editorial.
Zwei Österreichische Extrem-Bergsteiger, beide Bergführer und beide, neben anderen herausragenden Begabungen, Eiskletter-Spezialisten - der eine dreifacher Weltmeister in dieser Disziplin, der andere ein Meister damals, als Eisfallklettern begann, sich in der heute bekannten Form zu etablieren - erreichen wir mit dieser Ausgabe nicht mehr. Nicht Unfallanalysen oder Nachrufe sollen Gegenstand dieses Editorials sein. Mich beschäftigt das Merkmal "extrem" als Ausprägung einer Leidenschaft in Sportarten, in denen Scheitern Sterben bedeutet und nicht - wie beim Stabhochsprung ...
dialog.
Lieber Werner. In bergundsteigen 4/06 reitest Du auf Deinen Regeln herum um unseren gemeinsamen Kollegen, Hans Bergmann, einzuschüchtern. Als Du und ich in den 80er und 90er Jahren Schulter an Schulter gegen das "Wissen ist Macht (über die Natur)"-Regime der reduktionistischen Naturwissenschaftler kämpften, war unser Rammbock die Erfahrung. Die Erfahrung gewinnt man bekanntlich auf der Fahrt, in dem man die Gefahr wahrnimmt und vielfältige Muster entwickelt. Das entspricht unserer Berufstradition - Bergführer arbeiten in der Meistertradition ...
achtung: gefährliche haken!.
von Mair Rudi
Der Artikel "hakenausbruch" in bergundsteigen 2/06 informierte über einen tödlichen Abseilunfall am Schneeklammkopf (Hochkönig), der sich im Oktober 2005 ereignete. Bei dem ausgebrochenen Haken handelte es sich um einen "Sigibolt", einen selbst hergestellten Haken. Diese Haken sind laut dem Hochkönig-Kletterführer "aus rostfreiem Edelstahl (mit bestem Wissen und Gewissen) selbst angefertigt und mit Biber-Rapid einzementiert" ...
krautundruab'n.
Es gibt Dinge im Leben, die will und kann man einfach nicht begreifen. Andi Orglers tödlicher Unfall bei einem internationalen Drachenfliegerwettbewerb in Australien am 4.1.2007 ist so eine Sache. Andi, der unverletzlich schien, der Perfektionist, der die Risiken seiner im Grunde haufenweise wilden bergsteigerischen Aktionen im Griff hatte, unser noch leise lächelnd vor uns stehender bester Freund, soll nicht mehr sein. Die Realität wirft uns die brutale Wahrheit ins Gesicht. Was Andi in den gerade beendeten 45 Lebensjahren erlebte und leistete, bringen die meisten anderen ...
alpine erste hilfe (3).
von Beikircher Werner, Paal Peter, Brugger Hermann
International einheitliche und wissenschaftlich begründete Leitlinien zur Frühphase der Ersten Hilfe und kardiopulmonalen Reanimation (CPR) gibt es erst seit wenigen Jahren. 1992 vereinigten sich die großen kontinentalen Fachgesellschaften für CPR, die bis dahin eigene Leitlinien erstellt hatten, zur Dachgesellschaft: International Liaison Committee on Resuscitation (ILCOR). In den Jahren danach wurde in intensiver Auswertung aller vorliegenden ...
tod in der eiskapelle.
von Slupetzky Heinz
Kurz vor Weihnachten 2006 ereignete sich in der Gemeinde Hintersee (Land Salzburg) in der Osterhorngruppe ein tödlicher Unfall beim Eisklettern. Durch die große Bekanntheit des Verunglückten und die tragischen Begleitumstände erlangte das Ereignis große Aufmerksamkeit in den Medien und somit in der Öffentlichkeit. Die nachfolgende Diskussion nach dem "Warum?" war unausweichlich ...
(un-)glück.
von Trotter Wulf
... und wie jedes Jahr werden wieder die besten Glückwünsche ausgetauscht: "Ein gutes neues Jahr", dass es "erfolgreich" verlaufen möge, "gesund bleiben", und ja, "ein bisschen Glück gehört auch dazu", vor allem aber "Gesundheit, das ist das Wichtigste", wie man hört! Warum empfinden die meisten Menschen die Gesundheit als wichtigstes Gut? Warum wird das Glück so bemerkenswert häufig erst an zweiter oder dritter Stelle in der Kette ...
der elchtest.
