ISM - Ice Selection Method. 3/17
von Leichtfried Albert
Die Gedanken zu diesem Artikel trage ich schon einige Jahre in meinem Kopf herum. Irgendetwas hielt mich bis heute davon ab, sie zu Papier zu bringen. Vielleicht waren es die vielen Winter mit ihren vernachlässigbar geringen Unfallzahlen – aus denen man fast ableiten könnte, dass die Materie Eis doch etwas Hyperstabiles ist, das viel zu kritisch beurteilt wird – oder einfach nur meine Schraubfaulheit. Da wir uns in der Bergführerausbildung am Eisfallkurs mit dem Thema ...
Partnercheck 2.0. 3/17
von Larcher Michael, Schwaiger Markus
25 Jahre bergundsteigen, 20 Jahre Partnercheck. In bergundsteigen 3/97 erschien Teil 1, in 1/98 Teil 2 von „Risikomanagement im Klettergarten“, ein Fachbeitrag mit der Zielsetzung, alle Risikoquellen im Sportklettern zu identifizieren und Gegenmaßnahmen anzubieten (nachzulesen im nun komplettierten Online-Archiv unter www.bergundsteigen.at). Es war die Geburtsstunde des Partnerchecks, sowohl des Begriffs als auch der damit verbundene Kontrollroutine. ...
Ein Unfall, seine Ursachen und was man dagegen tun kann .... 3/17
von Würtl Walter, Plattner Peter
In der praktischen Unfallforschung steckt einiges an Potential um den zugrundeliegenden, relevanten Mechanismen auf die Spur zu kommen. Auf der Basis einer kompetenten und objektiven Unfallerhebung durch die Alpinpolizei haben wir die Möglichkeit, die Tatsachen – soweit sie bekannt oder rekonstruierbar sind – in Überlegungen der Prävention einfließen zu lassen. Dabei darf jedoch nicht vergessen werden, dass einfache Schlüsse zwar naheliegend, aber nicht zwingend ...
Definition der Sicherungsgeräteklassen. 2/17
von Weißmüller Sascha, Otto Eric
Ist-Zustand und wie es besser wäre – ein Vorschlag. Das Thema Sicherungsgeräte und die Einteilung selbiger in gewisse Klassen ist ein omnipräsentes Thema. Es existieren diverse Begrifflichkeiten, die versuchen, die einzelnen Geräte in bestimmte Klassen zu unterteilen. Doch wann ist ein Gerät ein Halbautomat und/oder wann ist ein Gerät ein Autotuber? Warum definiert man die klassischen manuellen Geräte (Tuber & HMS) als dynamische Sicherungsgeräte? Würde das bedeuten, ...
Alles SnowCard, oder was?. 1/17
von Behr Wolfgang, Mersch Jan
Probabilistische – also wahrscheinlichkeitsbasierte – Methoden sind Kernbestandteil der aktuellen Konzepte und Empfehlungen zur Abschätzung der Lawinengefahr. Ihre Anwendbarkeit wurde über die Jahre verbessert. Trotzdem werden sie weiterhin wenig angewendet. Dass diese vergleichsweise einfachen Tools aber helfen könnten, die Unfallzahlen signifikant zu senken, zeigen Wolfgang Behr und Jan Mersch ...
Schneedeckenanalyse für den Praktiker. 1/17
von Würtl Walter, Riedl Harald
Wer nicht regelmäßig eine Schneedeckenanalyse durchführt, der wird vor allem mit dem sauberen Erstellen des Schneeprofils seine Schwierigkeiten haben. Vor lauter Kornformen und -größen sieht man dann oft die Schwachschicht nicht. Während für Profis wie Lawinenprognostikerinnen oder -kommissionsmitglieder eine präzise und umfassende Untersuchung Standard und tägliches Brot ist, ...
Intuition. 1/17
von Michelsen Solveig
Unsicherheiten am Berg rückt man mit immer präziseren Methoden zu Leibe. Risiken minimiert man durch genaue Analysen, aus denen man Muster abzuleiten versucht. Das lässt uns – vermeintlich – immer mehr Sicherheit gewinnen. Doch die ist trügerisch, denn viele Situationen am Berg verlangen eine zügige und komplexe Entscheidung. Und genau dafür ist der reine Verstand nicht gemacht. ...
Wann lohnt sich das kurze Seil (nicht)?. 1/17
von Winkler Kurt, Hasler Bruno
In bergundsteigen #96 haben Kurt Winkler und Bruno Hasler verschiedene Sicherungsmethoden für Hochtouren vorgestellt, darunter auch das Gehen am kurzen Seil: Eine Sicherung für einfaches, aber trotzdem absturzgefährdetes Gelände, bei der wir das Seil straff und ganz kurz (ca. 1 m) halten und auf Fixpunkte verzichten. ...
