass dieses auch für Bohrhaken im Fels gilt, wird durch jüngste Unfälle bestätigt. Gerald Valentin und Michael Grassl zeigen die Problematik der Haltekräfte von Bohrhaken im Fels.
hänger gegen karabiner. 1/02
von Schubert Pit
Selbst gefertigte Hänger von Bohrhaken können mit ihren scharfen Kanten bei Sturzbelastung Karabiner beschädigen. Kann diese Beschädigung zu einem Festigkeitsverlust der Karabiner führen? Pit Schubert ist dieser Frage im Rahmen einer Untersuchung der UIAA-Sicherheitskommission nachgegangen.Die Bohrungen selbst gefertigter Hänger von Bohrhaken sind häufig ...
292°WNW. 1/02
von Würtl Walter
Im Zeitalter von elektronischen Messgeräten, digitalen Karten und GPS erscheint der Kompass wie ein Relikt aus einer längst vergangenen Zeit. Kann ein Gerät, das in Europa seit dem 14. Jahrhundert bekannt ist, den heutigen Anforderungen überhaupt noch gerecht werden? In zwei Teilen sollen die Grundlagen, Eigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten dargestellt sowie Vor- und Nachteile aufgezeigt werden. Die Frage, ob der Kompass nach der Karte ...
die 3. dimension. 1/02
von Zörer Roland
In der rasant wachsenden Flut an digitalen Erzeugnissen drängten sich in den vergangenen Jahren auch immer mehr digitale Kartenprodukte in unterschiedlichsten Ausprägungen in die Softwareregale. Es gilt grundsätzlich zwischen zwei verschiedenen Arten zu unterscheiden. Die Einen sind reine Vektordarstellungen, bekannt durch klassische Routenplaner, die Anderen sind topografische Darstellungen, wie sie uns von der Papierkarte vertraut sind. ...
wer im winter nicht frieren möchte, sollte möglichst "wenig" anziehen. 1/02
von Gore
Repräsentative Forschungen in der Kältekammer bei W.L.Gore werfen Großmutters gutgemeinten Ratschläge um: Nicht warm sondern möglichst kalt sollten sich Outdoorer bei frostigen Temperaturen anziehen. Denn der menschliche Organismus reagiert äußerst sensibel auf textile Schutzschichten. ... während ein dosiertes Wech-selbad nach Kneipp nachweislichdie Abwehrkräfte stärkt, ...
lvs-suchtaktik. 4/01
von Genswein Manuel
Die Technik der Lawinen-Verschütteten-Suchgeräte hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Digitale Technologie, zwei gekreuzte Antennen und menügeführtes Suchen sollen dem Anwender die Lokalisierung erleichtern. Kritiker bemängeln die geringere Reichweite und fehlende Eindeutigkeit bei Mehrfachverschüttungen. Bei dieser Diskussion blieb zumindest in Österreich die Frage, wie man seitens der Ausbildung auf diese Entwicklungen ...
last chance-update. 4/01
von Plattner Peter
Traditionell erscheint in der letzten Berg&Steigen-Ausgabe eines jeden Jahres ein Beitrag über den aktuellen Stand der Lawinen-Notfallausrüstung. Bewusst wählen wir den Ausdruck „Notfall-“ und nicht „Sicherheitsausrüstung“. Die hier vorgestellten Ausrüstungsgegenstände beginnen erst dann zu greifen, wenn es eigentlich schon sehr spät ist: Last Chance! Im folgenden Beitrag werden von Peter Plattner lediglich neue Produkte bzw. Änderungen behandelt, ...
die auf dem schnee tanzen. 4/01
von Riedl Harald
Jährlich sterben in Tirol 15 bis 20 Menschen in Schneebrettlawinen. Im Mittel sind sie ca. 1,2 Meter verschüttet, viele ersticken. Ob und in welcher Weise nach Abgängen von Schneebrettlawinen Rettungsgeräte wie der ABS-Rucksack (Avalanche Airbag System), die Avagear-Rettungsweste oder der K2-Avalanche Ball dies verhindern können, war im März 2001 Inhalt eines Großversuches des Schweizerischen Lawinenforschungsinstitutes in Davos...
bohrhaken in der praxis. 3/01
von Würtl Walter
Als Erstbegeher und Sanierer setzte Reini Scherer in seiner bisherigen Kletterkarriere rund 8000 (achttausend!) Bohrhaken und ist deshalb wie kaum ein anderer prädestiniert, zum Thema Bohrhaken Stellung zu nehmen. Die Ansichten und Überzeugungen eines Kletterprofis sind im nachfolgenden Interview zu lesen, das Walter Würtl geführt hat. Verbundhaken vermitteln zumeist ein Gefühl hundertprozentiger ...