von Schwiersch Martin, Stopper Dieter, Bach Tobias, Leuthardt Tom
Die strategische Lawinenkunde (Reduktionsmethode (Munter, 2002), Stop or Go (Larcher, 2001), SnowCard (Engler & Mersch, 2001)) hilft dem Skibergsteiger, die Lawinengefahr einzuschätzen und gibt Antwort auf die Frage: "Befahren oder nicht befahren?". Zur Überprüfung der Wirksamkeit der strategischen Lawinenkunde wurden bislang Unfälle am "grünen Tisch" nachträglich analysiert. Ergebnis: Je nach Verzichtbereitschaft ...
intuition oder risikomanagement.
von Mersch Jan, Trenkwalder Pauli
Ein Großteil der Skitourengeher setzt sich zu wenig mit dem Risiko der Lawinengefahr auseinander. Die Erkennung der Gefahrenstellen im Gelände ist laut den Ergebnissen der Sicherheitsforschung erschreckend schlecht. Die konsequente Anwendung der strategischen Lawinenkunde - SnowCard, Reduktionsmethode, Stop or Go, etc. - hilft, das Risiko zu erkennen und mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen darauf zu reagieren. ...
gebuchte berge.
von Schatzl Peter
Fremde Kulturen und Völker in der sie umgebenden Landschaft kennen lernen, verbunden mit Natur- und Abenteuererleben, das verstehen wir heute unter Trekkingreisen. "Nachhaltigkeit" spielt dabei eine zunehmend wichtigere Rolle. Die Herausforderung besteht darin, sowohl für die Reiseveranstalter und seine Gäste als auch für das bereiste Land und seine Bevölkerung eine Situation herzustellen, bei der alle Beteiligten profitieren. ...
spalten.
von Mosimann Ueli
Spricht man über die Unfallgefahren beim Schneesport im freien Gelände, ist der Fokus sehr stark auf das Thema Lawinenverschüttung gerichtet. Tatsächlich sind Lawinenverschüttungen trotz großer Fortschritte beim Risikomanagement, der Tourenplanung und immer leistungsfähigeren Geräten zur Ortung von Verschütteten - immer noch weitaus die häufigste Ursache von tödlichen Unfällen ...
1x1 der mechanischen bolts.
von Semmel Chris
In bergundsteigen 2/06 wurde über versagende Verbundhaken berichtet. Hier werden nun mechanische Systeme vorgestellt mit den Basisinformationen, die zum Setzen von Bohrhaken erforderlich sind. Bohrhaken können in zwei Kategorien unterteilt werden: Verbundanker und mechanische Systeme, die entweder "reibschlüssig" oder "formschlüssig" sein können. Während die reibschlüssigen Systeme ...
jümars & pulleys.
von Schubert Pit
Ob in Bigwalls, auf Expeditionen, beim Solo-Toprope-Klettern oder - heute besonders häufig - bei "Flying Fox"-Aufbauten: Für Seilklemmen und Seilrollen gibt es im Bergsport einige wichtige Aufgaben zu übernehmen. Was die Norm von ihnen verlangt und was wir bei der praktischen Anwendung beherzigen sollten, darüber informiert Pit Schubert in diesem Beitrag. Dank des enormen Erfahrungsschatzes des Autors werden uns ...
ausprobiert.
Die perfekte Schi(hoch)tourenhose, ein Klassiker, der wieder etwas verbessert wurde. Die Super Guide ist eine Wohlfühlhose mit europäischem Schnitt (kein hängender Hintern) die superelastisch und atmungsaktiv ist, dank ihrer Imprägnierung aber Schnee und Regen - genauso wie Wind - lange abweist bzw. sehr schnell trocknet. Neben abnehmbaren Hosenträgern ist die Super Guide auch mit fixen Gamaschen und entsprechendem Kantenschutz ausgestattet. Das unterscheidet sie übrigens vom Sommermodell Guide. ...
medien.
Die Grundidee von SicherAmBerg: Standardisierte, nach einem einheitlichen Schema aufgebaute, alpine Ausbildungskurse werden von OeAV-Sektionen den Mitgliedern angeboten. Gestartet wurde diesen Winter mit zwei Kursen: Stehen bei "Stop or Go" Risikomanagement und Prävention im Vordergrund, so geht es in "Notfall Lawine" um die effiziente Hilfe nach einem Lawinenunfall. Ein Qualitätsmerkmal aller SicherAmBerg - Veranstaltungen sind hochwertige Lehr- materialien, die alle Kursteilnehmer erhalten und die helfen sollen, das Gelernte zu erinnern und zu vertiefen. ...
petzl-inserat.
Aufgrund der großen Nachfrage präsentieren wir exkl. die Frau von der Petzl-Werbung zum Download (den dazupassenden Mann gibt es in der Ausgabe 2-07 ebenfalls zum Herunterladen).