Bouldern - Safety Basics. 1/17
von Tanner Robert, Schäffler Klaus, Matros Patrick
Laut den Unfallstatistiken gibt es beim Bouldern mehr Verletzungen als beim (Hallen-) Vorstiegsklettern. Das ist nichts Neues und hat – wenig überraschend – etwas mit der mehr oder weniger harten Landung nach einem Absprung/Sturz zu tun. Robert Tanner, Klaus Schäffler und Patrick Matros haben sich mit den Unfallmustern beschäftigt und sich Gedanken über eine „Fallschule“ beim Bouldern gemacht. ...
Angewandte Lawinenkunde im DAV 2017. 4/16
von Mersch Jan, Hocke Hans-Christian
Der Deutsche Alpenverein als Bergsport-Verband mit rund 1,2 Millionen Mitgliedern hat über 2.000 ausgebildete Trainer und Übungsleiter, für welche die Lawinengefahr im Winter ein zentrales Thema ist. Als Trainer Skibergsteigen, Skihochtour, Wasserfall oder als DAV-Übungsleiter Skilauf, DAV-Freerideguide, oder Trainer mit Zusatzqualifikation Schneeschuhbergsteigen engagieren diese sich mit Ausbildungskursen und Führungen ...
Bist du auf deiner Tour SOCIAL?. 4/16
von Zweifel Benjamin
Das Schweizer Kernausbildungsteam „Lawinenprävention Schneesport“ hat eine Hilfestellung entwickelt, um gruppendynamischen Faktoren auf Skitour gegenüber aufmerksam zu sein. Konkrete Fragen und Handlungsvorschläge sollen diesem allgegenwärtigen, aber oft schwer greifbaren Thema eine Form geben. Wieso gehen wir eigentlich in die Berge? Um uns in der Natur zu bewegen? Um Zeit mit guten Freunden zu verbringen? Um viele Höhenmeter abzuspulen? ...
Das Schneeprofil - Totgesagte leben länger?. 4/16
von Mitterer Christoph, Reuter Benjamin, Proksch Martin, Schweizer Jürg
Das Schneeprofil ist tot – es lebe das Schneeprofil! So einfach ließe sich die Diskussion der letzten 30 Jahre über die Sinnhaftigkeit von Schneedeckenuntersuchungen zusammenfassen. Was ist dran an dieser nicht immer objektiv geführten Diskussion über Schneeprofile? Ist es nur ein Tool für Profis, Nostalgiker oder maximal schneekornverliebte Freaks? Segelflieger planen ihre Flüge mit dem Flugwetterbericht ...
Die Hangneigung - eine Unbekannte?. 4/16
von Würtl Walter
Ob Einsteiger oder Experte, Anfänger oder Erfahrener – jeder weiß, dass das Risiko einer Lawinenauslösung mit zunehmender Hangneigung steigt. Einfach ausgedrückt könnte man auch sagen: „Je steiler, desto Lawine!“ An dieser geradezu trivialen Tatsache ist grundsätzlich nicht zu rütteln, wenngleich die Hangsteilheit in der Praxis weit schwieriger zu fassen ist, als dies zu vermuten wäre. Die Menschen in den Bergen waren sich schon immer des Umstands bewusst ...
Ista - bergundsteigen im Gespräch mit Ruedi Kellerhals und Anjan Truffer. 4/16
von Kellerhals Ruedi, Truffer Anjan
Vor einiger Zeit trafen wir zufällig den Schweizer Dominique Perret. Eine Ikone der Freerideszene des vergangenen Jahrhunderts, bekannt für seinen geschmeidigen Abfahrtsstil, mit dem er seine Spuren auf der ganzen Welt bis zum Everest hinterlassen hat. Damals erzählte er uns mit großer Leidenschaft, dass er gerade dabei ist, seine Idee von einer Ausbildung fürs Geländefahren umzusetzen. Das Ganze nennt sich ISTA ...
Sicherungstraining Plus. 4/16
von Tanner Robert, Schäffler Klaus, Matros Patrick
Ein methodisches Konzept, um die Grenzen von Sicherungsgeräten zu erleben, wird seit zwei Jahren in der bayerischen Sportlehrerfortbildung verwendet. Zielgruppe von Sicherungstraining Plus sind Kletterlehrerinnen. Diesen möchte man die Chance geben, in einem abgesicherten Umfeld auch einmal die möglichen Fehlbedienungen der verschiedenen Sicherungsgeräte und deren Konsequenzen zu erleben ...