auf die köpfe, ihr helme!. 3/01
von Plattner Peter
Egal ob im Sommer oder im Winter, im Klettergarten oder im Gebirge – die Umgebung des Kletterers hält genug Möglichkeiten bereit, ihm irgendetwas gegen seinen Kopf zu knallen. Steinschlag, Anschlagen bei einem Sturz oder ein herabfallender Ausrüstungsgegenstand – die Wahrscheinlichkeit, am Kopf verletzt zu werden, ist größer als wir annehmen. Die gute Nachricht ist, dass man seine Chancen ganz erheblich verbessern kann, wenn man einen Helm aufsetzt...
hakenausbrüche beim klettern. 3/01
von Stopper Dieter
Klebehaken haben den Klettersport und die Sicherungstechnik in den letzten Jahren revolutioniert. Die Möglichkeit, jede erdenkliche Kletterlinie abzusichern, führte zu einer stetigen Steigerung der gekletterten Schwierigkeit. Die „absolute“ und dauerhafte Zuverlässigkeit dieser Fixpunkte veränderte auch die Einstellung zum Klettern. Nicht mehr nur das bedingungslose Abenteuer, sondern Sicherheit und sportliche Orientierung stehen heute vielfach ...
geprüft!. 3/01
von Kron Volker
UIAA, CEN, EN, CE – gedruckt, geklebt oder gestanzt prangen diese Abkürzungen an vielen alpinen Ausrüstungsgegenständen. Irgendwo, klein und versteckt angebracht oder für jeden potentiellen Käufer unübersehbar platziert, induzieren sie das gute Gefühl etwas „Sicheres“ zu kaufen. Dass diese Bezeichnungen aus dem Prüfchinesisch für Bergsportgeräte stammen und irgendetwas mit der Erfüllung von Normen zu tun haben, wissen die meisten. ...
twist or schraub?. 2/01
von Larcher Michael, Damisch Christian
Am Anfang war der „Schrauber“ - und bis heute dient der prägnante Begriff als Zusammenfassung für all das, was in der Norm präziser, dafür etwas umständlich, als „Karabiner mit Schnapper-Verschlusssicherung“ bezeichnet wird. Nun, „der Schrauber ist zum Schrauben da“ - und: Menschen machen Fehler. Vor etwa 20 Jahren erschienen die ersten menschenunabhängigen, automatischen Verschluss systeme. Der „Twistlock“ avancierte zum Start ...
quo vadis gps?. 2/01
von Plattner Peter
Das Image des GPS-Gerätes hat sich verändert. In Zeiten eines kontinuierlich steigenden Handy-Booms fällt es nicht weiter auf, wenn man an einem kleinen elektronischen Ding herumfummelt. Auch nicht neben einem Gipfelkreuz und in einer Aufstiegsspur. Verdächtig ist lediglich das fehlende Durchgeben wichtiger Mitteilungen wie z.B. „Ich bin jetzt auf dem Gipfel!“ Durch den permanenten Umgang mit Handy und PC fehlt inzwischen jede Scheu der Berührung ...
karabiner zum anseilen. 2/01
von Schubert Pit
Beim Topropeklettern wird zum schnelleren Wechseln von einer Route zur anderen gern mit Karabiner angeseilt. Auch beim Flying-Fox (Seilrutschen) und anderen Outdoor-Aktivitäten wird die Verbindung zum Anseilgurt meist mit einem Karabiner hergestellt. Es werden Karabiner mit Verschluss-Sicherung verwendet (Schraub- oder Twistlock-Verschluss). Inzwischen haben sich einige Unfälle und Beinahe-Unfälle durch selbsttätig geöffnete Karabiner ereignet, ...
