editorial.
Gestern hat es geschneit und ich habe Sie belogen. Im letzten Editorial habe ich Ihnen für diese 4er-Ausgabe den Bericht über das Urteil des LGH-Innsbruck in Sachen KST-Set-Bruch angekündigt. Der kommt nicht. Wieder verschoben. Aber he, es hat geschneit. Deswegen hoffe ich auf Nachsicht, denn die Winter- themen dieser Ausgabe passen ohnehin besser (falls es die nächsten Wochen weiter kalt bleibt und es Niederschlag gibt). Bernhard Zenke von der Lawinenwarnzentrale Bayern wird mit „Grenzen des Lawinenlageberichtes“ Freunde der probalistischen Entscheidungsfindung spätestens ...
kommentar.
Ist der Untertitel unseres Magazins - „Zeitschrift für Risikomanagement im Bergsport“ – (noch) passend, stimmig, korrekt, auf der Höhe der Zeit? Trifft er das, was bergundsteigen sein und leisten will? Eine spannende Diskussion darüber entwickelte sich anlässlich unseres diesjährigen internationalen bergundsteigen- Redaktions-Meetings. Der Blick ins Archiv zeigt, dass, während der Haupttitel bergundsteigen gleich geblieben ist, der Untertitel eine deutliche Veränderung durchgemacht hat: „Mitteilungen für alpine Führungskräfte in den Sektionen und Ortsgruppen“, so begann es 1992. ...
dialog.
[Versuchskaninchen] Heute habe ich in meinem Email-Postfach wieder einmal eine Nachricht eines renommierten Bergsportausrüstungsherstellers gefunden und nehme das zum Anlass, einen Brief an euch zu schreiben. Ich bin aktiver Bergsportler und auch im OeAV als Führer engagiert. Ich bilde mich regelmäßig weiter und bin an sicherheitstechnischen sowie Ausrüstungsthemen sehr interessiert. Bergsteiger sowie andere wie zB Hallenkletterer etc. sind darauf angewiesen, einerseits ihrem Wissen sowie Können zu vertrauen und andererseits dem benutzten Equipment ...
stellungnahme.
Die Artikel von Thomas Lammel in der letzten Ausgabe 3/13 von bergundsteigen beschäftigen sich vor allem mit der Sicherheit beim Hallenklettern und er behandelt dies aus seiner subjektiven Sicht als Ingenieur für Arbeitssicherheit. Ihre Zielsetzung, eine öffentliche Diskussion anzuregen, wurde damit sicherlich erreicht. Es ist sehr zu begrüßen, wenn sich jemand so viel Mühe um die Sicherheit in den Kletteranlagen macht. Viele der Vorschläge sind gut gemeint, wenngleich oft undifferenziert und nicht belegbar! Die grundsätzlichen Vorschläge, die allgemein anerkannte Sicherungshinweise betreffen ...
krautundruabn.
Nicht neu, aber nach 2013 wiederum aktualisiert wurde das Stop or Go-Kärtchen des Österreichischen Alpenvereins. Es lässt sich nun auf doppelte Größe ausklappen und beinhaltet jetzt zusätzliche wertvolle Informationen zum Notfall Lawine und der Ersten Hilfe. Doch auch bei der Risikobeurteilung gibt es Neuerungen: Nachdem im vergangenen Winter der Check 1 - die elementare Reduktionsmethode - durch die im LLB genannte günstige Exposition relativiert wurde (vgl bergundsteigen 4/12), ist dieser Zusatz nun wieder verschwunden: Der Check 1 ist somit die klassische elementare Reduktionsmethode ...
Grenzen des Lawinenlageberichtes.
von Zenke Bernhard
... und seine Bedeutung für Lawinenkommissionen. Beim Innsbrucker Alpinforum im November 2012 gab es erstmals einen eigenen Themenblock für die Lawinenkommissionen. Deren Mitglieder entscheiden u.a. über Straßen-, Pisten- und Wegesperren aufgrund der aktuellen Lawinensituation. Bernhard Zenke erinnerte in seinem Referat, dass die Mitglieder der Lawinenkommissionen bei der Beurteilung eines relevanten Einzelhanges nicht auf die im Lawinenlagebericht ... ...
Schlüsselfaktor Gelände revisited.
von Schweizer Jürg, Reuter Benjamin
In einigen Wochen müsse er und Ben beim Alpinforum in Innsbruck einen Vortrag halten. Über Geländefaktoren beim Skitourengehen. Ja, die Nordamerikaner mit Avaluator und ATES, eh klar; aber wie darüber praxisnah referieren und was wir davon überhaupt halten. Sich mit Jürg Schweizer austauschen zu dürfen, ist immer ein Geschenk und bei diesem Thema stellte sich bald heraus, dass wir derselben Überzeugung sind: Das Gelände ist „der“ relevante Faktor ...