Gehen am kurzen Seil. 3/16
von Hoi Klaus
Eigentlich wollten wir (Würtl und Plattner) an dieser Stelle einen zusammenfassenden Beitrag zur Technik „Gehen am kurzen Seil“ bzw. den möglichen Alternativen schreiben und auch die verschiedenen Ansätze und Bezeichnungen in den Alpenländern aufzeigen. Das haben wir aber auf eine der nächsten Ausgaben verschoben. Denn bei unserer Recherche zum kurzen Seil sind wir immer wieder zu ein paar kopierten und abgegriffenen, zusammengehefteten Blättern zurückgekommen ...
"Es wird schon nicht gerade jetzt passieren" .... 3/16
von Popall Peter
Das Seil ist ein Symbol für Verbundenheit. „Gemeinsam gegangen, gemeinsam gefangen!“, drückt - zwar recht hart aber dennoch - dasselbe aus, was viele unter der hoch gepriesenen Bergkameradschaft verstehen. Versinnbildlicht und tagtäglich praktiziert in Form von mehrere Menschen, die durch das Seil verbunden gemeinsam bergauf Richtung Gipfel steigen. Stürzt einer, dann folgen ihm die anderen in den Abgrund - großes Kino und nicht umsonst ebendort ...
Gehen am kurzen Seil ist heikel. Die Alternativen auch.. 3/16
von Hasler Bruno, Winkler Kurt
„Noppa“ tödlich verunglückt: so mussten wir es im Juli 2016 in den Schweizer Medien lesen. Wir erfuhren, dass es im Abstieg vom Piz Bernina geschah: kurzes Seil, vermutlich ein Mitreissunfall. Leider gibt es jedes Jahr tragische Unfälle im Hochgebirge, zwei Drittel sind Stürze über eine grosse Höhe – Fälle also, bei denen die Seilsicherung versagt hat oder das Opfer nicht angeseilt war. ... ...
Lawinen im Sommer. 2/16
von Würtl Walter
Dass es auch in den Sommermonaten oder in der Übergangszeit Lawinen gibt, wird im Bergsport - grob gesagt - schlicht ignoriert. Lawinen gehören zum Winter. Und der endet bekanntermaßen irgendwann einmal im Frühjahr und beginnt frühestens zu Allerheiligen. Bestätigt wird das durch den Umstand, dass es dazwischen keinen amtlichen Lawinenlagebericht gibt! Kein Lagebericht – keine Lawinengefahr, so einfach ist das! Schaut man in die Datenbank der Alpinpolizei ...
Wieder nichts gelernt. 2/16
von Würtl Walter, Plattner Peter
„Aus Unfällen lernen!“ ist dem Zitat entsprechend einer der wichtigs-ten Inhalte in Ausbildungen zu riskanten Tätigkeiten. Im Bergsport ist das Interesse an Unfällen besonders hoch. So gibt das Österreichische Kuratorium für Alpine Sicherheit eine eigene Zeitschrift für Alpinunfälle und Alpinunfallstatistik heraus (analyse:berg). Wahrscheinlich ist keine andere Betätigung oder Sportart so auf Unfälle fokussiert – vergebens sucht man z.B. die Herausgabe ...
Wer geht-wann-wohin?. 4/15
von Schreilechner Marcellus, Studeregger Arno, Edlinger Martin, Zenke Bernhard
Die Naturfreunde Österreich haben für die Wintersaison 15/16 den Folder „Wer geht wann wohin?“ herausgebracht. „Noch ein Karterl mehr“, mag sich die eine oder andere denken, doch erstmals sind die empfohlenen Standardmaßnahmen und Verhaltensempfehlungen an vier unterschiedliche Ziel- oder besser Könnergruppen angepasst. Und auch sonst werden einige interessante Ansätze verfolgt, wie das Autorenteam Schreilechner/Studeregger/Edlinger/Zenke ausführt. ...
Halbautomaten - Stärken, Schwächen, Unterschiede. 3/15
von Steinmüller Sophia, Hellberg Florian, Hummel Christoph
Dass Tuber nicht prinzipiell zu verdammen sind, aber oft einfach keinen Sinn machen, sollte sich inzwischen herumgesprochen haben. Ebenso wenig überraschend sollte die Erkenntnis sein, dass es auch mit Halbautomaten Grounder gibt. Das Problem dabei nennt sich „Mensch“. Doch Halbautomat ist nicht gleich Halbautomat und so hat sich die DAV-SiFo - liebevoll für Sicherheitsforschung - dankens-werterweise in eine (unklimatisierte) Halle zum Vergleichen ...