Die neuen LVS im Test. 1/01
von Schweizer Jürg
Mit welchem LVS kommen Ungeübte nach kurzer Instruktionszeit am schnellsten zu einem Verschütteten? Diese simple Frage versuchten vor allem nach Einführung der „digitalen Geräte mit zwei Antennen“ mehrere Tests und Feldversuche zu klären. Auf Initiative des OeAV wurde vor einem Jahr das Handling aller LVS von den großen alpinen Vereinen unter die Lupe genommen und man kam zu dem Ergebnis, dass die „Neuen“ Geräte hinsichtlich Bedienung, ...
abseilgeräte im vergleich. 1/01
von Geisler Andreas, Piccolruaz Christian, Larcher Michael
„Oi kämmen seima no allaweil“ - solche und ähnliche Aussprüche sind jedem schon einmal untergekommen, der zünftige Alpinisten zu seinen Freunden zählt. Zunehmend etabliert sich allerdings eine Bergsteigergeneration, die nicht nur „irgendwie“ runter kommen will, sondern die immer größeren Wert auf die Qualität des Abstiegs am Seil, auch „Abseilen“ genannt, legt. Und bei diesem Thema fällt eines auf: Während es heute im Bereich Partnersicherung, ...
last chance. 4/00
von Plattner Peter
In Berg&Steigen 4/99 haben wir erstmals alle auf dem Markt befindlichen Rettungsgeräte für Schitourengeher vorgestellt. Im vergangenen Jahr hat sich einiges getan, aus der Schweiz kommt eine aktuelle Statistik über die Effizienz der diversen Rettungsgeräte und schließlich ist der „Avalanche Ball“ auf den Markt gekommen. Eines darf man bei dieser steigenden Anzahl an Ausrüstungsgegenständen für Schitourengeher aber nicht aus den Augen verlieren.
ablassen ist nicht abseilen. 2/00
von Schubert Pit
Die Schmelzverbrennung beim Ablassen über eine Schlinge und die damit verbundenen Gefahren sind inzwischen hinlänglich bekannt. Trotzdem ereignen sich immer wieder Unfälle, insbesondere durch Verwechslung von Abseilen und Ablassen, wie die beiden nachfolgend geschilderten Unfälle verdeutlichen. Nicht bekannt war bisher, wie schnell, das heißt nach wie vielen oder besser nach wie wenigen Ablassmetern eine Schlinge bereits reißen bzw. durchschmelzen kann.
ist der brustgurt passé?. 2/00
von Larcher Michael
Es ist das Kernthema der Seiltechnik und gleichzeitig eines, das immer noch mit großer Unsicherheit behaftet ist: Wie seilt man richtig an? oder – präziser - ist der Hüftgurt allein ausreichend? oder – ketzerisch – ist der Brustgurt passé? Das Kuratoriuim für alpine Sicherheit organisierte eine Plattform für die Auseinandersetzung mit diesem Thema. Das Ergebnis ist eine Empfehlung, die einen Bruch mit der traditionellen Lehrmeinung im deutschsprachigen Raum darstellt.
lawinenreport. 4/99
von Mayr Raimund
Der Winter 1998/99 war gekennzeichnet von den Katastrophenereignissen in Galtür und Ischgl-Valzur. Bei diesen zwei Lawinenunfällen starben 38 Personen. Man muss bis ins Jahr 1972/73 zurückblättern, um eine ähnlich schlechte Jahresbilanz zu finden. In der vorliegenden Statistik wurden in erster Linie Personenereignisse berücksichtigt. Nur wenige Sachschadensfälle wurden in die Statistik aufgenommen....
unterschiedliche testergebnisse bei bergseilen. 2/99
von UIAA-Sicherheitskommision
Seit den 60er Jahren führt die UIAA Vergleichstests durch, um garantieren zu können, daß die Prüfeinrichtungen in den verschiedenen Prüfinstituten beim Testen gleicher Seile auch gleiche Ergebnisse ergeben. In jüngster Zeit ergaben sich sehr unterschiedliche Testergebnisse in verschiedenen von der UIAA anerkannten Testlaboratorien. Die UIAA Sicherheitskommission berichtet:
karten, gps & projektionen. 2/99
von Schirmer Herbert
Die Neugier vieler Bergsteiger auf Satellitennavigation nimmt stetig zu, und die am Markt befindlichen Geräte erfüllen längst die Bedingungen, die Bergsteiger stellen: Klein, handlich, erschwinglich. Und auch der Umgang mit dem „High Tech Kompaß“ ist rasch erlernbar. Über Probleme, die sich im Zusammenspiel mit der Alpenvereinskarte ergeben, wissen nur wenige Bescheid. Herbert Schirmer gibt Einblick ...
analog oder digital. 1/99
von Plattner Peter
Renommierte alpine Institutionen aus der Schweiz, Frankreich, Italien, Deutschland und der OeAV für Österreich folgten dem Aufruf der IKAR (Internationale Kommission für Alpines Rettungswesen) und des Eidgenössischen Instituts für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) und beteiligten sich an einer breit angelegten, repräsentativen Untersuchung, um die neue Generation von Verschütteten- Suchgeräten mit Geräten konventioneller Bauart ...