Gleitschneelawinen.
von Mitterer Christoph, Schweizer Jürg
Dezember 2008. Wir stehen in einem offenen Fischmaul. Es schneit und ist ungemütlich kalt. An der Anrisskante machen wir uns bereit, um ein Schneeprofil aufzunehmen. Plötzlich blickt mein Arbeitskollege auf: „Spinn ich? Oder hörst du das Knacken auch?“ Bevor ich eine Antwort geben kann, gleitet die komplette Tafel unter dem Gleitschneeriss, also direkt unter uns ab und donnert ins Tal. Oha!!? Eine Gleitschneelawine! Aber warum gerade jetzt? Was führte dazu? ...
Tourenplanung Online.
von Rothwangl Georg, Zott Mario
Zur richtigen Zeit am richtigen Ort. alpenvereinaktiv.com ist das gemeinsame Tourenportal von DAV, OeAV und AVS. Erst vor kurzem haben diese alpinen Vereine beschlossenen, in die Online-Tourenplanung einzusteigen. Ein ehrgeiziges Projekt, gilt es doch mit anderen - bereits etablierten - Anbietern in Konkurrenz zu treten. Da sie sich in letzter Zeit intensiv damit auseinandergesetzt haben, können uns zwei der hauptamtlichen Mitarbeiter hinter alpenvereinaktiv.com ...
Spaltenrettung.
von Roth Eike, Ehgartner Sepp
Selbstrettung und Kameradenrettung sind Standard auf jedem (Ski-)Hochtourenkurs. Dabei haben sich Prusik- mit Umbau auf Münchhausen-Technik sowie der Seilrollenflaschenzug bewährt. Schaffen es Teilnehmer trotz korrekter Technik und Kampfgeist wieder einmal nicht über den Spaltenrand oder melden berechtigte Zweifel bezüglich handlungsunfähigen Gestürzten oder der Seilverteilung an, verweisen AusbilderInnen standardmäßig auf die geringe Eintrittswahrscheinlichkeit ...
Teamunterricht am Berg.
von Würtl Walter, Plattner Peter
Der Begriff „Team Teaching“ zählt seit Jahren zum pädagogischen Stammvokabular. Auch am Berg wird unterrichtet und ausgebildet. Zwar kommen hier die SchülerInnen freiwillig und hoch motiviert, doch die Auswirkungen einer Fehlleistung von Ausbilder – und auch Schüler – sind keine schlechte Beurteilung oder eine Frühwarnung, sondern manchmal ein Unfall mit den entsprechenden Konsequenzen. Ob und wie ein solcher Teamunterricht im Gebirge funktionieren kann ...
Modeskitouren.
von Würtl Walter, Plattner Peter
Fünf Probleme auf vielbegangenen Schitouren. „Geh Modeschitouren“, lautet die häufige Empfehlung, wenn Schitoureneinsteiger um einen guten Tipp zum Start ihrer Schitourenkarriere fragen. Unter einer sogenannten Modetour wird eine Schitour verstanden, die besonders häufig gemacht wird. Aufgrund der ständigen Begehung bzw. Befahrung der Hänge wird der natürliche Schneedeckenaufbau permanent gestört bzw. verfestigt ...
Update Notfallausrüstung.
von Hellberg Florian, Plattner Peter
Wie jedes Jahr tut sich auch diese Saison wieder einiges am LVS-Gerätemarkt. Die DAV Sicherheitsforschung hat die Neuigkeiten sowie die Eckdaten der aktuellen Geräte in einer Übersicht zusammengestellt. Details zu den Geräten und der Test sind auf der DAV-Homepage unter http://www.alpenverein.de/Bergsport/ Sicherheit/ zu finden. Generell hat es sich bei den meisten Herstellern etabliert ...
Lawine! Was tun?.
von Plattner Peter, Würtl Walter
In Ausbildungskursen richtet sich meist die gesamte Aufmerksamkeit bei einem Lawinenunfall auf die Kameradenrettung: LVS-Suche, sondieren, ausgraben. Was man selbst unternehmen kann, um der eigenen drohenden Lawinenverschüttung zu entgehen, darüber wird fast nichts erzählt und schon gar nicht trainiert: „Wenn du einmal in einer Lawine bist, kannst du eh nichts mehr machen“, so die weit verbreitete Meinung. Dass das so nicht immer stimmt ...
schräg.
Die drei allerwichtigsten Schritte der modernen Tourenvorbereitung ...