Halbautomaten - Damit Fehler nur Fehler bleiben. 3/15
von Schwiersch Martin, Winter Stefan
Im vergangenen Jahr hat Thomas Lammel mit seinen Beiträgen in bergundsteigen eine längst überfällige Diskussion über die Vor- und Nachteile von dynamischen und halbautomatischen Sicherungsgeräten ausgelöst. Inzwischen herrscht weitgehende Einigkeit wo v.a. Tuber Sinn machen und wo nicht und nachdem der ÖAV bereits im vergangenen Herbst „seine“ Empfehlung dazu veröffentlicht hat, gibt es nun jene vom DAV. ...
Standplatzbau in den Dolomiten. 3/15
von Steiner Erwin
Als Erwin Steiner uns darüber informierte, dass im Ausbildungsteam der Südtiroler Bergführer für alpine Klettertouren ein neuer Standplatztyp für das Verbinden von Schlaghaken bzw. mobilen Fixpunkten entwickelt wurde, waren wir - ehrlich gesagt - skeptisch. Als er dann noch sagte, dass der Ankerstich dabei eine wichtige Rolle spielt, wurden diese Zweifel nicht weniger. Was uns Erwin dann aber bei vor Ort in den Dolomiten zeigte, ...
FB-Prusik. 3/15
von Würtl Walter
Seilklemmen, am besten in Verbindung mit Rollen, sind seit einiger Zeit sehr in Mode gekommen und tatsächlich leisten diese mehr oder weniger genial designten Teile gute Dienste. Dass es aber auch ohne die aktuellste Klemme aus der neuesten Kollektion geht, wissen alle jene, die sich mit Klemmknoten auskennen. Franz Bachmann ist so jemand und er kennt sich mit Klemmknoten ...
Sichern mit neuen Erkenntnissen. 2/15
von Georg Thomas, Lerch Andrea
Im Gegensatz zu nahezu allen anderen Ländern schaffen es die Schweizer in der alpinen Szene immer wieder, sich erst einmal zu entspannen, wenn „etwas Neues“ im Raum steht, sich dann Gedanken zu machen und letztendlich gemeinsam eine Idee oder Empfehlung abzugeben. Die Vereinigung der Schweizer Kletteranlagen (IGKA) bietet für ein solches Vorgehen die optimalen Voraussetzungen. Nirgends werden so viele Kletter- und Sicherungsabla¨ufe beobachtbar vollzogen ...
Dynamisch sichern. 2/15
von Weißmüller Sascha, Otto Eric
Dynamisches Sichern - der sagenumwobene heilige Gral der Hallenumkleidekabine. Viele reden davon, die meisten wissen nicht was gemeint ist und wenige können es. Sascha Weißmüller und Eric Otto vom deutschen Kletterhallenverband KLEVER* über geräte- und körperdynamisches Sichern und die dazugehörigen Geräte. Im letzten Jahr gab es in den meisten Fachverbänden, sowie auch im bergundsteigen, viele Diskussionen bezüglich manueller Sicherungsgeräte ...
Fürchtet den Altschnee. 1/15
von Techel Frank, Winkler Kurt
Immer wieder das gleiche Bild: häufig schwere Lawinenunfälle im Wallis und in Graubünden, relativ wenige im Norden und Süden der Schweizer Alpen (Abb. 1). Worauf ist diese Häufung der Unfälle zurückzuführen? Sind im Wallis und in Graubünden so viele Tourengeher unterwegs oder sind es vergleichsweise wenige, die hier ein höheres Risiko eingehen? Weil eine wirkungsvolle Lawinen-Prävention bei den hohen Risiken ansetzt, wollten es die Lawinenwarner des SLF genauer wissen ...
Suchstreifenbreite. 1/15
von Schweizer Jürg, Genswein Manuel
Er sei in letzter Zeit wieder vermehrt auf die Suchstreifenbreite angesprochen worden, ließ uns Jürg Schweizer vor wenigen Wochen wissen. Nichts Weltbewegendes, aber gemeinsam mit Manuel Genswein hat er etwas zusammengeschrieben, um den aktuellen Zugang zu erklären - vielleicht können wir es ja für etwas brauchen. Können wir. Denn welche Suchstreifenbreite warum eingehalten werden sollte, darüber sind sich auch viele Hersteller und Experten nicht einig. ...
Höhenarbeit & Seilzugangstechnik. 1/15
von Kieninger Stefan, Blauensteiner Lukas
Diverse Höhenarbeiten haben sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen beruflichen Standbein für manche Bergführerinnen entwickelt. Solche Arbeitsplätze, welche teilweise nur mittels Seilzugangstechniken erreichbar sind, gibt es schon lange. Stefan Kieninger arbeitet in Österreich in einem Ausbildungszentrum für Höhenarbeiten und erklärt, worum es dabei geht. Da die meisten Leserinnen von „bergundsteigen“ aktive Bergsteiger bzw. Bergführer sind ...
Lehrmeinung. 3/14
von Plattner Peter
„Darf ich jetzt nicht mehr mit dem Tuber sichern?“ - diese Frage wurde uns nach der letzten bergundsteigen-Ausgabe gestellt. Nein, nicht von einem verunsicherten Anfänger, der mit der Diskussion überfordert war und der ganz einfach wissen wollte, was jetzt für ihn das Beste ist. Die Frage kam von einem ausgebildeten und erfahrenen Kletterlehrer. Und war ernst gemeint. Ebenso ernst, wie die anfänglichen Überlegungen eines Herstellers ...
Sind Tuber noch akzeptabel. 3/14
von Hellberg Florian, Semmel Chris
Die Diskussion „Tuber versus Halbautomaten“ ist in den letzten Jahren immer intensiver geworden und hat im letzten bergundsteigen mit dem Artikel von Thomas Lammel einen Höhepunkt erreicht. In diesem Artikel zweifelt der Verfasser provokant, aber sachlich an, dass Tuber und sogar die Halbautomaten mit Tube-ähnlicher Bedienung ausreichend sicher bedient werden können. Seine Begründung: die Bremshand muss zum Seileinnehmen ...
Die Wirksamkeit des Lawinenairbags. 3/14
von Haegeli Pascal, Falk Markus, Zweifel Benjamin, Procter Emily, Jarry Frédéric, Logan Spencer, Kronholm Kalle, Biskupic Marek, Brugger Hermann
Was bringt ein Lawinenauftriebssystem, ein Lawinenairbag tatsächlich? Darüber gibt es mehrere Untersuchungen: einige kommen von Herstellern, andere sind nicht mehr ganz aktuell, die meisten sind nicht vergleichbar, weil unterschiedliches Zahlenmaterial verwendet wurde. Pascal Haegeli und sein Autorenteam haben analysiert und bewertet und in einer internationalen Studie die Wirksamkeit des Lawinenairbags mit den aktuellsten Daten dargestellt. ...
Sicherungstechnik Teil 1. 2/14
von Lammel Thomas
In bergundsteigen 3/13 haben wir zwei Beiträge von Thomas Lammel zur Sicherungsthematik in Kletterhallen bzw. beim Sportklettern veröffentlicht. Diese Beiträge haben eine durchaus kontroverse Diskussion ausgelöst und polarisiert (vgl. „Dialog“ der letzten beiden Ausgaben) und u.a. haben wir dazu eine deutliche Stellungnahme der Kommission künstlicher Kletteranlagen des Deutschen Alpenvereins erhalten (und in #4/13 abgedruckt). ...
Sicherungstechnik Teil 2. 2/14
von Lammel Thomas
Warum mit einem Tuber gesicherte Vorsteiger seit Jahren immer wieder auf den Boden abstürzen - obwohl das Sicherungsgerät korrekt bedient wurde -, erklärt Thomas Lammel in seinem zweiten Beitrag. Er liefert damit die technische Erklärung für eine Tatsache, die vielen Leserinnen von bergundsteigen bewusst ist. Für die meisten überraschend könnte aber seine Übertragung auf halbautomatische Sicherungsgeräte sein. ...
Teamunterricht am Berg. 4/13
von Würtl Walter, Plattner Peter
Der Begriff „Team Teaching“ zählt seit Jahren zum pädagogischen Stammvokabular. Auch am Berg wird unterrichtet und ausgebildet. Zwar kommen hier die SchülerInnen freiwillig und hoch motiviert, doch die Auswirkungen einer Fehlleistung von Ausbilder – und auch Schüler – sind keine schlechte Beurteilung oder eine Frühwarnung, sondern manchmal ein Unfall mit den entsprechenden Konsequenzen. Ob und wie ein solcher Teamunterricht im Gebirge funktionieren kann ...
Parallelwelten. 1/13
von Hartmann Hans Peter
Der Blick über den Tellerrand hinaus tut gut. Auch beim Bergsteigen. Umso mehr, wenn es um Themen geht, mit denen wir uns – im Gegensatz zu anderen Menschen – erst seit Kurzem beschäftigen (möchten). Wie zB mit dem Thema „Verantwortung“ - uns selbst gegenüber und gegenüber unseren Freunden, Klienten oder unbekannten Alpinisten. Doch benötigen wir hier weniger die Meinungen von pädagogisch gebildeten Referenten, welche selbst noch nie in ihrem ...
Homa verticalis indoorensis II. 1/13
von Funk Felix, Schwiersch Martin, Semmel Chris, Hellberg Florian
Wie sieht es mit gerätebezogenen Sicherungsfehlern beim Hallenklettern aus, welche typischen Bedienungsfehler werden gemacht? Wird bei den dynamischen Sicherungsgeräten das Bremshandprinzip nicht konsequent genug eingehalten oder sichert man mit Halbautomaten automatisch nachlässiger? Diesen Fragen soll im zweiten Artikel zur Kletterhallenstudie 2012 nachgegangen werden. Für die Betrachtung der gerätebezogenen Sicherungsfehler stützen wir unsere Aussagen ...
Notunterkunft im Schnee. 1/13
von Maibach Chris
In Ausgabe 1/12 haben Würtl/Plattner unter „bergundsteigen leicht gemacht“ das Panzerknacker-Iglu als eine - in jedem Schnee - schnell zu bauende Notunterkunft im Winter angepriesen. „Nicht ganz schlecht, aber...“ meinte dazu Chris Maibach und hat sogleich angeboten, seine Gedanken und Erfahrungen als passionierter Iglubauer in einem Beitrag zusammenzuschreiben. Und hier isses: das Grabiglu. Klar, Check- und Umkehrpunkte gehören als Thema zu ...
stop or go 2012. 4/12
von Larcher Michael
Angeregt von Werner Munters Reduktionsmethode (RM) entwickelten Robert Purtscheller und Michael Larcher 1999 das Risikomanagement-Konzept “Stop or Go”. Heute ist “Stop or Go” in Österreich weit verbreitet und Grundlage aller Lawinenkurse im OeAV. Über die Entwicklung und den aktuellen Stand 2012 berichtet Michael Larcher. Bei dem Versuch, „Stop or Go“ in eine Formel zu verpacken, werden Mathematiker einwenden, dass man auf die Klammer ...
Mehr Mensch als Faktor. 4/12
von Müller Markus, Theurillat Thomas
In seiner physischen Topform auf Schitouren unterwegs zu sein, fühlt sich gut an, und die meisten Bergsteiger wissen, wie sie trainieren können, um das zu erreichen. Mindestens so befriedigend ist es, im Faktor, oder sagen wir im Thema Mensch in persönlicher Bestform zu sein. Wie es gelingt dorthin zu gelangen, ist allerdings meist unklar. Mit +eins stellen das Kern-Ausbildungsteam Lawinen und der SAC erstmals ein Trainingskonzept im Bereich Faktor Mensch vor. ...
Sichern will gelernt sein. 2/12
von Winter Stefan
Klettern kommt bei Kindern und Jugendlichen seit Jahren gut an. Entsprechend zahlreich sind die Angebote und Kurse von alpinen Vereinen, Hallenbetreibern und Jugendorganisationen. Während die Vermittlung der Klettertechnik den Betreuern und Trainern meistens keinerlei Probleme bereitet, besteht eine große Unsicherheit was das selbständige Sichern betrifft: Dürfen sich Kinder gegenseitig sichern? Wenn ja, ab welchem Alter? ...
Panzerknacker-Iglu. 1/12
von Würtl Walter, Plattner Peter
Jedes Jahr kommt es im winterlichen Gebirge zu Notsituationen, weil Einzelpersonen oder Gruppen aus den verschiedensten Gründen gezwungen sind, die Nacht im Freien zu verbringen. Ein solches Notbiwak ist dann aber leider nicht immer Stoff abendfüllender Heldenerzählungen am warmen Kachelofen, sondern mitunter dramatischer Endpunkt eines Bergsteigerlebens. Um die Nacht draußen ohne Schaden verbringen zu können, bedarf es neben einer adäquaten Ausrüstung ...
LVS-Suche. 4/11
von Genswein Manuel
Bildet man in der Lawinenrettung aus, weiß man, dass es vor allem die letzten Meter sind, die dem Übenden Zeit und Nerven kosten. Auf jedem Niveau: Fällt es dem Einsteiger schwer, seine Feinsuche auch bei einem flach eingegrabenen Gerät endlich zu beenden, tut sich der Könner hart, wenn das Gerät so tief eingegraben ist, dass keine Sondierung möglich ist. Was tun? Manuel Genswein gibt einen Überblick über die aktuellen Such- und Bergestrategien auf diesen verflixten letzten Metern ...
bergundsteigen leicht gemacht - Offenes Sondieren. 4/11
von Würtl Walter
Allen Bemühungen zum Trotz scheint es (nicht nur) in Österreich eine vergebliche Forderung zu sein, dass man abseits der gesicherten Pisten mit der standardmäßigen Lawinennotfallausrüstung (LVS-Gerät, Schaufel und Sonde) unterwegs ist. So kommt es immer noch häufig vor, dass Personen ohne LVS-Gerät von Lawinen verschüttet werden. Laut Daten des Kuratoriums für Alpine Sicherheit müssen immer noch rund ein Viertel der ganzverschütteten Lawinenopfer ...
Schneeprofil Kurzanleitung. 4/11
von Nairz Patrick
Soviel steht fest: Das Graben von Schneeprofilen ist primär etwas für Profis, genauer gesagt für jene, die ständig ihre Nase in den Schnee stecken. Erst dann ist es nämlich in Kombination mit Prozessdenken möglich, ein umfassendes und ziemlich realistisches Bild über den Schneedeckenaufbau zu bekommen. Entscheidungen können dadurch mitunter leichter gefällt werden. Der Artikel richtet sich demnach an interessierte Wintersportler, aber auch an Entscheidungsträger ...
bergundsteigen leicht gemacht - Anseilen mit Brustgurt. 3/11
von Würtl Walter
Im Gegensatz zu früher - als das Anseilen mit Sitz- und Brustgurt das Maß aller Dinge war - ist heute der Hüftgurt alleine Standard. Mit ausschlaggebend für diesen Wechsel der Lehrmeinung war eine Untersuchung der Mediziner Lutz/Mair, welche die Vermutung, dass es ohne Brustgurt vermehrt zu Wirbelsäulen- und Schädelverletzungen kommt, widerlegte. Ein zusätzlicher Brustgurt, bzw. ein Kombigurt, macht aber bei folgenden Situationen Sinn und wird dann empfohlen, ...
bergundsteigen leicht gemacht - Seil verkürzen. 2/11
von Würtl Walter
Beim Sichern auf Graten, im kombinierten Gelände, am Gletscher, am Klettersteig und in vielen anderen Situationen ist es oft sinnvoll, nicht mit der vollen Seillänge zu arbeiten, sondern das Seil auf eine ideale Länge zu verkürzen. Das anfallende Restseil kann man nun entweder im Rucksack verstauen oder am Körper „versorgen“: Letzteres hat den Vorteil, dass man dieses Restseil jederzeit verfügbar hat und somit (längen-)flexibel agieren kann. ...
64-65 (lawinenrettungs-abc). 1/11
von Würtl Walter
Für alle Nicht-Profi-Retter und Menschen, die sich noch kein Hobby aus der Lawinenrettung gemacht haben erklärt Walter Würtl wie – und unter welchen Voraussetzungen – eine Schitourengruppe eine Mehrfachverschüttung lösen kann. Voraussetzungen z Meine Gruppe ist oft zwischen 3 und 7 Personen groß – meistens gehen wir aber zu zweit. z Ich verwende funktionelle Notfallausrüstung: Metallschaufel (inkl. Teleskopstiel), Sonde ...
UTM-Koordinaten bestimmen. 3/10
von Semmel Chris
Und so gehts ... Nicht nur GPS-Benutzer möchten Punkte aus der Karte „herausmessen“ und in Form von einem Koordinatenpaar in ihr Gerät eingeben (oder umgekehrt). Auch bei einer Unfallmeldung ist die Ortsangabe mittels Koordinaten zweifelsfrei. Hat man das lange nicht mehr geübt, so gibt es immer wieder Unklarheiten wie „Welchen Wert muss ich zuerst angeben?“ ...
Peers, Trainees & wilde Hunde. 4/08
von Einwanger Jürgen, Zentner Manfred
1999 startete die Österreichische Alpenvereinsjugend das Projekt risk’n’fun für jugendliche Snowboarder und Schifahrer, die abseits der Pisten unterwegs sind. Heute ist risk’n’fun ein Erfolg, eine der modernsten alpinen Ausbildungsmethoden. Paul Mair hatte die Gelegenheit sich mit Manfred Zentner und Jürgen Einwanger zu unterhalten, über neue Ausbildungskonzepte, deren Nachhaltigkeit und einer aktuellen Studie dazu. ...
Sicher(n) stürzen lernen. 3/08
von Kleinhappl Stefan
Wer einen Vorsteiger sichert, muss auch einen Sturz halten können. Dies wird aber gerade im Anfängerbereich nur in den wenigsten Fällen geübt. Das Klettern an der Sturzgrenze – des „Hardmovers“ täglich Brot, um sich zu verbessern - ist bei Anfängern nicht alltäglich. Stürze „passieren“ aber auch im Anfängerbereich. In dieser neuen Situation sind dann viele Sichernde überfordert. ...
skiheil - skiflow. 4/05
von Hölzl Norbert
Skifahren im Gelände bedeutet variables Verfügen über ein breites Spektrum an Können und Übungsgut, das sich der Skifahrer über viele Jahre hin angeeignet hat. Je nachdem, ob ein Bergführer, Tourenführer oder Jugendleiter die staatliche Diplomskilehrerausbildung absolviert hat oder nicht, werden Technik und Methodik des Skilaufs unterschiedlich beurteilt und gewichtet ...
3-kreis-methode. 4/04
von Stopper Dieter, Semmel Chris
Lawinengefahr ist Lebensgefahr. Für Ganzverschüttete zählt jede Minute, denn mit zunehmender Verschüttungszeit sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit dramatisch. Sind mehrere Wintersportler verschüttet, ist das Auffinden der Opfer eine schwierige Aufgabe. Nur eine klare Methode und entsprechendes Können führen zum Ziel. Lehrteam und Sicherheitsforschung des Deutschen Alpenvereins propagieren daher die 3-Kreis-Methode, ...
mehrfachverschüttung. 4/04
von Buschor Domenic, Kröll Franz, Hohensinn Franz, Müller Peter
Mithilfe einer optimalen Suchmethode muss es möglich sein, in der Stresssituation eines Lawinenunfalls eine beliebige Anzahl Verschüttete unabhängig von ihrer Anordnung und Verschüttungstiefe innerhalb kurzer Zeit zuverlässig aufzufinden. Eine solche Suchmethode richtet sich streng nach Effizienz- und Effektivitätskriterien. Hier die Grundsätze von Mammut, Ortovox, BCA und Stubai.
entscheidungsprozess am berg. 4/03
von Bergmann Hans, Bergmann Renata
Nicht erst seit den tragischen Lawinenunfällen im Jamtal, am Kitzsteinhorn oder auf der Portlesspitze wird über die Ausbildungs-standards in österr. und intern. Berg- und Skiführerausbildungen lebendig und kontrovers diskutiert. Schon die Einführung der "Strategischen Methode" zur Abschätzung des Lawinenrisikos durch Munter - und die Verbindlichkeit ihrer Anwendung - hat Diskussionen um die Frage "Intuition oder Zahlenwerk?" entfacht ...
methodik. 2/03
von Schädle-Schardt Walter
Keiner Klettergeneration bleibt es erspart. Alle sicherungs- oder rettungstechnischen Elemente vom einfachen Knoten bis zur komplexen Bergetechnik müssen geduldig erlernt werden. Ein gutes Gedächtnis lebt von der Wiederholung und ist leider nur selten das Ergebnis einer einmaligen Anstrengung. Damit das Gelernte auch möglichst lange in unseren Köpfen verfügbar bleibt, ist daher umfangreiche Festigung durch "Überlernen wichtig...
führungstechnik. 2/02
von Purtscheller Robert, Eck Markus
Im weitesten Sinne umfasst Führungstechnik alle alpinen Bereiche, in denen ein Verantwortlicher sich bemüht, die Sicherheit seiner ihm Anvertrauten durch die Wahl der richtigen Technik bestmöglich zu gewährleisten. Mamas und Papas, die ihre Sprösslinge auf exponierten Steigen an die Reepschnur nehmen, der Wanderführer, der vor heiklen Passagen das Tempo drosselt und zu Wachsamkeit aufruft, die ehrenamtliche Tourenführerin, die eine heikle Passage mit einem ... ...
lvs-suchtaktik. 4/01
von Genswein Manuel
Die Technik der Lawinen-Verschütteten-Suchgeräte hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Digitale Technologie, zwei gekreuzte Antennen und menügeführtes Suchen sollen dem Anwender die Lokalisierung erleichtern. Kritiker bemängeln die geringere Reichweite und fehlende Eindeutigkeit bei Mehrfachverschüttungen. Bei dieser Diskussion blieb zumindest in Österreich die Frage, wie man seitens der Ausbildung auf diese Entwicklungen ...
limits. 4/01
von Geyer Peter
Bergführer wissen, dass es an der Komplexität der Sache selbst liegt, dass es immer wieder Lawinenunglücke in „eigenen Kreisen“ geben wird. Dennoch ist es unsere Pflicht, dies nicht einfach als gegebenes Faktum hinzunehmen, sondern unser Denken und Handeln dahingehend zu hinterfragen, wie wir diese Unfälle in unseren Reihen effektiver reduzieren können. Ein möglicher Ansatz dazu könnte über den Weg einer „neuen Bescheidenheit“ führen...